Im Test! Dragon Quest XI: Streiter des Schicksals

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    • Nach der anfänglichen Euphorie von vielen, gibt es halt auch schon wieder diesen Schwenk zum Negativen. Dragon Quest XI hat genau seine Macken wie beispielsweise ein Persona 5 (wo ich den schier endlos langen, ausufernden Prolog und die Tutorials, das an die Hand nehmen, stark kritisiert habe). Überraschenderweise erhält der nahezu stumme Protagonist in Persona 5 kaum Kritik (ich hoffe nicht, dass jemand seine gelegentlichen Laute als vollwertige Dialoge sieht^^). Ein stummer Protagonist bleibt ein stummer Protagonist, daran ändert sich auch nicht viel wenn er ab und an mal ein paar Geräusche von sich gibt.

      Man muss halt aufpassen, die wirklichen Kritikpunkte zu nennen und nicht ins zählen von Erbsen zu verfallen. Denn sonst hat man hier nachträglich wieder eine Situation wie bei Nier Automata, wo das Spiel einige Monate später dann nur noch verteufelt wird.

      Insgesamt muss man sich aber einig sein, dass Dragon Quest XI ein richtig gutes Spiel geworden ist. Ob man da jetzt die Musik mag oder nicht (ich ziehe natürlich jetzt einfach mal Keiichi Okabe Koichi Sugiyama vor) oder ob man von dem stummen Held genervt ist, was zu meckern gibts bestimmt immer. Aber von dem, was ich bisher in 20 Stunden erlebt habe, obwohl ich momentan nicht so die große Geduld für ein umfangreiches Spiel habe, gefällt mir verdammt gut.

      Kritik gabs aber bereits bei Dragon Quest IX. Dort gibts neben nem stummen Held auch ne stumme Party und die Story war auch eher simpel gehalten. Bei Dragon Quest XI besinnt man sich da wieder auf die klassischen Elemente, wie zum Beispiel in Dragon Quest V. Was ich etwas schade finde, leider sieht man bis auf wenige Ausnahmen die Party nicht mehr neben dir herlaufen. Für mich war das immer ein Markenzeichen bei Dragon Quest. Bei Dragon Quest V folgt dir praktisch eine ganze Truppe samt Kutsche. Dies wirkt etwas lieblos in Teil 11 wo man wirklich meistens nur den Held sieht. Aber für mich fällt auch so etwas nicht wirklich ins Gewicht. Ich könnte da nun auch ein riesiges Fass drum aufmachen und mich 5 Beiträge darüber beschweren und am Ende habe ich dann gar keine Freude mehr, weil mir dann sicherlich noch andere Dinge einfallen, die ich gerne im Spiel gesehen hätte.

      "Hey, was ist der Sinn des Lebens?"
      "Liebe"
      "Es gibt keine Hoffnung für uns, wir sollten alle Selbstmord begehen" - Gaspar Noé

      Zuletzt durchgespielt: My Friend Pedro: 6/10, Darksiders III: 7/10, Untitled Goose Game: 6,5/10


    • Also der Vergleich mit dem Persona 5 Protagonisten finde ich unpassend , bzw. überhaupt mit Persona. Das wäre ja wie Äpfel mit Birnen zu vergleichen.
      Bei Persona ist die Sache eine etwas andere - ich meine, man hat dort Möglichkeiten den Charakter zu individualisieren mit verschieden Antwortmöglichkeiten und so.
      Bei Dragon Quest ist dies aber nicht wirklich der Fall.
      Der Mensch, der verurteilt ist, frei zu sein, trägt das ganze Gewicht der Welt auf seinen Schultern; er ist, was seine Seinsweise betrifft, verantwortlich für die Welt und für sich selbst.
      Jean-Paul Sartre
    • Der Stumme Charakter aus Persona 5, ist aber nicht so Emotionslos, wie der aus DQXI. Denn Akira geht auf verschiedene Ereignisse auch ein, und bleibt nicht da stehen, wie ein Stein der auf keine der Ereignisse reagiert. Wie ich bereits im DQXI Thread erwähnt habe, mir geht es ja nicht nur um die Stummheit, sondern auch das er in keines der Geschehnisse reagiert.
      Bedenkt man die wunderbare Komplexität des Universums, seine Perfektion, seine Ausgewogenheit in allen Dingen – Materie, Energie, Gravitation, Zeit, Dimension – muss ich einfach annehmen, dass unsere Existenz viel mehr ist, als Philosophie in ihr sieht. Das was wir sind, übertrifft alle Maßstäbe, die wir uns mit unserem mathematischen Denken vorstellen können. Unser Dasein ist Teil eines Ganzen, das wir mit unserem Verstand, unserer Erfahrung nicht erfassen können.
      -Picard-

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von DarkJokerRulez ()