Im Test! Shining Resonance Refrain

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Im Test! Shining Resonance Refrain

      Titel Shining Resonance Refrain
      Japan PS4: 29. März 2018
      Switch: 12. Juli 2018
      Sega
      Nordamerika 10. Juli 2018
      Sega
      Europa 10. Juli 2018
      Sega
      System PlayStation 4, Nintendo Switch, PCs (Steam), Xbox One
      Getestet für PlayStation 4
      Entwickler O-Two
      Genres JRPG
      Texte
      Nordamerika
      Vertonung Nordamerika Japan

      Die Shining-Reihe reicht weit zurück und ist in der Zeit bis heute nicht nur einige Rollenspiel-Genres durchgegangen, sondern hat auch andere Veränderungen durchgemacht. Leider sind englische Versionen der umfangreichen Reihe eher sparsam und so blieb auch der neueste Vertreter Shining Resonance für PlayStation 3 trotz Hoffen in Japan. Glücklicherweise scheint Sega aber einen neuen Versuch mit der Reihe zu starten, wobei sie auch den Westen mit einbeziehen wollen. Mit dem Remaster Shining Resonance Refrain bekommen wir ein Tales-of-ähnliches JRPG mit einem klassischen Fantasy-Setting und hübschem Charakterdesign von Tony Taka spendiert, welches sogar alle herunterladbaren Inhalte des Originals mit im Spiel enthalten hat. Sega bedient hier nicht nur wie in Japan PlayStation 4 und Nintendo Switch, sondern auch PCs (Steam) und Xbox One. Wie sich das Drachenabenteuer so schlägt, erfahrt ihr in unserem Test zur PlayStation-4-Version!

      Die Kraft der Drachen

      Man ist es ja gewohnt, mit den wackeren Helden die holde Prinzessin aus den Fängen des Bösen zu befreien. So in etwa fängt auch Shining Resonance Refrain an, nur dass die Rolle des Retters in diesem Falle von der mutigen Prinzessin des Königreichs Astoria, Sonia, und ihrer Gefährtin, der Elfe und Song Maiden Kirika, übernommen wird. Derjenige, der durch das Imperium ein Dasein in Gefangenschaft fristet, ist Yuma, der eigentliche Protagonist der Handlung.

      Die Rettungsaktion läuft nicht komplett einwandfrei und auf dem Weg zum alternativen Fluchtweg verhindert die imperiale Prinzessin Excella mit einem ihrer Drachen ein erfolgreiches Entkommen. In dieser aussichtslosen Lage offenbart der hilflos wirkende Yuma ein Geheimnis, welches in Zukunft eine zentrale Rolle in der Geschichte dieser Fantasy-Welt spielen wird: in ihm wohnt die Seele eines der mächtigsten Drachen aus der uralten Legende und er kann die Gestalt dieses sogenannten Shining Dragon annehmen. Da er furchtbare Angst davor hat, die Kontrolle über seine Kraft zu verlieren und andere zu verletzen, kommt die Verwandlung für ihn eigentlich nicht in Frage, aber aufgrund der gegebenen Situation lässt er sich erfolgreich dazu überreden. Dadurch schafft er es, zusammen mit seinen beiden Rettern zu fliehen.

      Die Existenz des Shining Dragon sorgt sowohl im Imperium als auch im Königreich Astoria für Aufsehen. Der Krieg zwischen den beiden Mächten geht in eine neue Runde, in der die Dragoneer, Nutzer der legendären Harmonics-Waffeninstrumente, versuchen müssen, die finsteren Pläne des Imperiums zu vereiteln. Doch kann Yuma, in den große Hoffnung gesetzt wird, wirklich seine Selbstzweifel und Ängste besiegen und seinen neuen Kameraden vollends zur Seite stehen?

      Was anfangs wie eine klassische, aber gleichauf erfrischende Handlung wirkt, fällt schnell in ein Muster aus Stereotypen und japanischen Klischees. An sich nichts, was man unbedingt gleich als negativ ansehen muss, zumal es abhängig davon ist, was man letztendlich daraus macht, aber hier hat man wirklich nur ein durchschnittliches Ergebnis erzielen können, was vor allem an der Erzählweise und Stilelementen liegt. Dadurch verfehlen dramatische Szenen gerne einmal ihre Wirkung und es fällt schwer, mit den Charakteren mitzufühlen. Dennoch bemüht man sich, zumindest in einer Vielzahl an (optionalen) Gesprächen nach und nach mehr über die wichtigen Figuren des Spiels zu erzählen, was sie durchaus sympathisch und liebenswert macht und ihre Macken hervorbringt. Der Verlauf der Handlung ist jedoch unspektakulär und geht einen eher offensichtlichen Weg mit wenig Überraschungen.

      Legenden erwachen erneut zum Leben

      Beginnend in der Stadt Marga bereist man nach und nach immer mehr Gegenden, wobei der Umfang der Insel, auf der man sich befindet, relativ überschaubar ist. Leider bekommt man keinerlei andere Städte und auch nicht das Festland zu Gesicht, von dem gerne einmal gesprochen wird. Etwas mau schaut es auch in Sachen Dungeons aus, die einen ziemlichen Seltenheitswert haben. Ziemlich schade, zumal es Momente gibt, wo man gerne noch den ein oder anderen interessanten Dungeon hätte hinsetzen können. So ist man weitgehend damit beschäftigt, zusammenhängende Felder zu durchqueren.

      Marga an sich ist eine recht hübsche Stadt, die in zwei Abschnitte aufgeteilt ist. Die Aktionen, die man hier vornehmen kann, sind allerdings beschränkt, aber man sieht genau, dass man sich Mühe gegeben hat, dem Ganzen einen gewissen Charme zu verleihen. So herrscht auf dem Markt ein reges Treiben, man wird von so einigen Personen begrüßt und wenn jemand Musik spielt, wird dies auch hörbar rübergebracht. Neben diesen Punkten sind noch viele kleine weitere Details innerhalb, aber auch außerhalb des Stadtgeschehens zu finden.

      Ansprechbar sind neben wichtigen NPCs nur Personen, die hin und wieder Quests im Angebot haben. Solche Aufträge müssen direkt angenommen und nach Erledigung auch wieder bei dem jeweiligen NPC eingereicht werden. Der Inhalt besteht hierbei aus Sammelaufgaben und der Erlegung von Monstern. Aufgrund der Vielzahl an Materialien und der miesen Droprate ist einiges jedoch gar nicht so leicht zu finden. Nachschlagen lassen sich Quests in einer Übersicht, wobei nur das gelistet wird, was gerade in Arbeit ist. Ob man etwas schon einmal erledigt hat, sieht man nur beim Annehmen einer Quest.

      Normale Ausrüstung gibt es in dem Sinne nicht. Die Harmonics-Waffen der Teammitglieder werden anhand von Tuning geändert und lassen sich aufstufen. Jedes Tuning hat andere Vor- und Nachteile, die erst bei maximaler Stufe ihre volle Wirkung zeigen. Sie bestimmen auch, wie viele Aspects ein Charakter ausrüsten kann. Diese in Kategorien unterteilten Objekte verleihen verschiedene Fertigkeiten und Vorzüge, die teils charakterspezifisch sind und gezielt Spezialattacken und Magie aufwerten. Aspects können gefunden, gekauft oder mithilfe von Alchemie hergestellt werden.

      Ein eher optionales Element sind die sogenannten Night-Events und Date-Szenen, die durch Erhöhung der Zuneigung hervorgerufen werden können. Yuma kann mit jedem der Teammitglieder ein Ende erlangen, wobei lediglich die Damen des Teams als Liebeskandidaten angesehen werden. Zwischendurch gibt es, mit einem Zeitlimit versehene, Entscheidungsmöglichkeiten, die bei richtiger Wahl die Zuneigung zu der jeweiligen Person steigern. Alternativ lässt sich dies auch durch Einladungen zu einem Night-Event oder mit Geschenken bewerkstelligen. Ab einem bestimmten Punkt schaltet sich dadurch ein Date frei und es ist möglich, mit seiner auserwählten Person durch die Straßen der Stadt zu spazieren. Sowohl Night-Events als auch die kleinen Gespräche während eines Dates sind von zufälliger Natur und können sich, wenn man Pech hat, oft wiederholen. Etwas mehr Erklärungen diesbezüglich und eine sichtbare Anzeige der Zuneigung hätte dem Ganzen gut getan, dennoch ist es eine nette Spielerei, die Spaß bringt, wenn man sie ausprobiert.

      Dem Bond-System fehlt es leider ebenfalls an Erklärung, wodurch man nicht so wirklich weiß, wie man was anordnen soll, um die besten Effekte zu erzielen. Im Laufe des Spieles erhält man eine Vielzahl an Traits. Alle sind mit unterschiedlichen Symbolen versehen und verursachen andere Beziehungen innerhalb eines Diagramms. Abhängig von der Resonanz und bestehenden Unterstützung im Kampf ist zudem, wie die Charaktere angeordnet sind. Welche positiven und negativen Effekte genau aus der Zusammenstellung entstehen, ist jedoch absolut nicht zu erkennen.

      Musikalische Gefechte

      Berührt man eines der auf den Feldern sichtbaren Monster, geht es nahtlos an Ort und Stelle in einen Kampf über. Ausgetragen wird dieser, ähnlich wie in der Tales-of-Reihe oder Rogue Galaxy, in einem actionbasierten System. Man steuert seinen Charakter über das Kampffeld und greift per Knopfdruck den Gegner an oder verteidigt sich. Dabei werden Aktionspunkte verbraucht, die sich aber relativ schnell wieder auffüllen. Die drei anderen am aktiven Kampfgeschehen teilnehmenden Kameraden werden hingegen vom Computer gesteuert.

      Vorher festgelegte Spezialattacken und Magie verbrauchen MP und sollte man Yuma steuern, besteht die Möglichkeit, sich in einen Drachen zu verwandeln. Nutzt man diese Möglichkeit, muss man jedoch vorsichtig damit umgehen, da es eine sehr gefährliche Kraft ist, die außer Kontrolle geraten kann. Dies bedeutet, dass Yuma plötzlich eigenständig Freund und Feind angreift, solange bis seine MP ausgehen. Außerdem ist der Drache zwar mächtig, aber sehr lahm und einem bleibt der Zugriff auf das Menü komplett verwehrt. Es ist also eher eine Art Notlösung, die im späteren Verlauf erst wirklich risikofrei wird.

      Gute Vorzüge bietet das B.A.N.D-System, das bei der damit in Verbindung stehenden Leiste aktiviert werden kann. Welche Auswirkungen dies hat, bestimmt nicht nur das Lied, sondern auch, wer die Center-Position einnimmt. Zudem werden einige Lieder in gesungener Form dargestellt oder sie ändern das Outfit eines Charakters und bringen diesem Verbesserungen ein.

      Insgesamt sind Kämpfe eher einfach gehalten und übersichtlich gestaltet. Der nahtlose Übergang und die Kameraführung läuft problemlos und die KI lässt sich relativ gut beeinflussen, zumal sie nur die Attacken einsetzt, die man ihnen zugeteilt hat. Zudem kann man ein ungefähres Verhalten bestimmen und notfalls einen Befehl erteilen. Sollte einmal alles schief gehen, lässt sich jederzeit mitten im Kampf das Menü aufrufen und so viele Objekte benutzten, wie man möchte. Es besteht keinerlei Begrenzung hierbei. Der Charakter, den man spielt, lässt sich ebenfalls jederzeit ändern.

      Bezüglich des Remasters wurde einiges seitens Sega versprochen, jedoch macht das Ergebnis nicht den Eindruck, als hätte man alles davon eingehalten oder jedenfalls nicht im wünschenswerten Maße. Zudem hatte man die Gelegenheit, auffällige Macken zu bearbeiten und Änderungen vorzunehmen, die sich positiv auf das Spielerlebnis auswirken würden, aber davon ist nichts geschehen. Gut ist die nun vorhandene Möglichkeit, nach einem verlorenen Kampf diesen wiederholen zu können und dass der ungleichmäßige Schwierigkeitsgrad zumindest etwas angepasst wurde. Notwendige Speicherpunkte wurden jedoch nicht hinzugefügt, was einen bestimmten Abschnitt im späteren Verlauf des Spieles immer noch als echt gemein gestaltet, wenn man nicht gerade überlevelt ist und weiß, was auf einen zukommt. Von einer Schnellreisefunktion von Camp zu Camp fehlt jede Spur, so dass man für jedes neue Ziel in der halben Weltgeschichte herumlaufen muss. Gerade das und der bestehende Umstand, dass man ohne Grinden später ziemliche Probleme mit den Endgegnern bekommen kann (zumal solche Kämpfe oftmals zweimal hintereinander auftreten), können den Spielspaß mindern und für Frust sorgen.

      Wer jedoch Spaß am Erkunden hat und es liebt, schwere Gegner herauszufordern, kann schon frühzeitig fast alle Areale betreten. Die Mini-Endgegner, die Wege zu Feldern blockieren, bei denen man erst später hin soll, können mit der richtigen Taktik ins Jenseits befördert werden, selbst wenn diese 30 Level höher sind. Es gibt zudem genug Quests zu erledigen und Materialien zu sammeln. Das vorhandene Wettersystem, welches Monster und Sammelpunkte gleichermaßen ändert und sich auch auf Sichtverhältnisse auswirken kann, gibt dabei zusätzliche Motivation.

      Alternativ steht ab einem bestimmten Zeitpunkt der Grimoire-Dungeon zur Verfügung, der zufallsgeneriert ist. Erhaltene Sigils können hier eingesetzt werden, um verschiedene Einstellungen vorzunehmen. So kann zum Beispiel der Rang des jeweiligen Dungeon erhöht, festgelegt werden, welche Gegnerarten auftauchen sollen, und andere Dinge beeinflusst werden.

      Hier spielt die Musik

      Geplagt von Elementen, die Richtung „Nicht genug Budget“ gehen, werden Kampfszenen außerhalb von den aufwendiger gestalteten Zwischensequenzen lediglich durch Standbilder mit 3D-Modellen, schwarzen Bildschirmen und gezeigten Effekten präsentiert. Auch sonst wird gerne einmal der Bildschirm ausgeblendet und Geräusche gezielt benutzt, damit man bestimmte Animationen nicht darstellen muss. All dies wirkt sich nicht gerade positiv auf die handlungsbezogenen Szenen aus.

      Die 3D-Modelle der Charaktere hingegen sind hübsch gestaltet, fangen den Stil des Charakterdesigns von Tony Taka gekonnt ein und wissen gerade in Gesprächen zu gefallen. So haben die Figuren eine gewisse Lebendigkeit an sich. Wirft man aber einen allgemeinen Blick auf die Modelle und die Umgebungen, bemerkt man sogleich, dass es sich hierbei ursprünglich um einen PlayStation-3-Titel handelt, der schon einige Jahre auf dem Buckel hat. Zwar wirkt das Gesamtbild feiner und klarer, aber dennoch sind Texturen gerade bei der Nahansicht entweder matschig oder pixelig. Es ist deutlich zu erkennen, dass sich nicht die Mühe gemacht wurde, die Grafik in bedeutendem Maße zu verbessern.

      Auch von technischer Seite ist so ziemlich alles gleich geblieben, was bedeutet, dass sich niemand um die auffälligen Slowdowns und Ruckler gekümmert hat, die sich durch das gesamte Spiel ziehen. Dabei muss noch nicht einmal viel im Kampfgeschehen los sein. Es reicht schon ein Flächenzauber eines Endgegners oder Kameraden, der sich für einige Zeit auf das Feld legt. Solange der Effekt besteht, wird alles verlangsamt und folgen im gleichen Moment noch weitere auffällige Animationen, geht das Spiel noch weiter in die Knie. Auf Dauer ist das ziemlich nervig und störend.

      Vielseitig präsentiert sich die musikalische Untermalung, die innerhalb der Handlung eine bedeutende Rolle spielt. Jeder Charakter steuert andere Klänge bei, die hie und da zum Zuge kommen und auch nach jedem Kampf berücksichtigt werden. Kirika singt mehrere schöne Lieder, die mittels B.A.N.D gehört werden können, und es gibt noch einige weitere mit Gesang versehene Stücke. Die allgemeine Hintergrundmusik geht ebenfalls in Richtung hörenswert, auch wenn einige Lieder übermäßig Benutzung finden. Die Sprachausgabe ist sowohl auf Englisch, als auch auf Japanisch enthalten.

      Neben einer umfangreichen Sammlung an herunterladbaren Inhalten sind zudem die beiden zusätzlichen Teammitglieder Excella und Jinas fester Bestandteil von Shining Resonance Refrain. Wenn man ein neues Spiel startet, kann man sich zwischen einem normalen Durchgang, so wie er in der PlayStation-3-Version besteht, entscheiden oder aber den Refrain-Mode wählen, der Excella und Jinas von Anfang an ins Team packt, auch wenn dies von der Handlung her keinen Sinn ergibt. Damit man durch Interaktionen mit diesen nicht gespoilert wird, wird empfohlen, den Modus als eine Art New Game+ zu nutzen. Dumm nur, dass man hier keine Verbindung gesetzt hat. Spielt man erst einen normalen Durchgang und möchte dann zum Refrain-Mode wechseln, der ja mehr Inhalt bietet, muss man komplett von vorne ohne irgendwelche Vorzüge anfangen, da nichts übernommen wird. So ist es sinnvoller, gleich den Refrain-Mode zu wählen und das Risiko einzugehen.

      Die herunterladbaren Inhalte der PlayStation-3-Version, die dem Remaster hinzugefügt wurden, sind weitgehend Kostüme für die Mädels, kleine Extragespräche, zusätzliche Szenarien für alle Charaktere inklusive neue Lieder und Tunings und die Möglichkeit, bestimmte Endgegner noch einmal im Grimoire-Dungeon zu bekämpfen. So gesehen also viel Kleinkram.

      Fazit

      »Shining Resonance Refrain ist ein buntes Fantasy-JRPG mit hübschem Artwork, welches in erster Linie an Genre-Vertreter wie die Tales-of-Reihe erinnert, wovon es sichtbare Inspiration gezogen hat. Dabei wird vermehrt auf Stereotypen und japanische Klischees zurückgegriffen, was deutlich in Handlung und Charakteren zu sehen ist. Durch die Art und Weise, wie die Geschichte erzählt wird, zusammen mit den verwendeten Stilmitteln, wird hierbei nur ein durchschnittliches Ergebnis ohne große Überraschungen erzielt. Die Charaktere an sich sind sympathisch und liebenswert, was durch viele kleine Gespräche verstärkt wird, jedoch hätte man sich mehr Ausarbeitung von diesen und vor allem der Gegenseite gewünscht.

      In Sachen Erkunden und Kampfsystem, welches actionreich gestaltet ist, weiß Shining Resonance Refrain durchaus zu gefallen, allerdings wird der Spielspaß durch allerhand Macken und seltsame Entscheidungen heruntergezogen. Zudem werden einige Dinge nicht richtig erklärt und es fehlen dabei wichtige Anzeigen, die für einen besseren Einblick in die Funktionen sorgen würden. Wer nicht gerade Spaß daran hat, die gleichen zusammenhängenden Felder zigmal für jedes neue Ziel innerhalb der Handlung zu durchqueren, da es keine Schnellreisefunktion gibt und nichts von plötzlichen Anstiegen des Schwierigkeitsgrades bei Endgegnern hält, wird schnell frustriert sein. Einfach durch die Hauptgeschichte zu laufen wird auf Dauer nicht funktionieren, da ein gewisses Grinding vorausgesetzt wird.

      Aufgrund der negativen Aspekte, die deutlich überwiegen, ist es nicht einfach, Shining Resonance Refrain zu empfehlen. Das Spiel hat schon seinen Reiz, weiß durch interessante Funktionen, die Charaktere und die Musik zu motivieren und zeigt eine gewisse Liebe zum Detail, nur fehlt es dort an Ausbesserungen, wo sie dringend nötig gewesen wären. Dementsprechend ist das Gesamtergebnis nur als mittelmäßig zu bezeichnen. Wer mit dem Gedanken spielt, dem Drachenabenteuer einen Versuch zu geben, sollte dies auf jeden Fall berücksichtigen, um nicht enttäuscht zu werden.«

       

      Klassisches Fantasy-Abenteuer mit Drachen, Elfen und Magie, ohne große Überraschungen.
      Actionbasiertes, einfaches Kampfsystem und nette Spielereien und Funktionen, denen es teils an besserer Erklärung und Darstellung fehlt.
      Hübsche 3D-Charakter-Modelle und Artworks von Tony Taka, trotz Aufbesserungen noch deutlich auf frühem PlayStation-3-Niveau, Umgebungsdetails sind matschig und pixelig, diverse technische Probleme.
      Hörenswerter Soundtrack, wobei einige Lieder etwas zu oft gespielt werden, schöne Klänge durch die Harmonics-Waffeninstrumente, gute Auswahl an gesungen Liedern.
      Nettes Dating-System inklusive Charakter-Enden, Bonus-Dungeon mit individueller Gestaltung, fehlende Schnellreisefunktion, Leicht und Normal als Schwierigkeitsgrad vorhanden.
    • Sehr gute review! Kann bei so ziemlich allem zustimmen. Dem Spiel fehlt es entweder deutlich am Budget, oder Talent. Was man leider an der fast schon visual novel Präsentation anmerkt... Ich jedoch fand die Story ca. ab Kapitel 8 richtig interessant. Nicht weil es plötzlich sonderlich wird, sondern weil sehr viele Charaktere die Seiten wechseln und man gar nicht mehr voraussehen kann, wer gut und böse ist. Leider ist das Spiel dann schon fast am Ende, und gerade dieses ist viel zu kitschig und stereotypisch.
      Dem Spiel fehlt es an einer fast travel Funktion und der Würze im gameplay. 3 normal Angriffe und eine break Attacke ist nicht genug. Hätte man z.B. Kombination, wäre das ganze viel besser ausgefallen. Z.B. eine eigene Break Attacke nach einer/ 2 / 3 normalen Attacke. Weil so wie es ist, sind die Kämpfe sehr trocken für ein action Spiel. Das ganze wird dann noch schlimmer, wenn man sich für nur 4 skills entscheiden muss. Die L2 taste wird für rein gar nichts verwendet, warum also nicht als eine zweite skillliste? Kirika hat schon alleine an healskills mehr als 4, wie soll man da überhaupt was gescheites anstellen können... Man hat sogar die Möglichkeit mitten im Kampf ins Menü und die Skillanordnung zu ändern, also kann ich nicht verstehen wieso nur 4. Die ki hat mich auch manchmal sehr angekotzt. Ganz egal ob, Gegengift, heal oder Wiederbelebung, alles kam mindestens 5 Sekunden zu spät, und die Gegner sind stellenweise sehr mächtig. Gerade der Verwirrungszauber ist komplett op. Auch die Bosskämpfe können sehr nerven. Zest bewegt sich viel zu schnell, da kommt kein spielbarer Charakter mit, und dieser Elektro Drache ist der reinste Witz. Genervt hat mich auch dieser Overkill an Items. Um das Aspect zu craften, dass Charaktere auch exp bekommen, wenn sie nicht in der Party sind, musste ich um die 2 Stunden farmen. Zum Glück wusste ich noch von welchen Gegnern ich diese bekomme, sonst hätte ich es nie gemacht...

      Den Gnadenstoß gab mir letztendlich doch der Refrain Mode. Dieser wird speziell Leuten angeboten, die das Spiel zum zweiten mal spielen. Warum es dann aber kein new game+ gibt, wo man alles behält, um so in dem extra dafür gedachten Modus neustarten kann, verstehe ich immer noch nicht. 60 Stunden quasi für die Katz. Vielleicht werde ich mal irgendwann das Spiel ein zweites mal spielen, aber das war echt ein Schlag ins Gesicht für mich.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Akira ()

    • Da ich das Spiel selbst noch vor mir habe, habe ich mir jetzt nur das Fazit von Justys Test durchgelesen (kennt das Spiel ja schon glaube ich von der PlayStation 3).

      Ich habe jetzt auch mal die letzen Wochen Meinungen zum Spiel aufgesaugt und mir kommts eher so vor, als hat man hier ein ähnliches Szenario wie bei Type-0 und Dragon Quest VII. Man liegt den Entwicklern lange in den Ohren, dass sie die Spiele endlich bringen sollen und die IP's nicht so vernachlässigen sollen im Westen. Erscheinen die Titel dann aber, kräht eigentlich kein Hahn mehr danach. Auch um Shining Resonance ist es relativ schnell totenstill geworden, selbst hier im Forum.

      Dass da aber auch Frust dabei ist, kann ich auch ganz gut verstehen. Zum Beispiel was Akira geschrieben hat bezüglich Original und Refrain Modus. Auch ich musste mehrmals nachlesen und fragen, inwiefern die Modis sich unterscheiden und ich habe tatsächlich unterschiedliche Antworten erhalten, mit was ich anfangen soll.

      Insgesamt haben viele hier aber glaube ich zu viel erwartet. Es ist ein etwas polierter Port eines PlayStation 3 Spiels. Hier darf man einfach nichts zeitgenössisches erwarten. Dennoch schlug die Stimmung des Spiels, wo ich auch so schaue, relativ schnell ins Negative um. Wird mich denke ich nicht weiter abhalten, aber aktuell sitze ich auch noch an Octopath Traveler dran.
      "Ganz gleich, wie lebendig eine Erinnerung ist, der Macht der Zeit vermag sie nicht zu trotzen."
      - Bekenntnis des Affen von Shinagawa

      Zuletzt durchgespielt: Pokemon Schwert 7/10, The Last of Us Part II 9/10, Abzû 8/10

    • Somnium schrieb:

      Erscheinen die Titel dann aber, kräht eigentlich kein Hahn mehr danach. Auch um Shining Resonance ist es relativ schnell totenstill geworden, selbst hier im Forum.
      Gekauft wurde es und das ist für den Hersteller das Entscheidende :)
      Vom Spiel her habe ich es in der Tat gerade pausiert - da ist halt Octopath hart reingegrätscht. Heißt aber nicht dass es nicht fortgesetzt wird.
      Aus ähnlichen Gründen liegt bei mir auch noch das WItcher 3 Addon auf Eis :)
    • Somnium schrieb:

      Es ist ein etwas polierter Port eines PlayStation 3 Spiels. Hier darf man einfach nichts zeitgenössisches erwarten.
      Das entschuldigt dennoch nicht die Mängel, da zu dem Release der PS3 Fassung es bereits deutlich bessere Genre-Vertreter gab, welche nicht mit diesen Problemen zu kämpfen hatten.
      Die Shining-Serie ist auch nicht sonderlich klein oder unbekannt, weshalb man hier deutlich mehr hätte daraus machen können. Ich würde also das Spiel dennoch so kritisieren wie jetzt, wenn ich die PS3 Fassung damals gespielt hätte und mich darüber äußern müsste.
      Es gibt zu wenig Songs, das Kampfsystem ist sehr minimal, die KI der Gegner und deiner Kameraden ist unterer durchschnitt, die Story total vorhersehbar (sind sie bei JRPGs meist immer, aber hier war das ja direkt nachdem Prolog schon klar was passieren wird)

      Das was Shining gut hinbekam sind seine Charaktere, das Setting und das Charakterdesign. Letzteres ist auch ausschlaggebend warum ich es mir zugelegt habe (bin ein großer Fan von Tony Taka)
      Es ist dennoch ein gutes Spiel aber definitiv nicht seinen Vollpreis wert, auch wenn dieser ja schon ziemlich unten war und das Metalcase den Preis in gewisserweise dennoch entschuldigt.

    • Somnium schrieb:

      Auch um Shining Resonance ist es relativ schnell totenstill geworden, selbst hier im Forum.
      Liegt vielleicht auch daran, dass es nicht so gut ist, wie erhofft - gerade das fehlende Schnellreisesystem (was auch im Review angesprochen wurde), kann in späteren Spielstunden schon für einen gewissen Nervfaktor sorgen. Mir fällt da spontan als Vergleich das Xbox360-RPG "Infinite Undiscovery" ein - wirkt auf den ersten Blick recht schön, wird aber immer nerviger, je länger es dauert, weil es sich einfach recht "unbequem" und zäh spielt, da es (genau wie bei "Shining Resonance Refrain") an Benutzerfreundlichkeit mangelt. Da merkt man mal, wie spielerfreundlich die artverwandte Tales-of-Reihe ist (an der sich ja auch die Geister scheiden).
      Dass die Grafik auf PS3-Niveau liegt, interessiert mich hingegen wie die letzte Wasserstandsmeldung von der Moldau, weil das bei mir nicht qualitätsentscheidend ist.
      "There is only one way to come into this world - but so many ways to leave"
      (Sami Lopakka)

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von Kelesis ()

    • Kommt etwas spät, da ich es inzwischen durchgespielt habe.^^
      Habe den Kauf zwar nicht wirklich bereut, aber würde das Spiel auch nicht unbedingt empfehlen.
      Wie im Review bereits gesagt, was heir extrem stört sind diese Spieldesignschwächen.
      Das mit Abstand nervigste ist halt dieses immer wieder von neuem alle Gebiete durchrennen.
      Schnellreise hätte hier selbstverständlich sein sollen, besonders beim Remaster, besonders im Westen.
      Sehr hohe Diskrepanz zwischen sehr gut und richtig scheisse hier beim Spiel, den die Story und vorallem die Charaktere sind schon ziemlich cool, daher hab ich es dann auch durchgespielt. Der Cast erinnert sehr an Tales of Spiele. Der uninteressanteste Charakter ist der Main Character, wie bei Tales meistens.^^
      Die Story ist vorhersehbar, aber daran ist man bei JRPGs ja echt gewöhnt. Hier schafft kaum ein Entwickler noch richtige Überraschungen.

      Schnellreise könnte man doch auch easy als Patch nachreichen, das wurde schliesslich von allen Reviews kritisiert. Gäbe es Schnellreise wäre das Spiel wesentlich besser aufgenommen worden.

      Currently playing: Trails of Cold Steel IV/Disco Elysium/The Survivalists
      Dieses Jahr durchgespielt: 20
      Zuletzt durchgespielt: Outriders/Undermine/It takes Two






    • Ich dachte, dass wenigstens das Level oder die Bonds beim zweiten Durchlauf übernommen wird :O .
      Ist das jetzt doch nicht so? :/ ......
      Wenn das so ist, dann fang ich doch lieber mit dem Refrain Modus an, wieder mal.....hatte von Refrain auf Original gewechselt und jetzt les ich das xD, oh man.....^^"
      "Sei wer du bist, und sag, was du fühlst!
      Denn die, die das stört, zählen nicht- und die, die zählen, stört es nicht."
      von Theodor Seuss Geisel.

      Amor est pretiosior auro <3

      YouTube: ManaQues t

    • Aruka schrieb:

      Die Story ist vorhersehbar, aber daran ist man bei JRPGs ja echt gewöhnt. Hier schafft kaum ein Entwickler noch richtige Überraschungen.
      Wobei vorhersehbare Stories kein Phänomen von JRPGs sind. Es ist halt immer nur dann blöd, wenn ein auf die Story fokussiertes Spiel eine schwache Story hat. Wer wirklich dünne Handlungen sehen will, sollte "Fable" oder "The Elder Scrolls" spielen. Das fällt dort nur kaum auf, weil die Story im Spielkonzept nur Beiwerk ist.
      "There is only one way to come into this world - but so many ways to leave"
      (Sami Lopakka)
    • Klar aber Spiele, vorallem Elder Scrolls legen ja von grundauf keinen Wert auf die Story, sondern nur auf die Lore.^^
      Niemand kauft sich ein Elder Scrolls Spiel wegen der Story, ein JRPG wiederum schon irgendwie.

      Currently playing: Trails of Cold Steel IV/Disco Elysium/The Survivalists
      Dieses Jahr durchgespielt: 20
      Zuletzt durchgespielt: Outriders/Undermine/It takes Two






    • Schönes Review, denke ich werde mir das Spiel in den nächsten Monaten sicherlich mal zulegen wenn ich es günstig sehe. Das man die Gebiete ständig durchwandert ist für mich jetzt kein schwerwiegender Kritikpunkt, finde Schnellreisesysteme meistens eher unglaubwürdig und störend. Zerreißt für mich meißtens etwas die Atmossphäre. ^^ Ja ich laufe lieber durch Gebiete als da schnell durchzurennen, da wurde ich zunehmenst durch die anfänglichen Sega RPGs der 16 Bit Ära geprägt und kommt mir nicht mit nicht mehr zeitgemäß. xD
    • Fayt schrieb:

      Ja ich laufe lieber durch Gebiete als da schnell durchzurennen, da wurde ich zunehmenst durch die anfänglichen Sega RPGs der 16 Bit Ära geprägt und kommt mir nicht mit nicht mehr zeitgemäß. xD
      Aber das ist nicht mehr zeitgemäss. :P

      Currently playing: Trails of Cold Steel IV/Disco Elysium/The Survivalists
      Dieses Jahr durchgespielt: 20
      Zuletzt durchgespielt: Outriders/Undermine/It takes Two






    • Fayt schrieb:

      Das man die Gebiete ständig durchwandert ist für mich jetzt kein schwerwiegender Kritikpunkt, finde Schnellreisesysteme meistens eher unglaubwürdig und störend. Zerreißt für mich meißtens etwas die Atmossphäre. ^^ Ja ich laufe lieber durch Gebiete als da schnell durchzurennen, da wurde ich zunehmenst durch die anfänglichen Sega RPGs der 16 Bit Ära geprägt und kommt mir nicht mit nicht mehr zeitgemäß. xD
      Es ist ja nicht so, dass Schnellreisesysteme einem verbieten, mehrfach durch Gebiete zu laufen, aber ich habe eben gerne eine Wahl. Gerade in RPGs ist Alternativlosigkeit bei mir kein Ausdruck von Qualität - weiß ich spätestens seit FF13.
      "There is only one way to come into this world - but so many ways to leave"
      (Sami Lopakka)
    • Sorry, i'm late to the Party. Habe mir das Spiel jetzt im Xbox Sale gegönnt weils interessant aussieht, bin aber gerade echt überfordert mit der Entscheidung ob ich den "Original" oder den "Refrain" Modus spielen soll. Das Ding ist halt bei mir, das ich nicht daran glaube ich das Spiel jetzt wirklich 2x durchzocken (irrelevant wie gut oder schlecht es denn nun wirklich ist) weil mein Pile of Shame dafür wirklich zu groß ist. Daher würde ich kleinere Spoiler(was ja angemerkt wird) in Kauf nehmen wenn ich dann halt die erweiterte Story mit den zusätzlichen Charakteren mitnehmen würde. Gibt es abseits davon noch andere Gründe warum man lieber das Original (zuerst) spielen sollte?

      #Story:
      Auch etwas zu spät, und das mag auch eine sehr weirde (und unpopuläre) Meinung sein. Über SRR maße ich mir da keine Meinung an, allgemein gesprochen bin ich aber auch der Meinung das (gute) JRPG's oftmals nicht (nur) durch ihre Stories leben, sondern viel mehr von den Charakteren. Und ja, mir ist bewusst das "Klischeehaft" und "Stereotypen" auch oft ein Ding sind, ich für meinen Teil(jetzt zur unpopulären Meinung) sehe das aber nicht mal als Problem sondern ist sogar etwas was ich wertschätze. Sicher gibt es auch Spiele die ich genieße, die facettenreichere Charaktere bieten, das Ding ist aber für mich, das Stereotypische Charaktere oftmals fester definierter sind und somit ein etwas abwechslungsreicheres, distinktiveres Gruppenaufgebot hat, während Charakterdesigns die versuchen davon wegzukommen mit diversen Facetten etwas an Identität verlieren und sich zuviele Dinge zu stark überschneiden. Für mich ist da immer weniger irrelevant ob jetzt da klischees drinn sind oder ob es im Grunddesign von einer typischen Schablone kommt(typische Naruto-Asta-Schreihals, der coole Arrogante Sasuke abklatisch, die Tsundere etc), sondern viel mehr die Umsetzung. JPRGs haben dazu oft auch noch eine gewisse Herzhaftigkeit was ich auch immer sehr genieße.

      Und auch wenn ich insgesamt von westlichen RPGs genauso begeistert bin wie von JRPG's, wenn es nur um den Cast geht sind für mich "Meistens" die japanischen Erinnerungswürdiger und mehr ans Herz gewachsen.

      Story betrifft dasselbe, im Endeffekt wenn man sich Stories in Spielen, Filmen & Co ansieht, dann kann man wenn man es versucht, immer alles auf einen gleichen Nenner herunterbrechen. Intrigen, Epochale Erreignisse, Heldentum etc etc... deshalb stört mich das ebenso wenig, und genieße auch mal "vorhersehbare" Geschichte. Nur auch da kommt es bei mir auf die Umsetzung darauf an.