Im Test! Captain Toad: Treasure Tracker

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    • Im Test! Captain Toad: Treasure Tracker

      Titel Captain Toad: Treasure Tracker
      Japan 13. Juli 2018
      Nintendo
      Nordamerika 13. Juli 2018
      Nintendo
      Europa 13. Juli 2018
      Nintendo
      System Nintendo Switch, Nintendo Wii U, Nintendo 3DS
      Getestet für Nintendo Switch
      Entwickler Nintendo EAD Tokyo
      Genres Puzzle
      Texte
      Deutschland
      Vertonung Nordamerika

      Der eigentliche Star der Mario-Spiele ist, wie wir alle wissen, nicht Mario, Luigi oder die nervige Peach. Nein, es ist der treueste Gefährte, den man sich wünschen kann. Jemand, der immer für einen da ist, egal was geschieht. Auf den man vertrauen kann, in jeder Lebenslage. Die Rede ist, natürlich, von Toad. Seit Super Mario Galaxy gibt es den besten Toad von allen: Captain Toad! Der putzige Abenteurer erhielt in dem Wii-U-exklusiven Super Mario 3D World sogar eigene Level, kurz darauf erschien für dieselbe Plattform das putzige Puzzle-Adventure Captain Toad: Treasure Tracker. Auch Nintendo Switch und Nintendo 3DS sind nun in den Genuss dieses kniffligen Abenteuers mit dem Pilzkopf gekommen und wir haben uns die Version für Nintendos aktuelle Hybrid-Konsole einmal genauer angeschaut.

      Die Reise beginnt!

      Unser niedlicher Pilzkopf Captain Toad und seine Freundin Captain Toadette (wobei Toads ja scheinbar geschlechtslos sind…) sind gerade dabei, einen Stern einzusammeln, den sie sich nach zahlreichen Abenteuern sicher redlich verdient haben. Doch als sie den funkelnden Schatz einsammeln, greift ein riesiger Vogel an und entführt Toadette! Der tapfere Captain Toad macht sich natürlich direkt auf den Weg, um seine weiblich aussehende Begleitung zu retten und auf dem Weg noch diverse Schätze einzusammeln.

      Dies geschieht, indem ihr das Abenteuer-Buch, in welchem ihr die Level auswählen könnt, bewältigt. Um eine Stage abzuschließen, müsst ihr einen Stern einsammeln. Diesen zu erreichen ist bereits schon eine große Aufgabe, denn im Vergleich zu seinen Kollegen Mario und Co. kann Captain Toad nicht springen, da sein Rucksack so schwer ist. Die Level selbst sind dadurch auch recht kompakt, damit ihr euch durch Drehen der Kamera einen guten Eindruck des kommenden Weges machen könnt. Dabei müssen Leitern erklommen, Blöcke gedreht oder versteckte Gänge gefunden werden, um den heiß begehrten Stern zu ergattern.

      Doch auf dem Weg zum Stern gibt es nicht nur Schluchten oder andere Hindernisse zu überwinden, auch verschiedene Feinde aus dem Mario-Universum stellen sich euch entgegen. Ihr erinnert euch: Captain Toad kann nicht springen und aufgrund dessen, dass seine Arme sehr klein sind, kann er nun auch nicht unbedingt zuschlagen. Sprich, es gibt keine direkte Möglichkeit, Feinde einfach zu besiegen. Doch das heißt nicht, dass der Pilzkopf nun komplett wehrlos ist. So könnt ihr euch von einer höheren Ebene auf einen Feind fallen lassen oder ihr pflückt eine Rübe und nutzt diese als Geschoss. Ab und an findet man auch einen Hammer, mit welchem nicht nur Blöcke, sondern auch Feinde beseitigt werden können. Auch Bossgegner gibt es, welche Toad nicht wirklich direkt angreift, sondern manchmal reicht es einfach auch nur, schnell zu sein und zu überleben. Generell sollte man den Fokus nicht darauf legen, die Feinde zu besiegen, sondern sie clever zu umschiffen. Fast schon, als wäre es ein Metal Toad Solid, oder so.

      Nicht alles ist so, wie es auf den ersten Blick scheint

      Damit ihr ein wenig mehr um die Ecke denken müsst und nicht nur stur auf den Stern fixiert seid, gibt es in jeder Stage drei Juwelen zu sammeln. Diese helfen nicht nur dabei, die grauen Zellen ein wenig mehr anzuregen, sondern werden auch zum Freischalten von weiteren Level gebraucht. Die Juwelen selbst sind manchmal sehr offensichtlich, aber teilweise auch recht knifflig versteckt. Neben den funkelnden Steinchen gibt es natürlich auch massig Münzen, die Toad einsammeln und somit zusätzliche Leben erhalten kann.

      »Der Fokus liegt nicht darin, allem und jedem auf den Kopf zu springen und so schnell wie möglich durch das Level zu kommen, sondern alle Objekte einzusammeln und auf clevere Weise das Level zu beenden.«

      Aber damit hört es noch gar nicht auf. Ist ein Level bewältigt, könnt ihr es noch einmal betreten, um den kleinen versteckten Pixel-Toad zu finden. Diesen zu finden ist gar nicht so einfach, aber sobald ihr ihn mithilfe des Touchscreens von Nintendo Switch im Handheld-Modus antippt, ist das Level auch schon beendet. Im Docked-Modus könnt ihr mithilfe eines Zeigers den kleinen pixeligen Pilzmann aktivieren. Es gibt zudem weitere Objekte im Spiel, welche mithilfe des Touchscreens bewegt oder aktiviert werden können. Jedoch ist das alles nicht ganz so optimal gelöst, wie ich es persönlich gern hätte.

      Im Touchscreen-Modus funktioniert beispielsweise das Drehen eines Rades, um ein Objekt zu bewegen, deutlich besser als im Zeiger-Modus in der Docking-Station. Der Grund: Auf dem TV seht ihr trotzdem riesengroß das Rad, welches dann die Sicht ein wenig versperrt und zeitgleich könnt ihr euch nur schwer bewegen, während ihr mit mehreren Knöpfen die ganze Geschichte meistert. Wenn dann noch Feinde um euch herum sind, wird das Ganze schnell ein wenig hektisch. Jedoch muss ich sagen, dass auch im Handheld-Modus das Ganze nicht super optimal läuft, da man mit seiner eigenen Hand beim Drehen des Rades dann einen Teil des Bildes verdeckt. Aber immerhin geht das Ganze dann deutlich flotter, als es im Docked-Modus der Fall ist.

      Neben den Juwelen und dem Stern gibt es in jedem Level noch eine Mission, welche euch jedoch vor dem ersten Spielen der Stage nicht verraten wird. Ob ihr nun einen goldenen Pilz einsammeln, alle Feinde besiegen oder die Touchscreen-Funktion nur wenige Male nutzen sollt, verschiedenste Missionen motivieren, die bereits bewältigten Level noch einmal zu spielen. Ab und an gibt es nach dem Bewältigen einer Stage eine Bonus-Runde, in welcher ihr ganz viele Münzen und Leben erhalten könnt.

      Nach dem Abspann ist vor dem Abspann!

      Ist das erste Buch bewältigt, kommen zwar die Credits, doch sollte man das Spiel dann nicht beenden und ignorieren. Denn es gibt noch zwei weitere Bücher, beziehungsweise Abenteuer, sowie Bonus-Welten. Darunter zum Beispiel auch Stages, welche an Super Mario Odyssey angelehnt sind. Weitere Abwechslung findet man in den diversen Level, in denen ihr in einer Lore sitzt und massig Rüben auf alle Feinde schießen könnt.

      Wer keine Lust hat, alleine zu spielen, der kann einem Kumpel einen Controller in die Hand drücken und auf seine Hilfe bauen. Zwar spielt dann kein zweiter Toad mit, aber immerhin kann Spieler 2 dabei helfen, Feinde aufzuhalten oder Objekte zu bewegen. Auch amiibo werden im Spiel unterstützt. So können die Super-Mario-Odyssey-Level schon früher mithilfe der Odyssey-amiibo freigeschaltet werden und ein Toad-amiibo gibt euch einen Unbesiegbarkeitspilz, welcher euch, naja, unbesiegbar macht. Andere amiibo bringen euch weitere Leben, was durchaus hilfreich sein kann.

      Das Schöne an Captain Toad: Treasure Tracker ist ja, dass man trotz kompakter Level viel Abwechslung bekommt und die Stages allesamt niedlich und liebevoll gestaltet sind. Die Animationen von Toad und den Feinden wissen zu gefallen und die unterschiedlichen Themes der Stages lassen es nie langweilig werden. Auch im Handheld-Modus von Nintendo Switch kann Captain Toad mehr als nur überzeugen.

      Es gibt nur wenige Mario-Spiele, oder wahrscheinlich gar keine, in denen der Soundtrack nicht gut ist. Captain Toad: Treasure Tracker ist auch ein Spiel, welches mit liebevollen Melodien eure Ohren verzückt. Die gelegentlichen Laute, welche die Toads von sich geben, sind auch nicht ganz so nervig, wie man es vielleicht denken mag.

      Klug, schön, talentiert: Captain Toad, wahrscheinlich.

      »Ich mag Captain Toad: Treasure Tracker, da es die Formel der Mario-Spiele nimmt, aber stark abändert und euch ein völlig anderes Spielerlebnis bietet. Der Fokus liegt nicht darin, allem und jedem auf den Kopf zu springen und so schnell wie möglich durch das Level zu kommen, sondern alle Objekte einzusammeln und auf clevere Weise das Level zu beenden. Mit über 70 Level hält euch der Titel auch eine kleine Weile bei Laune und ist aufgrund der knackig kurzen Stages für unterwegs perfekt geeignet.«

       

      Wie immer wird im Mario-Universum jemand entführt, in diesem Falle Captain Toadette, und der niedliche Captain Toad muss sie retten.
      In kleinen Puzzle-Stages müsst ihr durch das Betrachten des Levels aus allen Perspektiven den Weg zum Stern finden und bestenfalls dabei alle Sammelobjekte finden.
      Niedliche Animationen und sehr abwechslungsreich gestaltete Level.
      Toller Soundtrack mit bekannten Melodien. Ab und an nervige Schreie von Toad. Wie immer.
      Amiibo-Funktion bringt zusätzliche Level, welche sich aber auch so freischalten lassen. Zwei-Spieler-Modus vorhanden.