Venom (2018)

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    • Prinzipiell ist gegen die Altersfreigabe erst mal nichts einzuwenden. Die klassischen Venom Geschichten waren selten bis nie richtig brutal. Dafür sorgte alleine schon die Comics Code Authority in den Staaten, welche Mainstream Comics vorschrieb, generell eher familienfreundlich gestaltet zu werden. Dieser wurde meines Wissens gegen 2010 abgeschafft.
      Selbst bei der berüchtigten "Maximum Carnage" Saga hielt sich die eigentliche Brutalität eher in Grenzen. Nicht zu vergessen ist auch die geniale Umsetzung der Venom-Saga in der Animated Series aus den 90ern.
      Den klassischen Venom Geschichten hat die fehlende Brutalität auch nie geschadet; diese zählen nicht ohne Grund zu den beliebtesten Spidey Geschichten (auch wen ich persönlich andere Vorlieben habe).

      Richtig "I'm gonna eat your brains" Brutal wurde Venom erst in der jüngeren Vergangenheit mit der Thunderbolts Mitgliedschaft oder in der Agent-Venom Reihe; ohne Einschränkungen der CCA.
      Allerdings soll der Film ja auf der "Lethal Protector" Mini-Serie aus den 90ern basieren, welche jedoch weder sonderlich brutal oder erzählerisch gelungen war. Und darin liegt eigentlich mein Hauptproblem mit diesem Film.

      Die Figur des Venom funktioniert ohne Spider-Man einfach nicht. Klar, man kann die Origin umschreiben, Spidey aus dem Kontext nehmen und sich an einer dürftigen Mini-Serie aus den 90ern orientieren. Aber kann man stattdessen nicht einfach einen anderen, originellen Film machen? Denn mit der Figur des Venom hat der Film nicht sonderlich viel gemein. Nicht einmal die ikonische weiße Spinne auf der Brust oder klassisches Netzschwingen werden wir bekommen. Die Antwort: Nein, kann man nicht einfach eine neue IP umsetzen, Sony möchte ja die Spider-Man Marke ausschlachten. Das bedeutet: Spider-Man Filme ohne Spider-Man Bezug. Mit Knallern wie Black Cat & Silver Sable, Jakpot, Morbius oder was weiß ich noch. Und wenn ich mir Spidey 3 sowie Amazing 1 und 2 anschaue, bezweifle ich, dass Sony kreativ und qualitativ was Hochwertiges auf die Kette kriegt.

      Deswegen verspüre ich im Moment auch einen kleinen inneren Konflikt. Als absoluter Spidey-Mega Freak MUSS ich den Film eigentlich im Kino sehen. Allerdings will ich auch, dass die Spidey Filmrechte wieder komplett zurück an Marvel gehen, weil die zum größten Teil einfach am besten wissen, wie man gute Superhelden Filme macht. Deswegen dürfte ich eigentlich nicht ins Kino gehe :D
      Ich mache die Entscheidung wohl davon abhängig, ob der Film bei mir im O-Ton läuft.
    • Genau das ist der Grund warum so viele wollen das Sony endlich von Disney geschluckt wird. Natürlich nur auf Columbia Pictures bezogen und nicht der Gesamtkonzern. Columbia ist und bleibt das qualitativ schlechteste Studio in Hollywood.

      Mich überrascht es eigentlich nicht das Sony es geschafft hat Venom zu versauen. Man sah doch bereits bei den beiden Amazing Teilen das die Macher absolut keine Ahnung von Spider-Man haben und es ihnen nur ums Geld geht. Selbes wird auch mit Black Cat/Silver Sable, Morbius und den ganzen anderen geplanten Spider-Verse Ablegern passieren.
    • Tja, nochn Grund mir den Film nicht anzusehen. Die Werbekampagne in China zeigt auch son bisschen das der Film alles andere als der düstere, harte Film sein soll den man sich als Fan wohl wünscht.

      Hoffe halt, dass der Film an die Wand gefahren wird und Sony die ganzen Spin-Offs (Black Cat Film, Kraven FIlm, Tante May Film) welche alle mal angedacht waren seit den Amazing Filmen einfach sein lässt und Marvel einfach machen lässt.

      Das einzig gute daran, so darf Tom Holland's Spider-Man gegen anderen Gegner antreten welche eben weniger bekannt sind oder im Rampenlicht standen (freue mich sehr auf Mysterio^^)
    • Ich schaue mir den Film am Mittwoch an, hab aber das Franchise Venom nicht wirklich verfolgt und daher eigentlich auch kaum Erwartungen die erfüllt werden müssen^^ Von daher lasse ich es einfach mal auf mich zukommen. Das klingt ja hier schon alles sehr negativ, wobei mich die Sachen jetzt nicht schlecht stimmen. Ich gehe sehr unvoreingenommen da rein und das mit der Altersfreigabe finde ich überhaupt nicht problematisch.

      Naja mal sehen, ich werdere berichten.
    • Also auf Twitter liest man bereits einige Kritiken zu Venom:

      Daniel Schröckert schrieb:

      Start: holprig. Dann: die überdrehte Hardy-Show. 2. Akt: fehlt. Venom: ein glitschiger Black-Hulk. Story: hätte auf "Life" aufbauen sollen. 3. Akt: ein einziger CGI-Glitsch-Klumpen. Action: spaßig & grottig. Ton: leicht schräger als Marvel. Eher "Mehnom", Dank Hardy ok.

      Antje Wessels schrieb:

      Venom ist KEINE Katastrophe! Ich wiederhole: Er ist KEINE Katastrophe!Er ist ein solider Super(Anti-)Helden-Film der viele Dinge besser macht, als befürchtet und trotzdem noch viel Potenzial liegen lässt. Nicht der größte Wurf, aber echt okay! Und Tom Hardy:
    • Hab auch schon einige englische Reviews gelesen, die den Film durchaus loben.
      Ich hab auch grad spontan Karten reserviert, da der Film bei uns sowohl im O-Ton als auch in 2D läuft (3D tu ich mir nicht an, wenns nicht unbedingt sein muss). Und dass für schlappe 5.50 €.
      Allerdings ist die Vorstellung erst nächsten Dienstag - bis dahin verabschiede ich mich mal hier.
    • Habe ihn gestern im Kino gesehen. Ich verstehe die Kritik nicht, ich fand es war ein sehr unterhaltsamer Film.

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      Auch wenn der Film "nur" FSK12 ist, fand ich ihn echt gut. Es ist jetzt kein Blut bis zum abwinken geflossen oder es wurden sonst irgendwelche brutallen Szenen al`a Deadpool gezeigt. Jedoch dachte ich mir an manchen Stellen aber schon das ist ganz schön harter Tobak für einen 12-jährigen. Es ist einfach der klassiche Marvel-Film. Das etwas düsterere Setting sticht schon raus. Der Charakter Venom hat Humor und ich find das gehört da einfach mit rein und kommt auch super gut rüber. Ohne das hätte der Film nur halb so viel Spaß gemacht.

      Alles in allem ein unterhaltsamer Film, nicht der Blockbuster des Jahrtausends, aber dennoch ein guter Streifen. Das ist jedenfalls meine Meinung.

    • Puh, ich komm grad aus dem Kino, und was soll ich sagen... Der Film ist definitiv nicht so furchtbar, wie er hätte sein können. Aber es ist sicherlich auch kein guter (Marvel-) Film.

      Beurteile ich den Film als Spider-Man Fan, so fällt er bei mir absolut durch. So wie die Vorlage und der Charakter des Eddie Brock hier mit den Füßen getreten werdem, hätte man den Film auch gleich einen anderen Namen geben können. Life 2 bietet sich hier an; Life war immerhin auch von Sony und hatte ne ähnliche Thematik (und war der sehr viel bessere Film). Aber bei einem anderen Namen laufen keine 12 jährigen Spidey Fans ins Kino, deswegen Venom.

      Als stinknormaler Superhelden Film ist der Film... einfach stinknormal. Nicht besonders gut, nicht besonders schlecht.
      Die Action Szenen waren wie bei allen Filmen in den letzten Jahren viel zu schnell geschnitten. Die CGI Effekte wirkten billig und haben mich oft aus dem Film gerissen. Ich bin überzeugt davon, eine Mischung aus CGI und praktischen Effekten wäre eine Bombe gewesen. Der Film "der Blob" hat in den 80ern schon bewiesen, wie geil "Kaugummi-Monster" Effekte wirklich ausschauen können. Aber an sowas traut sich wohl keiner mehr ran.
      Dann zur Altersfreigabe: Eigentlich braucht ein guter Film keine Brutalität. Aber immer wenns mal fleischig wird, schwenkt die Kamera verschämt zur Seite, sodass die Mami ihren 12 Jährigen Sohn nicht aus den Saal führen muss. Ich hasse solche Business Entscheidungen; solche schaden den Film einfach. Logan hat doch mehr als eindringlich bewiesen, dass man einen brutalen UND intelligenten Superhelden Film machen kann, der ab 18 ist und trotzdem Erfolg hat.

      Dann der Soundtrack: Diese erzwungenen Hip Hop Einlagen haben der Atmosphäre des Films sehr geschadet und waren nur nervig. Ansonsten: ja, typischer OST halt. Fällt nicht auf, nix Besonderes.

      Hier und da werden ein paar Witze eingestreut, sowohl vom Symbionten, als auch von Eddie (was wiederum überhaupt nicht zur Vorlage passt, aber ich wollte den Film ja für sich beurteilen). Soll dies wohl zur Auflockerung dienen, zeigt dies jedoch nur, dass der Film nicht weiß, welchen Ton er eigentlich treffen will. Andererseits werden die 12 Jährigen Spidey Fans dadurch unterhalten.

      Letztendlich kann ich sagen, dass der Film mich zwar unterhalten hat, er aber schnell wieder vergessen wird. Dazu war die Story und der Aufbau einfach zu generisch und vorhersehbar. Und das kann man bei Superhelden Filmen, nach Logan und Infinity Wars, heutzutage einfach nicht mehr bringen.

      Ich hoffe, dass die Spidey Film-Lizenzen bald an Marvel zurückgehen. Die Morbius und Black Cat Filme tu ich mir definitiv nicht mehr an.
    • Gestern Abend habe ich mir auch die Ehre gegeben und bin bestenfalls ernüchtert. Selbst bei der niedrigen Erwartungshaltung die ich hatte.
      Im Prinzip kann ich mich Josti da nur anschließen.
      Das PG-13 Rating hat dem Film definitiv geschadet. Man muss sicherlich keinen brutalen Venom Film machen, aber der Film wollte dennoch relativ harte Szenen zeigen, die jedoch fast schon stümperhaft weggecutted wurden. Mal wieder eine fragwürdige Entscheidung vom Filmstudio.
      Das CGI war auch merkwürdig in dem Film. Der Schleimüberzogene Look von Venom ist Geschmackssache und evtl. ne gewollte Designentscheidung. Venom als Symbiontenklumpen hatte dann aber nichts mehr schleimiges mehr, sondern sah wie ein gekautes Kaugummi aus. Der Endkampf der komplett aus dem Computer zu seien schien war dann komplett schrecklich anzusehen.

      Nichtsdestotrotz hat mir das Miteinander von Eddie Brock und Venom gefallen. Auch wenn es fast zu schnell ging, dass die beiden cool miteinander sind und gerade Venom zum Ende hin sehr unterwürfig wirkt. Habe ich zumindest in den Comics nie so krass wahrgenommen.
      Jedoch waren die eingestreuten Gags, die das ganze fast wie eine Buddy Cop-Komödie wirken ließen, oberpanne und haben nicht gezündet.

      Die Story ist klassisch und vorhersehbar, aber das hat so ne Origins Story anscheinend an sich. Das macht das MCU auch nicht wirklich viel besser. Da hat Venom jetzt kein Patent drauf.

      Der Soundtrack ist jetzt auch nicht wirklich was besonderes. Mir haben die eingestreuten Hip-Hop Tracks aber gefallen. Haben sich positiv von restlichen Score abgehoben.

      Zur After Credits Scene:
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      So sehr ich Woody Harrelson als Typ mag, wirkt er als Cletus Kasady fehl am Platz. Allein schon diese offensichtliche Perücke die er da an hat. Jackie Earle Haley hätte meiner Meinung nach einen fantastischen Carnage abgegeben. Auch das man den Namen „Carnage“ in einem so beknackten Kontext gedroppt hat, nur damit es auch der Letzte rafft, hat mich wahnsinnig gemacht. xD
      Wie damals bei Dark Knight Rises, als Robin der wirklich Name von dem Polizisten sein soll...
      Sag doch einfach Dick Grayson! Die Fans freuen sich und denen, die keine Ahnung haben, geht Original nichts verloren.


      Oh, im Nachhinein ein wenig viel Rant für einen maximal 08/15 Film.
      Sorry :huh: