Als Letztes durchgespielt

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    Gestern habe ich Little Nightmares auf der Nintendo Switch beendet. Ich hatte das Spiel schon einmal auf der PS4 gezockt, wollte es aber noch einmal spielen und auch physisch für meine Sammlung haben.

    Der erste Durchgang mit dem ikonischen kleinen Mädchen Six hat mir wieder riesig Spaß gemacht. Die gesamte Atmosphäre ist wirklich großartig und gruselig und macht auch auf der Switch ein gutes Bild. Der alternative Durchgang mit dem Charakter Kid hat mich nicht ganz so gepackt. Diesen Durchgang habe ich dann nach etwas mehr als der Hälfte des Spiels abgebrochen. Der Grund hierfür war dass ich in einem Kapitel mehrfach den letzten Rücksetzpunkt starten mußte weil von Seiten des Spiels etwas nicht funktionierte. Einmal war ein Rußmännchen plötzlich verschwunden, ein zweites Mal standen die kleinen Helferlein kontinuierlich mehrfach so im Weg dass ich eine Lore nicht schieben konnte. Darüber habe ich dann die Lust verloren. Trotzdem ein sehr gutes Spiel. Ich vergebe:

    80%

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    --- Zocke ich gerade auf meiner Nintendo Switch OLED ---

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    Vorgestern habe ich auch dieses schöne Spiel hier beendet. Hätte fast vergessen was zu schreiben, aber im Endeffekt kennt das Spiel wohl ohnehin eh Jeder. :) Ein Klasse Spiel welches ursprünglich mal für den Game Boy erschienen ist. Sieht auf der Switch fantastisch aus und spielt sich auch super. Zockersüß gemacht. Die Dungeons fangen simpel an, werden am Ende aber durchaus fordernd. Bei den letzten Beiden habe ich doch tatsächlch YouTube hinzugezogen. ;) Wenn man alles komplettieren möchte (alle Herzteile, Muscheln) kann man mit diesem Spiel echt Zeit verbringen. Mir hats gefallen. Kurz und bündig:

    87%

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    --- Zocke ich gerade auf meiner Nintendo Switch OLED ---

  • #11/2024

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    Trailer


    Titel: What Lies in the Multiverse

    Genre: Puzzle-Adventure

    Entwickler: Studio Voyager

    Publisher: Untold Tales


    Spielzeit - Ca. 6 Std

    WeirdOpoints - 7,9/10


    Story:

    Ein kleiner Junge tut zuhause, was kleine Jungenhalt so tun... ein Programm zur Simulation verschiedener Universen entwickeln. Das Übliche eben.

    Als er plötzlich in einem anderen Universum landet, trifft er auf den geheimnisvollen Everett, der ihn aufhalten will, da dieses Programm seine Arbeit beeinträchtigt und das Multiversum gefährdet.

    Nachdem er den Jungen nach Hause bringt und dessen PC zerstört, bietet der Junge an sein Assistent zu werden, damit er mitkommen kann, weil es immer sein Traum war das Multiversum zu bereisen.

    Und so beginnt das Abenteuer des namenlosen Jungen, wo er noch keine Ahnung haben sollte, was ihm alles erwarten würde oder was es mit Everett genau auf sich hat...


    ________________________________________________


    Die Geschichte, samt ihrer Charaktere, sind die größte Stärke des Spiels! Überraschenderweise wird die Geschichte auch ziemlich ernst und tiefgründig, obwohl das Spiel sich die meiste Zeit nicht sonderlich ernst nimmt und einem stets mit einer großen Portion Humor durch das Spiel führt.

    Everett ist ein fantastischer schrulliger Charakter. Ein richtiger Exzentriker, der nur so vor Charme und Witz sprüht. Doch auch die anderen Charaktere, die man im Laufe des Abenteuers trifft versprühen eine Menge Charme auf ihre eigenen Art und Weisen und könnten kaum unterschiedlicher sein.

    Leider fügt sich gegen Ende nicht alles so ganz zusammen, wie man es im Spielverlauf anhand von Schriftstücken, herausfinden kann. Doch macht das wohl eher einen kleinen Teil aus, der sich nicht ganz richtig anfühlt.


    Gameplay:

    Im Großen und Ganzen hät das Spiel auch "Die große Schlüsselsuche" heißen können. Denn dies ist der Kern des Gameplay. So läuft man von links nach recht, mal nach oben oder unten, löst verschiedene Rätsel um an einen Schlüssel zu kommen um voranzuschreiten, wo der nächste Schlüssel wartet...

    Nach mehreren Kapiteln ändert sich diese Formel zum Glück ein wenig, nur um danach wieder in abgewandelter Form zurückzukommen. Es werden z.B. Schalter, statt Schlüssel.

    Dies mag jetzt recht eintönig klingen und gehört sicherlich auch eher zu den Schwächen des multiversen-Abenteuers. Doch die Rätsel beherben viele interessante Ideen. So gibt es pro "Level" ein anderes Universum in das man wechseln kann. Jedes Universum hat seine eigenen Bedingungen. So gibt es in einem Ranken mit denen man sich durch das Level manövrieren muss, in einem anderen stellt man einfach die Gravitation auf den Kopf! Hier stecken so einige Ideen drin, was die Rätsel wiederum abwechslungsreich und interessant machen.

    Leider könnte es hier und da etwas mehr Feinschliff noch geben. So kanns hier und da mal passieren, dass sich der Junge nicht an den Ranken oder sonst was, festhält. Auch einige Rätsel mit kleinen tragbaren Kisten sind verbesserungswürdig, da diese Kisten viel zu leicht zerbrechen. Gefühlt tun die dies, wenn man von einer Bordsteinkante herabsteigt. Das fühlt sich am Ende einfach albern an. Hier hät man dann direkt einfach glaubhafte Höhen einbauen sollen.


    Und das wars eigentlich auch schon zum Gameplay. Man kann noch hier und da Gegenstände sammeln, wo man noch etwas Text bekommt. Dieser hat aber selten wirklich interessante Informationen. Hier und da gibts allerdings auch noch nette Kleinigkeiten zu entdecken.


    Sonstiges:

    Auf dem ersten Blick kann der Pixelstill recht simpel wirken, doch je weiter man voranschreitet, desto mehr entdeckt man, wie liebevoll die Welten gestaltet sind.

    Auch die Animationen sind liebevoll gestaltet.

    Die Sounds können auch überzeugen und unterstreichen gerne den humoristischen Ansatz. Schön fand ich z.B. das Schiff, welches rückwärts herausfuhr mit dem Geräusch, was man von Autos so kennt.

    Musikalisch habe ich dir meisten Lieder weniger wahrgenommen. Es gab allerdings hier und da mal ein paar Lieder, die herausstachen. Insgesamt passt die Musik schon und unterstreicht das Spielgeschehen, auch wenn nicht so viel im Gedächtnis bleibt.


    Die deutschen Texte beherbergen leider so einige Fehler. Ab und an fand ich es etwas schwierig zu verstehen, was da genau gesagt wird. Doch dies waren eher Ausnahmefällt. Im Großen und Ganzen fallen die Fehler weniger ins Gewicht, sind aber schon bemerkbar.



    Fazit:

    What Lies in the Multiverse wurde mir von einem Bekannten empfohlen, der extrem davon schwärmte, sich jedoch darüber "beschwerte", dass es extrem kurz sein. So kurz sogar, dass er über die Demo witzelte, weil eine Demo dazu ja quasi das ganze Spiel wär.

    Ich habe ihm da vertraut und gedacht, es passt gerade ganz gut, da ich schon noch Lust hatte für etwas kleines, kurzes, bevors ans nächste Großprojekt geht.

    Irgendwann googlete ich dann beim Spielen, wie lang es nun genau gehen soll, da mich interessierte wie viele Kapitel es gibt. Dann sah ich was von "7-17 Std"... Den Begriff "super kurz", muss der Kerl nochmal üben :D (17 Std beinhaltet wohl alle Errungenschaften, dies auch auf der Switch gibt, falls es wen interessiert)

    Nun wird sich sicherlich über meien Spielzeit gewundert... Hier muss ich gestehen... nachdem ich die Info sah, find ich an mich zu beeilen, weil ich gar nicht in der Stimmung für sowas "normalzeitiges" war. Die Schriftstücke waren nun auch nicht so spannend, also bin ich recht strikt durchgelaufen.

    Mich ärgert dies auch ein wenig, weil ich merke, dass ich dadurch weniger spaß mit dem Spiel hatte, als ichs wohl normal gehabt hätte. Die nervigen Stellen wogen so denk ich auch nochmal etwas mehr.

    Nichtsdestotrotz hat ich viel Spaß mit dem Spiel, besonders mit den Zwischensequenzen und den Dialogen. Ich mag den Humor einfach!

    Auch wenn ich es gerne in einer passenderen Stimmung gespielt hätte, bin ich dennoch froh es überhaupt gespielt zu haben. Studio Voyager hat hier ein wirklich schönes und spannendes Spiel auf die Beine gestellt. Es hat noch so einige Ecken und Kanten aber gerade für ein so kleines Team, ist das schon ordentlich was man hier kreierte.


    Wer interessiert an Puzzle-Adventures und/oder Multiversum.-Thematiken ist, sollte definitiv mal einen Blick riskieren und zumindest mal die Demo antesten!

  • Wow... hätte nicht erwartet, dass ich meine Review so schnell verfassen würde.

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    Mit einer der März-Titel, auf die ich mich am meisten gefreut hatte. Ich mag schnelle 2D-Plattformer und Pepper Grinder hat mir genau das gegeben. Der große Twist von dem Spiel ist, dass unsere Heldin Pepper eben einen Drillbohrer hat, mit dem sie sich unter die Erde graben und von dort aus auch große Sprünge machen kann. Stellt euch die Grabefähigkeit von Ori and the Will of the Wisps vor und strickt daraus einen kompletten Plattformer, dann habt ihr eine gute Idee, wie es sich spielt.


    Die Story juckt genretypisch halt null. Pepper strandet auf einer Insel, als sie aufwacht, stellt sie fest, dass ihre Schätze geraubt wurden. Auf der Jagd nach den Dieben wird sie... ähem, sanft eine Klippe herunter geführt und bekommt ihre Hände auf dem Weg nach unten an einen Drillbohrer, der zufälligerweise an dem Rand der Klippe hängt. Der Storyaufhänger ist nach nicht mal einer Minute abgehakt und bis zum Ende ist das so ziemlich alles, was ihr an Story bekommt, selbst im Vergleich zu einem Penny´s Big Breakaway spielt die Geschichte hier einfach überhaupt keine Rolle.


    Das grundsätzliche Gameplay habe ich ja schon beschrieben, um das Gerüst wurde ein sehr Speedrunfreundlicher Plattformer gestrickt. Das Tempo ist sehr hoch, wenn ihr wisst, was ihr tut, könnt ihr regelrecht durch die Levels rasen. Zwischendurch bekommt ihr auch eure Hände an Power-Ups wie eine Gatling Gun, um die bestimmte Levels gestrickt sind und die sich alle wirklich gut anfühlen.

    In jedem Level gibt es, ähnlich wie in den aktuellen Mario-Plattformern, fünf Münzen zu finden, die teils gut versteckt sind. Mit diesen Münzen kauft ihr euch in Shops Stickeralben, die ihr mit gekauften oder freigeschalteten Stickern bekleben könnt, neue Farbvariationen für Pepper oder, am allerwichtigsten, Schlüssel, mit denen ihr in jeder Welt einen zusätzlichen Level freischalten könnt.

    Insgesamt gesehen sind die Levels alle extrem abwechslungsreich, da so gut wie jeder Level ein neues Elemente einführt wie Kanonen, die Pepper ähnlich wie bei Donkey Kong Country durch die Gegend feuern oder Eis, dass für eine kurze Zeit verschwindet, wenn ihr euch dort hindurch grabt. Einige der Elemente sind nur in einer Welt relevant, andere tauchen aber auch später wieder auf und machen spätere Level komplexer. Hmmmm, habe ich dasselbe nicht über Penny´s Big Breakaway geschrieben? Ja, das habe ich! Schön, dass es direkt zwei Plattformer gibt, die es schaffen, das Gameplay bis zum Schluss immer weiter zu würzen!


    Allerdings zahlt Pepper im Gegensatz zu Penny diese Vielfalt auch mit einem Preis und meinem größten Kritikpunkt des Spiels: Dem Umfang.

    Ja, das Spiel ist schon ziemlich kurz. Ich mag zwar knackige Spiele, aber nach knapp viereinhalb Stunden war der Spaß auch schon wieder vorbei! Es gibt nur vier Welten und jede dieser Welten hat auch nur 4-5 Level plus einen Bosslevel. Das ist leider nicht sonderlich viel.

    Nun muss ich auch sagen, dass das Spiel mit gerade mal 15 Euro fair bepreist ist. Und es gibt auch noch einen Time Attack-Modus, mit dem ihr neue Sticker freischalten könnt, was den Umfang für all diejenigen, die sich damit beschäftigen wollen, noch weiter steigert. Für mich sind solche Time Attack-Modi aber eher nichts. Und für den doppelten Umfang hätte ich auch gerne den doppelten Preis bezahlt.

    Nichtsdestotrotz stimmt einfach das Preis-Leistungs-Verhältnis, weil diese viereinhalb Stunden eben auch extrem viel Spaß machen und wenn mein größter Kritikpunkt am Spiel ist, dass ich noch mehr Spiel haben möchte, dann muss das Spiel ja auch schon extrem viel richtig machen!

    Ich hoffe, dass später noch ein (bitte kostenpflichtiger!) DLC kommt, der noch zwei Welten oder mehr hinzufügt, da wäre ich sofort dabei!


    Präsentationstechnisch ist das Spiel gut, ohne wirklich für mich heraus zu ragen. Der Pixelartstil ist schön detailliert und vor allem läuft das Spiel immer flüssig, der Stil sticht aber insgesamt auch nicht super heraus. Der Soundtrack geht gut ins Ohr, ohne in Erinnerung zu bleiben. Lobend hervor heben möchte ich aber die Soundeffekte. Vom Einbuddeln in die Erde über das Röhren des Bohrers, sogar Pennys Schritte, wenn sie mal zu Fuß unterwegs ist, alles hat einen wunderbaren Crunch, der sämtliche Aktionen nochmal so viel befriedigender macht.

    Auch die Vibration, die ich normalerweise kaum hervor hebe, gibt das Gefühl eines Bohrers perfekt rüber.


    Was gibt es sonst noch zu sagen? Ich mag die Bosse im Spiel. Bis auf den ersten Boss, der eher langweilig ist, weil man hier warten muss, dass er verwundbar ist, kann man jeden der Bosse so gut wie jeder Zeit angreifen, wodurch fast schon ein Bohrtanz entsteht. Gerade der dritte Boss ist hier hervorragend designt.

    Ich bin kein großer Fan von den Stickern als Belohnung. Ist ja ganz nett, dass man sich Stickerkarten bekleben kann, aber ich selbst hab da echt kein Interesse dran und ich weiß auch nicht, ob es sonst allzu viele Spieler gibt, die sich damit beschäftigen werden.

    Schade, hätte es vielleicht für den Time Attack-Modus vielleicht für genug Gold noch einen Schlüssel für einen weiteren Level pro Welt gegeben, hätte ich mich eher mit diesem Modus beschäftigt. So empfinde ich die Belohnung als relativ wertlos.


    Und das ist Pepper Grinder für mich. Ein wirklich toller Plattformer mit extrem spaßigen Gameplayloop, der mich nach weit mehr hungern lässt.

    Mit mehr Umfang (wie gesagt auch gerne für mehr Geld) hätte das Spiel mit Penny´s Big Breakaway auf meiner Spiel des Jahres-Liste kämpfen können, so ist es aber immer noch ein sehr guter Plattformer, der sich für Fans von schnellen Action-Plattformern für zwischendurch hervorragend eignet!

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    Das Leben ist wie ein Roguelike mit Permadeath-Mechanik.

    Wer hat sich diesen Schwachsinn eigentlich ausgedacht?

  • #12/2024

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    Trailer


    Titel: 7 Days of Rose

    Genre: Visual Novel

    Entwickler: Cross Game Studio

    Publisher: Ratalaika Games


    Spielzeit - Ca. 3 Std

    WeirdOpoints - 7,3/10


    Story:

    Michael fliegt mit seinen Eltern im Urlaub auf eine tropische Insel. Da seine Eltern es lieben ihn immer wieder zu sticheln, hat er eigentlich nicht so viel Lust den Urlaub mit ihnen zu verbringen. Dennoch sieht er hier seine Chance etwas an sich und seinem "sehr durchschnittlichen langweiligen" Ich zu ändern und mit Mädchen in Kontakt zu kommen.

    Im Hotelzimmer angekommen, dauert es auch gar nicht lange bis er auf die Schönheit Rose trifft, die zufälligerweise im selben Hotel ist und vom Balkon aus, gedankenversunken auf den Strand blickt. Michael nimmt seinen Mut zusammen und spricht sie an, nichtsahnend, was für ereignisreiche sieben Tagen vor ihm, oder welche große Last auf Rose's Schultern liegen würden...


    __________________________________________________________________________


    Die Geschichte ist an sich ganz gut geschrieben und schafft es einen einzufangen, um mehr über Rose herausfinden zu wollen. Das Duo hat auch eine ganz angenehme Dynamik. Je mehr die Beziehung zwischen den Beiden wächst, desto mehr entwickelt sie sich auch als Charaktere letzten Endes.

    Allerdings bleiben die anderen Charaktere ziemlich flach, wobei Jenna, eine Bekannte von Rose, noch am ehesten einen Hauch an Tiefe verbirgt, doch eben auch nicht all zu viel. Immerhin taucht sie auch nur selten auf.

    Bei Michaels Eltern vermisst man vielleicht ein wenig was, da sie letzten Endes nur aus den Sticheleien und Witzen bestehen.


    Während der Visual Novel gibt es immer wieder drei Antworten, zwischen denen man auswählen kann. Hierbei verbirgt sich eine Art Punktesystem, die eines der drei verschiedenen Enden auslösen. Doch viel mehr ändert sich dabei leider nicht. Es gibt vielleicht noch ein paar wenige Worte, die sich ändern, die größte Veränderung ist wohl der letzte Satz von Rose am Endes eines Tages woran man etwas erkennen kann, wie man bei ihr steht, doch alternative Szenen gibt es von den Enden abgesehen leider nicht. Es scheinen allerdings auch nur die Antworten zu zählen, die man bei Szenen mit Rose selber auswählen kann. Bei den Eltern z.B. scheinen die nicht zu zählen.

    Leider ist das "Gute Ende" ziemlich fies versteckt, was die richtigen Antworten anbelangt. Hier habe ich auch einen Guide genutzt, da ich zu dem Zeitpunkt schon zwei Runs durch hatte und wirklich nicht wusste, was ich noch hätte besser machen können. Durch den Guide weiß ich auch warum. Manche "korrekte" Antworten empfand ich als wenig nachvollziehbar. Allerdings dürfte ich beim Run davor wohl relativ knapp gescheitert sein.

    Es lohnt sich allerdings das gute Ende freizuspielen. Zum Eine ist es schon recht schön gemacht, zum Anderen, mir wichtigeren Punkt in dem Fall, ist die Musik die dort spielt einfach nur wunderschön!


    Das "neutrale" Ende fand ich aber auch interessant und war etwas unsicher, obs das gute bereits gewesen ist, weshalb ich überhaupt erst Google anwarf. Es wirkte zwar nicht wirklich happy Endig, aber irgendwie etwas "gewagter" und unüblicher, was es interessant machte, auch wenn mir da irgendwas auch fehlte.


    Das "schlechte" Ende fand ich wenig nachvollziehbar von den Dialogen her. Hier merkt man, dass einfach die unterschiedlichen Szenarien fehlen. So fühlte es sich auch wirklich so an, als ob lediglich das Ende gegen ein anderes ausgetauscht wurde, doch mit dem Problem, dass das Puzzelteil nicht richtig in die Fassung hineinpasst. Das ist sehr schade und war so unbefriedigend, dass ich mich direkt ans nächste Ende setzte, was ich eigentlich morgen machen wollte.


    Insgesamt bleibt es aber eine wirklich interessante Geschichte mit einem schönen Twist.


    Sonstiges:

    Hervorzuheben ist die Musik. Die ist wirklich gelungen und passt sehr gut zum tropischen Setting. Das Highlight isst und bleibt allerdings das Lied aus dem guten Ende, welches wirklich hervorsticht.

    Optisch ist 7 Days of Rose auch wunderschön anzuschauen. Die Bilder sind wirklich toll gezeichnet. Es sind aber leider nicht all zu viele vorhanden.


    An Funktionen fehlen leider die typischen Dinge, wie "Textbox verstecken" oder selbst einen "Log". Gerade der fehlende Log ist sehr schade. Man kann auch nicht zurückspringen, wie es bei anderen Visual Novels stattdessen ist. Doch zumindest gibt es eine "Skip Funktion", die sehr nützlich ist, wenn man auch die anderen beiden Enden sehen möchte.


    Fazit:

    7 Days of Rose ist eine recht schöne kleine Visual Novel, die jetzt nicht in die Geschichtsbücher eingehen wird und vieleicht auch nicht mal auf längere Zeit im Gedächtnis bleiben wird, zumindest nicht in Gänze. Dennoch ist es einfach eine von diesen angenehmen kurzen kleinen Abenteuern, die einem unterhalten und spaß bringen, während man sie spielt bzw. liest.

    Meine Erwartungen wurden letzten Endes erfüllt, denn viel höher lagen diese jetzt auch nicht. Immerhin ist der Preis ebenfalls recht günstig, weshalb das Preis/Leistungsverhältnis zumindest auch passt.

    Eine Empfehlung kann ich nicht zwingend aussprechen. Man sollte wissen, worauf man sich einlässt. Wenn man diese kleinen eher seichteren Visual Novels mag, lohnt sich ein Blick sicherlich. Wenn man dagegen etwas "weltbewegendes" erwartet, wird man wohl eher weniger glücklich damit..

    Mir gefiel es jedenfalls recht gut letzten Endes. Ansonsten hät ich es kaum an einem tag durch gesuchtet. Immerhin war der Plan es über 2-3 Tage zu spielen aber es ließ mich nicht los... ^^

  • Elden Ring


    Seit März 2022 unterwegs mit Elden Ring und hab alle Bosse und dem Quest auch abgeschlossen von 155 Spielzeit = 2 Jahre

    Meine Fresse hat sich wirklich gelohnt mit typischen Demon's Souls Ende sowie man kennt. Werde ich Zukunft solche Spiele vermeiden bei eine "Open-World Soulslike"

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    „Die Film-Soundtrack-ähnliche Musik wie in Spiel klingt ist für Spieler uninteressant geworden und dass Spielemusik sich nicht weiterentwickeln kann, wenn Komponisten nicht etwas anderes ausprobieren".

    -Nobuo Uematsu

  • Elden Ring


    Seit März 2022 unterwegs mit Elden Ring und hab alle Bosse und dem Quest auch abgeschlossen von 155 Spielzeit = 2 Jahre

    Meine Fresse hat sich wirklich gelohnt mit typischen Demon's Souls Ende sowie man kennt. Werde ich Zukunft solche Spiele vermeiden bei eine "Open-World Soulslike"

    Elden Ring ist schon der Wahnsinn. Allerdings frisst die open world wirklich Zeit ohne Ende. Was ich mir von FromSoft tatsächlich mal wünschen würde wäre ein Metroidvania in Soulsmanier. Mit einer Grafik wie bei Metroid Prime und dem typisch düsteren setting wie man es von Bloodborne und Dark Souls kennt. Salt & Sanctuary, Blasphemous und Co. gehen ja auch in die Richtung.

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    --- Zocke ich gerade auf meiner Nintendo Switch OLED ---

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    Nur eine Kurzreview:


    Wie ich persönlich finde mit Abstand der schlechte Titel in Mimimi Portfolio, wenn man sich nur die Stealth Echtzeit-Taktik Games betrachtet. Die Story ist absolut langweilig, es gibt viel zu viele Charaktere. Ich weiß gar nicht, wie oft ich laden musste, weil ich immer den falschen Charakter ausgewählt hatte, um wegzulaufen oder dergleichen. Zusätzlich schaltet man die letzten beiden Chars erst in den letzten 3 Stunden des Spiels frei, weswegen man die kaum verwendet. Klar, man kann dann noch den ganzen Sidecontent machen und Extra Herausforderungen erledigen, aber die Hauptstory ist bis dahin durch. Auch mag ich die Hub Welt nicht, die (optionale) Charakter Progression wird auch noch dadurch blockiert, dass immer eine Mission gemacht wurden muss. Irgendwann hab ich einfach jeden Storyschnipsel übersprungen.


    Allgemein funktioniert das Spiel aber wie in den Vorgängern schon sehr gut. Die deutsche Synchro gefiel mir auch, bis ich irgendwann alles übersprungen habe.

    Shadow Tactics und Desparados 3 finde in allen Belangen besser. Dennoch ist es schade, dass jetzt das Genre durch den Verlust von Mimimi wohl auf längere Zeit hinüber ist.

    Currently Playing: Trials of Mana, A Space for the Unbound, Balatro
    Backlog: 7 Titel
    Zuletzt abgeschlossen: Zelda TotK (Dropped, 5/10), Kara no Shoujo 2 (6/10)


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    Disney’s Illusion Island [NS] (7h)

    Obwohl mein Freund und ich im Solo-Play eher keine Plattformer spielen, machen wir für entsprechende Games mit einem lokalen Co-Op-Modus ab und an eine Ausnahme. Disney’s Illusion Island war uns direkt beim Anschauen des ersten Trailers sympathisch, da wir beide als Kinder bzw. Jugendliche große Fans der Lustigen Taschenbücher waren und auch das Serien-Remake der Duck Tales vor einigen Jahren verfolgt hatten, an dessen Stil uns Disney’s Illusion Island direkt erinnerte. Da wir aktuell eine Woche Urlaub haben, wollten wir die freie Zeit nutzen, um mal wieder einen Co-Op-Titel zu spielen, und unsere Wahl fiel dann recht spontan auf diesen Titel :)


    Es handelt sich bei Disney’s Illusion Island um einen 2D-Plattformer, der sich hinsichtlich seiner Weltgestaltung an Metroidvanias orientiert und nicht an level-basierten Plattformern wie z.B. Mario. Entwickelt wurde es von den britischen Dlala-Studios, die Veröffentlichung erfolgte im Sommer 2023. In Disney’s Illusion Island begleiten wir zunächst Micky, der einer vermeintlich von seinen Freunden stammenden Einladung zum Picknicken zur abgelegenen Insel Monoth folgt und dort bald auch Minnie, Donald und Goofy begegnet. Sie sind derselben Einladung gefolgt, seltsamerweise hat aber keiner der vier Freunde dieselbe verschickt. Der eigentliche Versender der Einladungen lässt jedoch nicht lange auf sich warten und stellt sich bald als Toku vor, der Anführer einer Gruppe kleiner, knuffiger Inselbewohner. Er erklärt den vier Freunden, dass die Insel Monoth in großer Gefahr schwebe, denn die drei Bücher des Wissens, die für das Leben auf der Insel von enormer Wichtigkeit sind, wurden gestohlen. Da Micky und Co. gemeinhin als Helden gelten, habe Toku sie mit Hilfe der Einladung nach Monoth führen wollen, um sie um Hilfe zu bitten – und die vier Freunde stellen sich letztlich dieser Herausforderung.


    Nun muss ich zugeben, dass ich auf dem Gebiet der Plattformer nicht allzu viel Erfahrung vorzuweisen habe, aber meinem Empfinden nach spielte die Geschichte in Disney’s Illusion Island schon eine größere Rolle, als ich das von anderen Genre-Vertretern kenne (wobei ich hier primär auf Kenntnisse der Nintendo-First-Party-Titel zurückgreife :P). Ein zentraler Faktor war aber mit Sicherheit der etwas abgedrehte Humor, der uns beiden ganz gut gefiel. Ein paar nachdenklichere Töne stimmt die Geschichte auch an, aber der Schwerpunkt lag auf den humorvollen Momenten und das war auch gut so. Uns gefiel es jedenfalls :)


    Die Hauptsache ist und bleibt aber natürlich das Gameplay: Wir bewegen uns in Sidescrolling-Manier durch die recht weitläufige Spielwelt und müssen dabei zahlreiche Hindernisse überwinden und auch zu sammeln gibt es einiges, z.B. Charakter-Karten, die Details über die Welt und ihre Bewohner enthalten, Sammelobjekte aus den vielen Serien-Episoden um Micky und Co., die sogenannten Glints (die Währung von Monoth), mit denen man sich zusätzliche Herzen kaufen kann und versteckte Micky-Mouse Symbole. Disney’s Illusion Island ist ein Spiel, das völlig auf Kampfmechaniken verzichte, den zum Teil angriffslustigen Kreaturen Monoths weicht man also lediglich durch wohl getimte Sprünge aus. Anfangs sind große Teile der Welt noch nicht zugänglich, da sich diese nur langsam – durch das Freischalten verschiedener Fähigkeiten in der Main-Story – öffnet, wie man es von Metroidvanias eben so kennt. So gibt es auch immer wieder Wege, die man unerkundet zurücklassen muss. Es lohnt sich aber durchaus, sich immer genau umzuschauen, denn es gibt auch immer wieder versteckte Wege, die schon erkundet werden können und mit Sammelobjekten winken.


    Prinzipiell gefiel uns das Gameplay von Disney’s Illusion Island ziemlich gut, womit wir allerdings ein wenig gehadert haben, war die Metroidvania-artige Struktur der Spielwelt, die leider immer wieder zum Backtracking gezwungen hat. Man merkte zwar, dass die Entwickler sich bemüht haben, die Wege möglichst kurz zu halten und einige sehr lange Reisen durch feste Teleportationspunkte abzukürzen, aber letztlich war es doch irgendwie lästig und ich hätte mir gewünscht, dass das vollwertige Fast Travel-System, mit dem man im Post-Game jeden einzelnen Checkpoint im Spiel ansteuern kann (von denen es sehr viele gibt), deutlich früher freigeschaltet worden wäre. Wir haben zwar während des Spielens so viel wie möglich erkundet, hatten am Ende aber keine Lust mehr, wieder mit unseren neuen Fähigkeiten in alte Gebiete zurückzukehren, um noch weitere Collectables einzusammeln. Im Endeffekt war das aber auch unser einziger Kritikpunkt: Ansonsten hat uns das Gameplay Spaß gemacht, der Humor war charmant, die Optik der Welt war ansprechend und der Schwierigkeitsgrad war (für uns) angemessen. Es beginnt ziemlich einfach, später wird es aber durchaus auch mal kniffliger und wenn es die „Umarmen-Funktion“ nicht gegeben hätte (mit der man seinem Co-Op-Partner jederzeit ein zusätzliches, besonderes Herz geben kann), wären wir sicherlich noch viel, viel öfter gestorben :P Es gibt aber ein sehr dichtes Checkpoint-System, sodass man nie viel Fortschritt verliert und bei uns als Genre-Laien auch kein Frust aufkam.


    Und viel mir mehr habe ich zu Disney’s Illusion Island auch nicht zu sagen. Ich denke, Fans von farbenfrohen Plattformern und eher simplen Metroidvanias können sowieso bedenkenlos zugreifen, aber auch für Genre-Laien ist das Spiel gut geeignet. Der Co-Op-Modus war gut implementiert und bis auf ein paar recht typische Probleme mit der Kameraführung, die eher dem 1st-Player folgt, gab es auch keine Probleme. Also, schönes, kurzweiliges Spiel – nur das Backtracking hat uns ein bisschen gestört :)




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    Rise of the Ronin [PS5] (ca. 60-80h)

    Schon seit der Ankündigung vor ca. 1½ Jahren – wenige Monate, nachdem ich zum ersten Mal Ghost of Tsushima gespielt hatte – war ich bereits Feuer und Flamme; sogar noch mehr, nachdem mir letztes Jahr auch die beiden Nioh-Titel desselben Entwicklers sehr gut gefielen. Ich bin schon seit meiner Jugend ein großer Fan historischer, japanischer Settings, insofern war Rise of the Ronin für mich natürlich direkt interessant – umso mehr noch, da das historische Setting in diesem Fall die Meiji-Restauration in der Mitte des 19. Jahrhunderts ist, für die ich mich seit meinen ersten Berührpunkten mit Otomates Hakuouki sehr interessiere. Letztes Jahr hatte ich auch ein populärwissenschaftliches Buch zu den Shinsengumi gelesen, die in genau dieser Zeitspanne gewirkt haben. Entsprechend groß war die Vorfreude auf Rise of the Ronin, man könnte vielleicht sogar sagen, dass es für mich DER Most Wanted-Titel in diesem Jahr war. Leider muss ich direkt vorwegsagen, dass mich Rise of the Ronin in einigen Punkten doch sehr enttäuscht hat, was gerade vor diesem Hintergrund wirklich schade ist. Vorweg sei aber auch gesagt, dass Rise of the Ronin nicht per se ein schlechtes Spiel ist, aber ich hatte mir in mancherlei Hinsicht mehr erhofft. Mein Review wird wahrscheinlich deutlich negativer klingen, als objektiv gerecht ist, da ich sicherlich vor allem über die Aspekte reden werde, die mich gestört haben. Deshalb das als ‚Disclaimer‘ vorweg.


    Doch erst einmal zum Spiel an sich: Rise of the Ronin wurde von Team Ninja entwickelt – ein Studio, das in den letzten Jahren vor allem durch Nioh bekannt wurde und mit Wo Long letztes Jahr einen weiteren Eintrag im Genre der Soulslikes veröffentlich hat. Der Name ‚Team Ninja‘ wird daher in den letzten Jahren auch vor allem mit diesem Genre in Verbindung gebracht, ich persönlich würde Rise of the Ronin aber eher als Open World-Action-RPG bezeichnen. Ich persönlich habe es nicht als Soulslike empfunden: der Schwierigkeitsgrad ist frei einstellbar (3 Stufen), wobei ich die mittlere Stufe nicht als wesentlich anspruchsvoller als bei anderen typischen Action-RPGs wahrgenommen habe; man kann seine Erfahrungspunkte (sozusagen seine ‚Seelen‘) nicht verlieren, der Level-Aufstieg erfolgt automatisch wie in einem ganz gewöhnlichen RPG (verlieren kann man sein ‚Karma‘, wenn man stirbt, mit dem man ein paar zusätzliche Skill-Punkte gewinnen kann, aber davon geht die Welt weiß Gott nicht unter); die Bosskämpfe sind weniger anspruchsvoll, man muss zwar aufmerksam bleiben und die Gegner beobachten, aber man muss nicht bis ins kleinste Detail ihre Bewegungsmuster erlernen, wie das zum Teil bei den Fromsoft-Spielen und auch bei Nioh der Fall ist (die meisten Bosse habe ich beim ersten Versuch geschafft). Ich sage das deshalb so explizit, da ich den Eindruck hatte, dass Rise of the Ronin in der Hinsicht von einigen Medienkanälen nicht ganz richtig beworben wurde.


    Doch zurück zum Spiel: Wir schlüpfen in die Rolle eines jungen Assassinen bzw. einer jungen Assassinin (das Geschlecht ist frei wählbar) aus dem sogenannten Veiled Edge-Clan, der dafür bekannt ist, immer in Duos zu operieren und es auf die Unterstützer und Verantwortungsträger des Shogunats abgesehen hat – natürlich vor allem den Shogun selbst. Der eigene Charakter und der jeweilige Partner brechen im Prolog des Spiels zu einer Mission auf, um einen westlichen Offizier zu töten, der Verbindungen zum Shogunat pflegt. Doch die Mission geht schief und am Ende der sich daraus entfaltenden Katastrophe steht schließlich eine Reise ins Unbekannte: Unser Charakter zieht als sogenannter Ronin – ein herrenloser Samurai – hinaus ins Land und gerät dabei in den sich anbahnenden Konflikt zwischen dem herrschenden Shogunat und einer sich gerade formierenden Rebellen-Gruppierung, die das Shogunat stürzen will. Gleichzeitig gerät Japan immer stärker in den Sog westlicher Mächte und ihrer technischen Innovationen.


    Diese historische Zeitperiode zwischen 1850 und 1870 ist meiner Ansicht nach eine extrem interessante Epoche, zu der es auch schon zahlreiche mediale Umsetzungen gibt – im Videospielbereich zum Beispiel Hakuouki, wobei der Fokus in Rise of the Ronin deutlich weiter ist und die abgedeckte Zeitperiode auch deutlich größer. Rise of the Ronin folgt im Wesentlichen historischen Ereignissen und greift sehr viele historische Personen auf, im Detail gibt es aber natürlich viele Abweichungen von der Realität, die das Geschehen in gewisser Weise raffen (vor allem stimmen einige Zeitabläufe nicht völlig, einiges ist sicher auch hinzugedichtet). Rise of the Ronin wurde vor allem auch damit beworben, dass der Spieler die Wahl zwischen verschiedenen Fraktionen – vor allem den Shogunats-Treuen und den Rebellen – hat, und gerade dieser Aspekt hat mich persönlich sehr gereizt. Leider hat mich das Storytelling in Rise of the Ronin jedoch maßlos enttäuscht, um es mal ganz deutlich zu sagen. Anders als Nioh oder Wo Long ist Rise of the Ronin ein RPG, das ich definitiv als „story-driven“ bezeichnen würde. Die Erzählung nimmt einen großen Raum ein, aber die Entwickler haben sich hier meiner Ansicht nach schlicht übernommen. Das Entscheidungssystem, mit dem immer wieder geworben wurde, ist völlig mangelhaft umgesetzt, um nicht zu sagen, dass es eine Scharade ist. Anfangs hatte ich sogar einen ganz guten Eindruck: Es tauchen mehrmals in Folge Main Quest-Missions auf, in denen man zwischen zwei Pfaden und damit auch Fraktionen wählen kann, doch nach wenigen Missionen dieser Art ist damit plötzlich Schluss – ich vermute, Team Ninja hat unterschätzt, wie viel Aufwand es ist, immer zwei Main-Quest-Missions zu entwerfen und das Konzept dann mitten in der Entwicklung fallen lassen. Das hatte dann furchtbare Inkohärenzen im Storytelling zur Folge: Ich persönlich hatte mich für die Pro-Shogunate-Seite entschieden, aber plötzlich hat mich die Main Quest dazu gezwungen, mit den Rebellen irgendwelche Shogunats-Treuen zu ermorden. Ein paar Stunden später kämpft man dann plötzlich wieder für das Shogunat und mischt die Rebellen auf. Und immer so weiter. Man verrät im Endeffekt Mal um Mal die eine oder andere Seite und die Charaktere reagieren zum Teil noch nicht mal darauf, dass man gerade ihre Kameraden abgemurkst hat. Leider hat das die Glaubwürdigkeit der ganzen Erzählung massiv beeinträchtigt und es war auch einfach frustrierend, dass man immer wieder auf die Seite gezwungen wird, die man ja eigentlich gerade nicht unterstützen will. Schade ist vor allem auch, dass ich glaube, dass die Anlagen für eine gute Erzählung da waren, aber die Umsetzung war einfach zum Haare raufen, leider.

  • So, aber kommen wir doch erstmal zu etwas erfreulicheren Dingen: Im Vorfeld hatte ich in einigen Reviews gelesen, dass die Optik von Rise of the Ronin sehr stark kritisiert wurde und ebenso die Open-World an sich. Ich persönlich habe das nicht so empfunden. Rise of the Ronin bietet eine klassische Open World nach der sogenannten ‚Ubisoft-Formel‘ – das heißt, auf der Karte finden sich zahlreiche Marker für Points of Interests, die man gezielt aufsuchen kann. Die Kritik an derartigen Open World-Spielen war gerade in den letzten Jahren (auch mit Blick auf Breath of the Wild oder Elden Ring) groß, aber ich persönlich störe mich nicht an den Markern, eher im Gegenteil. Ich habe die Welt von Rise of the Ronin gerne erkundet und ich habe mich auch gerne umgesehen. Optisch ist es sicherlich weit entfernt von einem Ghost of Tsushima, aber mir persönlich gefiel der Aufbau der Spielwelt, ich mochte die großen Städte und das allgemeine Flair des Spiels. Auch die Fortbewegungsmöglichkeiten (z.B. in den Städten über Hausdächer zu klettern und zu springen) haben sich meiner Ansicht nach gut angefühlt. Die Welt ist auch nicht völlig mit Markern zugepflastert, sodass ich bis zum Schluss motiviert war, alles zu erkunden. In Rise of the Ronin decken sich die Marker außerdem Schritt für Schritt auf: Betreten wir ein neues Gebiet (Distrikte, Stadtteile etc.), sehen wir zunächst gar nichts, bis wir den ersten Point of Interest alleine finden (meist die Veiled Edge Banner, sozusagen die Bonfire in Rise of the Ronin). Danach werden andere Banner-Locations angezeigt sowie Bereiche, in denen „Public Disorder“ herrscht (z.B. Dörfer, die von Banditen eingenommen wurde). Mit jedem Point of Interest, den man findet, steigt der sogenannte ‚Bond-Level‘ mit der jeweiligen Region und mit jedem Level-up werden weitere Points of Interests auf der Karte angezeigt (z.B. Sehenswürdigkeiten, Schreine, Schatztruhen, Katzen [ja, Katzen :P] usw.). Dadurch, dass die Markierungen erst nach und nach aufgetaucht sind, fühlte ich mich von ihrer Menge nie erschlagen, sondern war eher froh, wenn ich irgendwann dann den Marker für die letzten fehlende Katze freigeschaltet haben, die ich einfach nicht finden konnte. Auch Side-Quest-Marker werden auf der Weltkarte angezeigt, darunter einerseits „normale“ Side-Quests, die aber selten eine großartige erzählerische Tiefe erreichen, und andererseits die Bonding-Events, in denen man seine Bindung zu zahlreichen Charakteren stärken kann. Die Bonding-Events litten leider ebenfalls unter dem grausamen Storytelling und dem Faction-Hopping; die Events mit der Anti-Shogunate-Fraktion habe ich dann irgendwann ganz bewusst ausgelassen, um die Kohärenz der ganzen Erzählung nicht noch weiter in den Abgrund zu reißen. Was mich bei den Bonding-Events ebenfalls störte, war, dass Team Ninja sich offenbar gezwungen sah, immer irgendwelche Missionen, Duelle oder anderweitige Kämpfe in den Bonding-Events unterzubringen, auch wenn das erzählerisch überhaupt keinen Sinn gemacht hat. Aber nun ja.


    Kommen wir zum Kampfsystem: Dieser Aspekt des Spiels ist meinem Empfinden nach weitestgehend gut gelungen, auch wenn ich persönlich das Kampfsystem von Nioh noch etwas stärker fand. Es übernimmt aber wesentliche Aspekte der Kampfsysteme von Nioh sowie von Wo Long: verschiedene Combat-Stances, zwischen denen man im Kampf flexibel wechseln kann, ein Parry-System, dessen Beherrschung sehr wichtig ist, zahlreiche verschiedene Waffentypen, ein paar typische Angriffs- und Utility-Items (z.B. temporäre Statusveränderungen auf der Waffe, Bomben, Shuriken etc.). Wie eingangs schon erwähnt, ist der Schwierigkeitsgrad aber deutlich niedriger, zumal er auch einstellbar ist. Ich persönlich habe mit Paired Swords und Polearms gekämpft und hatte insbesondere zu Beginn sehr viel Spaß mit dem Kampfsystem. Gegen Ende hat es sich leider ein wenig abgenutzt, das war zumindest mein Eindruck. Zum einen gab es nicht besonders viel Gegnervarianz, auch bedingt durch das Setting (keine Fantasy-Elemente, also praktisch ausschließlich menschliche Gegner bis auf 2-3 Tiere), und zum anderen hatte ich es irgendwann einfach ein bisschen über, da das Spiel einfach keine Gelegenheit auslässt, Combat zu initiieren. Mich nervt es zum Schluss auch, dass das Spiel einen immer wieder in Kämpfe gegen große Gegnergruppen zwang, ohne dass es die Möglichkeit gegeben hätte, sich irgendwie anzuschleichen etc. Parry-Kampfsysteme wie dieses hier sind einfach nicht dafür gemacht, dass man sich gleichzeitig auf 5 Gegner konzentrieren muss, zumal es auch wenige AOE-Optionen gibt. Für die letzten paar Main Quest-Missionen habe ich dann auch den Schwierigkeitsgrad gesenkt – nicht, weil es mir zu schwer war, sondern eher deshalb, weil ich keine Geduld mehr hatte und die misslungene Story zum Schluss nur noch hinter mich bringen wollte.


    Es gäbe sicherlich noch einiges zu dem Spiel zu sagen, aber da die Enttäuschung über das misslungene Storytelling mir leider immer noch in den Knochen sitzt (und ich jetzt seit ca. 3 Tagen an diesem Review rumschreibe), belasse ich es nun dabei. Ich hatte mir mehr erhofft und auch, wenn das Spiel auch Stärken hat, wiegt die Enttäuschung aktuell einfach schwerer. Dass man die Spielerentscheidungen und die unterschiedlichen Fraktionen in einem Story-Trailer auch noch selbstbewusst beworben hat, macht mich einfach nur sauer. Das Fraktions-System ist ein Witz. Nun gut. So viel dazu. Ich habe nach dem Abschluss von Rise of the Ronin mit Banishers: Ghosts of New Eden begonnen und werde hier nun immerhin mit einer gut erzählten, interessanten Geschichte mit weitreichenden Spielerentscheidungen getröstet.

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    Heute habe ich Metroid Dread beendet. Was für ein Spiel! Ich bin absolut begeistert. Ein wirklicher Ausnahmetitel.

    Da stimmt wirklich alles. Egal ob Grafik, Sounduntermalung, Spielbarkeit... Das Leveldesign ist der Wahnsinn.

    Die Entwickler haben es so hervorragend geschafft den Spieler an die Hand zu nehmen und in dem komplexen Leveldesign nie herumirren lassen. Kein Herumgesuche, keine sinnlosen Laufwege. Immer war klar wo es weitergeht. Trotzdem hatte man die Möglichkeit zu erkunden.

    Die Karte half dabei prima. Alles Relevante war eingezeichnet. Die Kämpfe und das Kampfsystem haben mir ebenfalls sehr gut gefallen.

    Bei den E.M.M.I.s war ich (gerade am Anfang) mitunter schonmal genervt. Umso größer war dann die Befriedigung wenn man so ein Ding endlich ausschalten konnte. Selbes gilt für die Bosse, die allerdings teils wirklich fordernd waren (Experiment No. Z-57), obwohl ich auf dem leichteren Schwierigkeitsgrad gespielt habe.

    Bei eben erwähntem Gegner habe ich ca. 45 Minuten gebraucht bis er endlich Geschichte war.

    Diese Tatsache, Kommentare im Internet und mein Hang zu Sehnenscheidenentzündungen waren es dann allerdings auch welche mich dazu bewogen auf den Endgegner zu verzichten. Da mein rechter Daumen ohnehin schon schmerzte habe ich mir Zeit und Nerven erspart und mir das Ende gerade auf YouTube gegönnt. Das fühlt sich zwar immer etwas unbefriedigend an, nachdem ich den Kampf gesehen habe bin ich aber doch froh dass ich mir (und meinen Fingern) DAS erspart habe. Trotzdem: Ein Ausnahmetitel. Ich gebe:

    90%

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    --- Zocke ich gerade auf meiner Nintendo Switch OLED ---

  • Elden Ring ist schon der Wahnsinn. Allerdings frisst die open world wirklich Zeit ohne Ende. Was ich mir von FromSoft tatsächlich mal wünschen würde wäre ein Metroidvania in Soulsmanier. Mit einer Grafik wie bei Metroid Prime und dem typisch düsteren setting wie man es von Bloodborne und Dark Souls kennt. Salt & Sanctuary, Blasphemous und Co. gehen ja auch in die Richtung.

    Ja, genau so wie bei Bloodborne und Dark Souls bzw. Demon's Souls, das war auch mehr Taktischer und als Geschlossene Level (Metroidvania dazwischen) als herum zu suchen im Open-World.


    Hab dem Elden Ring auch zu Frust dem Installation von Konsole gelöscht und wird dann im meine Regal Friedhof da wo meine neben SNES bis zu PS2 Spiele schon verstaub sind und im Frieden Ruhen!

    final-fantasy-8-characters.jpg

    „Die Film-Soundtrack-ähnliche Musik wie in Spiel klingt ist für Spieler uninteressant geworden und dass Spielemusik sich nicht weiterentwickeln kann, wenn Komponisten nicht etwas anderes ausprobieren".

    -Nobuo Uematsu

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    Da ich diese Woche krank geschrieben war habe ich schon das nächste Spiel beendet: ASTRO AQUA KITTY.

    In diesem Shoot-em up Abenteuer düst man im All in verschiedenen Meteoriten umher. Man bekämpft Feinde, sammelt Edelsteine und permanente power-ups und kann sein Raumschiff/U-boot dann in RPG-manier verbessern. Auch Erfahrungspunkte gibt es, so dass man

    sein Schiff bis auf Stufe 24 bringen kann. Optische Auswirkungen auf das Schiff hat dies (leider) nicht, aber Gesundheit, Energie und Schilde verbessern sich. Hinzu kommen variabel einsetzbare Primär- und Sekundärwaffen.

    Die "story" kann man wohl vernachlässigen, aber das Herumdüsen und Ballern macht trotzdem durchaus Spaß.

    Die Optik passt, die Spielbarkeit ebenso, der Soundtrack hat mir gefallen.

    Ab der zweiten Spielhälfte ist mir allerdings aufgefallen dass das Bekämpfen der Bosse sehr zäh wird.

    Auf dem regulären Schwierigkeitsgrad schon machbar, aber es dauerte eeewig bis ein Boss mal in die Knie geht.

    Im vierten Level war ich am überlegen ob ich nochmal neu auf leicht anfange. Hatte aber keine Lust alles zu wiederholen. Die regulären Gegner waren ok, die Bosse dauerten... und dauerten. Beim Endgegner war es mir dann allerdings zu blöd. Der Gesundheitsbalken ging nicht so wirklich in die Knie. Zusätzliche Gegner spawnten immerzu aufs Neue und es war höchste Konzentration angesagt um nicht zu krepieren.

    Ich habe mir dann auf YouTube ein Video vom Bossgegner angesehen. Keine Ahnung was ich falsch gemacht habe. Gleicher Schwierigkeitsgrad, aber andere Bewaffnung und das ging ruck-zuck. Sowas von ruck-zuck. Naja, da der Abspann nicht der Rede wert war habe ich den Kampf dann einfach abgebrochen. Wäre wahrscheinlich noch ne Stunde dran gehockt. Tja, schwierig. Eine andere/bessere Bewaffnung hätte ich nicht mehr bekommen. Meine Werte waren auf Maximum. Weiß nicht was da schief gelaufen ist. Trotzdem. Ein schönes Spiel zum Hirn abschalten. Wer einfach nur etwas herumdüsen und ballern will kommt bei dem Spiel auf seine Kosten. Ich vergebe:

    80%


    Im Nintendo shop kostet das Spiel aktuell 12,99 Euro: Astro Aqua Kitty im Nintendo eshop


    Eine physische Version ist über limited run erschienen. Es ist allerdings kein limitierter release, so dass das Spiel auch regulär erhältlich ist.

    images?q=tbn:ANd9GcT89QK1TUirEtO97k_c_Fk-SaCM9pDzEbiJBQ&usqp=CAU

    --- Zocke ich gerade auf meiner Nintendo Switch OLED ---

  • So, dann will ich mich auch mal am zuletzt durchgespielt Thread beteiligen.

    Ich habe zuletzt Risen 3 beendet, nachdem ich das vor Jahren schon mal angefangen hatte. Leider wusste ich nicht mehr was überhaupt in der Story passiert ist, von daher habe ich neu angefangen und nach nun knapp 31 Stunden sind für mich die Credits über den Bildschirm gerollt.


    Risen 3:

    Risen 3 - Titan Lords bei Steam
    Die Götter haben die Welt von Risen 3 - Titan Lords im Stich gelassen und während das Land noch von den Titanenkriegen gebeutelt wird, steigt bereits eine neue…
    store.steampowered.com


    Was ist Risen überhaupt?

    Risen ist die Nachfolgeserie von Gothic. Es handelt sich dabei um ein Third Person RPG.

    In einer liebevoll handgebauten Welt in einem Mittelalter Fantasy-Setting Erlebt ihr mit eurem Protagonisten Abenteuer. Von der Story her dreht es sich dabei hauptsächlich um einen Titanenmythos, der sich durch alle 3 Spiele zieht. Man muss allerdings nicht zwangsläufig den Vorgänger gespielt haben, da sich die Spiele im Regelfall auch gut ohne Vorwissen spielen lassen.

    Das Spiel ist in 4 Kapitel aufgeteilt. Nach dem Abschluss des Tutorials muss man sich einer Fraktion anschließen. Dazu gehören

    Die Dämonenjäger.

    Die Voodoo-Priester

    und die Magier


    Was ist Gut?

    Zu den großen Stärken von Risen gehört definitiv seine liebevoll gebaute Welt. Man findet an jeder Ecke was zum Erkunden. Dadurch macht es unglaublich Spaß wirklich jeden Stein umzudrehen und herauszufinden was sich hinter der nächsten Ecke befindet, wofür dieser Schalter gut ist oder wie man jetzt spontan in diesen Raum reinkommt ohne gesehen zu werden. Auch die Charaktere die sich in dieser Welt befinden agieren nachvollziehbar, was definitiv zur Atmosphäre beiträgt. Zwar gewinnt das Kampfsystem jetzt keine Innovationspreise, ist jedoch grundsolide und leistet sich in seiner Funktion keine Patzer. Absolut genial sind die Gnome in diesem Spiel. Der Entwickler hat es tatsächlich geschafft, mit diesen kleinen niedlichen Charakteren ein Element in dieses Spiel einzubauen, das immer wieder zu unterhalten weiß. Quest und Aufgaben sind im Überfluss vorhanden.


    Was geht so?

    Die Story in Risen ist durchschnittlich. Man ist zu keinem Zeitpunkt von irgendwelchen Wendungen überrascht. Auch die Dialoge plätschern so vor sich hin ohne bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Man kann seinen Charakter zwar spezialisieren, allerdings ist es so, dass dies im Allgemeinen zu wenig Unterschied macht . Auf die grundlegenden Funktion der anderen Fraktionen hat man immer Zugriff. Es gibt zwar fraktionsspezifische Fähigkeiten, diese haben allerdings kaum Auswirkungen. Ich für meinen Teil , konnte alle Fähigkeiten in diesem Spiel nutzen und alle Sekundärwerte maximieren. Das heißt, mein Nahkämpfer hat gerne mal einen Feuerregen rausgehauen oder einen Untotenhund beschworen. Wer alles erleben will, muss außerdem viel Backtracking betreiben.


    Was ist Käse?

    Der Charakter namens Patty! Diese kommt in den Serienteilen mehrfach vor, allerdings hat sie vor dem dritten Teil eine enorme Brustvergrößerung bekommen, was lächerlich wirkt. Ich habe an dieser Stelle kein Problem damit, wenn Weiblichkeit betont wird, aber das ist so dermaßen lächerlich, dass es schon peinlich ist. Ich meine, sind wir auch mal ganz ehrlich? Wie soll das in dieser Fantasiewelt funktionieren? Gibt es einen Zauber mit dem man Brüste wachsen lassen kann? Hat der Metzger von nebenan zufällig ein neues Geschäftsfeld entdeckt? Man weiß es nicht. Was ebenfalls nicht besonders gut gelungen ist, ist die Implementierung des neuen Hauptcharakters. Hat man in Teil 1 und Teil 2 noch dieselbe Person gespielt, kam mit Teil 3 ein neuer Protagonist an den Start. Dieser trifft dann zwar auf bekannte Figuren aus Teil 1 und 2. Da diese ihn aber nicht kennen, wiederholt sich das Schema "Oh, wir wissen nicht ob wir dir vertrauen können" und man wiederholt das Spielprinzip aus Teil 1 und 2. Zum Abschluss der Serie wäre sicherlich mehr drin gewesen. Was leider auch nicht besonders gut gelungen ist, ist die Implementierung der DLCs. Diese erweitern das Spiel zwar deutlich, zerstören damit aber auch die Balance die von Anfang an nur sehr rudimentär vorhanden war. Dadurch wird das Spiel selbst auf schwer zum Spaziergang.


    Fazit

    Alles in allem kann ich das Spiel aber empfehlen.

    Es kostet aktuell 14,99€ und ist auch des Öfteren mal im Sale.

    Für den Preis kann man eigentlich nichts verkehrt machen und je nach Spielweise ist man zwischen 20 und 35 Stunden gut unterhalten.

  • Der Charakter namens Patty! Diese kommt in den Serienteilen mehrfach vor, allerdings hat sie vor dem dritten Teil eine enorme Brustvergrößerung bekommen, was lächerlich wirkt.

    lol das ist mir bis dato noch gar nicht aufgefallen xD Aber auch wenn ich Bilder vergleiche seh ich davon nicht viel...^^ Man muss eben auch bedenken, dass die Charaktermodelle sich generell von Spiel zu Spiel unterscheiden, da die einfach auch neu gebastelt werden. Und je nach Kleidung wirkt es auch al anders.

    Weiß nicht, ob du schon Elex gespielt hast oder es noch vor hast.,.. Falls ja wirste wohl in Schockstarre verfallen, wenn du Caja nach Elex 1 in Teil 2 siehst. Da haste tatsächlich genug Veränderungen zu kritisieren :D


    Das Balancing ist aber echt so ein nie endendes Thema... Das spaltet die Lager in all deren Spielen so enorm...^^ Ich meine es ist letzten Endes ein Open World RPG. Spricht wenn man versucht wirklich alles mitzunehmen ist man selbstverständlich OP und genau so hat es ja auch zu sein. Ansonsten wird es ja sinnlos alles mitzunehmen xD

    Aber irgendwie gibts halt immer welche, denen das nicht gefällt. Allerdings, würde man es ändern machen, wäre das für die Leute kacke, die eben genau das von einem open World RPG erwarten. Alles egal wie mans macht, zufrieden sind die Leute nie. Da wars schon cool, dass man bei Elex alles so detailreich selber einstellen konnte. Zumindest, wenn das Spiel nicht so verbuggt gewesen wär, dass selbst diese Einstellungen teilweise keinen Unterschied machten... nun ja...^^


    Aber schön, dass dir das Spiel dennoch gefallen hat letzten Endes. Ich würde mir immer noch so sehr einen vierten Teil wünschen... Finde immer noch, dass es in dieser Grundstory rund um die Titanen so viel Potential gibt, was direkt mit Teil 2 schon größtenteils links liegen gelassen wurde... Da gabs dann zwar mehr Titanen die behandelt wurden, aber da man einige als Zwischenboss nur reingeballert hat, kamen die genauso zu kurz, wie die Zusammenhänge von Teil 1 zu Teil 2... Was sich bei Teil 3 auch nicht wirklich besserte nur dass man hier schlau genug war zumindest einen neuen Hauptchar zu bringen, womits weniger ins Gewicht fiel^^ (Das optionale Wiederteffen mit dem alten Helden gehört auch immer noch zu einen meiner Highlights des Spiels^^)

  • images?q=tbn:ANd9GcTyNx1s-Gfc2dqbb-wqAqQHCaZdJR2LaEG9Rw&usqp=CAU

    Gestern Nacht habe ich ein weiteres Spiel beendet. Es ist ein Puzzle-Adventure von Hello Games, einem kleinen Entwicklerstudio,

    welches inzwischen aber durch No Man´s sky Bekanntheit erlangt haben dürfte.

    Man steuert eine putzige kleine Gestalt namens Ember. Als fast erloschene Glut befindet man sich in einer Zwischenwelt vor dem Tod.

    Hier gilt es anderen Gluten zu helfen die hier gestrandet sind. Dies tut man indem man Rätsel löst.

    Begleitet wird man durch das Abenteuer von einer weiblichen Erzählstimme. Irgendwie fast wie in einem Märchen.

    Die Stimmung im Spiel wirkt melancholisch, die Rätsel sind teils knifflig und sehr gut gemacht. Etwa sechs Stunden benötigt man für das Spiel,

    welches (leider) nur digital verfügbar ist. Im Nintendo estore kostet es aktuell 2,99 Euro. Da kann man nichts falsch machen.

    82%

    Externer Inhalt www.youtube.com
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    --- Zocke ich gerade auf meiner Nintendo Switch OLED ---

  • #13/2024

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    Trailer


    Titel: Jade Empire

    Genre: Action RPG

    Entwickler: BioWare

    Publisher: 2K Games


    Spielzeit - Ca. 29 Std

    WeirdOpoints - 7,9/10


    Story:

    Als Schüler des Kampfdojos von Meister Li im kleinen abgeschiedenen Örtchen "Zwei Strömen" lebt man sein friedliches Leben, welches man den Kampfkünsten verschreibt. Seit klein auf trainiert man dort und mauserte sich so zum besten Schüler, dem ein großes Schicksal bevorstünde, laut Meister Li.

    Eines Tages ankern Banditen am örtlichen Hafen und greifen Zwei Ströme an. Nachdem man diese verjagt hat, und Zeuge von Meister Lis enormer Stärke wurde, der das Schiff mit einem Tritt zerstörte, wird man für eine besondere Prüfung herbeigerufen. Diese Prüfung soll Aufschluss über die eigene Vergangenheit und das Schicksal, welches vor einem liegt bereit halten.

    Dort findet man ein geheimes Amulett vor und trifft auf eine geisterhafte weibliche Erscheinung, die in Rätseln zu einem spricht.

    Als man zurück kehrt, früher, als Meister Li erwartet hat, ist Morgenstern, eine andere Schülerin und Jugendfreundin des Musterschülers, verschwunden. Alles deutet daraufhin, dass "Gao der Gierige", ein weiterer Schüler voller Neid und Boshaftigkeit, sie entführt hat! So eilt man dem gierigen Schurken hinterher!

    Doch währenddessen passiert die Katastrophe... Zwei Ströme wird angegriffen! Als man mit Morgenstern zurückkehrt, liegt alles in Schutt und Asche! Die Mitschüler sind tot, und Meister Li wurde von den Lotus-Assassinen verschleppt, die der "Hand des Todes", der rechten hand des Kaisers unterstehen!

    Und so beginnt das große Abenteuer, um die Entführer zu verfolgen und Meister Li nicht zu retten, sondern auch um mehr über das eigene Schicksal herauszufinden!


    _______________________________________________


    Letzten Endes hat man hier eine recht typische asiatische Kampfkunst-Geschichte, allerdings wird das Ganze mit einer großen Portion Humor aufgelockert. Alleine bei den Namen der Charaktere wird schnell klar, dass sich das Spiel nicht all zu ernst nimmt. Genau das tut dem Ganzen auch gut, denn trotz des Humors, bleibt auch genug Raum für Ernsthaftigkeit oder gar etwas Romantik.

    So ist es durchaus interessant die Geschichte zu verfolgen. Die erste Hälfte ist erstmal noch sehr simpel, doch gerade zum Ende hin, als mans mehr Klarheit über das Ganze bekommt, wirds zunehmend spannender und gipfelt in einem wirklich schön umgesetzten Twist, den ich zwar als halben Gag ca. zwei Minuten zuvor vorhersagte, aber mich dennoch etwas überraschte, dass es tatsächlich eintraf. Gefiel mir wirklich gut, dass es so kam, wies kam.


    Auch die kleinen Nebengeschichten, die man erleben kann, sind wirklich unterhaltsam und abwechslungsreich. So reicht das Spektrum von einer gefürchteten Banditen-Bossin, die vermählt werden möchte, über das tragische Schicksal einiger Waisenkinder, bis hin zum aufführen eines Theaterstücks als weibliche Hauptrolle, ja auch wenn man einen Mann spielt!


    Allerdings muss man auch erwähnen, dass man der Erzählung und Inszenierung der Geschichte das Alter des Spieles stark anmerkt. Es ist tatsächlich ziemlich altbacken und die Animationen haben nochmal einen ungewollten Extrahumor zu versprühe, den ich persönlich irgendwie charmant fand, doch würde sich das Spiel ernster nehmen, als es tut, würde es wohl die Ernsthaftigkeit ziemlich schaden. So kommt es dem Ganzen nochmal zu Gute, dass sich das Spiel selber nicht wirklich zu ernst nimmt.


    Gameplay:

    Auch, oder gerade, im Spielgeschehen merkt man Jade Empire sein Alter an. Gut gealtert ist dies definitiv nicht. Stattdessen kommt man nicht drum herum zu denken, dass dieses Spiel wirklich dringend ein Remake gebrauchen könnte. Doch nicht nur das, es würde es auch verdienen, denn im Grunde stecken viele tolle spaßige Ideen in Jade Empire! Abgesehen von der unterhaltsamen Geschichte, ist auch das Kampfsystem recht interessant gestaltet. Anstelle von Skills, kann man bis zu vier Kampfstile ausrüsten und via Tastenkürzel hin und herschalten. Doch bei denen bleibts nicht mal zwingend. Man kann auch jederzeit die ausgewählten Stile auswechseln, wenn man die jeweilige Taste länger gedrückt hält. Und es gibt viele Stile!


    So wird grundsätzlich zwischen vier Arten von Stilen unterschieden:

    1. Waffenlos

    Hier kämpft man mit seinem Körper (Wobei man beim Tiger Still auch Klauen trägt aber gut, ignorieren wir diese "illegale" Waffe mal xD) Dieser ist schnell und effektiv gegen Geistererscheinungen.


    2. Waffen

    Hier gibt es ein paar verschiedene. Schwerter, Stäbe, Äxte... Dieser machen mehr Schaden und haben auch eine höhere Reichweite. Allerdings sind sie wirkungslos gegen Geisterscheinungen und verbrauchen "Fokus".


    3. Magie

    Typische Magiegeschosse, wie Eis oder Feuer werden verschossen. Mit Eis kann man Gegner sogar verlangsamen oder gar einfrieren. Magie verbraucht allerdings "Chi".


    4. Beschwörungen

    Hier verwandelt man sich in ein Monster oder Dämon. So kann man zum Jadegolem werden oder zu einem Froschdämon. Es gibt auch weitere Verwandlungen. Ist eine Verwandlung aktiv, kostet diese kontinuierlich "Chi".


    Davon ab gibt es auch noch Unterstützungszauber, um Gegner zu verlangsamen. Diese kann man mit schnellen Stilwechseln verbinden. Ich habe diese aber ehrlich gesagt nicht genutzt, da ich die persönlich nun nicht so nützlich fand.

    Es macht allerdings wirklich viel Spaß mit den Stilen herumzuexperimentieren und zu sehen, was man als nächstes freischaltet.

    Auch kann man jeden Stil hochleveln. So gibt es stets drei verschiedene Kategorien, die sich allerdings auch leicht unterscheiden. "Schaden" und "Schnelligkeit" haben alle gemein. Waffenlose Stile haben dazu noch den Schaden des Fokus-Modus. Den kann man mit drücken der "E-Taste" aktivieren. Hier macht man anscheinend mehr Schaden, dafür verbraucht dieser kontinuierlich Chi. Ich habe den Modus aber nur einmal beim Endboss genutzt, um ihn da doch noch einmal auszuprobieren. Ehrlich gesagt hab ich den einfach meist zuvor vergessen.

    Bei den anderen Stilen gibt es stattdessen die Kategorie der "Kostenreduktion".

    Jede Kategorie ist fünfmal levelbar. Ich denke nicht, dass es möglich ist alle Stile zu komplettieren, weshalb man sich da definitiv auf 4-5 konzentrieren sollte. Dazu habe ich zu Beginn noch etwas zu viel herumexperimentiert, weshalb ich von meinen vier Hauptstilen am Ende nur zwei komplettiert hatte.


    Ansonsten hat man stets einen normalen Angriff, einen aufgeladenen starken Angriff, der wirklich lange dauert aber wichtig ist um blockende Gegner zu treffen, die Möglichkeit zu blocken und auszuweichen.

    Leider sind die Hit Boxen ziemlich tricky. Besonders bei den waffenlosten Kampfstilen wird man ständig das Problem haben Gegner nicht zu treffen, da die Reichweiten so seltsam bemessen sind. Zumal man auch beim zum Gegner hinrollen, einen Salto über ihn rüber machen kann, wenn man zu nah für die Ausweichrolle dran steht. An sich ist das sehr cool und sorgt für eine schöne Dynamik aber es machts gleichzeitig auch schwieriger die richtige Distanz zu finden. Hier bemerkt man einfach das Alter des Spieles am stärksten.


    Ansonsten hat man sechs Werte, drei Aktive und drei Passive. Die Aktiven sind:

    -Körper

    Dies bestimmt die HP

    -Seele

    Dies bestimmt das Chi

    -Geist

    Dies bestimmt den Fokus


    Die Passiven sind:

    -Einschüchterung

    -Intuition

    -Schmeicheln

    Diese Werte beeinflussen die Erfolgschance bei bestimmten Dialogoptionen. Der Wert ergibt sich aus jeweils zwei Paaren, der aktiven Werte. Doch habe ich mir jetzt nicht gemerkt, was, was ergibt. Allerdings gibt es auch Möglichkeiten die Werte unabhängig von denen zu erhöhen.


    So gibt es generell noch Gegenstände, die einen permanenten Einfluss auf die eigenen Werte haben. Die kann man kaufen oder finden.

    Dazu gibt es auch Juwelen, die man n das Amulett einsetzen kann. Diese verbessern ebenfalls die Werte, können aber jederzeit ausgetauscht werden. Auch gibt es weitere besondere Effekte. Diese Juwelen kann man ebenfalls kaufen oder finden.


    Davon ab gibt es auch noch eine Art Moralsystem. Anstatt einfach zwischen "Gut" und "Böse" zu unterscheiden, wird hier zwischen "Offene Hand" und "Geschlossene Faust" settingtypisch unterschieden. So ist die offene Hand, der tugendhaftere und ruhigere Weg, während die geschlossene Faust eher der temperamentvolle, gewalttätigere Weg darstellt.

    Je nachdem, was man bei den Dialogen antwortet, schlägt die Anzeige in die eine oder andere Richtung aus. Einige Techniken können sogar nur mit einem der jeweiligen Wege erlernt werden, genauso, wie es auch Juwelen gibt, die nur bei einem der Wege angelegt werden können. Ich glaube, dass es sogar Gefährten gibt, die sich nur anschließen, wenn man den Pfad einschlägt, den sie bevorzugen, doch sicher bin ich mir da jetzt nicht.


    Wo wir schon bei Gefährten sind... Hiervon gibt es eine ganze Menge. Diese könnten kaum unterschiedlicher sein. So gibt es natürlich die Kindheitsfreundin Morgenstern, die die Fähigkeit besitzt Geister sehen zu können (Dies hat aber keine Bewandtnis fürs Spielgeschehen), den Raufbold "Schwarzer Wirbelwind", der einfach nur saufen und kämpfen will, oder "Wildblume", ein kleines Mädchen, welches das Behältnis für einen mächtigen Dämon ist und diesem mit der lebenden Welt verbindet. Dazu gesellen sich noch so einige weitere Charaktere. Viele helfen einem im Kampf, einige haben eher eine unterstützende Rollen, wie z.B. ein allseits bereitstehender Händler.

    Leider kann man nur mit einer einzigen Begleitung herumlaufen. Doch man kann auch die Beziehungen zu den Gefährten verstärken oder gar eine Romanze aufbauen.


    Doch hiermit ist das Thema "Gameplay" noch nicht abgeschlossen... Abgesehen von den schlauchenden Leveln, durch die man sich hindurchbewegt, gibt es noch einige an Abwechslung in Form von kurzzeitig neuen Gameplaymechaniken. So gibt es z.B. Shoot 'em Up Passagen, die allerdings größtenteils zum Glück überspringbar sind wenn man vorher "Flucht" auswählt. Doch wer Lust auf sowas hat, darf sich hier auf einige kurze Passagen freuen. Gegen Ende des Spieles gibt es auch nochmal Situationen, die das Gameplay ein wenig umwerfen. Doch diese möchte ich hier nicht spoilern.


    Sonstiges:

    Das Weltdesign ist noch immer hübsch anzuschauen, auch wenn die Grafik generell natürlich etwas altbacken ist aus heutiger Sicht. So gibt es trotzdem viele Szenerien, die einem zum verweilen und bestaunen einladen.

    Dabei gibt es auch schöne asiatische Klänge, die für Atmosphäre sorgen. Die deutsche Synchronisation ist ebenfalls gut gelungen, auch wenn man hier und da merkt, dass der Text "Satz für Satz" aufgenommen wurde.

    Die Animationen sind natürlich in keinsterweise zeitgerecht, haben aber irgendwie einen gewissen Charme, wenn man dafür offen ist. Da sich das Spiel selber nicht allzu ernst nimmt stört der damit verbundene ungewollte Humor auch nicht wirklich.

    Technisch lief es ansonsten reibungslos. Abgesehen davon, dass ich eine Datei umschreiben musste, damit das Spiel überhaupt startet... Ich hasse es am PC zu spielen! Gnarf >,< Und dann reichte es auch nur für Fenster Modus aber egal. Zumindest lief es dann auch gut soweit. Wobei das natürlich auch immer so eine Sache ist bei PC Spielen, da es stets auf die Hardware Kombination ankommt, weshalb man sowas generell schwer bewerten kann bei PC Spielen...


    Achja, es gibt übrigens mehrere Charaktere zwischen denen man auswählen kann. Ich glaube es sind vier Klassen, jede jeweils Männlein, sowie Weiblein. Die Anfangswerte können individuell eingestellt werden.


    Fazit:

    Insgesamt muss ich sagen, dass mir Jade Empire sehr gut gefallen hat und durchaus meine Erwartungen etwas übertroffen hat, Ich kannte es zuvor nicht und habe es spontan mal auf Amazon gekauft, als es in mein Auge sprang und mir vom Stil einfach zusagte. Dann merkte ich "Oh kacke! Der Laptop auf den ichs spielen müsste hat ja kein Laufwerk, weil die dummen Hersteller sowas nicht mehr einbauen!" ... Irgendwann habe ich es dann in einem Sale bei GoG wohl nochmal günstig gekauft für paar Euro, so dass es kein großer Verlust war, da die physische Version bei Amazon eh günstig war. Dann habe ich das vergessen, dass ich es bei Gog geholt hab, haha, und nun, wo ich es wieder herausfand, habe ich es direkt angeworfen!

    Und ich bin froh drum!

    Es erinnert mich sehr an damalige MMOs, wie Silkroad oder Perfect World (Was ich viele Jahre gespielt und geliebt habe) So spielt es sich einfach ähnlich und hat auch eine ähnliche Atmosphäre. So fühlte ich mich direkt etwas nostalgisch. Aber auch die Geschichte, besonders die Nebenaufgaben konnten mich sehr gut unterhalten.

    Klar ist Jade Empire wirklich altbacken und hat dadurch so einige Kritikpunkte. Auch gegen Ende wurde eine wichtige Szene etwas enttäuschend lahm dargestellt...

    Dennoch ist es auch heute noch ein Spiel, mit dem man viel spaß haben kann. Ich denke allerdings, dass es nichts für jeden ist und man schon einen kleinen Faible für diese Art von Retro-Charme braucht.

    So bleibt nur noch zu sagen, dass Jade Empire ein Spiel ist, welches wirklich dringend ein Remake verdienen würde und welches auch von sowas sehr profitieren würde. Es ist schade, dass BioWares alte Perle in der Hinsicht anscheinend noch nicht in Betracht gezogen wurde.

  • Oh ja! Jade Empire gehört zu den Spielen ,die mich nach der Studienzeit wieder zum Gaming zurück brachten und mir bis heute in Erinnerung geblieben sind. Ich kann und will das vor allem technisch schlecht gealterte Spiel so richtig aber heute nicht mehr anwerfen, deswegen würde ich mich hier wirklich ebenfalls über ein Remake freuen.. keine Ahnung, warum das noch keines bekommen hat. Wäre doch auch was tolles für Microsoft, die BioWare doch glaube ich mittlerweile besitzen, seit dem sie EA gekauft haben...(Und nur ihre Spiele in Zukunft eher multiplalttform bringen).

    Yuriko-toki.png

    ~Make of thyselves that which ye desire. Be it a Lord. Be it a God. But should ye fail to become aught at all, ye will be forsaken. Amounting only to sacrifices.~

  • Jade Empire ist auch ein Spiel, an dass ich sehr positive Erinnerungen habe und dass ich vielleicht sogar gerne nochmal spielen möchte. Glaube nicht, dass das Kampfsystem mich noch super begeistern könnte, aber gerade in die Welt könnte ich mich auch heute noch wunderbar fallen lassen.


    Aber von all dem, was das Spiel zu bieten hat, können mein Kumpel und ich uns vor allem an einen Spruch einer Statue im Anfangsgebiet erinnern:


    "Der offensichtliche Weg ist einfach und sicher, aber wer ihn beschreitet, erlangt den Rang eines Kochs, nicht den eines Meisterkämpfers."


    Ihr währt überrascht, wie oft wir den Spruch zitieren.

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    Das Leben ist wie ein Roguelike mit Permadeath-Mechanik.

    Wer hat sich diesen Schwachsinn eigentlich ausgedacht?

  • Wäre doch auch was tolles für Microsoft, die BioWare doch glaube ich mittlerweile besitzen, seit dem sie EA gekauft haben...(Und nur ihre Spiele in Zukunft eher multiplalttform bringen).

    Ich glaub du kommst da etwas durcheinander :D EA gehört nachwievor nur ihren eigenen raffgierigen Investoren xD Ich glaube du verwechselst da was mit Activision :)

    Also BioWare ist weiterhin bei EA.

    Man weiß jetzt natürlich nicht, wo die Recht für Jade Empire liegen... ob die bei 2k Games liegen... Ich glaube es gab auch eine Xbox Version zum Spiel, die von Microsoft damals gepublished wurde. Könnte also ein Lizenzwirrwarr sein, was ein Remake davon abhält zu existieren. Andererseits... gab generell schon jemals ein Remake zu nem BioWare Spiel?^^

    Ist wirklich schade, dass es da nix in Richtung Remake gibt. Ich könnt mir richtig gut vorstellen, wie gut sowas sein könnte^^


    Verstehe auch, dass dich das Alter abhält vom erneut spielen. Jade Empire ist da leider wirklich schwierig gealtert xD Aber spaß machts dennoch auch heute noch^^