Als Letztes durchgespielt

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    • Fur0 schrieb:

      529 Tode... hätte glaub das Pad weggelegt. Je nachdem. In Cybershadow stirbt man wohl ziemlich schnell? :D

      Zur Ehrenrettung muss ich natürlich sagen, da sind auch ne menge Tode bei wo ich absichtlich den virtuellen Freitod gewählt hatte. Glaube, alleine beim finalen Boss war das wohl über 50 mal. Das sind dann solche Situationen wo ich mir vorher schon denke, das wird einfach nichts. Du musst versuchen die ersten beiden Phasen des finalen Boss ohne Treffer zu überstehen, dann kannst du relativ entspannt die die dritte Phase gehen. Aber ja, bei den ganzen unfairen Platzierungen von Gegnern und Fallen erwischt es einen sehr oft :D
      Zuletzt durchgespielt:

      Resident Evil Zero 6,5/10, Maneater 7/10, Cyber Shadow 6,5/10

    • Valkyria: Azure Revelation ca. 40h

      Das ist ein Spiel was ich eigentlich schon recht lange besitze, aber wegen den recht negativen Meinungen irgendwie nie die Lust gehabt es zu spielen. Als ich aber Mitte letzter Woche noch nichts mehr großes anfangen wollte da FF7R Integrade bald erscheint, habe ich es mal einfach ausprobiert und ich muss sagen dass ich der schlechten Wertung überhaupt nicht zustimme.

      Einzig beim Kampfsystem stimme ich zu, da dies echt nicht gut ist. Für mich fühlte es sich so an als wolle man die Strategien, Taktiken und Karten aus den anderen Teilen nehmen und darüber ein Echtzeit Kampfsystem zwingen. Dies hat aber gar nicht funktioniert, es fühlte sich einfach langsam, ungelenkig und hat eigentlich auch so gut wie kein spaß gemacht. Vor allem da die größten Bedrohungen entweder irgendwelche debuffs waren die das behäbige Kampfsystem noch langsamer gemacht haben oder halt Gegner die einen plötzlich mit einem schlag töten. Zum Glück war das Spiel, bis auf ein paar Endgegner sehr einfach, wodurch es wenigsten nicht frustrierend war (was ich viel schlimmer finde als schlechte Kampfsysteme).

      Was ich dafür aber wirklich sehr gut fand waren die Charaktere und die Story. Vor allem die Hauptcharakter Truppe (nicht die Kampftruppe) hat mich positiv überrascht, da fand ich echt jeden einzelnen interessant und sympathisch. Am Anfang hatte ich auch ein bisschen Angst da es aussah als wäre da wieder einer dieser scheinheiligen Prinzessinnen die man leider so oft in jrpgs sieht, aber hier war sie echt ein guter Charakter. Aber auch die Story an sich war echt spannen und ich fand es auch sehr gut das man nicht sehr zimperlich im Krieg war.

      Also alles im allen fand ich es ein echt gutes, was zwar Gameplay technisch nicht so gut ist, aber dafür mit Story und Charakter überzeugt. Ich würde sogar so weit gehen, dass wenn das Spiel das Gameplay von den anderen Teilen hätte, dann würde es für mich auf gleichen Niveau wie Valkyria Chronicles 1 sein. Aber so gebe gebe ich dem Spiel Gameplay technisch eine 3/10 und Story technisch 8,5/10. Somit gebe ich dem Spiel dann im Gesamten eine 7,5/10.
    • Es ist nun schon eine ganze Weile her, aber ich habe mein diesjähriges Mammut-Projekt (lies: The Legend of Heroes) gerade eben abgeschlossen ^^




      The Legend of Heroes: Trails of Cold Steel III (~126h)
      Ich glaube, so lange habe ich schon seit Ewigkeiten nicht mehr an einem RPG gesessen - nicht einmal an Persona 5 und Dragon Quest XI, die in den letzten Jahren Rekordhalter waren. Ich glaube, als ich in Pokémon Omega Rubin den Pokédex vervollständigt habe, war ich zum Schluss auch bei ca. 130 Stunden. Ich muss auch sagen, dass ich mir Spiele dieser Länge nicht am Fließband geben kann - ich investiere doch irgendwie mindestens 2 Monate meiner Freizeit in so einen Brocken -, aber in diesem Fall habe ich das definitiv nicht bereut: Von den drei Einträgen der Cold Steel-Reihe, die ich bisher gespielt habe, war das definitiv mein Favorit.

      Aber erst einmal zum richtig Negativen, damit wir das gleich hinter uns gebracht haben: Ich habe das Spiel auf der Nintendo Switch gespielt und der Port ist wirklich eine Katastrophe. Ich konnte das Spiel zwar anders als der JPGames-Tester beenden, aber auch ich bin gegen Ende des Spiels einer Cutscene begegnet, in der das Spiel immer wieder gefreezed ist. Ich hab sie dann nach 5 erfolglosen Versuchen per Skip-Funktion übersprungen und online angeschaut, sonst wäre ich mit Sicherheit auch nicht über diesen Punkt hinweg gekommen. Sowas geht natürlich gar nicht. Ich hab auch irgendwann aufgehört zu zählen, wie oft mir das Spiel abgeschmiert ist. Irgendwo zwischen 20 und 30 Mal könnte schon hinkommen. Lag/Frame Dropes traten in einigen größeren Städten auf - das hat zwar auch genervt, aber natürlich kein Vergleich zu den zahlreichen Abstürzen. Viel mehr kann ich dazu auch nicht sagen, der Port ist schon eine Zumutung.

      So, jetzt zurück zum Spiel, das mir rundherum wirklich sehr gut gefallen hat: Wer schon einmal ein The Legend of Heroes-Spiel gespielt hat, weiß ungefähr, was ihn erwartet - das Spiel weicht nicht groß vom "üblichen Schema" ab, macht seine Sache aber echt gut. Insgesamt ist der dritte Teil vom Gameplay her wieder näher am ersten angesiedelt: Wir sind an einer Militär-Akademie, eine neue Klasse beginnt ihre Ausbildung, man lernt viele neue Charaktere kennen und begegnet auch vielen bekannten Charakteren aus Cold Steel, Sky und Ao/Zero wieder. Die Welt und die Charaktere sind für mich definitiv einer der stärksten Punkte der Reihe - die Energie, die man hier in die einzelnen Figuren steckt, die einen über hunderte Spielstunden begleiten, ist wirklich enorm. Jeder hat seine eigenen Umstände, seine eigene Geschichte. Viele der 126 Stunden kommen auch daher, das ich jedes Mal mit allen Personen an jedem Ort spreche, nach größeren Events gibt es dann neue Dialog-Optionen, zum Teil erlebt man dadurch noch richtige kleine "Sidestorys".

      Ich will bezüglich der Story jetzt nicht zu sehr ins Detail gehen, da das ja immerhin schon der dritte Teil einer Reihe ist und ich es schwierig finde, die Story zu thematisieren, ohne irgendwelche wichtigen Plot-Points der Vorgänger vorwegzunehmen, deshalb jetzt ganz allgemein ein paar punktuelle Eindrücke: Die neuen Partymitglieder, die mit dem dritten Teil eingeführt werden, gefallen mir unter'm Strich sehr gut, auch wenn zwei (Ash und Musse) mir zwischendurch wirklich auf den Sack gegangen sind. Mit Ash habe ich mich in der zweiten Hälfte des Spiels langsam versöhnt, Musse blieb mir leider bis zum Schluss ein Dorn im Auge, da sie in einer Tour auf den Protagonisten einflirtet und damit nicht selten das Niveau sämtlicher Dialoge, an denen sie teilgenommen hat, runtergezogen hat. So ein paar Tendenzen in diese Richtung gab es natürlich auch schon in den ersten zwei Teilen, aber im dritten ist es mir insgesamt stark negativ aufgefallen - nicht nur bei Musse, sondern auch bei anderen weiblichen Charakteren, die einem abwechselnd ungefragt und unerwünscht am Ärmel hingen. Zumindest als es dann ernst wurde und auf das Finale zuging, hatten die Entwickler ihre Hormone einigermaßen unter Kontrolle. Insgesamt fand ich die Story aber wirklich fantastisch, gerade gegen Ende zog das Tempo auch massiv an und der Spannungsbogen ging steil nach oben.

      Das Kampfsystem gefiel mir hier insgesamt auch wieder sehr gut, mein persönlicher Eindruck ist auch, dass es mit jedem weiteren Ableger irgendwie ein bisschen "flüssiger" läuft. Ich erinnere mich, dass ich bei den 1 1/2 Trails in the Sky-Titeln, die ich gespielt habe, wesentlich häufiger von verschiedenen Dingen frustriert war. Das gibt es zwar auch noch im dritten Teil von Cold Steel (z.B. diese Burst-Heals von Bossen, defintiv ein persönlicher Pet-Peeve von mir), aber insgesamt hat es echt Spaß gemacht. Ich spiele die Games grundsätzlich immer auf "normal", wobei es wirklich einige Kombinationen gibt, die so kaputt sind, dass man sicher auch leicht durch "schwer" kommen würde, wenn man die Geduld hätte, sich etwas genauer mit Orbments etc. zu beschäftigen. Wenn man an einem Gegner nicht vorbeikommt, gibt es sogar noch die nette Option "weaken and retry", das habe ich noch in keinem anderen RPG gesehen, würde ich mir aber öfter wünschen, ehrlich gesagt, da es den Frust-Level einfach senkt, wenn man weiß, dass man notfalls spontan den Schwierigkeitsgrad reduzieren kann ohne neuzuladen. Die Option habe ich in diesem Teil zwar nur ein einziges Mal benutzt, aber da war sie mir auch mehr als willkommen. Das einzige, was ich mir für zukünftige Titel wünschen würde, wäre, dass man die Partys insgesamt ein bisschen reduziert. Die "Kern-Party" umfasste zwar nur zwischen 4 und 6 Charakteren, was meinem Empfinden nach ideal ist, aber einem wurden gerade gegen Ende immer wieder andere Charaktere aufgezwungen, die einem zwar durchaus aus anderen Spielen vertraut waren, aber es war mir echt ein bisschen zu viel. Irgendwann stand ich da mal mit einer 16-Personen-Party rum und musste alle aktiv benutzen und natürlich auch ausrüsten, das muss echt nicht sein.

      Eigentlich hatte ich jetzt vor, den vierten Teil von Cold Steel für nächstes Jahr ins Auge zu fassen, da ich nach den The Legend of Heroes-Teilen tendenziell immer eine längere Pause brauche, um wieder "frisch" einsteigen zu können, aber die Story vom dritten war jetzt gerade in den letzten paar Stunden so gut und nervenaufreibend, dass ich echt neugierig bin, wie es weitergeht. Ich werde den vierten jetzt trotzdem nicht direkt anschließen, muss jetzt auch einfach mal ein anderes Kampfsystem spielen, bevor ich mich wieder an The Legend of Heroes setze, aber vielleicht wird es dieses Jahr doch noch was - mal schauen :)

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    • Neu

      Worlds End Club



      Visual Novels und Plattformer gibt es auf der Switch wie Sand am Meer. Worlds End Club bedient zumindest eine kleine Nische. Abenteuer-Spiele im Sidescroller Kostüm, die uns gleichzeitig auf ein erzählerisches Abenteuer mitnehmen sind doch eher selten. Kommen viele dieser Spiele als Kriminal-Romane daher, verhält es sich bei Worlds End Club etwas anders. Die Handlung dreht sich um den "Go-Getter-Club", eine quasi Gruppe von jungen Schülerinnen und Schülern, die zufällig gerade auf Klassenfahrt sind, während dank einem Meteorit mal kurzerhand die Welt untergeht.

      Schlagartig findet sich der Club auf dem Grund des Meeres, in einer merkwürdigen Freizeit-Anlage wieder, wo auch sogleich ein fieser Harlequin namens Penelope die Kinder zu einem Survival-Game nach Vorbild "Virtues Last Reward" zwingt. Passend dazu spendiert das Spiel sogar die klassischen Armbänder. Doch keine Sorge. Worlds End Club ist kein Survival-Game. Der Anfang ist nur ein Szenario von vielen, und ich möchte über die Geschichte, welche euch von Kyushu aus einmal quer durch den Südwesten Japans führt, nicht allzu viel vorne weg nehmen, bildet sie doch die tragende Säule des Abenteuers. Unterteilt wird die Geschichte dabei in "Story", "Camp" oder "Akt" Missionen. Erstere beiden liefern meist nur Dialoge, welche die Geschichte vorantreiben.

      In den einzelnen Akten bewegt ihr euch hingegen in bester 2D Plattformer Manier von A nach B, löst kleinere, meist sehr einfach gehaltene Rätsel, absolviert unspektakuläre Sprung-, Schiebe- und Geschicklichkeits-Einlagen oder stellt euch bildschirmfüllenden Boss-Gegnern, mit frisch erworbenen Super-Fähigkeiten die meist aber nicht allzu viel Finesse erfordern. Mal müsst ihr Gegner mit einem Stein abwerfen, anderwo Kisten verschieben oder Stromkabel verbinden. Keine großen Herausforderungen und eher Aufwärmübungen.

      Lediglich ein wenig Trial & Error sorgen ab und zu für einen Game Over Screen. Dank fairer Rücksetzpunkte kein Drama, jedoch kann schon mal ein kurzer Moment vergehen bis man die jeweilige Situation versteht. Auch nervt die Eingabeverzögerung nach ein paar Stunden doch tierisch. Die Steuerung und das Ansprechverhalten wirken manchmal wie eine schlechte Emulation. Den eingebauten "Easy" Mode habe ich trotz einiger Frustmomente aber gekonnt ignoriert. Erst ganz gegen Ende hat das Gameplay deutlich mehr Anteil an der Geschichte eingenommen, dann durchlauft ihr schon mal mehrere Abschnitte ohne ellenlange Dialoge - und hier kam ich am besten in den Flow.

      Die einzelnen Kapitel sind recht schnell durchlaufen. Das Spiel liefert euch viel Erzählung und Dialoge, diese aber in einer sehr hohen Qualität - voll vertont, mit entweder englischer oder japanischer Sprachausgabe, sowieso passenden, deutschen Bildschirmtexten. Aufgelockert wird die Erzählung regelmäßig von tollen Anime-Filmsequenzen und dem bunten, höchst unkonventionellen Artdesign.

      Die Schauplätze und Aufgaben sind thematisch abwechslungsreich. Der Fokus liegt eindeutig auf dem Storytelling, welches sich nebenbei in bester Zero-Escape Manier an verschiedenen Punkten gabelt. So ist nicht nur für einen gewissen Wiederspielwert gesorgt, wollt ihr nämlich das True Ending sehen, bleibt euch nichts anderes übrig, als schön alle Abzweigungen abzulaufen. Ansonsten wird euch der Weg ins Final nämlich versperrt. Insgesamt bleibt das Spiel jedoch stets sehr linear. Untermalt wird es von einem angenehmen Soundtrack, der eher unauffällig aber melodisch vor sich hin läuft. Wem's gefällt, der findet direkt in der Box des Spiels einen Downloadcode für viele der Musikstücke.

      Positiv möchte ich noch den Humor erwähnen, wo gelegentlich mit rabenschwarzen oder schmutzigen Anspielungen gewisse Lacher herausspringen. Etwas was ich auch wegen der scheinbar kindlichen Optik so nicht erwartet hätte. Aber in so einer Gruppe Heranwachsender geht es schon mal raubeinig zu. Da gehen Schweiß, Tränen und auch Kraftausdrücke Hand in Hand. Mit zwei Enden liefert das Spiel noch genug Herausforderung über den ersten Abspann hinaus, der etwa dem Apple Arcade Ende entsprechen sollte. Will man das richtige Ende sehen gilt es nochmal jede Menge Backtracking zu bewältigen, ehe alle Keyitems vereint sind und das Finale freischalten.

      Technisch habe ich am Spiel wirklich rein gar nichts auszusetzen. Lief die Demo noch stellenweise ruckelig, so ist die finale Version wie aus dem Ei gepellt. Praktisch alle Fehler der Demo wurden behoben. Die schöne 3D Grafik kommt durch die 2D Perspektive vielleicht nicht immer zur Geltung, dafür überzeugen aber Animationen und Modelle der Charaktere. Überhaupt wirkt alles sehr sauber und aus einem Guss. Auch die Ladezeiten fallen kaum auf. Einzig während eines Bosskampfs konnte ich plötzlich nicht mehr zurücklaufen, was mir sogar dreimal in Folge passiert ist. Anderswo konnte ich die Lichtschranken als Teil eines Parcours durch stures Durchlaufen einfach ignorieren, was so defintiv nicht gedacht war. Der Quatsch hat aber funktioniert. Ein doch dezent peinlicher Fehler. Die Playtester haben sich an diversen Stellen wohl lieber die Energydrinks und Knusperstangen reingezogen, die im Spiel leider sehr oft als Product Placement beworben werden. Dafür ein großes Pfui.

      Meinung:

      Ich konnte nicht wiederstehen und habe das Spiel kurz nach Release nun doch eingesackt. Bereut habe ich diese Entscheidung nicht. Worlds End Club ist ein sympathisches Spiel, bleibt die Längste Zeit zwar weitgehend ohne spielerische Glanzmomente, doch der schöne, nicht ganz so häufig verwendete Grafikstil und die angenehm erzählte Geschichte sorgen für gute Vibes in Hülle und Fülle. Technisch läuft es ebenfalls sauber. Bis zum Release haben die Entwickler die meisten Hausaufgaben erledigt. Lediglich einige Aufgaben und auch Gameplay Bugs, und völlig absurde Möglichkeiten, ganze Aufgaben zu zweckentfremden und dadurch zu überlisten hinterlassen einen falen Beigeschmack.
      Die vielleicht wichtigste Frage für viele: Ist das Spiel sein Geld wert? Ich würde es zumindest jederzeit wieder kaufen. Worlds End Club erfindet das Genre nicht neu, ist aber eine ansonsten sehr schöne Erfahrung. Es vermittelt gute Vibes und macht einfach Spaß, von etwaigen, fummeligen Aufgaben mal abgesehen. Maximal hätte ich mir erhofft stellenweise auch mal in echtem 3D durch die schönen, japanischen Städtchen und Areale zu wandern. Dazu hätte man ruhig nochmal am Gameplay und einzelnen Aufgaben feilen können. Entweder langweilen Gameplay Abschnitte zu Tode oder sind gelegentlich nervig. Die vielen guten Abschnitte sowie der ansprechende Novel-Part gleichen das zumindest wieder aus. Es ist und bleibt aber ein zweischneidiges Schwert. Sollte euch die Demo ansprechen. Kauft es. Fehlte euch hier bereits der Kick? Dann lasst besser die Finger vom Spiel.


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      Samurai Shodown

      Und noch ein kleines Spiel das ich heute noch zu Ende gespielt habe. In diesem Fall nur eine kurze Erörterung, denn so richtig begeistern wollte mich das Spiel trotz des geringen Preises nicht. Für die Switch wäre da schon mal die viel zu geringe Auflösung als Kritikpunkt, wodurch die Charaktere einfach nicht schön aussehen, was den Gesamteindruck optisch schon sehr herunterzieht. Auch fand ich die Ladezeiten hier schon relativ happig. So dauern die Leerzeiten zwischen einzelnen Fights meiner Meinung nach etwa viel zu lang. Das im Grunde gute Samurai Shodown Gameplay wurde tatsächlich sehr gut ins 3D Kostüm übertragen, jedoch kann mich dieser Stil bei weitem nicht mehr von den Socken hauen. SNK ist wirklich ein Saftladen inzwischen - wie konnte man nur mit den wunderbaren Pixel Art Grafiken brechen um so einen technisch mittelmäßigen Schund zu produzieren? Klar, es ist kostengünstiger eine Unreal Engine zu nutzen, als teure Pixel Art Sprites auf das Bild zu zaubern. Genau die waren es aber bis einschließlich King of Fighters XIII, welche SNK so unverwechselbar - und zur Referenz gemacht haben.

      Auch finde ich die Anzahl Kämpfer viel zu gering und an Modi hätte es durchaus etwas mehr sein dürfen. Die Stages an sich sind schon ganz cool, aber in der Summe reißt es das für mich nicht heraus. Es fehlt einfach das gewisse Etwas der alten Episoden, die durch ihre tollen Zeichnungen und aufwändige Modelle, eigentlich keine Wünsche offen ließen. Im Direktvergleich ist daher die NeoGeo Collection von Samurai Shodown auch eindeutig der bessere Deal. Hier bekommt man gleich 5x Samurai Shodown, plus gleich mehrere Varianten des brillanten Fünften Teils. Wo mir die neue Episode aber gut gefallen hat war in der grundsätzlichen HUB Design Frage, und auch die Musik ist stark wie eh und je.

      Die meisten Charaktere wurden ja leider nur 1:1 aus den 2D Episoden portiert. Das knapp der halbe Kader hierbei nur als DLC zu haben ist macht es nicht besser. Ich kann hier die positiven Reviews leider nicht bestätigen. Samurai Shodown ist ein halbwegs gelungener, aber absolut nicht perfekter Start in die 3D Welt. Alles in allem war die geringe Auflösung natürlich der bestmögliche Kompromiss um das Spiel stabil zu halten. Dies ist auch gelungen. Die Klopperei geht immerhin schnell und flüssig von der Hand, auch wenn einige Moves mit einem kurzen Slow-Mo Effekt (diesen hatte ich komischerweise erst nach dem Patch) für Aufsehen sorgen. Persönlich würde ich eindeutig eher zur NeoGeo Collection und Blade Strangers raten, falls ihr ein richtig gutes Prügelspiel für die Switch sucht.