Als Letztes durchgespielt

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    • Der erste Titel vom gewaltigen Adventure-Schwung, den ich letztens auf GOG erstanden habe, ist mit Geheimakte Tun-Tuska, Tuska abgeschlossen.

      Neu ist das Spiel an sich nicht, hab es noch irgendwo auf CD rumliegen und es bereits zweimal durchgespielt. Wie üblich bei mir natürlich jeweils im Abstand von etlichen Jahren. Entsprechend hatte ich einige Stellen noch sehr deutlich vor Augen, die nächsten nur noch so lala und an ganz andere konnte ich mich erst erinnern, als ich sie vor mir sah. Das gleiche gilt auch für die Rätsel.

      Inhaltlich haben wir hier eine ernsthafte Mischung aus Thriller-Abenteuer, also nichts mit der übertriebenen Comedy, die fürs Genre gern verwendet wird. Der berühmte Wissenschaftler Kalenkow verschwindet spurlos von seinem Arbeitsplatz im Museum und Tochter Nina versucht der Sache auf den Grund zu gehen. Als sie verstecke Forschungsunterlagen entdeckt wird schnell klar, dass mehr dahintersteckt und der Versuch, die Wahrheit aufzudecken, führt Nina nicht nur quer über die halbe Welt, sondern lässt sie auch mit dem russischen Geheimdienst, einem geheimen Drahtzieher im Hintergrund, einer mysteriösen Organisation mit schwarzen Mänteln und indirekt sogar mit den Aliens aneinandergeraten. Nebenbei kommt sie auch der Wahrheit über die titelgebende Tun-Tuska, Tuska Katastrophe auf die Spur. Das Spiel liefert dabei eine eigene Interpretation der Ereignisse ab, wurde doch inzwischen wissenschaftlich belegt, dass ein Edenssplitter dafür verantwortlich war. Assassinen und Templer halt wieder.
      Klingt im ersten Moment zwar so, als würden nur alle möglichen Klischees durchgekaut, es ergibt sich aber ein stimmiges Gesamtbild und das Spiel gleitet nie ins Lächerliche ab. Trotzdem happert es etwas an der Umsetzung. Der KGB, an dessen Spuren sich Nina in der ersten Hälfte heftet, wird im zweiten Akt mit einem "Upps, die haben ja gar nichts damit zu tun" rausgekickt und auch zum Geheimbund heisst's am Ende "Eigentlich sind die auf unserer Seite", ohne weiter auf dessen Hintergründe einzugehen. Wenn ich mich aber nicht irre, taucht der erneut in der Fortsetzung auf und übernimmt dort auch die Rolle der Gegenspieler. Trotz allem funktioniert die Handlung aber, da alle Parteien von der gleichen Motivation getrieben werden und auch wenn die Spur des KGBs schließlich ins Leere läuft bekommt man dennoch Informationen, die wichtig fürs Gesamtbild sind.

      Die Charaktere funktionieren sehr gut, wobei's wie bei Adventures üblich letzten Endes auf den Heldenpon und seinen gegengeschlechtlichen Helfer hinausläuft. Nina liefert als Protagonistin auch durchgehend eine gute Leistung ab, wobei sich nach dem ersten Kapitel in Berlin auch durchaus eine Charakterentwicklung feststellen lässt. Anfangs ist sie noch die besorgte Tochter, die zu verstehen versucht, was vor sich geht, während sie ab dem zweiten Akt in Russland die Dinge auch aktiv in die Hand nimmt. Man muss zugegebenermassen schon etwas über die Dinge hinwegsehen, wenn man bedenkt, dass sie ohne zu Zögern einen russischen Militärbahnhof infiltriert, sich als Soldatin ausgibt und einen schwer bewachten Zug betritt, der gefangene Wissenschaflter zu einem geheimen Forschungslabor bringen soll. Sie ist halt keine Action-Heldin, sondern nur eine ganz normale, junge Frau. Selbst als sie später überführt und in ein Militärkrankenhaus gebracht wird bleibt sie völlig entspannt. Vielleicht wäre es da besser gewesen, die Episode ans Ende des Spiels zu packen. Schlechter wird das Spiel dadurch aber nicht, und lieber so als einen Langweiler.
      Auch bei den Dialogen und Gesprächen zeigt Nina schon sehr bald eine ironische, manchmal sogar sarkastische Art. Anfangs liefert sie noch die nichtssagenden 08/15-Dialoge ab, hat später aber zu jedem Gegenstand, den man sich ansehen kann, einen Spruch auf Lager. Zum Teil ist das auch die grosse Stärke des Spiels, es macht halt doch einen Unterschied im Gesamteindruck, ob der Heldenpon einen Staubsaugerschlauch mit einem "Es ist der Schlauch eines Staubsaugers. Er ist schwarz und lang" oder mit einem "Ein Staubsaugerschlauch. Er ist schwarz, lang und weilig" kommentiert. Diese flapsige Art zieht sich durchs komplette Spiel, ohne dass es übertrieben wirkt und ob man den Humor nun teilt oder nicht, es macht Nina auf jeden Fall symphatischer.
      In zwei Episoden des Spiels übernimmt man auch die Kontrolle über Max, den feschen Herrn im Bild oben. Spielerisch ändert sich natürlich nichts, und auch wenn er dann doch etwas ernsthafter als Nina rüberkommt hat auch er eine ironische Ader. So ganz will man sie ihm aber nicht immer abnehmen und auch sein Interesse an Nina, welches er hin und wieder zum Ausdruck bringt, kommt etwas plötzlich. Beide passen aber gut zusammen und erfüllen ihre Rolle als spielbare Charaktere gut. Da gab es schon deutlich langweiligere Kollegen.

      Hinsichtlich des Gameplays dürfte Tun-Tuska, Tuska einer der ersten Vertreter dieser neuen Generation an Adventures sein, welche in der Handhabung sehr leicht sind und Frust beim Spieler vermeiden wollen. Nicht falsch verstehen, es ist kein Spiel mit simplen Rätseln, deren Lösung einem direkt zugeflogen kommt, allerdings gibt es (heute Standard) die Power-Taste, die alle interagierbaren Objekte im Spiel kurz markiert. Und auch wenn ich's schon zweimal durchgespielt habe und ich mich oft bei einem neuen Gegenstand direkt erinnert habe "Ah ja, das brauche ich später für dies und jenes" musste ich doch dreimal darauf zurückgreifen. Hier kam auch die verhasste Pixelsuche ins Spiel, irgendwo in einer Ecke liegt ein winziger Gegenstand, den man kaum sehen kann, wenn man nicht direkt mit dem Cursour drüberfährt. Grade der Bahnhof in Russland hat mich da frustriert. Dort muss man einer Soldatin eine brennende Zigarette unterschieben. Den Glimmstängel bekommt man von einer Wache ausserhalb, die Streichhölzer finden sich dagegen in der Kanalisation unter einer Öffnung in der Decke, welche das Militär als Mülleimer benutzen. Das winzige Streichholzheft auf dem verwitterten Steinboden zu finden ist praktisch ein Ding der Unmöglichkeit, wenn man's nicht weiß. Und warum man den rauchenden Soldaten nicht direkt um Feuer bitten kann will ich auch nicht verstehen. Glücklicherweise sind solche Stellen aber wirklich selten.
      Ebenfalls sehr erleichtert wird das Spiel durch die einfache Handhabe. Mit der rechten Maustaste untersucht man Objekte und Gegenstände, die linke Maustaste ist das Universalwerkzeug für Nehmen, Sprechen, Schubsen, kaputt machen,....Falls keine Aktion nötig ist, wird die linke Maustaste auch gar nicht aktiviert. Grade im Inventar ist das nützlich, da man einen Gegenstand einfach nur aufnehmen und mit ihm über die anderen fahren muss, um zu sehen, ob eine Kombination möglich ist. Das permanente "Das geht so nicht. Das funktioniert so nicht. Ich weiß nicht, was ich damit machen soll" wird einem, dem Erbauer sei Dank, dadurch erspart.
      Hin und wieder wird auch eine Hilfe verfügbar, wenn es um Layton-Rätsel geht. An einer Stelle muss ein Safe geöffnet werden, indem alle Felder die gleiche Farbe zeigen. Die Hilfe liefert einem praktisch direkt die Lösung, was auch durchaus angenehm ist, wenn's halt gar nicht klappt. An anderer Stelle ist sie dagegen ziemlich sinnfrei. In der Irland Episode etwa muss Max eine Statue nach historischem Vorbild einkleiden, um einen Geheimgang zu öffnen. Dass mich die Räselhilfe ins Kaminzimmer schickt, wo ein entsprechendes Gemälde hängt, hilft mir wenig, das findet man auch so. Mir dagegen einen Tipp zu geben, dass ich zurück zum Pub muss, dort die heruntergefallene Regenrinne brauche, diese im Schloss auf die Streckband legen soll, um so zwei Teile zu bekommen und beide anschließend der Statue als die verlangten Eisenstiefel verkaufen soll, da schweigt man sich aus. Da man aber auch sehr gut ohne Vorsagen durchs Spiel kommt, passt das schon.

      Technisch kam mir das Spiel leider eher durchschnittlich vor. Die einzelnen Orte und Räume sind sehr schön und detailliert designt, es gibt allerdings kaum Bewegung. Da fliegt mal ein Vogel vorbei, im Hintergrund brennt ein Feuer oder der Wind erzeugt Wellen auf dem Wasser. Es sind immer nur Kleinigkeiten, die einen immer dann daran erinnern, kein Standbild vor sich zu haben, wenn man's mal wieder befürchtet, aber die Szenen strotzen auch nicht vor Leben. Natürlich wäre das in einem Adventure eher kontraproduktiv, etwas mehr Bewegung oder Leben hätte aber nicht geschadet. Glücklicherweise wird's aber nie so schlimm wie in Nibiru, wo der Protagonist immer komplett zur Salzsäule erstarrt, wenn man ihn nicht grad irgendwo hinmarschieren lässt. Max selbst verzieht übrigens im ganzen Spiel nicht eine Miene und hat immer das gleiche, selige Grinsen drauf, was auf Dauer durchaus etwas befremdlich ist.
      Auch die Synchronisation kann nicht komplett überzeugen. Solveig Duda und Oliver Mink in den Hauptrollen sind über jeden Zweifel erhaben, die sind alte Hasen im Geschäft und auch die NPCs wurden hochkarätig besetzt. Das Problem hierbei ist nur, dass diese sich ständig wiederholen. Allein Ami Mizuno hört man im Spiel dreimal. Zwar sind es nur kleine Charaktere mit einer Handvoll Zeilen, trotzdem klingt es einfach seltsam, wenn diese die komplett gleiche Stimme haben. Mehr Abwechslung wäre da echt schön gewesen. Glücklichweise wird's aber auch nicht so schlimm wie die He-Man Synchronisation von Arc - Twilight of the Spirits, wo sich vier Sprecher zwölf Hauptcharaktere teilen und deshalb unfassbar schlecht ihre Stimme verstellen.
      Ebenfalls die Szenenwechsel wirken nicht wirklich gelungen. Geht es an einen komplett neuen Ort bekommen wir zwar die typische Indiana Jones Karte, manchmal gibt es aber auch nur eine kurze Überblendung und, schwuppdiwupp, sind wir am anderen Ende der Welt. Am Ende der Russland Episode etwa entgleist der Zug und wir sehen ihn in der letzten Einstellung neben den Gleisen liegen, im nächsten Moment steht Max dann vor dem Militärkrankenhaus, in das Nina gebracht wurde. Später nach ihrer Befreiung trennt sich die Gruppe kurz und sie steigt in einen Jeep, nur um im nächsten Moment irgendwo in der Tundra zu stehen, wo ihr Vater vor etlichen Jahren Forschungen durchgeführt hat. Und auch die Überleitung zum letzten Schauort ist eher zweckmässig inszeniert.

      Besonders interessant ist übrigens das Ende. Dort erfährt man zu fast jedem Charakter, den man im Spiel getroffen hat, wie es anschließend mit ihm weiterging. Wobei hier auch bewusst übertrieben und auf Comedy gesetzt wird.

      Gebraucht hab ich fürs ganze Spiel etwa zwei Wochen, laut GOG elf Stunden und 14 Minuten, aber ich wußte halt noch viel von früher. Entsprechend muss auch die Abschlussbewertung ausfallen, da ich die nicht neutral geben könnte. Empfehlen lässt sich das gute Stück aber trotzdem uneingeschränkt, der gute Ruf kommt nicht von ungefähr.
    • Yooka-Laylee & the Impossible Lair (Nintendo Switch)



      Nachdem mehr oder minder durchwachsenen Versuch von Playtonic Games, an die gloreichen Zeiten von Banjo oder Donkey Kong 64 anzuknüpfen, wurde die Serie mit Impossible Lair in ein klassisches 2D Szenario zurück beordert. Keine schlechte Idee, ist doch der Markt an zweidimensionalen Plattformern zwar üppig aber ebenso dünn besiedelt, wenn es um Produktionen mit einer halbwegs zeitgemäßen Technik geht. Auch Yooka-Laylee the Impossible Lair setzt hierbei keine neuen Maßgestäbe, kann sich aber von Indie Perlen wie MeatBoy, Shovel Knight oder Limbo rein optisch gesehen angenehm abheben.
      Vorneweg, läuft dieses Spiel wirklich großartig auf der Switch. Hatte der Vorgänger noch erhebliche Probleme eine stabile Bildrate zu halten und genug andere Baustellen, so kommt Impossible Lair wirklich in einem einwandfreien, technischen Zustand daher. Die Animationen und der Spielfluss laufen butterweich, was auch bitter nötig ist, denn auch wenn das Spiel abermals einen recht unschuldigen Eindruck erweckt, hat es dieser Platformer faustdick hinter den Ohren, und technische Probleme wären praktisch ein Genickbruch für den späteren, namensgebenden Dungeon. Doch dazu später mehr.
      Yooka-Laylee & the Impossible Lair knüpft spielerisch 1:1 an die Donkey Kong Country Spiele an. Wer die Originale auf dem SNES (oder GBA) gespielt hat, fühlt sich hier nach einer kurzen Eingewöhnung sofort heimisch. Mal abgesehen davon das ihr Fledermaus Laylee nicht werfen könnt, und der bereits aus Teil 1 bekannte Kumpelkracher mit implementiert wurde, entspricht das Moveset des bunten Duos schon weitgehend den Klassikern. Entsprechend triggern die kunterbunten Levels auch mehr als einmal selige Kindheitserinnerungen. Sogar der Soundtrack dudelt angenehm wohltuend und irgendwie vertraut vor sich hin. Wohltuende Melodien die eure Hörnerven angenehm kitzelt sowie das gewohnte Kauderwelsch anstatt einer Sprachausgabe. Leider fehlt der letzte Schliff um gänzlich die Perfektion der Klassiker zu erreichen. Auch wenn die Stages viel Abwechslung mitbringen, wirkt vieles tendenziell zu bunt. Die Klassiker waren in diesem Punkt etwas düsterer und stimmungsvoller gehalten, lieferten dafür enorme Varianz bei den Schauplätzen. Yooka-Laylee, The Impossible Lair bleibt hierbei in seinem Hamsterrädchen, obgleich ein regelrechtes Feuerwerk an tollen Ideen verschossen wird. Unterwasser-Abschnitte, vereiste Schneisen, Gift-Seen und Farbriken, gespickt mit Stampf-Anlagen und tödlichen Kreissägen liefern dabei spielerisch mehr als nur Standardkost. Werdet ihr dann noch von einem Todesstrahl verfolgt, und wollt nebenher noch Collectibles einsammeln, wird das ganze schon ziemlich anspruchsvoll. Jedoch verhindern die fair verteilten Rücksetzpunkte stets Frustmomente.





      Den eigentlichen Aha-Effekt liefert jedoch die Oberwelt, wo ihr euch in schönster Zelda-Manier stetig voran arbeitet. Die einzelnen Levels müssen hier nämlich erstmal entdeckt und freigespielt werden, indem ihr immer wieder neue Rätsel löst, Pagie-Herausforderungen meistert oder ganz einfach die sogenannte "Pay-Wall" von Schlange Trowzer mit den mühsam verdienten Münzen füttert. Die Pay-Wall ist für mich sogar eines der mitunter besten Features, womit das Studio abermals beweist das Humor und Spielwitz ihnen einfach im Blut liegen. Ironisch-sarkastische Dialoge natürlich inklusive. Wollt ihr auf der Oberwelt letztlich vorankommen, gilt es natürlich die in den Levels versteckten Münzen zu finden, die mal mehr, mal weniger schwer zu bekommen sind. Dieses Spielchen kennt man ebenfalls aus den Donkey Kong Country Episoden, hier wurde es jedoch regelrecht perfektioniert. Besonders schwere Herausforderungen könnt ihr jedoch vereinfachen, indem ihr Elixiere findet, von welchen ihr bis zu 3, später sogar 4 Stück ausrüsten dürft. Diese Elixiere sind dann quasi Cheat-Codes, die euren Sprung verlängern, das Rollen beschleunigen, oder euch unter Wasser wendiger machen. Für das erfolgreiche Beenden jedes Levels erhaltet ihr zudem eine Biene.
      Insgesamt 48 Bienen wurden innerhalb von Oberwelt und Levels versteckt. Die Levels bieten hierbei zwei Varianten, welche ihr erst nach dem Lösen von Rätseln betreten könnt. Insgesamt bietet das Spiel 20 einzigartige Levels, die jeweils in zweifacher Ausführung vorliegen, plus die besagten Gebiete in der Oberwelt, und einigen Pagie-Herausforderungen, was kurze aber teils knackige Prüfungen sind, in welchen ihr alle Gegner plattwalzen müsst.

      Jederzeit könnt ihr auch einen Anlauf in das namensgebende Unmögliche Versteckt (oder Nicht ganz so unmögliches Versteck) unternehmen. Dieser finale Dungeon mit dem fiesen Capital B steht wohlgemerkt gleich von Beginn an zur Verfügung. Die Wahrscheinlichkeit hier das Spiel gleich im 1. Anlauf zu beenden liegt aber nicht nur theoretisch bei Null. Ähnlich wie bei Breath of the Wild, wo ihr mit drei Herzen und ohne Masterschwert zu Ganon und diesen besiegen könnt, gilt es erstmal die Oberwelt zu erkunden, um möglichst viele Bienen zu sammeln. Die Bienen dienen euch nämlich für den finalen Kampf als quasi Extraleben. Und diese werdet ihr dringend benötigen.
      Selbst mit der vollständigen Armada Bienen im Gepäck, bleibt das Versteck ein wahres Monster. Dieser Dungeon unterteilt sich in insgesamt vier umfangreiche Abschnitte, wobei jeder davon zunächst mit einem Scharmützel mit Capital B eingeleitet wird. Ziel ist es, alle vier Bereiche zu beenden, denn nur dann ist das Versteck geschafft. Gehen euch die Bienen aus, heißt es Game Over. Glücklicherweise hat Playtonic auf einige Beschwerden hin Rücksetzpunkte zwischen den vier Abschnitten eingebaut. Dadurch wird das Versteck zumindest schaffbar, falls ihr die Muße und Eier habt, euch hier einer Vielzahl von schmerzhaften und frustrierenden Fehlversuchen zu stellen. Wohlgemerkt ist die Dichte an Fallen und bockschweren Prüfungen, welche in jedem der Teilbereiche auf euch lauert, wirklich die höchste Dichte an schwierigen Passagen, die ich jemals in einem Videospiel gesehen habe. Hier muss wirklich jeder Handgriff sitzen, und selbst dann kann es passieren das ihr kurz vor Ende eines Abschnitts nochmal einen schwerwiegenden Fehler macht, der euch große Reserven an Bienen kosten kann. Immerhin: Für den jeweils nächsten Abschnitt bleibt immer euer bestes Ergebnis verbleibender Bienen gespeichert, wodurch ihr im Grunde "nur" Abschnitte 1, 2 und 3 nacheinander perfektionieren müsst. Das kann allerdings dauern und euch einige graue Haare kosten.





      Fazit:

      Dieses Spiel ist wirklich eine mentale Achterbahnfahrt. Es ist ein wunderschöner, motivierender Platformer mit spielerischen Stärken und jede Menge Flair, liefert hintenraus aber so viele Frustmomente, das man schon wirklich genug meditiert haben sollte, um hier nicht mit einem massiven Rage-Quit zu enden. Das Spiel erreicht sicher nicht das Level eines Donkey Kong Country 2, kann aber mit der tollen Hub-Welt alleine schon punkten. Ich hätte nicht gedacht das diese fast so gut funktioniert wie in einem Links Awakening.
      Der große Knackpunkt des Spiels ist allerdings das (Fast) Unmögliche Versteck.
      Ich halte das Versteck für eine recht fragwürdige Design-Entscheidung, auch wenn es mir am Ende sogar richtig Spaß gemacht hat. Man muss aber vor dem Kauf wissen worauf man sich einlässt. Grundsätzlich waren auch die Donkey Kong Country Spiele gegen Ende ziemlich schwer. Einen Dungeon wie das unmögliche Versteck habt ihr jedoch unter Garantie noch nicht gesehen. Vielleicht wäre es sinnvoller gewesen, das Versteck als optionalen, oder True Ending basierten Part einzubauen. Denn an sich ist das Versteck eine wertvolle Bereicherung für das Medium Videospiele und Genre der Platformer insbesondere. Zum Glück läuft die zweite Yooka-Laylee Episode (einschließlich dem Versteck) technisch absolut sauber.
      Wer wirklich eine Herausforderung sucht ist hier richtig.
      Alle anderen sollten sich vom liebenswerten Stil nicht täuschen lassen. Yooka-Laylee & the Impossible Lair ist nur augenscheinlich ein Kinderspiel. Wenn ihr auf eine Competition aus seid oder einfach damit leben könnt, möglicherweise den finalen Dungeon nicht zu beenden, könnt ihr wohlgemerkt bedenkenlos zugreifen.

    • Dadurch, dass ich meinen Eltern in den letzten 2 Wochen einen Besuch abgestattet habe, bin ich deutlich weniger zum arbeiten gekommen, aber dafür mehr zum Gaming ^^ Die Zeit habe ich nun genutzt, um ein weiteres Spiel abzuschließen, das ein Kumpel mir letztes Jahr sehr eindringlich empfohlen hatte, und zwar:





      AI: The Somnium Files (~30h)

      Mit AI: The Somnium Files ist es mal wieder eine Visual Novel geworden, die ich im Handheld-Modus der Nintendo Switch gespielt habe. Die Performance lässt leider ein bisschen zu wünschen übrig: einige auffällig lange Ladezeiten, sehr verpixelte "Flashback-Videos" - na ja. Bei einer Visual Novel stört es den Spielfluss zumindest nicht allzu sehr und ich hätte das Spiel auch nicht auf der PS4 spielen wollen durch die hohen Leseanteile, insofern bin ich froh, dass es den Port überhaupt gibt.

      Zum allgemeinen Spielprinzip, für diejenigen, die mit AI noch keine Berührpunkte hatte: Das Spiel teilt sich in herkömmliche Visual Novel-Parts, in denen man Umgebungs-Screens erkunden, einige Dialoge triggern und mit den anwesenden Charakteren reden kann, und die Somnium-Parts, in denen man in einer bestimmten "Zeit" Rätsel lösen muss. Ich setze "Zeit" in Anführungszeichen, weil es kein echtes Zeitlimit ist, sondern eher eine Mathe-Aufgabe: Jede Aktion benötigt eine gewisse Anzahl an Sekunden, insgesamt stehen immer 6 Minuten zur Verfügung. Wenn diese Zeit verbraucht ist, kann man von einem Checkpoint neu starten oder noch einmal von vorne beginnen (was sich oft lohnt, wenn man ganz am Anfang Zeit verschwendet hat). Mit ein bisschen rumprobieren, lassen sich die Rätsel insgesamt sehr gut lösen - mir gefielen sie ganz gut.

      Der zentralste Aspekt ist hier natürlich die Story, die mir unter'm Strich auch sehr gut gefiel. Es gibt hier - wie auch in anderen Visual Novels - "branching storylines", die auf einem Flowchart dargestellt werden, und zwischen denen man flexibel hin und her wechseln kann. Ich habe diese Option allerdings nicht genutzt, sondern die jeweiligen Routen linear durchgespielt, sofern das möglich war. Wenige Routen sind gegen Ende "geblockt", bis man andere Routen beendet hat - man muss also alles durchspielen, wenn man das Ending sehen möchte und das empfehle ich auch jedem. Anders als z.B. Otome-Games hat man kein komplettes Spiel, wenn man nur 1-2 Routen durchspielt und die interessanten Plot-Points bleiben hinter der letzten Route verborgen. Im Mittelpart hat mich die Story ein bisschen ausgebrannt, da sich für ein paar Stunden gefühlt vieles im Kreis drehte und es nicht so richtig vorwärts ging - auch wenn es durchaus immer wieder spannend wurde. Der eine Punkt, der mich ab und an echt genervt hat, war der "Fan-Service" bzw. das Niveau desselben - mein Gott. Immer wieder dieselben geistlosen Witze - so auf dem Niveau 7. Klasse Penis-Witze - und selbst einige eigentlich spannende High-Tension-Szenen sind von dem Unsinn ins Lächerliche gezogen worden. Zumindest aus diesen Szenen hätte man es meinem Empfinden nach echt streichen können.

      Fazit: Insgesamt eine gute Visual Novel, die ihre spannenden (und gruseligen) Momente hatte und die mich gut unterhalten hat. Einige Charaktere und dadurch Routen gefielen mir besser als andere (Mizuki :) ), aber hey, ich bin zufrieden ^^
    • @Mirage
      Danke für deinen Eindruck!
      Also haben die Somnium-Parts, in denen man in einer bestimmten "Zeit" Rätsel lösen muss, kein wirkliches Zeitlimit? Weil das hat mich immer echt abgeschreckt (schon in der Demo, die ich nur kurz anprobiert hatte, bis zum ersten Rätsel XD )

      Kainé: Weiss you dumbass! Start making sense, you rotten book, or youre gonna be sorry! Maybe I'll rip your pages out, one-bye-one! Or maybe i'll put you in the goddamn furnace! How can someone with such a big smart brain get hypnotized like a little bitch, huh? [...] Now pull your head out of your goddamn ass and start fucking helping us!
    • Yurikotoki schrieb:

      @Mirage
      Danke für deinen Eindruck!
      Also haben die Somnium-Parts, in denen man in einer bestimmten "Zeit" Rätsel lösen muss, kein wirkliches Zeitlimit? Weil das hat mich immer echt abgeschreckt (schon in der Demo, die ich nur kurz anprobiert hatte, bis zum ersten Rätsel XD )

      Das kann ich gut verstehen, mich hat es auch zuerst abgeschreckt, da ich ebenfalls ein notorischer Zeitlimit-Hasser bin :P In diesem Spiel hat es aber selbst mich nicht gestört :)

      Im Endeffekt funktioniert es so: Wenn du still stehst, dann läuft der "Timer" extrem langsam herunter, im Milli-Sekunden- statt im Sekunden-Takt. Wenn du läufst, vergeht die Zeit ein bisschen schneller, aber dadurch, dass jedes Objekt, mit dem man interagieren kann, von Weitem durch einen Namensbanner zu erkennen ist, rennt man eigentlich auch nicht ziellos herum. Man kann mit den verschiedenen Objekten dann interagieren, es wird immer angezeigt, wie viele Sekunden auf dem Timer welche Aktion kostet - zum Nachdenken hast du so viel Zeit, wie du willst. Es ist ein bisschen Trial und Error, deshalb würde ich mich einfach von vorneherein davon verabschieden, dass man das in einem Durchgang schafft. Ich habe meistens ausprobiert, wie weit ich auf Anhieb komme, dann nochmal von vorne angefangen (man kann schon einmal gelesenen Text skippen) und war dann innerhalb von einer Minute wieder da, wo ich vorher war. Also: Selbst ein Fehlversuch ist kein großer Zeitaufwand, manchmal klappt es auch doch auf Anhieb :)
    • Da hat seit meinem letzten Post einfach niemand mehr ein Spiel durchgespielt bzw. gereviewed - was ist denn hier los? :P Bei mir war es dieses Mal nur ein recht kurzes Spiel (zumindest dann kurz, wenn man nicht den Anspruch hat, alle Enden zu spielen). Und zwar:




      Catherine: Full Body (~10h)

      Auf das Spiel bin ich zuerst durch seine personalen Verbindungen zur Persona-Reihe aufmerksam geworden, auch wenn es natürlich einen ganz eigenen Weg geht. Trotzdem hat mich das irgendwie neugierig gemacht - schon zu PS3-Zeiten -, aber ich konnte mich irgendwie nie dazu durchringen, das Original anzuschaffen. Ich konnte auch schlecht einschätzen, ob mir der Umgang mit den erwachseneren Thematiken hier gefallen würde (Stichwort der Cringe, den ich zuletzt mit AI: The Somnium Files erlebt habe). Als dann das Remaster für PS4/Switch angekündigt wurde, hatte ich mich aber endlich dazu entschlossen, es jetzt einfach mal auszuprobieren, damit die liebe Seele Ruh' hat, sozusagen. Da bot es sich jetzt gerade auch im Anschluss an AI an - so nach dem Motto: Schlimmer wird's nicht haha

      Nun bin ich durch mit dem Spiel und: Ich bin ganz zufrieden. Das Puzzle-Gameplay war kurzweilig, ich habe aber auch auf "easy" gespielt, da ich jede Gelegenheit nutze, Zeitlimits aus dem Weg zu gehen. Bei ein paar Stages gab es zwar immer noch Zeitdruck, aber zumindest waren die Puzzles vom Schwierigkeitsgrad her auch recht "spontan" machbar (man hätte sogar noch einen einfacheren Schwierigkeitsgrad anwählen können). Mit Zeitlimit wäre diese Art von Gameplay wahrscheinlich nichts für mich gewesen, bin da ganz dankbar für die Flexibilität und die Möglichkeit, einfach nur die Story spielen zu können.

      Zu der Story würde ich nun als nächstes kommen, allerdings mit einer leichten "Spoiler-Warnung" für die nächsten zwei Absätze. Ich bespreche hier jetzt keine großen Plot-Twists, aber diejenigen, die das Spiel noch völlig ohne Vorwissen spielen wollen, sollten das Folgende vielleicht besser nicht lesen. Also: Die Story ist ein bisschen "abgespaced" - gerade zum Ende hin -, aber prinzipiell spannend und gut gemacht. Man spielt einen Mann um die 30, dessen langjährige Freundin ihre Beziehung auf die "nächste Stufe" bringen möchte (Heirat), was in ihrem Freund eine Art Midlife-Crisis auslöst, der sich zu diesem Schritt erst einmal noch nicht bereit fühlt. In diesem Sinne geht es dann auch weiter: Er treibt sich viel in Bars herum, trifft dort ein anderes Mädchen - den Rest kann man sich wahrscheinlich denken. Parallel dazu bekommt er Albträume, in denen er und andere klettern müssen - wem das nicht gelingt, der stirbt, und zwar auch im richtigen Leben. So viel zu der allgemeinen Story.

      Mein persönlicher Eindruck, der etwas mehr ins Details geht: Ich hätte erwartet, dass die Entscheidung zwischen Katherine und Catherine etwas schwieriger sein würde, ehrlich gesagt - zumindest mir fiel diese Entscheidung sehr leicht. Catherine war in meinen Augen leider in erster Linie ein tiefes Dekolleté ohne spezifische Charakterzüge, das ich nach ungefähr 60 Minuten "Stalker-chan" getauft hatte. Für den Rest des Spiels habe ich mich dann darüber aufgeregt, wie blöd Vincent mit ihr herumeiert, und mich gewundert, was für ein Drama da aufgebaut wird. Ich hab seit Tag 2 nicht mehr auf ihre Anrufe reagiert und ihre SMS ignoriert, in der Hoffnung, dass sie mich in Frieden lässt - hat sie natürlich nicht. Katherine - mit K - war mir zunächst auch recht unsympathisch, aber im Laufe des Spiels haben Vincents Flashbacks sie mir dann doch langsam näher gebracht. Rin auf der anderen Seite - der neue Charakter in Full Body - war mir auf Anhieb sehr sympathisch, ich hab jede Gelegenheit genutzt, mit ihr zu sprechen etc., aber nach einem Plot-Twist in ihrer Wohnung war sie dann plötzlich weg und ich habe auch keinen Weg gefunden, nochmal mit ihr in Kontakt zu treten. Prinzipiell hätte mich ihre Route schon interessiert, aber ich vermute, es gab hier sehr spezifische Bedingungen, die ich nicht erfüllt hatte. Ich hab mich dann letztlich auf Katherine festgelegt und wäre auch bei ihr geblieben, selbst wenn Rin um kurz vor 12 nochmal wieder aufgetaucht wäre - es gab einfach zu viele Fragezeichen und die Beziehung war so frisch und fragil, ich hätte es nicht glaubhaft gefunden, ihr in diesem Stadium "hinterherzulaufen". Zum Schluss habe ich das "Good Ending" von Katherine bekommen und bin ganz zufrieden mit dem Ergebnis.

      Also, Fazit: Insgesamt bin ich gut zufrieden, einige Charakter-Interaktionen und -Beziehungen fand ich persönlich allerdings schwer nachvollziehbar. Aber echt ein interessantes Thema vom Prinzip her - ich hätte mir aber gewünscht, dass Catherine eine ernsthaftere Konkurrenz gewesen wäre mit einem komplexeren Charakter. Aber gut, das war von den Machern auch einfach nicht so beabsichtigt, wenn ich mir das Ende so ansehe. Ich hätte es aber interessanter gefunden.


      So, und jetzt werde ich mich wirklich mal wieder an einen 80-Stunden-Brocken setzen und zwar an The Legend of Heroes: Trails of Cold Steel III, auf das ich mich jetzt 2 Monate mental vorbereitet habe - jetzt bin ich soweit :P

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    • Es sind jetzt fast 4 Monate die ich weg war, aber gezockt hab ich natürlich trotzdem 2-3 Spiele. Ich könnte natürlich jetzt zu allen ein Review schreiben für diesen Thread, aber das kann ich auch lassen. Da dies aber einer der Threads ist die ich vermisst habe dachte ich mir ich nutze das und fass mich hier jedes Mal kurz. Bei einigen schreibe ich vielleicht etwas mehr, aber niemanden juckt ein 20k Review über ein Roguelike Spiel. ^^



      AC Valhalla


      Ok, durchgespielt habe ich das eigentlich am 31. Dezember. Dazu geschrieben habe ich aber glaube ich nichts. AC Valhalla war mein erster richtiger Blockbuster auf der PS5 und ich muss zugeben das es mir eigentlich garnicht mal so gut gefallen hat. Ich bin AC Fan durch und durch und habe absolut alle Spiele gespielt, besonders die Story hinter der Story interessiert mich nach wie vor sehr. Genau hier konnte Valhalla abliefern, weswegen ich es auch ganz durchgespielt habe. Aber es war das erste AC Spiel bei dem ich mich streckenweise zwingen musste weiter zu spielen, da abbrechen nicht in Frage kommt, der nächste Teil gefällt mir ja vielleicht wieder sehr gut. Aber boah ist Valhalla gross. Und damit meine ich nicht die Welt. Die bei Odyssey kam mir grösser vor. Aber es zieht sich einfach ALLES. Die Main Story fühlt sich streckenweise einfach an als hätte man sich am Ende entschieden alle Sidequests mit einzuflechten. Vieles war einfach nicht interessant. Das Ende wiederum war dann wieder ein absolutes Highlight, genauer darauf eingehen kann ich aber nicht, langjährige Fans kommen hier aber voll auf ihre Kosten. Grafisch auf der PS5 sehr schick, fühlte sich aber nicht nach Next Gen an wenn man zwischen 4K und 60 FPS entscheiden muss, obwohl beides gleichzeitig locker möglich ist wie man bei God of War oder Demons Souls sah. Puh, Ubisoft macht es mir als Fan nicht leicht, da ich das Spiel nicht komplettieren konnte. Die allerletzte Quest durfte ich dank Bug nicht spielen, und kam direkt zum Abspann, und musste mir den Rest auf Youtube anschauen. Hat mich auch ehhhh angepisst.

      70/100

      Dungeon Top




      Deckbuilding. Ja was soll man machen. Absolut jedes Spiel das im PSN landet und Deckbuilding + Roguelikebeinhaltet wird gekauft. JEDES. Dabei gibt’s dann auch Spiele wie Dungeon Top, die bei anderen wohl eher als Gurke durchgehen würde. Spielerisch ist die Idee ganz interessant, und erinnert sehr an terra Battle wenn das noch jemand kennt. Man platziert die Einheiten die man sammelt auf einem Board. Diese kann man dann dort bewegen, dabei haben alle unterschiedliche Skills. Einige können sich direkt hinter die gegnerische Einheit teleportieren andere wiederum stoßen Gegner in andere um doppelten Schaden zu verursachen. Die Heldeneinheit die man zu beginn auswählt muss man dabei schützen, diese kann wiederum auch Zauber und Skills nutzen, ein getrenntes Deck an Karten. Was auf dem Pabier sehr kreativ klingt….spielt sich auch eigentlich genau so toll. Nur leider ist das Spiel überhaupt nicht balanciert. Ein Roguelike lebt davon das man sich durchkämpft, hier gibt es aber Einheiten und Zauber mit denen man wirklich sehr problemlos durch die Dungeons rutscht. Hat Spass gemacht, aber nach 5 Stunden war die Motivation dann wieder weg. Habe es mehrfach beendet, es gab keine weiteren Ziele zum anpeilen und jeder Run fühlte sich gleich an.

      70/100

      Remnant from the Ashes


      Fck, wenn ich jetzt jedes Mal so viel schreibe werde ich nie fertig!

      Schon im Dezember gestartet, und werde es immer mal wieder mit Freunden starten. Sehr schwierig. Sehr viel Vielfalt. Hoher Replayability Faktor. Unglaublich tolle Bosskämpfe. Story ausbaufähig, aber die Prämisse war kreativ und fühlte sich frisch an. Soundtrack sehr stimmig. Als Coop Spiel kann ich das sehr empfehlen, alleine ziemlich öde glaube ich.

      84/100

      For the King


      Auch bereits 2020 angefangen. Mit Freunden sehr spontan gekauft, und es war tatsächlich kein Fehlkauf. Auch irgendwie in Roguelike Form, aber auch nicht so wirklich. Es erinnert sehr an Tabletop Spiele. Man wählt eine Klasse, jeder darf sich in seiner Runde bewegen und die Map erkunden. Kämpfen kann man gegen Gegner gemeinsam, wenn man nebeneinander steht, was auch nötig ist. Denn die Main Quests um eine Runde abzuschliessen haben es in sich. Es reicht nicht aus wenn einer gut ausgerüstet und gelevelt ist, jeder muss was dazu beitragen. Die Kämpfe sind hierbei auch rundenbasiert, fand es richtig spaßig sowas mal im Coop zu spielen. Das Spiel ist so chillig das wir wohl auch hier ab und zu eine Runde starten. Es gibt verschiedene Szenarien, wir haben bisher alle bis auf eines geschafft. Der RNG-Faktor ist aber ab und zu nervig. Jeder hat eine bestimmte Wahrscheinlichkeit zu treffen die man leveln kann. Aber man kann auch mit einer 90 prozentigen Chance verfehlen. Es fühlt sich manchmal nicht fair an, es ist zu unberechenbar, Skill alleine reicht nicht aus, man braucht auch einfach Glück.

      78/100

      Book of Demons



      Sah echt gut aus, war aber spielerisch zumindest auf der Konsole sehr anstrengend, da man hier einen Mauszeiger bewegen muss. Ja genau. Man kann sich also schon denken wie anstrengend das mit einem Controller ist. Das Spiel fand ich optisch recht interessant. Ich mag neue Konzepte die sich deutlich von der Norm unterscheiden. Der Aufbau und das Interface gefiel mir auch, das Gameplay aber leider nicht ganz. Es ist als Hack and Slay auf Schienen konzipiert, aber irgendwie war das nicht gut genug durchdachtIch habe es durchgespielt, aber viele Kämpfe fühlten sich zu chaotisch an. Je nachdem wie die Gegner spawnen wird man zwischen Gegnern gefangen und hat verloren. Dies basiert auf reinem Glück, da andere Kämpfe wiederum sehr sauber laufen. Die Entwickler basteln mit der gleichen Engine wohl an weiteren Spielen mit diesem Papier Look, anschauen werde ich mir diese sicherlich, unterstützen will ich sowas natürlich schon, aber zumindest Book of Demons hätte man ruhig noch eine Weile polieren können.

      68/100 (Alles über 50 ist für mich gut genug um es durchzuspielen btw :P)

      Kill la Kill IF


      Ja, ich habe ein ANIMESPIEL durchgespielt, verrückt! Ich hatte schon vorher BN Spiele probiert, die konnten mich aber bisher nie wirklich überzeugen. Kill la Kill wiederum fand ich dann überraschend gut. Ich kannte den Anime schon, den ich sogar trotz Ecchi ganz gut fand. Daher hatte ich schon länger Interesse am Spiel, Vollpreis war es mir das aber nicht wert, vor allem da die Spielzeit schon echt sehr kurz ist. Ich hatte das Spiel in unter 5 Stunden durch. Es gibt die gleiche Storyline, nur aus zwei verschiedenen Perspektiven. Hab danach sogar noch andere Modi durchgespielt, einfach weil ich mehr aus dem Spiel holen wollte. Das Kampfsystem ist recht simpel aber actionreich. Alles sieht einfach richtig cool aus.Online Modis gibt’s auch, aber dafür fehlt dem Spiel die Tiefe. Für 9,99 Euro absolut ok, für 39,99 wäre es mir aber zu teuer gewesen für die recht kurze Spielzeit.

      78/100

      Immortals Fenyx Rising

      Hier kann ich mich kurz halten, und bewerten kann ich es auch nicht. Nee, hat mich leider zu sehr an Breath oft he Wild erinnert. Ich habe es ein paar Stunden gespielt und mir gefiel der Humor eigentlich ganz gut. Alles war recht putzig, und das Kampfsystem machte mir auch Spass, mehr noch als bei BOTW. Aber das ganze Open World Ding holt mich einfach nicht ab. Ich habe einfach keine Lust Welten zu erkunden, dafür fehlt mir die Zeit, ein Spiel wird nicht besser je mehr Aktivitäten man in eine leere Welt klatscht. Pokemon Legends Arceus und Project Athia scheinen die gleiche Richtung einzuschlagen, kaufen werde ich sowas inzwischen gar nicht mehr. Kann ich also nicht bewerten.

      Nexomon: Extinction

      DAMN. Danke nochmal an @Mirage ! Die wohl grösste Indieüberraschung für mich seit Jahren und es ärgert mich das ich nicht doch direkt beim Release zugegriffen habe. Ich bin mit Pokemon aufgewachsen, nur leider konnten mich die letzten teile nicht mehr so richtig abholen. Schwert und Schild fand ich gut. Aber mehr auch nicht, mir fehlte hier einfach irgendetwas, ich kann nicht einmal genau sagen was es ist, aber es könnte sein das ich das nächste Pokemon Spiel dann einfach nicht mehr kaufe. ABER, das muss ich auch nicht mehr, denn ich habe ja jetzt Nexomon! Den das gab mir genau das was mir seit Jahren bei Pokemon gefehlt hat! Die Storyline ist echt gut. Nein ernsthaft. Es gibt interessante Plottwists und alles ist einfach sehr viel düsterer, obwohl es so bunt aussieht. Die Spielzeit kann sich auch sehen lassen, das Spiel ist locker 30h Stunden lang, ich habe glaube ich 40-50 Stunden daran gesessen. Die Dialoge sind teilweise richtig witzig, habe mich mehrfach dabei erwischt wie ich bei Zeilen einfach grinsen musste. So alleine, voll creepy eigentlich. Hinzu kommt die taktische Tiefe. Wo man bei Pokemon eigentlich gar nicht mehr verlieren kann solange man nicht online spielt, passierte mir das hier mehrfach. Die Bossfights gegen legendäre Nexomon waren echt manchmal knifflig. Man muss mehrere aufleveln, und dafür muss man die halt auch nutzen. Das Ganze ist echt durchdacht, denn das muss man sowieso! Das Spiel mit einer Einheit durchzuspielen ist nicht möglich. Man ist auch nie überlevelt, und die Elementarschwächen muss man gekonnt ausnutzen sonst wird das nix.
      Die Fülle an nexomon hat mich ein wenig überfordert, hätte mir weniger gewünscht, aber Sammler wird das sicherlich freuen. Ich kann das Spiel problemlos jedem Pokemon Fan empfehlen und auch allen anderen, vor allem denjenigen die Pokemon nicht mehr so richtig abholen kann. Ich freue mich jetzt schon richtig auf das Sequel. Lasst euch nicht abschrecken vom Look, habe jetzt mehrfach gelesen es würde zu „billig“ aussehen, wegen dem Chibilook den man auch gerne mal bei Mobilespielen sieht. Gebt dem Spiel ne Chance, wirklich!

      89/100

      Dragonball Z: Kakarot
      Darüber will ich nochmal ein richtiges Review schreiben. Aber gefiel mir sehr gut.

      Roundguard


      Roguelike Peggle. Cool aber kurzweilig.

      70/100

      Elemental Knights R


      Wieder mit Freunden einfach nur als Witz gekauft, ohne uns zu informieren. Ich HASSE die ganze Generation an Gamern, für die alles was nicht ihren Geschmack trifft gleich „Trash“ ist. Allgemein finde ich das Begriffe wie Trash und Garbage viel zu inflationär in der Gamingszene genutzt werden….ABER wenn mich jemand zwingen würde genau ein Spiel so zu betiteln….dann stehen die Chancen für Elemental Knights R sehr gut. :P
      MMO mit Festpreis und unglaublich vielen Mikrotransaktionsmenüs. Spielerisch sehr sehr schwach, aber auch irgendwie so trashig, das es witzig genug war für ein paar Stunden. Aber auch nur so als….Witz. Nicht durchgespielt, aber wer spielt MMOS schon durch

      20/100

      Destruction AllStars

      Hab hier eigentlich nur so solo die paar Storymissionen abgeschlossen und Trophies gesammelt. Samt Trophy für 50 gewonnene Onlinespiele. Also das sollte für eine Wertung reichen. Spielerisch macht das schon echt sehr viel Spass, und mal abgesehen vom grandiosen Astros Playroom das Spiel was den PS5 Controller bisher am besten nutzen konnte. Alles fühlt sich einfach richtig gut an, die Runden wiederum sind nicht abwechslungsreich genug. Die Klassen unterscheiden sich alle nur minimal. Hier fehlt einfach mehr Inhalt. Es gibt 4 Modis, und alle spielen sich auch irgendwie sehr ähnlich. Am besten gefiel mir noch der Modus bei dem die Map immer kleiner wird. Cooles Spiel, wurde nur zu früh released. War allerdings auch gratis, daher echt ganz ok.

      70/100

      Control Ultimate Edition



      Joah mein GOTY im Jahr 2019. Habe ja bereits sehr viel dazu geschrieben, und es gefiel mir so gut das ich die PS5 Fassung nochmal komplett samt DLCs durchgespielt habe. Einer der besten Metroidvanias der letzten Jahre und es gibt selten Spiele mit so viel Potential die IP weiter auszubauen. Die Lore ist unglaublich interessant.

      92/100


      We were Here


      Coop. Gratis. Cool. Kurz. Einigermassen einfach .

      We were Here Too

      Coop. Nicht gratis. Kurz. Schwieriger.

      We were Here Together

      WHAT?! Ich fand die beiden Vorgänger schon richtig cool, das gemeinsame Rätseln macht einfach durchgehend Spass. Bei einigen braucht man etwas länger, aber es ging eigentlich immer, in unter 2 Stunden waren die Vorgänger aber durch. Umso überraschter waren wir dann bei dem dritten Teil. Boah ist das Spiel fies, aber eh gut fies. Die Rätsel sind sehr viel komplexer. Die Rätselräume sind grösser und meistens greifen mehrere Rätsel ineinander. Wir saßen häufig nur rum und rätselten was da eigentlich gemacht werden muss, was besonders schwierig ist da man getrennt arbeitet, man sieht den anderen Charakter nur sehr selten mal. Verbunden ist man lediglich mit einem Walkie Talkie. Haben dadurch auch ungefähr 8 Stunden daran gespielt. Aber genau deswegen gefiel mir der dritte Teil im Nachhinein eigentlich so gut! Ich werde mich noch länger an die Rätsel erinnern. Das Spiel ist alleine nicht spielbar, aber das will man hier auch gar nicht. Es machte von Anfang bis Ende Spass gemeinsam zu rätseln, sich gegenseitig die Schuld in die Schuhe zu schieben, wenn etwas nicht klappt.
      Ich freue mich jetzt schon sehr auf den nächsten Teil, We were Here Forever soll Ende des Jahres erscheinen, vielleicht kann ich mich ja dann revanchieren. @Kerona. Danke fürs retten <3



      Boah es fehlen immer noch 7 Titel die ich durchgespielt habe, die übernehm ich dann an einem anderen Tag, das heir war schon zu viel, wer liest sich sowas denn durch. :P

      Currently playing: Octopath Traveler XSX
      Dieses Jahr durchgespielt: 41
      Zuletzt durchgespielt: Mass Effect Trilogy, Operation Tango, Ratchet and Clank Rift Apart






    • Mirage schrieb:

      Ach, nur 2-3, ich hätte jetzt aus irgendeinem Grund gedacht es wären mehr gewesen xD *hust* Ich zähle 16 *hust*
      Es fehlen noch
      DBZ Kakarot
      One Piece Pirate Warriors 4
      Wolfenstein Youngblood
      Curse of the Dead Gods
      Persona 5 Strikers
      Star Renegades
      Neoverse

      Ich war fleissig! Oder naja je nachdem wen man fragt war ich faul und hab zu viel gezockt. ^^
      Wobei viele der Indies halt echt schnell durch sind.

      Mirage schrieb:

      Ich warte auch schon sehnsüchtig auf den Sequel
      Ich auch, das wird diesmal ein Day One Kauf, und dann werbe ich nochmal für Nexomon hier im Forum, dass hat das Spiel echt verdient. :)

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    • Da mag ich mich hier doch auch endlich mal wieder zu Wort melden, Zeit wirds^^'

      Fur0 schrieb:

      Yooka-Laylee & the Impossible Lair (Nintendo Switch)
      Fand den Eindruck insgesamt ganz gut und deckt sich einigermaßen mit meinen damals denke ich
      Das Erste/Letzte Level finde ich auch ne mutige Entscheidung, aber da ich das Genre mag war das hier ne ganz gute Herausforderung, dennoch auch als geübter Spieler war das mit sämtlichen Zusatztreffern recht fordernd, also definitiv nichts für Anfänger und wenn man gegen Ende des Levels öfters scheitert braucht man mit der Zeit nen längeren Atem xD

      Fur0 schrieb:

      Yooka-Laylee & the Impossible Lair knüpft spielerisch 1:1 an die Donkey Kong Country Spiele an.
      Das erinnert mich daran das ich einen Aspekt meiner Bucket List glaube erstmal außen vor lassen kann und zwar die 20 Retrogames, wollte nun diese Woche anfangen auch wieder parallel mehr auf Retro zu gehen, aber meine beiden Controller, sowohl NES und SNES nehmen nicht mehr 100% an, ich habe selten so unbefriedigt Donkey Kong Country gespielt und dann in Welt 2 doch wieder aufgehört weil die Fehlerquote eindeutig vom Springen kam, kein Vergleich zum sonstigen Jump & Run Gefühl, da war ich sichtlich enttäuscht ||

      Mirage schrieb:

      Da hat seit meinem letzten Post einfach niemand mehr ein Spiel durchgespielt bzw. gereviewed - was ist denn hier los?
      Ähm...Das Alter? xD
      Dafür umso schöner das du den Thread solange am Leben erhalten hast, gut gemacht die Dame :thumbup:
      Bei mir kam tatsächlich nicht wirklich viel abgeschlossenes hinzu, aber Kings Quest wartet schon über nen Monat von mir kurz beleuchtet zu werden und gehe ich anschließend auch direkt an
      Ansonsten wurde mehreres mal angespielt aber bisher nicht durchgezockt von mir, Mario 3D World und Mario Kart 8 Deluxe heute mit Freunden gezockt, Ary & The Secret of Seasons bis zur Hälfte, vereinzelt ein paar Mortal Kombat Matches, Sherlock Holmes Crimes & Punishment und Borderlands 3 mit meiner Besten angefangen, Remnant from the Ashes angespielt und dann halt mein DKC Versuch was leider ernüchternd war
      Und ansonsten habe ich aktuell mit AC Origins nen 60-70h Klopper denke ich bald abgeschlossen, aber die Spielzeit ist heutzutage doch ganz schön üppig für mich zu händeln^^'
      Hoffe bald wieder ein bisschen zu "alter Stärke" zurückzukommen, immerhin hat der gutste @Aruka ja hier gerade passiv ne Ansage gemacht xD ;)

      Aruka schrieb:

      aber gezockt hab ich natürlich trotzdem 2-3 Spiele.
      Du meinst nen Haufen Spiele die man locker auf 2-3 Beiträge verteilen kann :D
      Aber du bist ja erst "neu" hier , da groovst du dich schon ein ^^
      Ansonsten ziehe ich meinen Hut das du so viel verschiedenes gespielt und abgeschlossen hast, da staune ich wirklich nicht schlecht mein lieber und noch mehr das du so gut und kompakt einen Haufen davon in einem Post unterbringen konntest, da kann sich meinereins noch ne Scheibe von abschneiden :D
      Schön das du hier auch wieder mitmischst :)

      6. Kings Quest

      So dann will ich endlich mal...
      Die Complete Collection umfasst 5 Episoden, ergo an sich 5 "unterschiedliche Spiele" was den Fokus der Handlung und den damit verbundenen Aufgaben angeht
      Es sind Remakes von sehr alten spielen, wenn man weiß das Kings Quest 5 damals noch für das NES erschien und ...ähm, "mäßig" aussah um höflich zu bleiben xD

      Die Geschichte ist über alle Episoden hinweg fortlaufend und es vergeht immer etwas Zeit von Teil zu Teil, einige Entscheidungen äußern sich dann auch hier und da für eine der nachkommenden Episoden, aber dazu später 1-2 Beispiele wo das etwas merklicher ins Gewicht fällt

      Episode 1: Hier hat man ein klassisches Adventure vor sich, der Hauptfokus liegt darauf Gegenstände zu finden und hier und da auf skurrile Art und Weise einzusetzen und sich durchzurätseln
      An sich ist man König Graham in hohem Alter das Bett hüten muss und seinen Enkeln von seinen damaligen Abenteuern erzählt, im ersten Teil fängt es also mit dem jungen Graham und seiner Teilnahme am Ritterturnier mit Einigung zum König an
      In diesem Kapitel nimmt man sich wirklich schön Zeit die Charaktere alle kennen zu lernen und die Spielmechanik zu verinnerlichen

      Episode 2: Man ist in der Geschichte etwas älter und König und ein paar Kobolde haben Bewohner die man vorher kennengelernt hat gefangen genommen und es liegt an uns sie zu befreien, hier hat man auch erstmal wieder klassische Adventure Kost aber mit einem zusätzlichen Kniff, man muss nämlich seine Nahrungsressourcen auf sich und die anderen Gefangenen möglichst gut aufteilen damit alle "überleben", wobei eine Partei definitiv vernachlässigt werden muss und es gar nicht schaffen kann und auch beim Rest muss man sehr gut haushalten um alle durchzubekommen, eine Charakterin hat es bei mir zum Ende hin leider nicht geschafft gehabt und die Folge war das sie später nicht mehr anzusprechen ist, wenn man an ihrer Tür klopft merkt Graham nur an das sie ihm seit diesem Vorfall etwas grollt
      Und da spielt die Story in der Episode natürlich mit dem Gewissen, je weniger Energie übrig ist desto sarkastischer und erschöpfter werden die Charaktere und die Wahl zwischen einem Pärchen was schwanger ist, einem alten Pärchen und einer taffen Schmiedin die zu Anfang super zurecht kommt, aber später hinten runterfällt eben weil man sie zu Beginn vernachlässigt macht das Haushalten brutal für die Entscheidungen^^'
      Schön ist hier das es mehrere Märchenanspielungen gibt wie bspw. Cinderella oder die Prinzessin auf der Erbse

      Episode 3: Das merklich kürzeste Kapitel wo man in einen Turm geht um 2 Prinzessinnen zu befreien, hier geht es nebenbei auch um die Wahl der späteren Königin, während die eine etwas tugendhafter daherkommt und gebildeter wirkt ist die andere aufgeschlossener und abenteuerlustiger, jede verkörpert auf gewisse Weise 2-3 Eigenschaften die Graham selbst ausmachen und je nachdem wie ihr die Charaktere empfindet merkt man denke ich für sich wie man spielen muss^^
      Und es entscheidet natürlich welche der beiden Damen man in späteren Sequenzen häufiger sieht da sie ja dann die Rolle von Ehefrau und Königin einnimmt

      Episode 4: Hier ist man im etwas höheren aber noch guten Alter unterwegs und macht einen "Familienausflug", zu Beginn wurde gezeigt das eins der eigenen Kinder entführt wird und nach Jahren wieder zurück kommt, die Art und Weise wie ist leider hier erzählerisch nicht so gelungen, es "passiert" einfach
      Es geht aber darum durch Prüfungen die Beziehung zwischen Vater und verlorenem Sohn nachzuholen und zu erfahren und natürlich läuft nicht alles ideal
      Die anderen beiden Familienmitglieder spielen für lange Zeit keine Rolle und man ist hier hauptsächlich mit Schiebe- und Anordnungsrätseln beschäftigt, was mir persönlich vom Knobeln her am meisten Spaß gemacht hat aus allen Kapiteln, dafür sind die Gebiete weniger abwechslungsreich und man benutzt einige Rätsel nochmal erschwerter wodurch es sich etwas gestreckt anfühlt, aber wenn man solche Rätsel mag als gute Herausforderung sehen kann und dann hat man dennoch seinen Spaß damit^^

      Episode 5: Das Grande Finale wo man die quasi-Gegenwart des alten bettlegerischen Graham spielt der nochmal ein letztes Abenteuer erleben will
      Hier geht der Fokus etwas in Richtung Täuschung und Wahrnehmung, wegen des hohen Alters und seinem Krankheitszustand verschwimmen seine Erinnerungen und dadurch fehlen mal Teile und ihr lauft durch einen nur halb gefüllten/halb weißen Bildschirm oder ein Abschnitt ist nur möglich weil die Enkelin sich eine gewisse Art ausdenkt die Geschichte zu erzählen, hier gibts ein ganz klares Highlight für mich und zwar spielt man auch für einen kurzen Moment in originaler NES Grafik die dann für einen noch kürzeren Moment zu SNES Optik gesteigert wurde, da habe ich mich als Retrofan natürlich mega drüber gefreut und fand das sehr genial und witzig umgesetzt^^

      Die Spielzeit beträgt ungefähr...
      EP1: 10-12h
      EP2: ca.10h
      EP3: 3-5h
      EP4: 8-10h
      EP5: ca. 3-4h
      Also in etwa rund 40h für alles zusammen würde ich sagen

      Grafisch ist es ein wunderschöner Cel Shading Look der dem ganzen definitiv etwas märchenhaftes verleiht und auch die Musik ist anhand des Settings passend gewählt und unterstreicht ebenfalls den Märchenflair

      Das Spiel schafft es Ernsthaftigkeit und Humor gut auszubalancieren sodass man auch in ernsteren Sequenzen was zu Lachen bekommt, aber auch trotz des Humors ernstere Stellen in der Handlung nicht mehr für voll nehmen kann
      Dazu hat Graham teils einen so wundervoll flachen Humor und wenn man bspw. scheitert und "Game Over ist" blendet es kurz zu einem Bildschirm wo er meist ein absolut dümmliches Wortspiel einbringt wie die Geschichte vorzeitig ihr Ende gefunden hätte und seine Enkelin stöhnt dabei oft nur genervt, das herrlichste war ja das ich es mit meiner besten per Share Play gespielt habe und ich war fast 1:1 bei Grahams blöden Sprüchen auf einer Wellenlänge und sie hat meistens nur "humorvoll" ernüchtert darauf reagiert und wie ich mich für sowas so erwärmen kann xDDD
      Ich meine die 2. Episode trägt den Titel "Stein oder nicht Stein", nur um euch auf einen Großteil des Humors einzustellen xD
      Ich denke der gute @Weird hätte mit diesem Spiel definitiv seine Freude^^ (wenn er es nicht schon selbst gespielt hat :) )

      Generell kann ich es Genrefreunden nur ans Herz legen, hier und da zieht es sich, aber ein bisschen gehört rumprobieren und festhängen ja zum Adventure dazu, man weiß ja worauf man sich einlässt und so viele Gute Genre Vertreter dieser Qualität sind mir bisher nicht unter gekommen, daher eine klare Empfehlung für alle die sich dafür erwärmen können
      Retail schwerer zu bekommen und meist 55-70€, digital wars im Sale für 6€ und gerade für letzteres bekommt man eindeutig etwas geboten und physisch ist es mir für die Sammlung später auch den Vollpreis nochmal wert, ich fands echt gut^^

      Puh, gerade so noch im Zeichenlimit, als nächstes denke ich dann Assassins Creed Origins vielleicht am Ende der Woche ;)
    • @Bloody-Valkyrur
      Das erinnert mich daran, dass ich Kings Quest auch endlich mal beenden muss. Ich hab es mir damals gleich zum Erscheinen geholt, als die einzelnen Episoden nach und nach erschienen (war glaube ich das einzige mal, dass ich bei einem Episodenformat nicht gewartet habe, bis alle Episoden erschienen sind).
      Die erste und auch die zweite "Folge"/Episode hatten mir eigentlich sehr gefallen, nur irgendwann hing ich dann irgendwo in der dritten kA, oder etwas anderes hatte mich abgelenkt, aber ich will das ganze noch mal mir im Ganzen vornehmen und dann auch durchspielen, denn auch deinem Bericht entnehme ich (und vorher auch anderen Reviews), dass er das definitiv verdient hat. Nur ist es so lange her, dass ich wohl lieber noch mal am Anfang beginnen werde.

      Kainé: Weiss you dumbass! Start making sense, you rotten book, or youre gonna be sorry! Maybe I'll rip your pages out, one-bye-one! Or maybe i'll put you in the goddamn furnace! How can someone with such a big smart brain get hypnotized like a little bitch, huh? [...] Now pull your head out of your goddamn ass and start fucking helping us!
    • Bloody-Valkyrur schrieb:

      Ich denke der gute @Weird hätte mit diesem Spiel definitiv seine Freude^^ (wenn er es nicht schon selbst gespielt hat )
      Es stand eigentlich auch seit Ankündigung auf meiner Liste. Flog dann aber doch iwie runter aufgrund des Episoden Modells. Ich reagiere auf dieses Modell einfach allergisch xD Bin aber dennoch immer am hin und her überlegen und hab an sich auch echt Bock drauf. Die erste Episode oder gar die ersten zwei, weiß grad nicht mehr, hat ich auch als Lets Play verschlungen. Fand das großartig^^
      Leider kriegt man das Spiel aber kaum noch. Weiß auch jetzt nicht, ob das Spiel auch komplett physisch vorliegt oder ob dort der Großteil runtergeladen werden muss... Hoffe ja irgendwo, dass es noch für Switch kommen wird aber rechne damit nicht groß... Schätze das wird nen Spiel, wo ich mich immer ein wenig ärgern werde, dass ichs nicht mehr kriegen werde...^^
      Last: NekoPara Vol 4 (8,9/10)

      Homepage





    • Bloody-Valkyrur schrieb:

      6. Kings Quest



      Es sind Remakes von sehr alten spielen, wenn man weiß das Kings Quest 5 damals noch für das NES erschien und ...ähm, "mäßig" aussah um höflich zu bleiben xD
      Das ist kein Remake sondern ein neues, eigenständiges Spiel, das über Kickstarter finanziert wurde und dann über das Sierra Label von EA gepublisht wurde. Ähnlich wie in den ersten Original-Titeln wird halt das Leben von König Graham erzählt, hier allerdings viel weiter, da Graham nur in den ersten drei Originalspielen die Hauptrolle spielt, danach sind es dann die Abenteuer seiner Frau und Kinder.

      Ich wusste gar nicht, dass KQ 5 für das NES erschien?
      Bist du sicher? KQ 5 war der erste Teil mit neuer Engine, erstrahlte 1990 in SVGA mit 256 Farben und war eines der ersten vertonten Computerspiele mit gesungenem Titelsong von Peabo Bryson, der zu dem Zeitpunkt gerade durch den Die Schöne und das Biest Disney Film in aller Munde war. Es war auch das erste Sierra Spiel mit komplett neuem an Lucas Arts angepasstem Bedienkonzept, wo man keine Wörter mehr eintippen musste. Es war auch einer der ersten CD ROM Titel, allerdings erschien dann kurz darauf eine abgespeckte Version auf Diskette, weil 1990 / 1991 eben kaum jemand ein CD ROM Laufwerk hatte.

      Insgesamt machte Roberta Williams damals sieben King's Quest Spiele, der letzte erschien 1994 und war damals ein grafisches Brett mit wunderschöner Cartoonoptik. Wobei KQ 5 eben damals auch unglaublich gut aussah.

      PS: Ah, ich habe inzwischen nachgeschaut, KQ 5 erschien als Lizenzprodukt von Konami für NES zwei Jahre nach der PC Version und sah optisch wegen der Hardware dann aus wie etwa King's Quest 2 oder 3. Immerhin reden wir hier von einem Demake von 32Bit auf 8Bit Systeme.

      Ich habe die Spiele inzwischen teilweise drei Mal (gehabt) zunächst für Amiga später dann die i - 6 Collection + 7 einzeln gekauft und irgendwann noch mal in einem riesigen Sammelpack mit fast allen Sierra Adventures für kleines Geld auf Steam. Die Amiga Versionen hatte ich irgendwann auf dem Flohmarkt vertickt, man muss dazu sagen, die Ports von Sierra Spiele auf andere Systeme waren immer schrecklich.

      Den neuen habe ich auch seit Erscheinen immer noch hier nur angespielt liegen, da geht es mir wie @Yurikotoki. Irgendwann...
      Mein Blog über Spiele aller Art: Gamers love to play Games
      Medien-Blog für Computer- and Videogame Artworks, Fanart, Cosplay, Anime, Screenshots und mehr: Gamers love to play Games Art Blog
    • Weird schrieb:

      Weiß auch jetzt nicht, ob das Spiel auch komplett physisch vorliegt oder ob dort der Großteil runtergeladen werden muss...
      Da bin ich mir unsicher, aber ich glaube es hatte trotz der Complete Edition (Digital gekauft) alle Episoden einzeln geladen, theoretisch sollte das alles auf eine Disc passen, aber da habe ich leider keine Ahnung

      Spiritogre schrieb:

      Das ist kein Remake sondern ein neues, eigenständiges Spiel,
      Gut ich kenne die Originale natürlich nicht wirklich, hab das für mich als Remake und Reimagining gesehen, ähnlich wie FF7 Remake nur eben in etwas anderen Sphären^^

      Aber danke für den interessanten Beitrag, das waren viele Infos die ich mir unmöglich alle merken werde, aber sehr interessant und informativ für mich^^


      EDIT

      Aruka schrieb:

      Remnant from the Ashes
      Da es jetzt im PS+ war habe ich es da zum ausprobieren mal mitgenommen und das Gameplay hat für mich einen entscheidenden Makel (wo ich hoffe nur zu blöd für zu sein) und zwar kann man Gegner nicht anvisieren und das ist für ein Souls-Like Game oder generell für ein forderndes Action Game einfach schlecht
      Sobald es diese Möglichkeit gibt starte ich Versuch Nummer 2, aber ohne dieses Feature, ohne mich, da kassiere ich so unglaublich viele unnötige Treffer das ich nicht glücklich mit werde^^'

      Aruka schrieb:

      Absolut jedes Spiel das im PSN landet und Deckbuilding + Roguelikebeinhaltet wird gekauft. JEDES.
      Da muss ich mir mal irgendwann ne Liste von dir geben lassen um meinen Horizont zu erweitern, so 2-3 wie etwa Slay the Spire habe ich mir ja ohnehin vorgenommen gehabt, aber es ist selten verkehrt eine gute Auswahl zu haben^^

      Aruka schrieb:

      Ich habe einfach keine Lust Welten zu erkunden, dafür fehlt mir die Zeit, ein Spiel wird nicht besser je mehr Aktivitäten man in eine leere Welt klatscht.
      Zum ersten Satz: Sagte der Fan der AC Reihe! :D
      Aber ich weiß wie du das meinst, werde es irgendwann auch mal spielen, aber es versucht irgendwie AC mit BotW zu kombinieren + ein Comicartiger Stil der mir nicht so zusagt und eben eine große Welt mit "wenig" zu tun im Vergleich und wirkt teils etwas steril^^'
      Da hat man zu viel vorgehabt und sich aber etwas dran übernommen und nicht ganz ausgereift denke ich (Einschätzung nach 1h Lets Play schauen)

      Aruka schrieb:

      DAMN. Danke nochmal an @Mirage ! Die wohl grösste Indieüberraschung für mich seit Jahren und es ärgert mich das ich nicht doch direkt beim Release zugegriffen habe.
      Dieses Spiel ist bei euch allen vertreten und gut angekommen, ich glaube Pokemon hat sonst einfach keine bisher nennenswerten Konkurrenten gehabt und spaltet mit ihren aktuelleren Titeln ja eher etwas die Community, da ist ein frisches Oldschooligeres Game mit hübschen 2D Sprites und Designs der klare Favorit, bin selbst schon sehr gespannt drauf ^^

      Aruka schrieb:

      Es fehlen noch
      DBZ Kakarot
      One Piece Pirate Warriors 4
      Wolfenstein Youngblood
      Curse of the Dead Gods
      Persona 5 Strikers
      Star Renegades
      Neoverse
      Ja, dann bitte auch mit kurzen Eindrücken, bin auf deine Meinung gespannt^^

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Bloody-Valkyrur ()

    • @Aruka
      Hatte dich im vorherigen Post mal zitiert, weiß aber nicht ob ein Edit dir angezeigt wird, wollte aber auch nicht bei dem vorherigen bisschen Text doppelposten^^'
      Dafür mache ich das jetzt xD

      7. Assassins Creed Origins

      Das wohl bisher längste AC, bzw. habe ich hier bisher am längsten für gebraucht (Odyssey & Valhalla noch nicht gespielt)
      Dieses mal im recht hübschen, ansprechenden und vor allem umfangreichen Ägypten
      Da ich jetzt einmal erwähnt habe wie hübsch es ist fange ich wohl diesmal mit der Grafik an, die Umgebungen sehen toll aus wie eh und je in den AC Spielen, allerdings sind die meisten Charaktermodelle wieder etwas "Last Gen", in den Zwischensequenzen sehen die Charaktere aber gut aus und Mimik und Gestik kommen gut zum Ausdruck^^

      Man spielt den Medjai Bayek aus Siwa, Medjai sind eine kaum bis gar nicht mehr vorkommende Art von Leuten die sich für Gerechtigkeit und Wohlwollen des Volkes einsetzt, dementsprechend sind auch die Nebenquests ganz gut gestaltet, mal sucht man ein Pferd, mal infiltriert man eine gegnerische Feste oder geht ein paar Mysteriösen Geschehnissen auf den Grund, diese Art Quests wiederholen sich zwar mit der Zeit, aber es ist immer mit einer kleinen eigenen Nebengeschichte verbunden, lässt sich öfters gut einbinden und anhand der Größe des Spiels auch verständlich das man sich nicht pro Quest neu erfindet
      Aber natürlich ist Bayek nicht nur für die Leute da, er ist auch auf Rache aus um den/die Täter auszuschalten die Schuld am Tode seines Sohnes haben und nicht nur er sondern auch seine Frau Aya, die ebenfalls ein Medjai ist, setzen alles daran um Gerechtigkeit zu erfahren

      Die Story ist ganz gut erzählt und in Szene gesetzt, allerdings kam sie mir insgesamt etwas "kurz" vor, was eben an den vielen Aufgaben in der Spielwelt liegt
      Denn neben Story und Nebenquests, gibt es haufenweise Orte zu entdecken und abzuschließen, mal müsst ihr einen Schatz finden, mal ein Hauptmann in einem Lager ausschalten, mal ein Leittier in einem Tierrudel erlegen oder eine Pyramide nach einer antiken Tafel absuchen
      Auch hier wiederholt man sich, aber bis auf wenige Male hat sich das für mich nicht ermüdend oder monoton angefühlt, das liegt aber ein bisschen an meiner "Collectahon Mentalität" von Platformer, was ich sammeln oder tun kann mache ich für gewöhnlich und so war es teils etwas süchtig machend nach und nach die Karte mit Häkchen an abgeschlossenen Gebieten zu füllen, allerdings auch manchmal etwas "überfordert" weil die Karte riesig ist und es in den meisten Gebieten zig Sachen gibt und man nicht so genau weiß wo man anfangen soll xD

      Beim Gameplay geht man etwas von der gewohnten AC Formel weg, was gut und schlecht ist
      Das gute ist das das Kampfsystem sich nun wirklich ausgereifter anfühlt und nach kurzer Eingewöhnungszeit gut in Fleisch und Blut übergeht
      Auch hat man einen Skillbaum mit 3 Zweigen die man individuell ausbauen kann für seine eigenen spielerischen Vorlieben, das ermöglicht später ein paar echt tolle Erleichterungen oder Moves wie Kettenangriffe, bessere Angebote in Shops oder durch bestimmte Aktionen mehr EP zu bekommen
      Allerdings fehlt mir ein entscheidender Move den ich bisher immer gerne in AC verwendet habe und zwar sind das Doppelattentate, es gab nichts cooleres als sich an 2 nebeneinander stehen Wachen anzuschleichen und beide direkt rauszunehmen und diese Konstellation tritt häufig auf, das man das nicht wenigstens als Skill verfügbar gemacht hat fand ich mega schade
      Allgemein kommt die Klinge nur bedingt zum Einsatz wodurch man nicht mehr unbedingt das Gefühl hat einen Assassinen zu spielen sondern mit Schwert, Schild und neuem Kampfsystem eher etwas Richtung Gladiator
      Was das schleichen auch wenig begünstigt ist der Assassinen Blick mit dem man sonst immer Gegner aufgespürt und markiert hat, das war für mich wichtiger Bestandteil beim schleichen
      Ab diesem Spiel hat man aber Senu, einen Adler den man über ein Gebiet schweben lässt und anhand seiner Sinne Gegner und Ziele lokalisiert, definitiv etwas woran man sich gewöhnen muss aber nach ner Weile auch recht nützlich ist, dennoch ist es beim infiltrieren eher halbgewalkt, denn als Assassine beim schleichen will ich wissen ob jemand um die nächste Ecke steht und mitten im Eifer dann auf den Adler zu wechseln reißt einem aus der Situation etwas aus
      Dadurch wurden aber häufiger Gefechte ausgelöst die ich locker hätte umgehen können, wenn man mir den altbekannten Assassinen Blick gelassen hätte, fand ich eine eher mäßige Neuerung
      Letzte kleine Abänderung die mir nicht so gefallen hat ist das Parkour abwärts klettern, durch X klettert man überall hoch, das ist besser als sonst gelöst, aber bei Parkour abwärts via O klettert man nur stur die jeweilige Wand runter und nicht wie vorher in kleineren Sprüngen, eben wie ein Parkour, das war auch eher Semi
      Auch gibt es keine Sprinttaste mehr sondern eine festgelegte Geschwindigkeit die sich zwischen normalem Rennen und sprinten der Vorgänger anfühlt, da hätte man sich fest auf den Sprint einschießen können, eben wegen der großen Welt und Gebiete und für alle 200-300m ist das Laufen auf Dauer doch etwas ziehend und Reittier rufen wirkt für die eigentlich kurze Distanz etwas unnötig

      Was allerdings sehr gut ist, ist die Art und Weise wie mit Geld und Gegenständen umgegangen wird, eine der besten Neurungen definitiv, man findet fast pro Truhe oder Schatz eine Waffe wovon viele eigen sind und somit wirken die Truhen nicht mehr wahlweise und überfüllend platziert sondern sind belohnender als in den vorherigen Spielen und man kann sich einige aufwerten, Monturen oder Reittiere kaufen die einiges an Geld wollen und dadurch wird man auch nie "zu reich" sondern bewahrt eine ganz gute Balance, wenn man dazu sparsamer spielt wie ich meistens kann man sich alles notwendige gut im Spiel leisten
      Dazu gibt es ein paar Ressourcen wie Holz, Erze und Tierfelle/-leder um seine restliche Ausrüstung aufzubessern für mehr Leben, Kampfschaden etc., wirklich gut eingebunden und reizt schon gewissermaßen da am Ball zu bleiben

      Die musikalische Untermalung hatte mir ganz gut gefallen, ist zwar generell keine Spielreihe wo bis auf das Main Theme (seit glaube Brotherhood) was im Ohr bleibt, aber es passt stets gut zu Situation und Atmosphäre
      Zudem hat man auch wie üblich eine sehr gute deutsche Vertonung
      Modelle der NPC's werden gefühlt häufiger recycelt und die Sprüche der Gegner wiederholen sich auch etwas schneller als vorher, da hätte es ein bisschen mehr sein dürfen in meinen Augen
      Was aber sehr genial war ist das es einige Easter Eggs zu entdecken gibt und dadurch das es damals eine FF15 X AC Origins Collaboration gab findet man einige Anspielungen zum FF Franchise, sehr cool^^
      Aber auch ein paar andere kann man entdecken^^

      Die DLC's habe ich jetzt noch nicht gespielt, für das Hauptspiel mit allen Quests und Platintrophäe habe ich ca. 66h gebraucht, also schon eine recht amtliche Zeit
      Da es Origins im Titel trägt gibt es zum Ende hin eine echt ganz coole Szene wie das Assassinen Logo entstanden ist, das eigentliche Ende hat mir allerdings weniger gefallen
      Weil ich sie nicht ohne Grund zuvor erwähnt hatte, fand ich die spielbaren Aya Missionen nicht sehr gut, dort wurden Schiffskämpfe eingebunden die mir wenig Spaß gemacht haben, andere Ingame Zeit andere Methoden und damit weg von dem guten Spielgefühl von Black Flag und beim normalen infiltrieren ist man an ihre Fähigkeiten und Ausrüstung gebunden und wenn einem der Stil nicht liegt tut man sich etwas schwer damit

      Insgesamt hatte ich aber sehr viel Spaß mit dem Spiel, sonst hätte ich den Großteil meines Urlaubs sicherlich nicht in diese 66h investiert xD
      Im Vergleich zum Vorgänger Syndicate hatte mich hier auch das Setting deutlich mehr angesprochen und auch wenn ich mich mit einigen Protagonisten der Reihe zu Beginn immer erst schwer tue so konnte Bayek mir auch wie üblich relativ schnell sympathisch werden
      Bleibt nur zu hoffen das Odyssey dann als Fortsetzung schafft da noch einen draufzusetzen, laut Hörensagen im Umfang ja sogar das Doppelte (alter Schwede, gnade mir Gott Q.Q), aber Griechenland als Setting finde ich soooooo geil, das muss einfach gut sein, ich bin mal gespannt^^
      AC Origins damit eine klare Empfehlung von mir^^

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    • Und weiter gehts, nach der Ansage von @Aruka und @Fayt muss ich ja wohl etwas aufholen xD

      8. Prehistoric Dude

      Also habe ich nach einem Umfangsmonster wie AC einen Indieplatformer dazwischen geworfen, wobei ich hier von einem klassischen Platformer mit Leveln ausgegangen bin wie ein vom Stil sehr ähnliches Spiel Super Wiloo Demake das ich letztes Jahr hier gelistet hatte, stattdessen entpuppte es sich aber als kleines Metroidvania

      Hier darf man nichts allzu großes erwarten, die Story sowieso für einen Platformer banal, besagter "Dude" hat Bock auf nen ordentlichen Schicken, Dino taucht auf und schnappt sich besagten Schinken und das kann "Dude" nicht so auf sich sitzen lassen xD

      Bewaffnet ist man zu Beginn mit ein paar Wurfäxten als Waffe, die sind allerdings limitiert was ich nicht mitbekommen hatte und die regelrecht verschwendet habe
      Oft gibt es kleine Büschel durch die man normal durchläuft und bekommt dadurch ein paar neue und auch Obst
      Obst ist sozusagen die Währung wodurch sich einige Türen später öffnen lassen, stirbt man zwischendurch verliert man die Hälfte seines Obstes

      Wie für ein Metroidvania üblich gibt es nach und nach Fähigkeiten zu finden, wie etwa das man sich an Kanten festhalten kann, unter Wasser zu tauchen oder eine Keule für den Nahkampf
      Letztere, obwohl nicht schwer versteckt, habe ich erst gegen Endes des Spieles beim Backtracking/Sammeln gefunden und mich zu Tode geärgert weil es das Spiel durch die limitierten Äxte etwas zäh gemacht hatte, aber mit permanenten Nahkampfmöglichkeiten wäre das natürlich anders gewesen
      Zudem bringt einem das Spiel nicht groß bei das man die Äxte aufladen kann, wodurch man nicht nur weiter wirft sondern auch nur noch eine statt 2 für einen Gegner braucht, dadurch ist man viel effektiver und sparsamer, zu Beginn musste ich leicht farmen und später konnte ich mich damit Tod schmeißen
      Wenigstens die Nahkampfwaffe hätte man hierbei dann zu einem Pflicht Item machen können um sich ein angenehmeres Pacing zu erhalten, da hatte ich einfach Pech gehabt
      Auch gibt es Truhen zu finden die man mit seinen Waffen öffnen muss, nicht durch oben drücken oder Schlüssel, nein durch eine Waffe und da durch meine Spielweise die Äxte eher rar und wichtig waren habe ich es damit nie versucht und erstmal so 7-8 Kisten ausgelassen die ich später nachholen durfte xD

      Auch lassen sich genügend Energie und Ausdauer Upgrade finden wodurch das Spiel nach und nach aber eher leichter wird

      Größter Pluspunkt für mich war das anhand einiger Gegner wie Schnecken, Vögel und Schlangen + die Kombination des Äxtewerfens es mich an Adventure Island von damals erinnert hatte^^, war in dem Fall ein großer Pluspunkt für mich, der mich hat weiter spielen lassen, da ich eben durch erwähntes Pech und Spielweise kein ordentliches Pacing für so einen Genreableger hatte und zu Beginn nicht so motiviert war mir das weiter so "unausgereift" anzutun
      Sobald man aber mit etwas mehr Energie, statt nur 2 Balken, unterwegs ist kann man auch etwas besser speilen und sobald man den Doppelsprung hat wars gefühlt ein Heimspiel und hat für die kurze Spielzeit doch ausreichend Spaß gemacht^^

      Die Spielzeit fällt dabei sogar relativ gering aus, mit 1-2h ist man locker mit 100% durch, also für kleines Geld mit dem jetzigen Wissen ist es die 2-3€ deutlich wert gewesen und für den Preis auch zu empfehlen wenn man Interesse daran hat^^



      9. Evoland

      Dann habe ich mir die Nacht über noch Evoland zu Gemüte geführt^^

      Es ist ja quasi wie gemacht für mich, man fängt mit ganz simpler Retrooptik und minimalem Gameplay wie laufen nach links und rechts an und mit der Zeit kommen Farben und Musik hinzu, 3D Modelle und und und

      Das Spiel startet dabei ziemlich spannend und interessant und man will unbedingt wissen wie weit sie diese Evolution ausgebaut haben
      Die Grafik ist dabei natürlich entsprechend, die Pixeloptik ist ganz gut und die 3D Optik anhand der Thematik zu Beginn auch legitim umgesetzt, hätte aber später bei "HD" noch etwas besser ausschauen dürfen

      Die Musik tüdelt schön vor sich hin, zwar sind es nicht viele Tracks aber sie gehen alle gut ins Ohr

      Größter Pluspunkt des Spiels ist neben der Evolutionsthematik aber auch die zahlreiche Art von Anspielungen für die so ein Spiel ja geradezu gemacht ist^^
      Seien es die vorgefertigten Namen der Helden etwa Clink und Kaeris, gegnerische Pflanzen die den Piranhapflanzen aus Mario sehr ähnlich sehen und im Kampfscreen auch grüne Röhren aus dem Boden raken

      Die Story selbst ist dabei natürlich auch recht seicht gehalten, aber um die geht es auch nicht groß und schaltet man eine neue Sache frei gibt es oft auch eine humorvolle Beschreibung dazu

      Über das Spiel verteilt gibt es neben Truhen die Evolutionen beinhalten aber auch Sterne und Karten zu sammeln, die Sterne sind meines Wissens reine Collectibles während man die Karten für ein kleines aber doch ganz cooles Minigame nutzen kann^^
      Auch braucht man einige Fähigkeiten die man später erlangt für frühere Gebiete was für das damalige sammeln ja nicht unüblich war
      Hauptsächlich orientiert sich das Spiel an Dragon Quest, Zelda und FF und sogar ein kleines bisschen an einer Stelle an Diablo und das sind auch die 4 Franchises die sogar am Ende in den Credits namentlich erwähnt werden

      Das Gameplay ist natürlich eher minimalistischer gehalten und hat eher Oldschool Charme, bei 1-2 Kleinigkeiten muss ich jedoch Abstriche machen, zum Beispiel die langsame Fortbewegung, gerade in Gebieten wo man doch nochmal zurückkehrt und durch rätseln hin und herläuft fällt das ab der 3D Umstellung auf
      Und eben der grafische Aspekt hätte in 3D noch etwas weiter ausgebaut werden können
      Dann weniger wirklich negativ weil es halt damals so war sind Zufallskämpfe, habe ich prinzipiell nichts gegen, aber beim suchen/erkunden nervt mich sowas dann immer xD

      Aber alles in allem ist es ein unterhaltsames schönes kleines Spiel mit vielen Anleihen an Games und deren Entwicklung und hat bei mir etwas weniger als 3h gedauert, aber ich war auch hier auf möglichst 100% aus und habe dann hier und da sicherlich etwas länger gebraucht, zum komplettieren waren es dann knapp 5h, da einige der Sammelsorien doch ziemlich fies versteckt sind, so 1-2 aber auch hinter echt cleveren Rätseln stecken
      Auch optional gibt es ein paar Gebiete zu entdecken, also rundum gut ausgebaut^^

      Für Oldschool Fans von JRPGs und Action Adventures ala Zelda mit einer Brise Videospiel Evolution sehr zu empfehlen, hat für die kurze Dauer viel Spaß gemacht auch wenn es merklich stärker anfängt als es endet, aber es bleibt beinahe durchgehend unterhaltsam für die kurze Zeit^^
    • Bloody-Valkyrur schrieb:

      Was allerdings sehr gut ist, ist die Art und Weise wie mit Geld und Gegenständen umgegangen wird, eine der besten Neurungen definitiv, man findet fast pro Truhe oder Schatz eine Waffe wovon viele eigen sind und somit wirken die Truhen nicht mehr wahlweise und überfüllend platziert sondern sind belohnender als in den vorherigen Spielen
      Da vertrete ich leider eine komplett andere Meinung. Ich fand's unfassbar nervig, ständig mit irgendwelchen Schrottwaffen zugemüllt zu werden, die keiner braucht. Spätestens wenn man seine erste Reliktwaffe bekommt sind die 08/15-Dinger, die es zuhauf gibt, nicht mehr zu gebrauchen. Zusätzlich dazu bin ich auch einer, der wenig experimentierfreudig und einem Waffentyp treu geblieben ist, da war schon von Haus aus der Großteil der Beute disqualifiziert. Auch das Verkaufen ist unfassbar unhandlich, weil man jedes Stück einzeln verscherbeln muss, da ist mehrmals schon gut eine Viertelstunde draufgegangen, nur um im Inventar aufzuräumen. Und die Krempelfalle gibt es da auch noch.....
      Ich fand's eher schlecht umgesetzt, und Odyssey soll da ja noch schlimmer werden. Muss aber auch zugeben, dass es sich tatsächlich anders anfühlt, konkrete Items zu finden als direkt einen Geldbetrag zugeschrieben zu bekommen.


      Bloody-Valkyrur schrieb:

      Zudem hat man auch wie üblich eine sehr gute deutsche Vertonung
      Das auf jeden Fall, grade Bayeks Stimme passt perfekt und macht ihn nur noch symphatischer. Nur schade, dass die Akzente, mit denen die Charaktere im Original sprechen, bei uns verloren gingen, dadurch wirkte die Synchronisation fast schon zu sauber und perfekt. Ist allerdings ein generelles Problem im Gewerbe, für das es auch keine Lösung gibt.


      Bloody-Valkyrur schrieb:

      Die DLC's habe ich jetzt noch nicht gespielt
      Würde ich dir auf jeden Fall noch empfehlen, auch wenn ich die Verborgenen eher Durchschnitt fand. Der Fluch der Pharaonen legt aber nochmal gewaltig Inhalt drauf und muss sich keinesfalls vor dem Paradebeispiel Witcher 3 verstecken.


      Bloody-Valkyrur schrieb:

      für das Hauptspiel mit allen Quests und Platintrophäe habe ich ca. 66h gebraucht, also schon eine recht amtliche Zeit
      Da bist du aber geflitzt, will ich fast schon sagen. Extra nochmal nachgesehen, bei mir waren's für Platin 144 Stunden, allerdings mit den beiden DLCs und beim zweiten ist, wie erwähnt, nochmal ordentlich was dazugekommen. Würde spontan sagen, das Hauptspiel hat bei mir gut 100 Stunden gedauert. Hab aber auch nie die Schnellreise genutzt und bin beim Abarbeiten der Karte wenig effizient vorgegangen. Wahrscheinlich sind deine 66 Stunden fast schon realistischer.


      Bloody-Valkyrur schrieb:

      und auch wenn ich mich mit einigen Protagonisten der Reihe zu Beginn immer erst schwer tue so konnte Bayek mir auch wie üblich relativ schnell sympathisch werden
      Das auf jeden Fall. Der ist ein verdammt cooler Hund und steht in meiner Rangfolge ganz oben. Wobei ich ihn damals nach dem ersten Trailer ziemlich unattraktiv fand.


      Bloody-Valkyrur schrieb:

      Bleibt nur zu hoffen das Odyssey dann als Fortsetzung schafft da noch einen draufzusetzen
      Steht bei mir jetzt auch an und liegt eigentlich auch schon bereit, aber da ich momentan daheim festsitze ist's ungewiss, wann's losgeht.
    • Bloody-Valkyrur schrieb:

      Insgesamt hatte ich aber sehr viel Spaß mit dem Spiel, sonst hätte ich den Großteil meines Urlaubs sicherlich nicht in diese 66h investiert xD
      Im Vergleich zum Vorgänger Syndicate hatte mich hier auch das Setting deutlich mehr angesprochen und auch wenn ich mich mit einigen Protagonisten der Reihe zu Beginn immer erst schwer tue so konnte Bayek mir auch wie üblich relativ schnell sympathisch werden
      Bleibt nur zu hoffen das Odyssey dann als Fortsetzung schafft da noch einen draufzusetzen, laut Hörensagen im Umfang ja sogar das Doppelte (alter Schwede, gnade mir Gott Q.Q), aber Griechenland als Setting finde ich soooooo geil, das muss einfach gut sein, ich bin mal gespannt^^
      AC Origins damit eine klare Empfehlung von mir^^

      Freut mich das dir AC origins so gut gefallen hat. Der Titel wäre in meiner Assassins Creed Top 10 in der Top 3 denke ich. Seit dem Reboot gefiel mir Orogins bisher immer noch am besten. Ich bin echt gespannt wie euch beiden Odyssey gefällt. Ich hatte zwar sehr viel Spass damit, weil ich das Setting sehr mochte. Bin kurz nach dem Release 8 Tage durch Griechenland gereist, also war der Hype bei mir umso grösser. Nur war mir Odyssey etwas ZU gross. :) Origins fühlte sich kompakter an, nicht nur spielerisch wegen der kleineren Map, sondern auch die Story.

      Kann @Fangfried auch nur beipflichten, unbedingt die DLCs spielen! Der erste DLC ist als langjähriger Fan sehr interessant, und der zweite ist halt einfach echt sehr besonders.

      Currently playing: Octopath Traveler XSX
      Dieses Jahr durchgespielt: 41
      Zuletzt durchgespielt: Mass Effect Trilogy, Operation Tango, Ratchet and Clank Rift Apart









    • Erzählt hab ich die Geschichte wohl schon dreimal, ist aber egal, dann wird der Beitrag wieder so schön lang.
      Das Ding ist vor gut 20 Jahren erschienen und schon damals fand ich's sehr interessant. Cowboys sind halt nun mal verdammt cool. Gekauft hab ich es dann trotzdem nie, auch keine der Fortsetzungen und irgendwann war's eh zu alt bzw. die Computer zu neu.
      Erst vor knapp einem Jahr hab ich auf GOG zugegriffen, auf den gängigen Plattformen ist's ja schon lang erhältlich, funktioniert hat's trotzdem nicht. es ließ sich einfach nicht starten, ohne Info oder Fehlermeldung. Auch im Internet gab es praktisch keine Hilfe. Als es dann irgendwann bei Steam nur einen Gulden kostete hab ich es einfach dort nochmal ausprobiert und tatsächlich läuft das Spiel hier fehlerfrei und komplett ohne Probleme. Recht spontan ging es dann kurz nach Weihnachten in den Wilden Westen.

      Auch wenn die Vermutung nahe liegt, aber Desperados ist weder ein Actionspiel noch ein Shooter, stattdessen bekommen wir hier ein reines Strategiespiel. Jeden Level sieht man von schräg oben, steuert seine Charaktere und setzt deren einzelne Fähigkeiten ein, um ans Ziel zu kommen. Oft muss man einen bestimmten Punkt am anderen Ende der Karte erreichen, nicht selten jedoch noch das ein oder andere Nebenziel auf dem Weg erfüllen. Dabei ist viel, SEHR VIEL Planung und noch mehr Glück nötig, dazu später aber mehr.

      Die Handlung ist recht simpel. Der gefürchtete Bandit El Diablo hält den Westen in Atem, und nach seinem jüngsten Überfall auf einen Zug wird eine hohe Belohnung auf ihn ausgesetzt, die sich Heldenpon Cooper nicht durch die Lappen gehen lassen will. Daraufhin stellt er ein Team aus alten und neuen Gefährten zusammen, um El Diablo ausfindig zu machen und das Handwerk zu legen.
      Natürlich geht dabei nicht alles glatt, es kommen einige Hindernisse und unangenehme Überraschungen auf die Truppe zu, aber die Geschichte bleibt sehr vorhersehbar und simpel. Zu Beginn und als Abschluss jeden Levels gibt es Gespräche unter den Charakteren, die die weitere Richtung der Handlung vorgeben, zwischendrin auch Videosequenzen, im Großen und Ganzen bewegt man sich aber auf ausgetretenen Pfaden. Das ist allerdings gar nicht weiter dramatisch, das Gameplay selbst steht schließlich im Vordergrund und auch wenn nichts Weltbewegendes passiert wird doch ein solider Western erzählt. Ab Ende gibt es ebenfalls die dramatische Enthüllung, wer sich hinter der Maske El Diablos verbirgt, allerdings hat die bei mir nicht gezogen, weil ich den Charakter überhaupt nicht mehr erkannte. Ist halt das Problem, wenn sich ein Spiel sehr lange hinzieht.

      Die spielbare Truppe wächst langsam auf bis schließlich sechs Mitglieder, jedes davon mit seinen speziellen Fähigkeiten. Heldenpon Cooper kann als einziger Gegner nieder- und bewußtlos schlagen, besitzt seine magische Taschenuhr, deren Melodie ködert und hat mit dem lautlosen Wurfmesser das wichtigste Werkzeug im Spiel. Plantagenarbeiter Sam ist der Sprengstoffexperte und wirft Dynamit, das oft viel zu lang zum explodieren braucht, kann (sofern es die Handlung erlaubt) ein Schwarzpulverfass legen, um eine große Explosion zu verursachen, trägt immer eine Giftschlange mit sich herum und ist von allen sechs Charakteren der einzige, der Knoten knoten und somit betäubte Gegner fesseln und damit aus dem Spiel nehmen kann. Mediziner Doc McCoy ist der Scharfschütze, kann eine Gasbombe werfen, um Feinde ins Reich der Träume zu schicken, heilt Gefährten und stellt seinen Mantel als Doppelgänger zur Ablenkung auf. Femme fatale Kate setzt in erster Linie auf ihre Reize und nutzt den Umstand, dass sämtliche Feinde Männer sind, um diese zu bezirzen und die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Weiterhin kann sie mit Spielkarten eine Spur legen, um Gegner zu ködern und besitzt einen Taschenspiegel, um selbige zu blenden. Neben Cooper ist sie die einzige mit einem direkten Angriff, in diesem Fall einen kräftigen Fusstritt. Der Mexikaner Sanchez lässt etwas auf sich warten, ist aber stark wie ein Bär. Er ist in der Lage, eine Siesta vorzutäuschen, um Verdacht schöpfende Gegner anschließend mit seinem Gewehrkolben zu erledigen, kann außerdem seine Tequilaflasche als Köder ablegen und hat die extrem nützliche Fähigkeit, Steine zu werfen, um andere Charaktere somit aus der Entfernung zu betäuben. Die letzte im Bunde ist Chinagirl Mia, die mehr auf Geschick setzt. Mia wirft Blendgranaten, kann ihren funky monkey Mr. Leone vorschicken und diesen mit Erdnüssen indirekt steuern und besitzt eine Trillerpfeife.
      Alle Charaktere besitzten davon abgesehen eine Schußwaffen mit individuellen Werten. Cooper ist der Allrounder und kann seine Schüsse in schneller Folge abfeuern, Sam besitzt eine langsame, aber wummsige Schrotflinte, Dr McCoy hat die höchste Reichweite, Kate nur einen schwachen, dafür aber fast geräuschlosen Damenrevolver und Sanchez feuert einen Streuschuss ab. Nur die minderjährige Mia muss mit einem Blasrohr Vorlieb nehmen, welches Feinde verwirrt. Munition für die Standardwaffen ist unbegrenzt vorhanden, Betäubung, Dynamit, Tequila und Steine werfen ist dagegen durch die Menge begrenzt, lässt sich aber teilweise mehrfach bis unbegrenzt einsetzen, wenn man geschickt vorgeht.
      Weiterhin gibt es noch persönliche Fähigkeiten, Cooper kann als einziger klettern und (zusammen mit Sanchez) betäubte oder getötete Gegner wegtragen, McCoy besitzt einen Dietrich, Kate verkleidet sich, um sich frei im Level zu bewegen, Sanchez kann zwei Körper tragen, schweres Geschütz verwenden und hat die EXTREM nützliche Kraft, besetzte Gebäude auszuräumen.

      Wirklich rund laufen die Fähigkeiten aber nicht. Es macht schon Sinn, dass verschiedene Techniken aufs Gleiche hinauslaufen, da nicht immer alle Mann verfügbar sind und zum Teil liegt's auch an der persönlichen Vorliebe. Die Giftschlange etwa hab ich erst am Ende einige Male eingesetzt, da Feinde die sofort abschießen, wenn sie sie sehen. Sinn macht sie deshalb nur, wenn man sie direkt um ein Eck legt oder vor den Eingang eines Verstecks. Auch der Doppelgänger von McCoy ist eher unnütz, da dieser Gegner natürlich direkt aufschreckt und dann ist Polen offen. Auch für Kates Taschenspiegel fand ich keine Verwendung und Mia ist in der Hinsicht leider eine ziemliche Katastrophe. Bei ihr funktioniert halt so gar nichts, weil ihre Trillerpfeife eine viel zu kurze Reichweite hat, um ihr Gelegenheit zu geben, sich zu verstecken, von Mr. Leone genervte Gegner nach ein paar Metern wieder umdrehen und sie sofort in Deckung gehen muss, wenn sie einen Wirrpfeil abschießt, da es ihr sonst selbst an den Kragen geht, und dies so gut wie nie möglich ist. Mia ist in der Hinsicht der klassische Charakter, der viel zu spät kommt, um noch etwas herauszureißen und eigentlich nur für die Handlung da ist. Wobei sie zu selbiger aber auch nichts beiträgt. Unterstützt wird das noch dadurch, dass sie in nur vier Missionen voll spielbar ist.
      Auch davon abgesehen entwickeln Gegner im weiteren Verlauf spontane Immunitäten. Coopers magische Taschenuhr ist in der zweiten Hälfte kaum noch von Nutzen, weil keiner mehr nachschauen kommt und auch Kates Spielkarten funktionieren kaum noch. Man muss deshalb ständig umdenken, was einerseits natürlich spannend bleibt, andererseits aber auch ziemlich nervt, wenn man in einer Sequenz nur mit Cooper allein unterwegs ist, zwei Dutzend Feinde ausschalten muss und sich kein einziger für die Uhr interessiert.