Sonntagsfrage: Gebraucht oder neu?

  • Aktuelle Titel kaufe ich eigentlich nur zum Release wegen Collectors Editions, oder selten mal wenn man den Titel auch gleich sofort unbedingt spielen will.


    Ansonsten lasse ich mir bei Neuerscheinungen auch viel Zeit, da fällt der Preis dann zum Glück eh. Vielleicht auch mal "auf Vorrat" bei guten Angebotspreisen, wenn sowieso absehbar ist, dass der aktuelle Titel den ich spiele in den nächsten Wochen abgeschlossen wird.


    Gebraucht kaufe ich meist bei älteren Titeln, welche es öfter auch schon nicht mehr neu gibt oder nur noch zu völlig überzogenen Preisen erhältlich sind.

  • Ich glaube wenn ich sage, 98% aller Spiele und Filme, die ich kaufe, sind neu, wäre das immer noch eine Untertreibung. Dafür habe ich aber auch einfach zu schlechte Erfahrungen gemacht, wenn ich mal einen Titel gebraucht gekauft habe. Unser lokaler Händler Andrä (großer Gebrauchtmarkt) achtet schon mehr auf die Qualität, ist allerdings auch keine Garantie dafür, ab und an mal ein Produkt zu erhalten, was den eigenen Ansprüchen nicht gerecht wird. Da es gebrauchte Ware ist, muss man natürlich damit rechnen, Produkte mit Gebrauchsspuren zu erhalten. Ich verkaufe dafür aber relativ viel und ich kann stolz behaupten, die Person, die meine Spiele oder Filme bekommt, also Ware die aus meinem Besitz stammt, wird Qualität erhalten, die Neuware schon sehr nahe kommt. Was manche Menschen mit ihren Discs oder auch Modulen machen, ist mir ein Rätsel. Die Amazon Drittanbieter, die gebrauchte Ware verkaufen, darauf kann ich überhaupt nichts geben. Das als "Wie neu" angepriesene Star Ocean: The Last Hope sah auf der Unterseite, aber auch auf der Oberseite so ekelhaft aus, ich traute mich nicht einmal, den Datenträger in die Konsole zu legen. Sonic Chronicles, was ich im Andrä Gebrauchtmarkt für den DS gekauft habe bzw. Meine Freundin mir geschenkt hat, weil man das neu leider nicht mehr bekommt, sieht auch relativ grenzwertig aus. Die Modul-Schale ist völlig zerkratzte, der Aufkleber schon teilweise abgelöst und es sind Striche von einem Kugelschreiber drauf zu sehen. Gut, besonders Nintendo Spiele fallen ja öfter in die Hände von Kindern, die weniger darauf achten, wie sie die Sachen behandeln. Meine Ansprüche sind da aber auch wirklich sehr hoch, höher, als mir lieb ist.


    Ein weiterer Faktor ist aber auch der Preis von Gebrauchtware. Man bekommt The Last Guardian aktuell neu vermutlich billiger als im Gebrauchtmarkt, das gleiche wird wohl für Resident Evil 7 gelten. Der König der überteuerten Gebrauchtware ist GameStop, da sind die Preise in den Filialen hier sogar gerne mal genau so teuer wie ihre bereits überteuerte Neuware. Also ich warte auf gute Preise bei Neuware. Wenn da dann mal was demoliert ist, kann man zumindest 1:1 Ersatz anfordern.

    "First kiss was the floor. But God it won't make a difference if you don't get up."



    Zuletzt durchgespielt:


    Gears of War 3: 8/10

    Open Roads: 7/10

    Gears of War: Judgment - 6,5/10

  • Naja, in der Apotheke gehe ich auch keine gebrauchten Spiele kaufen, lasse mich höchsten auf die Eintauch Aktionen ein. Auch nur wenn ich was verkaufen will und im Netz bzw. Bei ebay sehe das die Rechnung 1:1 aufgeht. Die nehmen manchmal Spiele an zum eintauchen, da bekommst bei ebay locker noch das doppelte. Bei Rebuy wegen den 3,99 Versand kauf ich auch nicht. Nen 18ner Spiel bekommt auch fast überall Aufpreis. Kauf gebrauchte Spiele selten über 20 Euro und das bei ebay. Hatte da noch nie schlechte Erfahrungen gemacht.



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  • Da ich den Gebrauchtmarkt nicht unterstützen will, kaufe ich nur Spiele gebraucht, an die man neu nicht mehr ran kommt. Allerdings kommt das sehr selten vor. Somit kaufe ich meine Spiele zu 99,9% neu und behalte sie auch alle.


    Warum? Weil von dem Geld was ein Gebrauchkäufer ausgibt der Entwickler keinen Cent sieht. Sprich ob Gebrauchtkauf oder Raubkopie, für den Entwickler macht es keinen Unterschied, er kriegt für das eine Original immer nur einmal Geld. Ist halt meine Einstellung, ich weiß das ich damit ziemlich alleine da stehe. ^^


    Früher als ich Spiele noch verkauft habe, war ich auch mal bei Gamestop, da waren die Preise noch etwas akzeptabler. Der Verkäuft fragte mich dann bei Begutachtung der Discs und der Hülle ob ich die Spiele überhaupt gespielt habe. Das sagt mehr als sonst etwas aus in welchem Zustand ihnen Spiele sonst so angeboten werden. ;)


    Es ist mir ein echtes Rätsel was diese Spieler mit ihren Spielen treiben. Aus dem Laufwerk raus und dann irgendwo auf den Boden geworfen oder wie? Obwohl, zu PS1 Zeiten kannte ich mal Jemanden, der ging tatsächlich so mit seinen Spielen um.

  • Momentan ist das Verhältnis bei mir von Neu zu Gebraucht etwa 30 zu 70. Der Grund: Viele Spiele in den letzten Jahren - auch Ableger von manchen langjährigen Serien - waren leider ziemlich enttäuschend gewesen (FF, Star Ocean, Tales, u.v.m) und wurden wieder verkauft. Bin dadurch vorsichtiger geworden und greife bei diesen, wenn überhaupt, nur noch gebraucht zu.
    Im Gegenzug haben mich einige Spiele, die ich mir gebraucht gekauft habe, sehr positiv überrascht (Valkyria Chronicles, Fire Emblem) und sofern weitere Spiele aus diesen Reihen folgen, werde ich diese auch neu kaufen. Auch Persona 5 und Nier Automata werden ausnahmsweise vorbestellt - ein reines Bauchgefühl, das mich hoffentlich nicht trügt.


    Da ich den Gebrauchtmarkt nicht unterstützen will, kaufe ich meine Spiele zu 99,9% neu.


    Hatte auch lange Zeit die selbe Einstellung. Nicht nur um die Industrie zu unterstützen, sondern auch die Händler. Bei Filmen und Büchern handhabe ich es genauso, aber vor allem bei Spielen fällt es mir immer schwerer direkt zu neuer Ware zu greifen. Da ist leider zu viel Vertrauen in die Industrie und ihre IPs verloren gegangen, das erst einmal wiederaufgebaut werden muss. Als PC Spieler kommt auch noch der Kopierschutz hinzu, der mir den Spaß sowohl an frisch gekaufter als auch an gebrauchter Software manchmal gehörig vermiest hatte.


    Beim Durchlesen der vorangegangenen Posts hat mich aber schon überrascht, wie viele Leute schlechte Erfahrung mit gebrauchter Ware gemacht haben. Habe bislang nur gute bis hervorragende Erfahrung mit gebrauchten Spielen gemacht, egal ob in einfacher Ausführung oder als CE. Dachte bislang, das sei die Regel ^^

  • Für mich ehrlich gesagt eine schwierige Frage. Ich kaufe sehr selten Spiele, mein letztes war FFXV. Ich habe einfach ein zu hohen Backlog zudem ist dieses Hobby einerseits Zeitaufwendig und andererseits echt teuer für einen Studenten.


    Ich neige aber eher dazu Spiele zu kaufen, die runtergesetzt sind, wenn ich nochmal erheblich sparen kann dann auch gerne gebraucht. Bei Gebraucht spielen dann aber schon online, Gamestop und co, ist mir in der Beziehung einfach zu frech was Preise angeht, natürlich ist der Vorteil da das man evtl. noch den ein oder anderen Schatz findet.


    Neuspiele kaufen ich selten, also das muss ich schon echt haben wollen, ansonsten wie gesagt Backlog. Ich glaube alle Spiele werde ich erst in Rente durchkriegen (sofern es in Zukunft sowas noch gibt).^^

  • Warum? Weil von dem Geld was ein Gebrauchkäufer ausgibt der Entwickler keinen Cent sieht. Sprich ob Gebrauchtkauf oder Raubkopie, für den Entwickler macht es keinen Unterschied, er kriegt für das eine Original immer nur einmal Geld. Ist halt meine Einstellung, ich weiß das ich damit ziemlich alleine da stehe. ^^

    Typische Argumentation der Industrie. Sie hat nur einen Denkfehler: Auf dem Markt haben die Kunden nur Summe X zur Verfügung. Am Ende ist es nämlich so, dass alle profitieren, wenn es einen guten, florierenden Gebrauchthandel gibt. Die Verkäufer gebrauchter Titel kaufen nämlich von dem dadurch eingenommenen Geld neue Spiele, das könnten sie nicht (in dem Maße), wenn sie ihre Games nicht verkaufen würden. Dadurch verkauft die Industrie also ebenfalls mehr neue Spiele. Und diejenigen, die weniger Geld haben oder viel gebraucht kaufen, kommen halt auch in den Genuss der Spiele. Also am Ende, wie gesagt, Gewinn für alle.


    Die Austrockung des Gebrauchtmarktes (etwa durch Accountbindung) würde zunächst eine Preiserhöhung zur Folge haben (unliebsame Konkurrenz weg, ergo meint man mehr verlangen zu können). Das würde jedoch dazu führen, dass weniger Titel verkauft werden und die Industrie insgesamt weniger einnimmt, weil viele Leute dann nicht bereit sind diese höheren Preise zu zahlen bzw. sich ohnehin nur weniger Spiele leisten können. Dies führt letztlich zu einer Inflation und dann haben wir auch auf Konsole die PC Zustände, dass Titel nach wenigen Wochen verramscht werden müssen. Eine Accountbindung ist ja auch immer eine Entwertung, da einem die Benutzung des Eigentums, so wie man es möchte und vom Gesetz her darf, verweigert wird.

  • Typische Argumentation der Industrie. Sie hat nur einen Denkfehler: Auf dem Markt haben die Kunden nur Summe X zur Verfügung. Am Ende ist es nämlich so, dass alle profitieren, wenn es einen guten, florierenden Gebrauchthandel gibt. Die Verkäufer gebrauchter Titel kaufen nämlich von dem dadurch eingenommenen Geld neue Spiele, das könnten sie nicht (in dem Maße), wenn sie ihre Games nicht verkaufen würden. Dadurch verkauft die Industrie also ebenfalls mehr neue Spiele. Und diejenigen, die weniger Geld haben oder viel gebraucht kaufen, kommen halt auch in den Genuss der Spiele. Also am Ende, wie gesagt, Gewinn für alle.


    Typische Argumentation der Spieler. ;)


    Ich will dazu jetzt auch nichts großartig schreiben, weil das nicht hier her gehört, aber ich sehe auch das immer noch zu einfach gedacht. Nicht jeder verkauft seine Spiele um mit dem Geld neue Spiele zu kaufen und es ändert nichts daran, dass ein Gebrauchtkäufer dem Entwickler keinen Cent gibt. Ein einziges Exemplar von einem Spiel könnte rein theoretisch 100x gebraucht verkauft werden, somit hatten 100 Spieler Spaß an dem Spiel, gezahlt hat dafür aber nur ein einziger Spieler etwas an den Entwickler.


    Und darum ändert das nichts an meiner Einstellung, weil ich möchte das der Entwickler für den Spaß den ich habe auch belohnt wird und das auch bei allen Anderen der Fall sein sollte. Viele würden nämlich durchaus die Spiele neu kaufen, kämen sie nicht so schnell an gebrauchte Exemplare um ein paar Euro zu sparen.


    Zitat

    Die Austrockung des Gebrauchtmarktes (etwa durch Accountbindung) würde zunächst eine Preiserhöhung zur Folge haben (unliebsame Konkurrenz weg, ergo meint man mehr verlangen zu können). Das würde jedoch dazu führen, dass weniger Titel verkauft werden und die Industrie insgesamt weniger einnimmt, weil viele Leute dann nicht bereit sind diese höheren Preise zu zahlen bzw. sich ohnehin nur weniger Spiele leisten können. Dies führt letztlich zu einer Inflation und dann haben wir auch auf Konsole die PC Zustände, dass Titel nach wenigen Wochen verramscht werden müssen. Eine Accountbindung ist ja auch immer eine Entwertung, da einem die Benutzung des Eigentums, so wie man es möchte und vom Gesetz her darf, verweigert wird.


    Ich hätte kein Problem damit, wenn wir mal ein zweites 1984 erleben würden, dann aber bitte global. Der Videospiele Markt ist völlig überrannt, nenne mir mal eine andere Branche die im Jahr so viele neue Produkte auf Konsumer los lässt. Videospiele sind längst Ramschware, kein Wunder das heutzutage viele nicht mehr den Vollpreis zahlen wollen.


    Und im Gegenteil, ich würde behaupten gäbe es den Gebrauchtmarkt nicht, könnten die Publisher die Spielpreise generell senken.

  • Und im Gegenteil, ich würde behaupten gäbe es den Gebrauchtmarkt nicht, könnten die Publisher die Spielpreise generell senken.


    Könnten sie schon, aber das würden sie wohl nicht - wegen diesem kranken "Gewinnmaximierungsgedanken", der in diesen spätkapitalistischen Zeiten fast permanent über uns schwebt. Langfristig würde von einem Zusammenbruch des Gebrauchthandels von Spielen niemand wirklich profitieren, sondern es hätte lediglich den Effekt, dass sich das Angebot ausdünnt - als erstes würden da wohl die Nischenspiele dran glauben müssen. Und ich meine einfach, dass das nicht im Sinne der Nutzer dieser Seite sein kann...

    "Death and Loss - those calling to me
    Funeral Life is my endless Agony"
    (F. Blanc)

  • Weniger Angebot erhöht die Nachfrage, dadurch steigen die Preise. Das gilt sowohl für weniger Konkurrenz als auch bei Austrocknung des Gebrauchtmarktes. Das ist Wirtschaft 101. Rest siehe mein Post oben, der die entstehenden Situationen beschreibt.

  • Ich kaufe selten gebraucht, weil ich mich auch irgendwo als eine Art Sammler betrachte, für den neue Spiele (in physischer Form und am besten als CE) auch einen gewissen Wert haben und einfach besser im Regal aussehen, als gebrauchte Spiele mit etwaigen Spuren die durch vorherige Besitzer entstanden sind. Gebraucht also nur, wenn es die Spiele so nicht nicht mehr im Handel gibt und auch dort achte ich sehr auf die Qualität.


    Im Übrigen bin ich gerade tatsächlich mal einer Meinung mit SpiritOgre (:P), denn durch den Gebrauchtmarkt können zum Beispiel Lücken einer Spiele-Reihe gefüllt werden, oder alte Spiele noch nachträglich gekauft werden, die ohne diesen Markt nur noch sehr schwierig zu bekommen wären, und so weiter. Der Verkäufer kann sich dadurch richtigerweise entweder neue Spiele oder andere Dinge besorgen, oder sich halt einfach auch in der Geldnot behelfen. Also hat der Markt auch eine gewisse Daseins-Berechtigung. Natürlich schwankt die Qualität der verfügbaren Titel sehr stark und manches, was angeboten wird, wird gar nicht erst angefasst, aber wenn man sich umschaut, dann gibt es da durchaus auch Menschen, die ebenfalls gut mit ihrer Software umgehen, oder eben Geschäfte, die auf die Qualität der Gebrauchtware sehr stark achten.

  • Hab gestern Abend noch nen Spiel für 22,59 incl. Versand geschossen. Nen 18ner Spiel wofür man in Shops normal noch Aufpreis zahlen müsste. Neu kostet es überall zwar nur noch 30 Euro, wegen 18ner Gebühr + Versand sehe ich das nicht ein, da kommst dann gleich auf 34-36 Euro.. Da isses dann doch gut das sowas den meisten auf ebay egal ist.



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