Im Test! Bravely Second: End Layer

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    • Im Test! Bravely Second: End Layer

      Bravely Default konnte einige JRPG-Fans zu seiner Zeit begeistern. Nun kommen wir auch in den Genuss des zweiten Teils, der zwar ebenfalls von Silicon Studio und Square Enix entwickelt wurde, jedoch einige kleine Veränderungen im Entwickler-Team auf sich nehmen musste. Die Änderungen, die wohl am meisten für Aufsehen gesorgt haben dürften, wären zum einen Ryo, welche nun Revo musikalisch ersetzen, zum anderen das neue Team an Schreibern. In Bravely Default hatte man noch mit dem Scenario Writer von 5pb. einen äußerst fähigen und erfahrenen Schreiber für sich gewinnen können.

      Natürlich gab es, vor allem von Spielern aus dem Westen, auch negative Stimmen dem ersten Teil gegenüber. Vielleicht sah man sich auch dahingehend dazu ermutigt, einen etwas anderen Weg bei Bravely Second einzuschlagen. Doch widmen wir uns nun aber gänzlich dem zweiten Teil des JRPGs alter Schule. Viel Spaß beim Test zu Bravely Second: End Layer!

      Einer für alle, alle gegen einen…

      Die Städte sind wieder eine Augenweide

      Die Städte sind wieder eine Augenweide

      Das Spiel beginnt mit einer kurzen Zusammenfassung des Vorgängers. Hierbei lässt man natürlich kein wichtiges Detail aus, sodass der zu seiner Zeit hervorragend gelungene Plottwist natürlich auch Erwähnung findet. Eine Zeit nach den Geschehnissen von Bravely Default schlüpft man nun in die Rolle des Anführers der Kristallgarde, bekannt als die drei Musketiere, Yew Geneolgia. Nach einem Angriff auf ein Friedenstreffen der zu Bravely-Default-Zeiten noch zerstrittenen Parteien, wird Agnès, die nun Päpstin des Kristallismus ist, entführt. Der Entführer ist ein maskierter Mann, der sich Kaiser Verheer (Original: Oblivion) nennt. Der Kaiser flieht kurz darauf in einer fliegenden Festung und es liegt nun an Yew, die Päpstin heil zurückzubringen. Die ersten zehn Minuten machen definitiv Lust auf mehr, jedoch nutzt man den Schwung nicht wirklich.

      Es folgt eine unausgeglichene Verfolgungsjagd, welche immer wieder darin endet, dass die Helden nicht nur einen Schritt zu spät kommen. Die Heldengruppe um Yew wird vervollständigt mit den bereits aus dem Vorgänger bekannten Edea Lee und Tiz Arrior, der zunächst aus einem künstlichen Schlaf erweckt werden muss. Team-Mitglied Nummer vier ist die vom Mond stammende Magnolia, die zwar aus einem komplett anderen Grund nach Luxendarc kam, aber dennoch schnell Feuer und Flamme für die nicht wirklich durchdachte Rettungsaktion ist.

      Magnolias eigentliche Aufgabe war es, die Ba’al zu vernichten, welche ihre Heimat in Schutt und Asche gelegt haben. In Vergessenheit gerät diese Mission jedoch nicht komplett, auch wenn man irgendwie eine klare Linie vermisst. Überhaupt bleibt die Motivation in der ersten Hälfte des Spiels ein wenig auf der Strecke, da die Rettungsversuche stets schon von Beginn an keine großen Erfolgschancen haben. Dies steht witzigerweise im direkten Gegensatz zu Bravely Default, wo die zweite Hälfte etwas schwächelte. Bravely Second bringt zum Ende hingegen endlich den erwünschten Motivationsschub, wenn man die Hintergründe langsam versteht.

      »Überhaupt bleibt die Motivation in der ersten Hälfte des Spiels ein wenig auf der Strecke, da die Rettungsversuche stets keine großen Erfolgschancen haben.«

      Während Yew zwar der eigentliche Protagonist des Spiels ist, bleibt dieser charakterlich eher blass gegen Magnolia, die zudem noch mit einer besonderen Sprechweise daherkommt. Auf dem Mond spricht man nämlich Französisch (Original: Englisch) und Magnolia verfällt somit nicht gerade selten in ihre Muttersprache – manchmal schon zu oft in der lokalisierten Version. Gegen die lebhafte Magnolia wirkt der ruhige und unterwürfige Yew fast schon wie ein zweiter Tiz, der in Teil zwei trotz coolerem Look weiterhin seinen neutralen Charakter behält. Die Gruppe im Ganzen wirkt leider nicht so homogen wie die aus Bravely Default, auch wenn man mit allen wieder sympathisieren kann. Im bekannten Tagebuch melden sich im späteren Verlauf der Geschichte diesmal auch alle zu Wort.

      Auch in Bravely Second bekommt man als Spieler von Zeit zu Zeit Einblicke in die Gespräche zwischen den Bösewichten. Da die Entführung von Agnès und eine grobe Zielrichtung der Antagonisten jedoch länger komplett unklar bleiben, versteht man auch nicht wirklich, warum die Heldengruppe nun aufgehalten werden muss. Nachdem Bravely Seconds Geschichte nach dem knackigen Anfang in ein kleines Loch fällt und dort länger verharrt, schafft man später wieder die Kurve nach oben zu nehmen.

      Bekanntes Spielsystem mit kleineren Änderungen

      Eure Party ist nicht wählerisch bei der Berufswahl

      Eure Party ist nicht wählerisch bei der Berufswahl

      Eine Gameplay-Revolution blieb Bravely Second erspart. Ganz nach dem Prinzip „Never change a winning system“ beschränkt man sich hier auf kleinere Anpassungen, ohne zu viel zu verändern. Auch in Bravely Second erhält man neue Jobs durch das Bekämpfen bestimmter Asterisk-Träger. Insgesamt kann man bis zu 30 Jobs im Bravely-Default-Nachfolger erhalten. Zwölf komplett neue Jobs erhält man durch Besiegen der Hauptstory-Bosse, während man weitere 18 aus dem ersten Teil bekannte Job-Fähigkeiten durch Sidequests erhält.

      Letzteres weißt hingegen schon die erste kleine Veränderung auf. Die Sidequests, welche wieder einmal mit Geschichten um Luxendarc und dessen Bewohner überzeugen können, verlangen dem Spieler eine Entscheidung ab. Je zwei bekannte Asterisk-Träger vertreten ihre gegensätzlichen Meinungen und zum Ende muss man sich für eine Seite entscheiden, was automatisch vom Erhalt eines Jobs ausschließt. Nur gegen den Vertreter der anderen Meinung wird nun gekämpft und nach einem Sieg erhält man, wie bereits bekannt, den dazugehörigen Job.

      Zugegeben keine wirklich kleine Veränderung, aber dennoch bleibt das Spielsystem bekannt ausbalanciert, sodass man sich keine großen Sorgen machen muss, einen falschen Job zu wählen. Zudem reihen sich die neuen Jobs wunderbar in puncto Nützlichkeit in das Asterisk-Portfolio ein.

      Im Allgemeinen wurden die bekannten Jobs noch ein wenig abgeändert. Magie-Level wurden teilweise erhöht, Fähigkeiten verschoben oder entfernt und auch Fähigkeiten von Jobs, die in Bravely Second nicht mehr vorkommen, finden ihre Verwendung an anderer Stelle. Die starke Verbindung von Job-Level und den Statuswerten wurde gelockert, um den Spieler wohl dazu zu motivieren, öfter die Berufung zu wechseln. Das sind allerdings wirklich keine Veränderungen, die besonders auffallen.

      Bei den Dungeons und Städten hat man sich ebenfalls für eine Mischung entschieden. Natürlich wird man im bekannten Luxendarc nicht auf einmal komplett neue Gegenden finden, jedoch durchstreift man das eine oder andere neue Dungeon oder betritt eine neue, beziehungsweise umgebaute, Stadt. Es kommt auch durchaus einmal vor, dass bekannte Orte etwas erweitert wurden. Alles in allem braucht man jedoch nicht zu maulen, wenn doch vieles bekannt sein wird.

      »Je zwei Asterisk-Träger vertreten gegensätzliche Meinungen und zum Ende muss man sich für eine Seite entscheiden, was vom Erhalt eines Jobs ausschließt.«

      Auch das Minispiel, in welchem man Tiz‘ Heimatdorf aufbauen konnte, findet in abgewandelter Form seinen Platz in Bravely Second. Hier muss man nun den zerstörten Mond wieder aufbauen und wird mit den üblichen Items und Fähigkeiten belohnt. Obendrein kann man eine Raumschiffsflotte errichten und ausbauen, um weitere Ba’al abzuwehren. Im Gegensatz zu Bravely Default wird für gewisse Sachen eine Mitgliedschaft bei Square Enix Members vorausgesetzt.

      Bravely Second hat allerdings noch ein weiteres Minispiel zu bieten. Die Gruppe bastelt hier gemeinsam sogenannte Plüsch-Kauer. Das Spiel läuft quasi von selbst ab, allerdings lassen sich durch verschiedene Werkzeuge Werte wie Verkaufspreis, Aussehen oder die Produktionsschnelligkeit verbessern. Die gebastelten Plüschtiere kann man nun verkaufen, um die Werkzeuge zu verbessern. Verbringt man genügend Zeit damit, bekommt man letztendlich die Möglichkeit, die Minispielwährung gegen pq zu wechseln, welche in Luxendarc immer noch das Zahlungsmittel widerspiegelt. Zu empfehlen ist das zwar nicht unbedingt, aber dennoch macht das Basteln als netter Zeitvertreib zwischendurch Spaß.

      Die aus dem ersten Teil bekannten Interaktionen mit anderen Spielern finden auch in Bravely Second wieder Verwendung. Sei es das Senden und Empfangen von Kampfaktionen oder das Nutzen eines Abilinks, worüber man Job-Level teilen kann, alles wird Bravely-Default-Spielern bereits bekannt sein. Ebenfalls lassen sich wieder Freunde für den Aufbau des Mondes gewinnen.

      Die größte Veränderung betrifft im Prinzip nur die Sidequests. Durchaus ein interessanter Ansatz, jedoch muss man sich auf einen zweiten Durchgang einstellen, falls man alle Jobs sein Eigen nennen möchte. Mochte man das Spielsystem in Bravely Default, wird man sich hier genauso schnell heimisch fühlen.

      Mit gewohnter Taktik zum Sieg

      Mrgrgr

      Mrgrgr

      Kampftechnisch ändert sich in Bravely Second im Vergleich zum Vorgänger noch weniger. Weiterhin werden über Default BP gesammelt, um mit Brave mehrere, beziehungsweise besondere Spezialattacken auf die Gegner zu hämmern. Dies erlaubt nach wie vor ein gewisses taktisches Vorgehen. Hat man sich nun noch für ein ausgeglichenes Team entschieden, sind dem Spieler auch kaum noch Grenzen gesetzt. Kenner werden mit dem rundenbasierten Kampfsystem auch in Bravely Second ihre Freude haben.

      Die nützlichen Modifikatoren wie das Anpassen des Schwierigkeitsgrads, der Gegnerhäufigkeit und der Kampfgeschwindigkeit sorgen ebenfalls wieder für ein eingängiges Kampfsystem und sorgenfreies Grinden. Um da noch einen draufzusetzen, bekommt man nun nach dem erfolgreichen Besiegen aller Gegner in Runde eins die Wahl, ob man weiterkämpfen möchte oder nicht. Dies wird dann mit Multiplikatoren bei der Endabrechnung belohnt. Das alles gepaart mit der Auto-Battle-Funktion, macht Grinden zur kurzweiligen Angelegenheit.

      Wer sich beim Spielnamen an die Technik „Bravely Second“ erinnert fühlt, der liegt gar nicht so falsch. „Bravely Second“ hat zu kritischen Stimmen geführt, da dieses Feature unter anderem über Mikrotransaktionen dem Spieler zur Verfügung stand. Nun, „Bravely Second“ gibt es auch wieder in Bravely Second: End Layer und ermöglicht auch hier wieder das Ausführen einer weiteren Attacke im Kampf. Das Feature bleibt allerdings weiterhin eine nette Randerscheinung, die man im äußersten Notfall natürlich nutzen kann, aber niemanden wirklich dazu zwingen sollte, Geld dafür auszugeben.

      Malerisches Luxendarc

      »Von der Synchronisation kann man weiterhin eine solide Leistung auf Englisch und eine gewohnt gute und leidenschaftliche Umsetzung auf Japanisch erwarten.«

      Mit malerischen Darstellungen der Städte und liebevoll animierten Chibi-Charakteren konnte Bravely Default schon das ein oder andere Herz für sich gewinnen. Bravely Second steht dem in nichts nach und nutzt die gleiche Darstellungsform, die weiterhin passend und schön in Szene gesetzt wird. Auch die wenigen neuen Städte binden sich wunderbar in das Bild von Luxendarc ein.

      Die Musik in Bravely Second ist ebenso wieder passend und weiß stellenweise durchaus auch mehr als bloß Hintergrundmusik zu sein. Allerdings fehlt diese Präsenz, die die Musik noch im ersten Teil hatte. Was in Bravely Default noch großen Wiedererkennungswert und einfach stark zur Atmosphäre beigetragen hatte, gerät hier schon ein wenig ins Hintertreffen. Trotzdem wird man den Soundtrack keineswegs als störend empfinden.

      Von der Synchronisation kann man weiterhin eine solide Leistung auf Englisch und eine gewohnt gute und leidenschaftliche Umsetzung auf Japanisch erwarten. Die hin und wieder eingeworfenen, englischen Wörter von Magnolia in der Originalvertonung sind sogar sehr gut verständlich, wenn man bedenkt, wie die Englischkenntnisse mancher Japaner schwanken können. Wählt man die englische Synchronisation, so wird man sogar um einiges mehr beschallt als auf Japanisch. Da war Nintendo of America teilweise etwas übermütig in puncto Lokalisation.

      Auf in den Kampf!

      Auf in den Kampf!

      Betrachtet man die Lokalisation genauer, dann fällt schnell die sehr freie Übersetzung auf. Auch wurden wieder einige Namen geändert, der Wechsel zu Französisch als Mondsprache war wohl aber unabdingbar, um es irgendwie vom Englischen abzuheben. Dennoch übertreibt man es etwas mit Magnolia in der lokalisierten Fassung, die hier so gut wie jeden Dialog mit französischen Wörtern spickt. Bravely Default hatte schon bereits ein paar Probleme mit der Zensur, doch bei Bravely Second setzt man sogar noch einen drauf. Neben der Zensur einiger Kostüme hat man einen Job einer radikaleren Veränderung unterzogen. Die Asterisk-Trägerin des Falkenauge-Jobs, ursprünglich wie eine amerikanische Ureinwohnerin gekleidet, trägt nun Cowboyhut und Beinkleider aus Leder. Was genau zu dieser total unsinnigen Zensur führte, bleibt wohl allein der Spekulation überlassen.

      Auf gehts, Agnès-Rächer!

      Bravely Second knüpft nahtlos an den Vorgänger, Bravely Default, an. Mit kleineren Pacing-Schwächen in der ersten Story-Hälfte dreht man die Schwächen zum Ende bei Bravely Default einfach um, anstatt diese komplett auszumerzen. Die Charaktere sind wieder einmal liebenswert, jedoch im Team-Zusammenspiel weniger herausragend als noch die Gruppe im ersten Teil. Das Spielsystem wurde größtenteils beibehalten, auch wenn man hie und da kleinere Anpassungen gemacht hat. Die größte Veränderung ist wohl der Ablauf von Sidequests, in denen man sich nun zwischen zwei Asterisk-Trägern entscheiden muss und auch nur mit einem Job die Nebenaufgabe verlässt.

      Wer Bravely Default mochte, findet in Bravely Second: End Layer eine gelungene Fortsetzung auf 3DS. Hatte man jedoch schon vorher nur wenig übrig für JRPGs der alten Schule, so wird man mit Bravely Second auch nicht glücklich werden. Vorweg sei gesagt, dass der größte Negativpunkt der Spieler diesmal nicht mehr so im Spiel vorkommt, allerdings ist meiner Meinung nach nach einem guten Anfang schnell die Luft raus, bis das Ganze zum Ende hin noch einmal an Fahrt aufnimmt.

      Story: Guter Anfang, der darauf etwas in ein Loch fällt und erst spät wieder die Kurve kriegt. Liebenswerte Charaktere, auch wenn das Team-Zusammenspiel aus Bravel Default nicht erreicht wird.

      Gameplay: Unverändert gut und mit Möglichkeiten für taktische Finessen. Entscheidungen zwischen optionalen Jobs verlangen zweiten Durchgang.

      Grafik: Malerisch schöne Städte mit Chibi-ähnlichen Charakteren.

      Sound: Schöne, passende Stücke, die jedoch weniger hervorstehen wie noch in Bravely Default. Synchronisation gewohnt auf hohem Niveau.

      Sonstiges: Mondaufbauspiel, Plüschtierbasteln als Zeitvertreib, Tagebuch mit Liebe zum Detail.

      Ganze News lesen

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Brandybuck ()

    • Ein schöner Test, lässt sich sehr gut lesen! Überlege erst seit Gestern(Vorgestern) ob ich mir das Spiel kaufen soll. Habe erst seit ein paar Monaten den 3ds und in den nächsten Wochen Zeit und Lust mal wieder ein schönes RPG Abenteuer zu spielen. Mitlerweile würd ich sagen gefallen mir die Chibi ähnlichen Designs schon eher als noch vor 1-2 Jahren als der Vorgänger erschienen ist. Auf Amazon gibts ja beide Teile für 40€ weswegen ich jetzt stark am überlegen binn ob ich mit dem ersten Teil anfangen soll, oder doch gleich mit dem zweiten. Wobei mir das Design der Verpackung und der Name des neuen besser gefällt(auch wenn das vieleicht nicht ganz so wichtig ist).

      Ist denn eine Kentniss der Vorgängergeschichte, Umgebungen, Städte, Characktere u.s.w ein positiver Vorteil beim spielen oder ist die nicht ganz so wichtig? Und ist der neue Teil eher besser oder auf einem ähnlichem Niveau wie der Vorgänger? Bietet der zweite Teil eine längere Story(mehr Inhalt) als der erste? Fals jemand was dazu weiß oder den Vorgänger gespielt hatt, würd mich über ne Meinung freuen. Wie gesagt, bis jetzt weiß ich außer diesem Test und den kurzen Trailer den ich zufällig Vorgestern gesehen habe nichts über die Serie(außer das die Figuren ein bischen Ominös aussehen), da sie mir eigentlich immer am Hut vorbei ging.

      Gute Nacht Internet Land!!!
    • Ist denn eine Kentniss der Vorgängergeschichte, Umgebungen, Städte, Characktere u.s.w ein positiver Vorteil beim spielen oder ist die nicht ganz so wichtig?


      Genau wie bei Yakuza, wo ebenfalls neue Charaktere pro neuem Spiel hinzukommen, ist es natürlich extrem von Vorteil den Vorgänger gespielt zu haben. Selbst bei Neptunia gibt es ja eine sich fortsetzende Handlung. Bravely Second macht es ähnlich, auch wenn es an sich ein neues Abenteuer ist.

      Das Review bestätigt übrigens, was ich mir leider schon gedacht habe. Die Luft scheint irgendwie raus zu sein. Was ich in Bravely Default noch abgefeiert habe, nehme ich bei Bravely Second nur noch zur Kenntnis. Die Demo (auch wenn sie per se glaube ich nichts mit dem Hauptspiel zu tun hat), habe ich vorhin nach rund einer Stunde wieder ausgemacht. Mir kommt Second aktuell nur wie ein vollgepacktes Add-On vor, was nichts wirklich falsch macht, aber auch nicht wirklich viel neues hinzufügt. Ich glaube, das Recycling und der Fakt, dass Second eine direkte Fortsetzung ist, waren auch die Gründe, wieso das Spiel in Japan verhältnismäßig untergegangen ist. Man hat ja die Menüs und Kampfbildschirme praktisch 1:1 aus dem Vorgänger übernommen. Ist jetzt kein Drama, aber auch nicht sonderlich kreativ.

      Persönliche Eindrücke inklusive Review bestätigen also, hier werde ich vorerst passen und mal nach Angeboten Ausschau halten.

      Die englischen Stimmen finde ich übrigens nach längerer Zeit mal wieder so schlimm, dass ich sie am liebsten ausschalten möchte. In der Demo hat man ja keine Möglichkeit, die Sprachausgabe umzuändern. Bemängeln tue ich einmal die Qualität der Aufnahmen, zum anderen die Sprecher selbst, ganz besonders die Mädels. Zum Glück kann man in der Vollversion umstellen.

      "Hey, was ist der Sinn des Lebens?"
      "Liebe"
      "Es gibt keine Hoffnung für uns, wir sollten alle Selbstmord begehen" - Gaspar Noé

      Zuletzt durchgespielt: Jedi: Fallen Order: 6/10, Streets of Rage 4: 8,5/10, Fairune: 7/10


    • Ich werde auch noch persönliche Meinungen im Thread abwarten, wobei es sich hier positiver liest. Aber es juckt mich eigentlich nicht. Bravely Default hat es geschafft, eine große, rieisge, potentiell interessante Welt in eine handvoll Städte und Dungeons aufzudröseln. Ist das im neuen Teil besser, also mehr oder größere Städte? Weil das hat mich irgendwann am meisten genervt (neben der Story an sich). Wird das Kampfsystem besser genutzt? Weil ich fand BD taktisch so unanspruchsvoll - ich bin das ganze Spiel auf schwerem Schwierigkeitsgrad rumgelaufen und die selbe Kampftaktik hat in 99% der Fälle funktioniert.
    • Es gibt ein paar neue Städte, aber von der Größe unterscheiden die sich nicht wirklich von den überschaubaren Städten aus BD.
      Zum Ende hin wird man sicher eine bevorzugte Taktik haben, die eigentlich immer zum Sieg führt.
      Wie in BD kann man aber natürlich wieder genügend herumprobieren, auch da man nicht alle Jobs zur Verfügung hat.

      Naja, da du mit BD schon kaum Spaß hattest, wird das, denke ich, bei Bravely Second nicht anders sein.
    • Habe es schon seit geraumer Zeit vorbestellt und freu mich drauf. Mir hat allerdings auch die Demo gefallen und natürlich der Vorgänger.

      Finde es auch gar nicht so schlimm, wenn man viel vom alten Spiel übernommen hat. Ich muss nicht ständig generalüberholte Spiele zocken. Ich meine dafür ist es ja eine Reihe. Schlimm wird´s, wenn dann jedes Jahr ein Ableger auf den Markt geknallt wird und Übersättigung eintritt. Davon kann bei zwei Spielen mit so viel Abstand allerdings nicht die Rede sein. ;)
    • Hach ja, jetzt habe ich gerade beschlossen das ich gleich mit dem 2 Teil anfange, da sich ja auch nicht alzu viel verändert zu haben scheint und mir 100+ Stunden mit immer dem gleichen Systemen dann doch als etwas zu viel erscheint(wenns mir gut gefällt könnte ich Teil 1 ja immernoch irgetwann nachholen) da Stoße ich auf das neue Etrian Odysee 2 was mich vor genau vor die gleiche problematik wirft und an genau dem selben Tag erscheint. Nerfig ey! Müssen die immer alles zum gleichen Zeitpunkt rausballer, oder kommt mir das nur immer so vor? Naja dann werde ich mich damit wohl doch noch etwas beschäftigen müssen da das ja alles recht Zeitintensive Spiele sind. Aber immerhin binn ich schon mal etwas weiter was die Entscheidung angeht.
    • Meine CE steht hier :). Das Paket war so riesig, ich dachte, da steckt eine neue Konsole drin.

      Ich habe mich praktisch gar nicht über das Game informiert und jetzt auch diesen Test nur kurz überflogen. Die Demo habe ich auch nicht gespielt, deshalb mal die Frage, ist es wie im ersten Teil sinnvoll, wenn man das Spiel gleichzeitig mit Spielern von der Freundesliste spielt (Abilink, rufen in Kämpfen, etc.) oder spielt das keine Rolle?
    • Terra schrieb:

      Die Demo habe ich auch nicht gespielt, deshalb mal die Frage, ist es wie im ersten Teil sinnvoll, wenn man das Spiel gleichzeitig mit Spielern von der Freundesliste spielt (Abilink, rufen in Kämpfen, etc.) oder spielt das keine Rolle?

      Das dürfte wie beim ersten Teil sein.
      Die Sachen, die man hochlädt, werden glaube auf Servern gespeichert, welche dann abgerufen werden, wenn du das tägliche Updaten machst.
      So solltest du auch neue Figuren für den Aufbau vom Mond bekommen. (Freunde zählen dafür ja leider nicht)
      Sprich zeitgleich muss man es nicht spielen.
    • Danke @ Lulu :)

      Beim ersten Teil konnte man ja die Attacken von Freunden nur ein einziges Mal im Kampf abrufen und musste danach warten, bis der jeweilige Freund eine neue hochgeladen hat. Gäste über das Internet konnte man eh nur einmal rufen, weil man ja kaum 2mal den gleichen Charakter traf. Wenn keiner mehr das Spiel spielt, gibt es auch keine neuen Attacken mehr. Wenn sich das im 2. Teil ähnlich verhält, werde ich wohl recht bald mit dem Game beginnen, ich muss mir nur noch überlegen, auf welchem 3DS ich das spielen werde. Meine Freundesliste auf dem New 3DS XL ist sehr klein.
    • Ich habe den ersten Teil sehr gemocht, bin auch mit den JRPGs der alten Schule groß geworden.

      Nur die bescheuerte Idee, das man am Ende alles x mal wiederholen sollte, fand ich nervig und hat bei mir die Spielzeit auf 80h gestreckt.

      Da bin ich dann nur noch durch gerannt, was zur folge hatte das ich beim Endgegner ziemlich unterlevelt war und ihn nur mit hängen und würgen auf Easy geschafft habe.

      Möchte über den zweiten Teil jetzt nichts lesen um mich nicht zu spoilern, aber kann mir jemand sagen ob in dem Test oder sonst wo irgendwas dazu steht ob sie das bei dem zweiten Teil ähnlich blöd gemacht haben?
    • Danke für den schönen Test. Das bestätigt mich darin, dass dieses Spiel wohl einfach nichts für mich ist, was ich mir aber schon von Anfang an gedacht hatte. Ich hatte mit dem ersten Teil ein paar Stunden lang richtig Spaß, aber irgendwann war einfach die Luft raus und den Teaser auf Teil 2 fand ich eher abscheckend als alles andere.

      Wünsche aber allen viel Spaß mit dem Spiel. :3
    • Soweit ich weiß gibt es keine Wiederholungen im zweiten Teil. An einer Stelle im Spiel erscheint es wohl zunächst so, aber das täuscht und man merkt es dann auch recht schnell.

      Allerdings stimmt es auch nicht so ganz dass man einen zweiten Durchlauf braucht um an alle Jobs zu kommen. Meines Wissens nach kann man später im Spiel (aber immer noch deutlich vor dem Ende) alle Jobs bekommen, die man vorher nicht gewählt hat. Finde ich schon ziemlich wichtig zu erwähnen, weil das doch einen Unterschied macht (evtl. auch zur Kaufentscheidung hin).
    • Das Eurogamer Review hat übrigens in den ersten Sätzen meine Frage beantwortet:

      Besucht irgendwo im Internet einen Beitrag zu Bravely Default. Ganz egal ob Blog, YouTube-Video oder Post in einem Forum, überall drängelt sich ein bestimmtes Thema an die Spitze der Diskussion: der vollkommen unnötige letzte Akt. Obwohl Bravely Default eindeutig zu den besten japanischen Rollenspielen der letzten Jahre gehört, war das Ende eine unerwartete Katastrophe. Statt die Handlung nach dem finalen Endkampf in befriedigender Weise abzuschließen, schickte das Spiel eure Helden lieber mehrfach durch eine unveränderte Zeitschleife. Selbst bei hohem Tempo benötigte man ein paar Stunden für die ätzende Beschäftigungstherapie, bevor endlich das wahre Ende über den Bildschirm flimmerte. Wahrscheinlich eines der schlimmsten Beispiele grauenhafter Spielstreckung.

      Entsprechend stellt sich beim Nachfolger die dringende Frage: Wiederholt Bravely Second diesen Schwachsinn?

      Nein, zum Glück nicht. Und allein deswegen ist es das bessere Spiel.