Resident Evil Franchise - Offizieller Thread

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Josti schrieb:


      @WolfStark

      What, Resi 5? Ach, kein Problem :D
      Ich selbst liebe Resi Survivor, und mir ist klar, dass das kein gutes Spiel ist :D
      Wobei Resi 5 im Co-op auch echt Spaß gemacht hat, das muss man dem Spiel lassen.
      Ja der Koop war großartig und ich mochte es auch allgemein mit Sheva unterwegs zusein, noch vor der ganzen Zeit wo das ganze Thema Hautfarben und Geschlechter politisch aufgeladen war. Sie war einfach ein guter, passend implementierter Charakter und genau wie bei Jill bin ich relativ enttäuscht, dass er so links liegen gelassen wird. Auch wenn ich es verstehen kann, weil 5 so einen schlechten Stand hat aber nichts desto trotz, Sheva ist awesome!

      Auch wenn Resi5 meine Top 5 macht und das nicht mal auf dem hintersten Platz, hat es meines Erachtens zu Recht den schlechten Stand. Chris Redfield ist und er bleibt ein flacher, recht langweiliger Charakter, der hier zu einem Steroid-Monster gemacht worden ist. In dem Titel wird alles über den Jordan geschickt, selbst einfachste NPCs müssen draufgehen und zum Schluß hat man diesen dämlichen Weltvernichtungs/eroberungs/mutierungsplot und den wirklich schlimmen Wesker-Kampf. Jill Valentines Behandlung in dieser Ära war einfach nur.. schäbig. Allgemein war es nervig, wie Resident Evil quasi zum Boys Club - The Chris Redfield Show wurde (ja im nächsten waren genau wie hier weibliche Charaktere dabei aber die Hauptrolle durften die Jungs spielen). Auch Wesker abzuservieren.. klar, kann man ja nach 5 Spielen machen aber man imitierte zu sehr die miesen Filme als umgekehrt.
      Das ist jetzt ein ziemlicher Rant, man mag sich fast fragen "ja aber wie landet der Titel dann in der Top5?!" aber ich muss sagen - er spielt sich halt exzellent. Ich mag das afrikanische Setting sehr, was ja damals völlig widersinniger Weise sogar für (politisch aufgeladene) Kritik sorgte. Zwar nicht von Spielern, sondern irgendeinem Verein aber nichts desto trotz, Schlagzeilen waren halt da. Für mich wirklich großartig, das ganze hier mal auf einen anderen Kontinent zu verlagern bei Tageslicht zu verlagern. Die Charaktere, so kurz sie auch auftauchten haben mir gefallen, Sheva, Jill (trotz des Hintergrunds), die Atmosphäre war durchdringend, das Spielgefühl ist absolut solide, die Sounds ja sowieso super, Koop als Feature passt zu dem Franchise, das ja von Anfang an diese Charakterwahl bot und auch wenn die KI doof war, anders als viele Kritik hat Sheva bei mir meistens getan was sie sollte. Summa sumarum hatte ich hier wirklich ein absolut großartiges Erlebnis! Aber über die Erfahrung hinweg ignoriere ich da nicht die Defizite.

      Apropos Defizite. Resident Evil ViLLLage ist durch. Es landet nicht auf dem 5. Platz aber auch nichts anderes landet auf dem 5. Platz. Das liegt vor allem daran, dass ich mir diesbezügel absolut unsicher bin. Mir fehlt noch 0, Code Veronica, 6 und bei 7 bin ich derzeit dran. Das Erlebnis von Village ist dabei wirklich sehr, sehr solide. Das ist ein ordentliches Spiel und ein gutes bis sehr gutes Resident Evil. Empfehlung geht daher raus, spielt es, ihr werdet Spaß haben.

      So nun aber zum Kontra (eher der Kritik, die durchaus auch Positiv ist aber hey, das Mittel der Übertreibung als Clickbait! :D):
      Spoiler anzeigen
      Ich habe ähnliche Kritikpunkte wie bei Resident Evil 5:
      - das Abmurksen von Charakteren
      Ich verstehe, dass Resident Evil relativ klassisch ist. Du hast böse Bosse, die legst du um, es geht weiter ins nächste Level. Aber genau wie auch schon in früheren Resident Evils, kastriert man sich damit in meinen Augen selbst. Die Charaktere sind echt spannend, die Bosse toll designt, man will eigentlich mehr wissen, mehr sehen, auch über diesen Teil hinweg. Sie sind also auch auf der Pro-Seite aber es überlebt fast nichts.

      - alle Antagonisten sind böse.
      Gut, das ist für ein Videospiel vielleicht ein etwas grotesker Kritikpunkt aber eben auch die Basis dafür, dass man alle umlegt. In Fiktion ist es recht oft so, du tust etwas wirklich böses, wie Menschenexperimente, dann musst du bestraft werden - für gewöhnlich in dem dich der Protagonist umlegt. Verständlich aber bei 4, 5 Hauptbossen, hätte doch wenigstens einer von ihnen etwas weniger bekloppt sein dürfen, um damit eine Rechtfertigung zu haben, damit dieser weiterleben darf.

      - zu wenig Story, zu wenig Dialoge
      Klar, das Spiel soll gruselig sein. Ein einsames Dorf, überall Blut, alle tot. Aber wie schon der kritikpunkt tote Charaktere, es ist schade einen Großteil des Spiels keine richtige Interaktion mit anderen zu haben. Das gab es auch früher aber beim 8. Teil hätte man den Punkt ruhig angehen dürfen. Dabei hat man mit dem Duke ja sogar jemanden, der wirklich Spaß zu interagieren macht aber auch die Gespräche mit ihm halten sich leider sehr in Grenzen. Der Kritikpunkt führt direkt weiter zum nächsten Punkt.

      - ein Anfang auf Schienen
      Man arbeitet sich erst mal von Zwischensequenz zu Zwischensequenz durch. Das zieht sich schon etwas ZU lang und dann plötzlich hat man über eine lange Strecke nur noch Spiel, um dann zum Ende hin Spiel und Zwischensequenzen sich habwechseln zu lassen aber deutlich besser noch IMO als zu Anfang. Für mich passt die Mischung nicht ganz passend. Man hätte in meinen Augen nicht wirklich das gesamte Dorf abmurksen müssen und auch nicht den Anfang über doch recht lange Zeit in so viele Mini-Abschnitte einteilen müssen. Es ist okay, wie man es gemacht hat aber ich denke heutzutage wäre mehr drin gewesen. Das Spiel ist auch gruselig genug, wenn in der Kirche noch jemand zum Reden wäre. Marvin in Resident Evil 2 hat ja auch nicht die Atmosphäre gedrückt.

      - Ethan ist gesichtslos
      Im Ernst, er ist es. Bis zum Ende hin vermeidet man es sein Gesicht zu zeigen. ich verstehe es nicht. Die Geschichte ist so persönlich, ja am Ende war ich sogar ergriffen aber Ethan und seine Queste hätte soooviel besser inszeniert werden können, wenn er denn ein Gesicht hätte. Egal ob Zwischensequenz am Ende oder Spiegelungen - man sieht ihn nicht! Nicht mal mit Raytracing! Es ist wie bei Cyberpunk, nur dass es hier nicht wie Inkompetenz wirkt, sondern wie eine einfach nicht nachvollziehbare Entscheidung. Ethan ist kein schlechter Charakter aber sein Potential wird eher angekratzt als ausgehoben und das ist schade.

      - die Rätsel
      Größtenteils sind sie nett und hübsch anzusehen. Gerade die Kugelrätsel mag ich sehr und an einer Stelle hat man dabei auch einen lustigen Jumpscare ins Rätseldesign integriert, der wirklich lustig war. Props dafür! Gleichzeitig war es aber auch etwas wenig. Nicht von der Anzahl her aber mir hätte es schon gefallen, wenn sie etwas mehr Hirn erfordert hätten. In ihrer Gesamtheit war es in Ordnung, sehr klassisch Resident Evil aber ich hätte mir ein paar Ausreißer gewünscht.

      - Haus Beneviento
      Props auch hierfür. Das Haus war großartig, das Monster, die Waffenlosigkeit. Hier wurde fast alles richtig gemacht, es war nur ein etwas kurzer Abschnitt mit einem eher.. unterwältigenden Bosskampf. Das ganze noch mal größer, gern auch noch mit einem Abschnitt mit Waffen und etwas kampf zum SEHR gruseligen Rätselpart und es wäre perfekt. Trotzdem, toller Abschnitt!

      - das UI / die Steuerung
      Sowas von Hit & Miss. Das Menü des Duke ist super geil, richtig schön anzusehen. Das Menü wie das Waffenmenü haben dagegen gar keinen Stil, Resi 4 bleibt hier wohl ungeschlagen. Gleichzeitig haben wir aber noch die Aufzeichnungen, die Akten und das ist wieder sehr schön gemacht. Das Gunplay ist an und für sich in Ordnung, dann aber bewegt sich Ethan einfach wie ein nasser Sack und das beißt sich etwas, sobald es an so Themen wie Ausweichen geht.

      - das Ende
      Fand ich sehr, sehr gut. Mit Chris Unterwegs sein, die Auflösung über Ethan und Mia, Miranda, Rosemarys Zukunft. Gerade bei Rosemary habe ich mir SO gewünscht, dass dieser Charakter erhalten bleibt und entsprechend gefreut habe ich mich, sie tatsächlich als Teen zu sehen. Gleichzeitig kommt es etwas plötzlich und bei dem Satz "Hier endet die Geschichte des Vaters" hatte ich ein regelrechtes PikachuFace gemacht. Noch mal als der Wagen in der Distanz hielt und da doch verdammt noch mal Ethan stand! Crazy! ich hätte mich etwas von diesem wilden Ende auch in der Mitte des Spiels gewünscht. Also nicht diese Inhalte, sondern etwas von dem Gefühl. So kommt es zum Schluß alles sehr gebündelt, während viele Spielstunden davor gar nichts kam. Etwas doof finde ich es, dass Chris Team nur aus Nobodies besteht, niemand bekanntes wird erwähnt und auch Rosemary erwähnt nur Chris zum Schluß. Capcoms Chris-Fetisch nervt auch nach zehn Jahren noch, weil das Universum doch so viel größer ist. Trotzdem, mir hat das Ende sehr gefallen.

      Letzter Kritikpunkt, der mir jetzt spontan einfällt: Ich will Essen in einem Spiel verdammt noch mal sehen! Wenn mir der Duke schon was kocht, dann baut doch bitte auch eine Sequenz dafür ein! Ernsthaft Capcom, das kriegen andere doch auch hin (ich sag nur Dragon's Crown).
    • Vollkommend verdient gehört definitiv zu einer der besten Spiele die ich jemals gespielt habe. Ich hoffe die behalten diese Qualität bei und driften nicht wie bei RE6 Shooter.

      Weil viel zu Remaken haben die nicht mehr außer Dino Crisis und RE Veronica aber auch hier ist die Gefahr groß das etwas halbherziges entsteht wie bei RE3 Remake.
    • WolfStark schrieb:

      So nun aber zum Kontra (eher der Kritik, die durchaus auch Positiv ist aber hey, das Mittel der Übertreibung als Clickbait! :D):
      Spoiler anzeigen
      Ich habe ähnliche Kritikpunkte wie bei Resident Evil 5:
      - das Abmurksen von Charakteren
      Ich verstehe, dass Resident Evil relativ klassisch ist. Du hast böse Bosse, die legst du um, es geht weiter ins nächste Level. Aber genau wie auch schon in früheren Resident Evils, kastriert man sich damit in meinen Augen selbst. Die Charaktere sind echt spannend, die Bosse toll designt, man will eigentlich mehr wissen, mehr sehen, auch über diesen Teil hinweg. Sie sind also auch auf der Pro-Seite aber es überlebt fast nichts.

      - alle Antagonisten sind böse.
      Gut, das ist für ein Videospiel vielleicht ein etwas grotesker Kritikpunkt aber eben auch die Basis dafür, dass man alle umlegt. In Fiktion ist es recht oft so, du tust etwas wirklich böses, wie Menschenexperimente, dann musst du bestraft werden - für gewöhnlich in dem dich der Protagonist umlegt. Verständlich aber bei 4, 5 Hauptbossen, hätte doch wenigstens einer von ihnen etwas weniger bekloppt sein dürfen, um damit eine Rechtfertigung zu haben, damit dieser weiterleben darf.

      - zu wenig Story, zu wenig Dialoge
      Klar, das Spiel soll gruselig sein. Ein einsames Dorf, überall Blut, alle tot. Aber wie schon der kritikpunkt tote Charaktere, es ist schade einen Großteil des Spiels keine richtige Interaktion mit anderen zu haben. Das gab es auch früher aber beim 8. Teil hätte man den Punkt ruhig angehen dürfen. Dabei hat man mit dem Duke ja sogar jemanden, der wirklich Spaß zu interagieren macht aber auch die Gespräche mit ihm halten sich leider sehr in Grenzen. Der Kritikpunkt führt direkt weiter zum nächsten Punkt.

      - ein Anfang auf Schienen
      Man arbeitet sich erst mal von Zwischensequenz zu Zwischensequenz durch. Das zieht sich schon etwas ZU lang und dann plötzlich hat man über eine lange Strecke nur noch Spiel, um dann zum Ende hin Spiel und Zwischensequenzen sich habwechseln zu lassen aber deutlich besser noch IMO als zu Anfang. Für mich passt die Mischung nicht ganz passend. Man hätte in meinen Augen nicht wirklich das gesamte Dorf abmurksen müssen und auch nicht den Anfang über doch recht lange Zeit in so viele Mini-Abschnitte einteilen müssen. Es ist okay, wie man es gemacht hat aber ich denke heutzutage wäre mehr drin gewesen. Das Spiel ist auch gruselig genug, wenn in der Kirche noch jemand zum Reden wäre. Marvin in Resident Evil 2 hat ja auch nicht die Atmosphäre gedrückt.

      - Ethan ist gesichtslos
      Im Ernst, er ist es. Bis zum Ende hin vermeidet man es sein Gesicht zu zeigen. ich verstehe es nicht. Die Geschichte ist so persönlich, ja am Ende war ich sogar ergriffen aber Ethan und seine Queste hätte soooviel besser inszeniert werden können, wenn er denn ein Gesicht hätte. Egal ob Zwischensequenz am Ende oder Spiegelungen - man sieht ihn nicht! Nicht mal mit Raytracing! Es ist wie bei Cyberpunk, nur dass es hier nicht wie Inkompetenz wirkt, sondern wie eine einfach nicht nachvollziehbare Entscheidung. Ethan ist kein schlechter Charakter aber sein Potential wird eher angekratzt als ausgehoben und das ist schade.

      - die Rätsel
      Größtenteils sind sie nett und hübsch anzusehen. Gerade die Kugelrätsel mag ich sehr und an einer Stelle hat man dabei auch einen lustigen Jumpscare ins Rätseldesign integriert, der wirklich lustig war. Props dafür! Gleichzeitig war es aber auch etwas wenig. Nicht von der Anzahl her aber mir hätte es schon gefallen, wenn sie etwas mehr Hirn erfordert hätten. In ihrer Gesamtheit war es in Ordnung, sehr klassisch Resident Evil aber ich hätte mir ein paar Ausreißer gewünscht.

      - Haus Beneviento
      Props auch hierfür. Das Haus war großartig, das Monster, die Waffenlosigkeit. Hier wurde fast alles richtig gemacht, es war nur ein etwas kurzer Abschnitt mit einem eher.. unterwältigenden Bosskampf. Das ganze noch mal größer, gern auch noch mit einem Abschnitt mit Waffen und etwas kampf zum SEHR gruseligen Rätselpart und es wäre perfekt. Trotzdem, toller Abschnitt!

      - das UI / die Steuerung
      Sowas von Hit & Miss. Das Menü des Duke ist super geil, richtig schön anzusehen. Das Menü wie das Waffenmenü haben dagegen gar keinen Stil, Resi 4 bleibt hier wohl ungeschlagen. Gleichzeitig haben wir aber noch die Aufzeichnungen, die Akten und das ist wieder sehr schön gemacht. Das Gunplay ist an und für sich in Ordnung, dann aber bewegt sich Ethan einfach wie ein nasser Sack und das beißt sich etwas, sobald es an so Themen wie Ausweichen geht.

      - das Ende
      Fand ich sehr, sehr gut. Mit Chris Unterwegs sein, die Auflösung über Ethan und Mia, Miranda, Rosemarys Zukunft. Gerade bei Rosemary habe ich mir SO gewünscht, dass dieser Charakter erhalten bleibt und entsprechend gefreut habe ich mich, sie tatsächlich als Teen zu sehen. Gleichzeitig kommt es etwas plötzlich und bei dem Satz "Hier endet die Geschichte des Vaters" hatte ich ein regelrechtes PikachuFace gemacht. Noch mal als der Wagen in der Distanz hielt und da doch verdammt noch mal Ethan stand! Crazy! ich hätte mich etwas von diesem wilden Ende auch in der Mitte des Spiels gewünscht. Also nicht diese Inhalte, sondern etwas von dem Gefühl. So kommt es zum Schluß alles sehr gebündelt, während viele Spielstunden davor gar nichts kam. Etwas doof finde ich es, dass Chris Team nur aus Nobodies besteht, niemand bekanntes wird erwähnt und auch Rosemary erwähnt nur Chris zum Schluß. Capcoms Chris-Fetisch nervt auch nach zehn Jahren noch, weil das Universum doch so viel größer ist. Trotzdem, mir hat das Ende sehr gefallen.

      Letzter Kritikpunkt, der mir jetzt spontan einfällt: Ich will Essen in einem Spiel verdammt noch mal sehen! Wenn mir der Duke schon was kocht, dann baut doch bitte auch eine Sequenz dafür ein! Ernsthaft Capcom, das kriegen andere doch auch hin (ich sag nur Dragon's Crown).

      Mir ist nach diesem sehr langen quasi "Review" noch etwas eingefallen, womit ich etwas hadere und wofür es keinen Spoiler-Tag braucht das ist:

      - Technik
      Das Spiel sieht ziemlich gut aus. Ich spiele ja gerade Resident Evil 7 und die Gesichtsmimik hier in 8 liegt da noch mal deutlich drüber. Es ist schon echt Wahnsinn, was sich hier getan hat. Auch die Umgebung sieht wahnsinnig toll aus. Resident Evil sah fand ich als Serie ja schon immer echt gut aus, obwohl die Serie nie als Non-Plus ultra galt, gerade das RE1 HD Remaster ist verflucht schön aber VIII macht hier auch einen guten Job. Gleichzeitig ist es aber natürlich nicht das Nonplus-Ultra.
      Zum einen liegt das wohl an der RE Engine. Da gibt es Momente wo Dinge unscharf sind, die gar nicht unscharf sein sollten, wo Spiegelungen seltsam flackern, Objekte beim Betreten in ein neues Gebiet aus dem Nichts aufploppen. Da kann man an den Einstellungen rumarbeiten wie man will aber das ist ein internes Problem. natürlich ist das keine große Sache und auch nicht der Punkt mit dem ich hadere.

      Spoiler anzeigen
      Das Einzige wo die Optik wirklich abfällt ist ganz zum Schluß. Ich weiß nicht ob hier einfach keine Zeit mehr war, ob es einfach eine Idee war die man sehr spät hatte, ob man einfach in diesen Epilog nicht soviel reinstecken wollte oder es sogar ein bisschen schiefgelaufene Absicht war um diesen strahlenden Abschnitt vom Rest des Spiels abzuheben aber Rosemarys Grabbesuch und Abfahrt sah IMO deutlich schlechter aus. Aber auch hier, keine wirklich ernste Sache, nur ein Detail das mir auffiel.


      Der liegt eher in der fehlenden Interaktivität mit der Welt. Du hast Vasen und Kisten die zu zerstören kannst und das war es so ziemlich. Der Rest des Spiels ist bombenfest. Eine wirklich schöne Kulisse die aber so gut wie überhaupt nicht auf dich reagiert. Du kannst auf nichts raufspringen oder klettern, nur auf vordefinierten Pfaden wandern und egal wieviel du verballerst und explodieren lässt, auf die Umgebung hat das keinen Einfluss. Das Metroidvania mäßige, das Resident Evil ja auch schon immer ausmachte, ist natürlich ein wichtiger Bestandteil des Spiels aber es ist schon schade, dass man sich weitestgehend doch eher fühlt wie.. in einer Geistberbahn. Du sitzt in deiner Gondel und wirst durch das Fahrgeschäft gefahren, es gibt hier und da eine Abzweifung aber das Anfassen der Kulisse ist Tabu. Das war früher verständlich mit den Limitierungen, soviele Jahre nach Max Payne, Half-Life 2, Stranglehold und vielen anderen Titeln ist es aber ein bisschen "meh".
      Dazu gehört auch, dass Gegner einfach verschwinden und allenfalls ihre Köpfe platzen aber sonst eben doch etwas blutleer wirken. Die platzenden Köpfe sind aber ziemlich geil und die Animationen im Kampf sind top-notch. Anders als dass alle Türen sich Ethan öffnen, ohne dass er seine Hand nutzen muss. Vielleicht schlummert ja etwas Macht in ihm? :>

      So das noch zur Ergänzung. Dass das Spiel 3 Millionen Exemplare an den Handel ausgeliefert hat freut mich erst mal. Ich hoffe das verknüpft sich auch mit einem hohen Durchverkauf. Ich möchte selbst gar keine zahlentechnische Bewertung treffen, finde aber dass es wie gesagt ein ordentliches Resi ist und entsprechend wünsche ich mir hier noch die ein oder andere Erfolgsmeldung.

      Edit:
      Ach ja, die Deutsche Synchro ist ziemlich gut, mit wenigen Ausnahmen. Die Aussprache von Lycans war so das was mir am negativsten auffiel aber auch "Miranda" (Lass mi, denn sie will ja) so deutsch klang eher merkwürdig. Aber sonst sagt sie mir doch streckenweise besser zu als die Original-Synchro und zwar ganz besonders Ethan, der im Deutschen finde ich bedeutend mehr Persönlichkeit in der Stimme hat.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von WolfStark ()

    • Epilog
      Im Epilog ist während das Auto wegfährt, eine Humanoide Gestalt zu sehen, das dies etwas Mysteriös macht. Bin mal im nächsten Teil gespannt, was oder wer das ist.


      Ich habe meinen Zweiten Durchgang gemacht, und dieses mal habe ich so um die sechs einhalb Stunden gebraucht. Diesmal hab ich es in meiner Muttersprache "Italiano" gespielt, sowohl in Deutsch wie in Italienisch wurde bei der Synchronisation gute Arbeit geleistet. Eigentlich sind die Italienische Synchronisation, immer eher schlecht.
    • Heute früh Resi Village zu Ende gespielt und muss sagen ich bin wirklich schwer beeindruckt
      Noch nie hat mich ein Horror Titel so abgeholt und in seinen Bann gezogen. Das ist eine Meisterleistung der Extraklasse von Capcom im Storytelling und sucht seines gleichen im Horror Genre!
      Zum End Part wurde das Spiel nochmals wirklich emotional und fand es wirklich berührend
      Habe insgesamt 14,5 Stunden gebraucht für den ersten Anlauf auf der Xbox SX, dafür habe ich alle Rätsel gelöst und Items gefunden. Habe das Spiel also zu 100 Prozent eingesogen samt Lore
      Der nächste Run wird auf PlayStation 5 sein, wenn ich vorausgesetzt an eine ran komme
      Von mir bekommt das Spiel 10 von 10 Lycaner
      Chapeau Capcom!
    • Somnium schrieb:

      Was ich weiterhin sehr seltsam finde, und das hat jetzt nicht einmal prinzipiell was mit Resident Evil 8 zu tun, wie Capcom hier mit den stetig wechselnden Synchronsprechern vorgeht. Ich meine, da kann man ja wirklich schon sagen die werden gewechselt wie Unterwäsche. Alleine Chris hatte in Seit Teil 6 insgesamt 4 verschiedene Synchronsprecher.
      Über diese mangelnde Konsistenz habe ich mich ja auch schon ausgelassen, mich damit aber mittlerweile abgefunden. Was mich viel mehr stört, ja sogar mir die Immersion zerreißt: den selben Sprecher innerhalb der Reihe für verschiedene Figuren verwenden.
      Chris Redfield hat die Stimme von Carlos aus REmake 3; und Emily (das Dorfmädchen vom Anfang) hat die Sprecherin von Jill Valentine aus dem selben Remake. Das finde ich insofern unpassend, da der Sprecher von Chris/Carlos beide Rollen gleich spricht und keine Variation reinbringt. Ein Troy Baker ist er halt nicht.

      Dafür haben Ethan und Mia die Sprecher aus Teil 7. Und da Ethan ja der beste Resi Charakter ist, gefällt mir das :D


      WolfStark schrieb:

      Auch wenn Resi5 meine Top 5 macht und das nicht mal auf dem hintersten Platz, hat es meines Erachtens zu Recht den schlechten Stand.
      Resi 5 hatte bei mir immer einen schweren Stand. Zur Story brauch ich nix mehr schreiben, du hast perfekt zusammengefasst, was mich daran stört. Zwar driftete Resi bereits bei CV und Zero in teils unplausible Sphären ab, Resi 5 schoss aber den Vogel komplett ab (und wurde nur vom noch absurderen sechsten Teil übertroffen).

      Persönlich kann ich aber mit dem Gameplay nix anfangen. Ich mag einfach keine Wave-Shooter, bei welchem man in linearer Reihenfolge actionreiche Setpieces abarbeitet. Teil 4 konnte dies zumindest Anfangs mit einer sehr dichten Atmosphäre rausreißen, Teil 5 schaffte das bei mir jedoch nicht. Dazu hat wahrscheinlich auch der gelbe Pissfilter beigetragen, den damals jedes PS3 Triple A Spiel haben musste. Vielleicht sollte ich Teil 5 nochmal ausprobieren, über die Jahre hinweg kann sich ja der Eindruck (und Geschmack) auch ändern.
      Lediglich den DLC "Lost in Nightmares" fand ich sehr genial, jedoch viel zu kurz.

      Teil 5 war dann auch der Grund, warum ich dann zu diesem Zeitpunkt mich von der Reihe abwandte. Erst, als Teil 7 den Eindruck vermittelte, wieder zu alten Tugenden zurückzukehren, habe ich Teil 6 nachgeholt, um auf dem neuestem Stand zu sein. Und da musste ich mich wirklich durchquälen.

      -----

      Zu Village: Bin bei ca. 9 1/2 Stunden und habe gerade Monreau hinter mir. Fand ich auch einen sehr spaßigen Abschnitt, der mich nach dem sehr verstörenden Puppenhaus etwas aufgepebbelt hat. Momentan durchforste ich erneut das Dorf nach Geheimnissen, bevor ich mich zu Heisenberg aufmache.

      Das Spiel kann gar nicht mehr so viel falsch machen, es wird auf jeden Fall in meine Top 5 kommen. Meine Begeisterung ist ungebrochen. Und das soll was heißen, ich bin bekanntlich sehr kritisch, was Resi betrifft :D
    • Habs heute auch durchgespielt.

      So, ich hatte vorher sehr starke Bedenken gehabt und hatte auch lange überlegt, ob ich es mir überhaupt kaufen sollte.

      Weil ich kein großer Fan von der Ego-perspektive bin, war die Angst groß, dass es wie bei Resi 7 wird. Ich fand das Resi 7 sehr atmosphärisch und auch wirklich gruselig war, aber ich war spielerisch nicht so begeistert gewesen. Bei Resi 8 sieht das ganze anders aus :D Ja, Village ist nicht so gruselig wie 7 oder Resi Remake 2 und das sage ich, als jemand der wirklich ein Schisser ist XD, obwohl das Spiel atmosphärisch echt viel bietet. Ich liebe die ganze Kulisse in Village. Vieles erinnert mich an Bloodborne, was bei mir durchweg nur gutes bedeutet. Das Spiel deckt auch einiges ab, von Dorf, Schloss und weiteres (möchte nicht spoilern). Ich wusste im Vorfeld fast gar nichts über das Spiel. Ich kannte nur den ersten Trailer und das wars, weshalb ich immer wieder überrascht wurde. Die Levelstruktur, die ja einem Metroidvania sehr ähnelt, die auch Ähnlichkeiten mit dem aktuellen God of War hat, weiß einem doch sehr zu begeistern. Ich wünschte, die meisten Spiele würden in diese Richtung gehen, anstatt den aktuellen Open-World Kurs einzuschlagen. Dieser Spielaufbau sorgt für eine stetige Motivation, auch wenn einiges sehr Linear war.

      Auch freue ich mich über die Rückkehr des Aufwertungssystem für Waffen, das motiviert ungemein, wie ich finde. Ich freu mich schon auf meinen zweiten Durchgang, um mehr freizuschalten und besser zu werden. Ich benötige in Spielen ein gewissen Progress, also ich brauche Belohnungen. gibt mir was, damit ich an der Stange bleibe und das bekommt Village ganz gut hin. Das ist natürlich mein persönlich Geschmack, es gibt ja auch viele, die das nicht mögen.

      Mir hat die Geschichte echt gut gefallen, das hatte was leichtes von Metal Gear. Wie hier ein paar schon erwähnt haben, würde ich mir auch viel mehr Dialoge wünschen, also mehr in die Tiefe gehen. Aber man möchte halt lieber Popcornkino sein, womit ich auch leben kann, aber das Potenzial ist eindeutig da. Zu Ethan nochmal, ich bin immer noch kein Fan davon, wie er dargestellt wird, da er immer noch kein Gesicht hat, obwohl der Rest, also seine Beweggründe so schön bodenständig sind und mir auch sehr gut gefallen hat. Nicht immer der/die super Polizist/in, die unwissend Daten für die bösen Großkonzerne sammelt. Auch diese Einzeiler von ihm zwischendurch sind manchmal so dumm, dass es schon wirklich wehtut. XD
      Und was dieser Mann alles erleiden muss, ist schon nicht normal, der arme Mann :D
      Besonders das Ende, wo alles offen gelegt wurde, war super :)

      Das Gameplay in Village ist im Resi-Universum einer der besseren gewesen, aber im Egoshooterbereich wahrscheinlich nur befriedigend, aber das ist in Ordnung, wie ich finde. Ich liebe dieses klobige so sehr. Auch muss man die Bossfights hervorstechen, ich finde, die sind alle sehr gut gemacht wurden und auf Normal machbar gewesen. Und es gab ja auch Minibosse, die man hätte verpassen können und einige von diesen Bossen wären in den älteren Teilen als Endboss durchgegangen XD

      Zur Technik

      Ich hab es auf der PS5 gespielt und für ein Crossgentitel sieht es super aus. Keine Ladezeiten, Raytracing(sehr minimalistisch, kaum bemerkbar), Dualsense kompatibel und kaum Framerateeinbrüche. Ein sehr schönes Spiel, aber es kann auch daran liegen, dass ich vorher 60Std Nier Replicant gespielt habe XD

      Eins muss man den Entwicklern lassen, die wissen, wie man Räume, Gebäude und Charaktere gestaltet, das ist deren Stärke. Aber Landschaften und Grünzeugs sehen nicht so gut aus, wenn man mich fragt.

      Mein Fazit: Eine subjektive 1 :D

      Und freu mich schon auf den zweiten Durchgang :)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Nitec ()

    • Josti schrieb:

      Chris Redfield hat die Stimme von Carlos aus REmake 3; und Emily (das Dorfmädchen vom Anfang) hat die Sprecherin von Jill Valentine aus dem selben Remake. Das finde ich insofern unpassend, da der Sprecher von Chris/Carlos beide Rollen gleich spricht und keine Variation reinbringt. Ein Troy Baker ist er halt nicht.

      Ich denke immer noch da stecken Budget-Gründe hinter, was an sich schon seltsam klingt. Man will ja partout nicht auf Sprecher setzen, die der Union angehören. Das Problem: Du hast da wirklich keinen großen Pool an bekannten Sprechern, auf die du zurückgreifen kannst. Also fängt man bereits an, Sprecher zu wählen, die dann mehrere Charaktere sprechen. Bei deutschen Dubs ist das keine Seltenheit, dort hört man teilweise die gleichen Sprechern in mehreren Rollen in einem einzigen Spiel. Muss da an Richard van Weyden und Tobias Brecklinghaus denken, die in jedem verdammten Spiel von Sony, gefühlt, zu hören sind. Richard van Weyden auch gerne mal eine Hauptrolle und nach noch 2-3 NPC's.
      Wie gesagt, Schwamm drüber bei den internationalen Dubs, aber Resident Evil begann halt weltweit mit englischer Vertonung und ausgerechnet da nun zu sparen, weil man nicht auf die Gewerkschaft für Synchronsprecher zurückgreifen will, das ist schon sehr billig. Hatte ja mal erwähnt, bei Revelations 2 haben sich auch ein paar bekanntere Sprecher unter den Cast gemischt die dann im Abspann unter einem ulkigen Pseudonym verewigt wurden. Dass mit Emily wusste ich zum Beispiel noch gar nicht.


      Nitec schrieb:

      Und freu mich schon auf den zweiten Durchgang

      Dann aber hoffentlich auf Hardcore oder noch einen darüber :D


      Gibt auch nicht so schöne Sachen zu vermelden. Die Verkaufszahlen aus Japan sind draußen und Resident Evil 8 müsste der schwächste Start eines nummerierten Resident Evil in Japan gewesen sein. Allerdings sind da noch keine digitalen Nummern mitgerechnet. Das ist ein negativer Trend, der sich exklusiv auf die FPS Resident Evil in Japan beschränkt.

      Das Spiel ist auf Platz 1 eingestiegen mit:

      PlayStation 4: 111.171 verkaufte Exemplare

      Und auf Platz 4 eingestiegen für:

      PlayStation 5: 38.713 verkaufte Exemplare

      Zusammengerechnet kommt man aber nicht einmal auf die schon nicht so überragenden Verkäufe von Resident Evil 7 in Japan. Im direkten Vergleich, Resident Evil 2 Remake konnte sich zum Launch dort über 250.000 mal verkaufen. Ist vielleicht auch noch ne Erwähnung wert, aber Village ist auch wieder nur zensiert in Japan erhältlich.

      Capcom wird es natürlich verschmerzen können, alleine, wie gut Monster Hunter Rise sich in Japan mal wieder verkauft hat und es immer noch tut. Zudem läuft Village im Westen sehr gut und hat sich bereits jetzt deutlich besser verkauft zum Start als das Resident Evil 3 Remake, was allerdings auch im laufe der Monate für Capcom noch zu einem finanziellem Erfolg wurde. Die Möglichkeiten von Resident Evil Village sind alleine durch kommende Sales nochmal extrem umfangreicher. Aber ist natürlich dennoch schade zu sehen, dass das Spiel nicht wirklich Anklang in Japan findet. Denke, man kann da auch sehr sicher sein, dass das Problem darin besteht, dass sie ganz einfach Resident Evil als FPS nicht wirklich mögen.
      Zuletzt durchgespielt:

      Resident Evil Zero 6,5/10, Maneater 7/10, Cyber Shadow 6,5/10

    • @Somnium

      Ganz ehrlich, Somnium.
      Ich wollte erstmal auf leicht weiter machen, um ein paar Erfolge und Bonis freizuschalten, damit der Durchgang auf Schwer leichter wird XD

      Kommst du denn mit deiner Übelkeit klar? :)


      Ich bin echt keiner der mit diesen Konsolenkriegquatsch was zutun haben möchte. Aber ich muss noch einmal auf den Dualsense Controller eingehen.
      Je nach Waffe lässt sich der Trigger leichter oder schwerer drücken. Mit der Pistole ist der Trigger ganz leicht zu betätigen und bei der Schrottflinte hast du ein viel höheren Widerstand. Und es gab so ein paar Momente, wo es taktisch echt wichtig war, welche Waffe ich nutze. Bei der Flinte z.B. kam es zu Situationen, wo ich ins schwitzen kam, weil ich nicht schnell genug den Trigger drücken konnte und was soll ich sagen, für ein Survival Horror Spiel ist das genau das richtige. Das sorgt für echt unangenehme Momente.
      Für kompetitive Spiele, wie Call of Duty ist das natürlich mist, weil da ja jede Millisekunde zählt, aber zu Resi passt es.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Nitec ()

    • @Nitec

      Meine Freundin hat es auch mal mit den bösen Schwierigkeitsgraden in 7 und Remake 2 probiert, glaube in letzterem ist sie nicht weit gekommen :D Bei mir ist es so, ich wage mich da gar nicht erst ran und mein zweiter Durchlauf ist dann meistens auch auf Leicht, weil ich mir einfach keine großen Gedanken machen will ob gleich irgendwas kommt, was mich auseinandernimmt. Besonders der Prolog im Dorf soll auf Hardcore in Village die Hölle sein, danach wird es wohl deutlich machbarer.

      Danke übrigens der Nachfrage. Also es hat sich doch deutlich gebessert bei mir. Liegt natürlich auch daran, dass ich jetzt einige Stunden spielen konnte und dazwischen dann auch noch Resident Evil 7 samt Not a Hero DLC gespielt habe. Das ist kein Freifahrtschein aber ich kann am Stück doch um die 2 Stunden mittlerweile spielen, ohne, dass mir übel wird. Spiele natürlich weiterhin unter meinen Vorkehrungen die ich getroffen habe, damit passt es ganz gut. Sobald die Augen anfangen weh zu tun, mache ich aber aus. Denke, wenn man wirklich First Person bleiben möchte, sollte man zumindest auf die Kritik mal hören die es ja seit Teil 7 gibt und einen FOV-Regler einbauen. Das ist auch kein Garant dafür, dass man nichts mehr mit Motion Sickness zu tun hat, aber es ist immer gut eine zusätzliche Option zu haben.

      Zu den DualSense Features habe ich jetzt gemischte Berichte gehört. Gibt einige Leute, die haben die Features deaktiviert weil sie durch den Widerstand der Trigger wirklich behindert wurden. Andere wiederum fanden es ganz gut. Denke, so wirklich Zeit das Feature noch besser zu nutzen hatte Capcom nicht. Aber auch hier natürlich gut, dass es optional glaube ich ist, ob man wirklich mit DualSense Features spielen möchte.
      Zuletzt durchgespielt:

      Resident Evil Zero 6,5/10, Maneater 7/10, Cyber Shadow 6,5/10

    • So, ich hab Village gestern auch beendet, mit 15 1/2 Stunden auf dem Tacho.
      Und ich bin schon sehr schwer angetan. Momentan ist es ein heißer Anwärter auf einen Platz in den Top 5, vielleicht sogar den Top 3 der besten Resis. Muss mir aber noch einige Sachen durch den Kopf gehen lassen. Ich entschuldige mich auch, wenn der Post hier etwas unstrukturiert wird, aber mir schwirren noch zu viele Gedanken im Kopf :D

      Von den vier Gebieten gefielen mir die ersten beiden am Besten.
      Aber auch von Heisenbergs Gebiet war ich sehr angetan. Diese dreckige "Metal Army" und auch die ganze Fabrik fand ich schon sehr verstörend. Auch die wabernde Soundkulisse hat mich mehrmals in Panik versetzt. Es wurde vorher schon erwähnt, aber ich sehe hier eine deutliche Inspiration von Frankenstein's Army.

      Grundsätzlich dreht Village im Vergleich zu VII einige Stufen am Crazy-Rad, aber niemals so extrem wie bei einem Teil 6,wo ich mich fremdschämen musste.

      Der "krasse" Action-Anteil ist bei weitem nicht so hoch, wie er beispielsweise bei 4Players dargestellt wurde und wird eher homöopathisch eingesetzt. Es gibt genau zwei Passagen, die den Setpieces der Teile 4 - 6 ähneln: die Belagerung gegen Anfang, und der Stronghold. Die Action wechselt sich mit weiteren Erkundungsphasen, kleinen Rätseleien und gekonntem Grusel. Dadurch wirkt der Spielfluss nie so zäh wie in den Teilen 4 - 6, bei welchen sich man von Setpiece zu Setpiece angelt. Das ist allgemein die größte Stärke von Village: die Abwechslung. Ich erwähne bewusst nicht die letzte halbe Stunde, dazu später mehr.

      Auch von der Story war ich sehr angetan. Ich empfand es gar nicht als zu stark abgedreht, wie es bei einigen Tests bemängelt wurde. Eine Geschichte um die Familie Winters, die in die Resi Lore verwoben wird. Einge Gedanken im Spoilerkasten:

      Spoiler anzeigen

      Wir haben nun mehrere mögliche Szenarien, welche angedeutet wurden und für die Zukunft der Reihe wichtig sein können. Zum einen gibt es da die Connections, zu denen es nur spärliche Infos im Spiel gibt. Am ehesten werden sie noch in dem Report von Zoey Baker aus dem Trauma Pack beleuchtet. Aus diesem geht hervor, dass der Hintermann zu Umbrella-Zeiten noch die rechte Hand von Spencer war. Bis auf die Tatsache, dass diese Vereinigung die Versuche von Miranda mitfinanzierte (und so für die Ereignisse von Teil VII verantwortlich waren), gibt es aber nichts Neues.

      Auf das neue Umbrella aus Teil VII wird gar nicht eingegangen. Oder sind sie für den Heel-Turn der BSAA verantwortlich? Diese schickten infizierte Soldaten in das Dorf, aus noch unbekannter Ursache. Chris macht sich ja schon mal bereit für einen Face-Off. Der Grund, warum das Umbrella Symbol überall in Village zu sehen war, ist jedoch ganz simpel zu erklären: Spencer war als junger Mann ein Schüler von Miranda und hatte sich als Logo für seine Firma von den Zeichen der Gründungsväter des Dorfes inspirieren lassen.

      Und dann haben wir das Ende. Und was für eins!
      Mir kann niemand sagen, dass Ethan tot ist. Regel Nummer eins: solange man nicht sieht, wie jemand stirbt, ist dieser auch nicht tot.
      Der Epilog spielt ja dann in der Zukunft mit Rosemary als Teenager. Wobei ich nicht sicher bin, wieviel Zeit verhangen ist. Durch Eveline wissen wir ja, das solche Molded-Viecher schneller altern können. Es können also 16 Jahre vergangen sein (und Chris wäre dann Mitte 60), oder auch nur drei.


      Ich bin auf alle Fälle gespannt, wie es mit der Lore weitergeht! Es ist sehr viel Potential vorhanden. Glaubt man den Capcom Leaks, ist ja sowohl ein Resident Evil Outrage, als auch ein Resident Evil Hunk in Entwicklung. Es bleibt spannend!

      Im nächsten Spoilerkasten sind einige Sachen, die mich als langjährigen Fans schmunzeln ließen:

      Spoiler anzeigen

      - In Ethans Haus sind sowohl Bücher von George Trevor (dem Architekt des Spencer Mansion) sowie dem Bruder von Robert Kendo (dem Waffenladenbesitzer aus Teil 2)
      - Der Duke zitiert den Händler aus Teil 4 und fügt hinzu, dass dieser ein alter Freund sei :D
      - Heisenberg bezeichnet Chris als "boulder punching son of a bitch" :D - Meine Rede!
      - Chris raucht wieder! Wie damals im ungeschnittenen Intro zu Teil 1. Solch eine Konsistenz mag ich.


      Auf eine interessante Sache möchte ich auch noch eingehen. Im Trauma Pack gibt es nochmal zusätzlich 120 Artworks.

      Spoiler anzeigen

      In einem Artwork ist Ada Wong zu erkennen. Es war geplant, das sie Ethan im Spiel unterstützt. Sie wurde aber aus dem Spiel gestrichen, da die Entwickler der Meinung waren, dass sie nicht zum Szenario passt.



      Ich möchte auch noch auf ein paar Sachen eingehen, die mir nicht so gut gefallen haben.
      Ein Problem teilen sich nämlich alle Spiele der RE-Engine: Kaum vorhandener Soundtrack. Die Soundkulisse ist zwar erstklassig, aber es fehlen mir erkennbare Motive wie das RPD-Theme. Hätte doch perfekt zum Schloss gepasst.

      Dann muss ich natürlich noch die letzte halbe Stunde kritisieren. Das ging in klassische Resi 5 und 6 Setpiece-Action Richtung. Da es aber nur eine halbe Stunde von meinem 15 1/2 Stunden Run einnahm, kann ich darüber noch hinwegsehen. Solange sowas zukünftig nicht allzu stark im Vordergrund steht, bin ich zufrieden.

      Mich wundert es auch, dass bisher kein Season Pass angekündigt wurde. Den letzten hab es ja zu Teil VII. Würde mich natürlich freuen, wenn man wieder mehr auf "fertige" Spiele zum Release setzt.

      Und heute wird dann endlich der Hardcore Modus angepackt. Yay! Der Mercenaries Modus konnte mich bisher nicht so stark motivieren. Die Genialität des Raid Modus der Revelation Spiele wird hier nicht erreicht. Und ich schaffe es auch nicht, einen A Rang zu erspielen, um das nächste Level freizuschalten...
    • Ich habe heute Resident Evil VII beendet und halte es an der Stelle mal nach dem seeehr langen Post zu VIII etwas kürzer. Ich denke, nach reiflicher Überlegung, kann ich jetzt meine vorläufige Top 5 tatsächlich abgeben:

      1. Platz - Resident Evil HD Remaster
      2. Platz - Resident Evil VII
      3. Platz - Resident Evil 4
      4. Platz - Resident Evil 2 Remake
      5. Platz - Resident Evil 5

      Die Plätze 2 bis 4 können dabei wohl immer wieder mal ihre Plätze tauschen, nur 1 und 5 stehen dabei ziemlich fest. Ich bin wirklich ziemlich begeistert vom Village Vorgänger. Ich empfinde das Spiel als deutlich runder und koheränter als VIII, das mir etwas zuviel will und dabei stellenweise einfach etwas zu kurz kommt. Mir ist auch aufgefallen, dass VII manche Kritikpunkte besser macht bspw. die statische Welt. Und das ist ja auch kein Wunder, nimmt man doch die Havok Physics zur Hilfe. Auch Türen werden hier noch per Hand geöffnet oder zumindest mit Ansätzen von Animationen (wenn man die Schrotflinte hält). Als nächstes geht es an die DLCs, die dann die Spielzeit auch noch mal etwas erhöhen.
    • Bei mir wird es halt auch selber spannend jetzt mit der Topliste, weil ich bin jetzt beim 4ten Graf und REVIII boxt sich halt wirklich hoch in meiner Favo-Liste. Ich hätte es echt nicht erwartet, aber das Spiel holt mich halt wirklich absolut ab. Und ich ergänze meine Aussage... dank des zweiten Graf landet es bei mir an der Spitze wenn es um Grusel und "Angsteinflößend" geht, das zieht selbst an RE7 vorbei.

      Aber aktuell sieht meine Liste so aus:

      1. Resident Evil 2 Remake
      2. Resident Evil 3 Remake
      3. Resident Evil 4
      4. Resident Evil Revelations 2
      5. Resident Evil HD Remastered

      Resident Evil 1 hätte halt Potenziell die Chance auf Platz 1 zu sein, weil ich halt das ganze Setting etc drumherum liebe, aber - und das schon seinerzeit, ich hasse halt die feste Kamera und das klobige Gameplay der Klassiker für so eine Art von Spiele. Feste Kamera für Adventures oder normale "Horror"-Spiele geht klar, aber sobald es wesentlich "Combat"-Freundlicher und Actionlastiger wird, ala eben der alten RE ableger, finde ich das Konzept einfach grausam und altbacken. Ein Remake ala RE2 und das wäre unweigerlich bei mir auf Platz 1. Weil für mich die Remakes (wenn auch leider Inhaltlich etwas gekürzt wurde) treffen mich vom gesamten Konzept her den Nagel auf den Kopf und ist für mich persönlich so, wie RE schon immer hätte sein sollen.

      Revelations 2 wird vermutlich ein "verwunderlicher" Eintrag sein, aber ich muss hier mal folgendes einwerfen: Neben den traditionellen ersten Horror-Survival-Playthrough hat ein weiterer Aspekt in der Reihe bei einigen Einträgen für mich für Faszination gesorgt... das ist die erhöhte widerspielbarkeit dank Routes, alternative Modi, Unlockables (Infinite Ammo etc). RE5 bspw hat mich, obwohl ich "insgesamt" von dem Spiel sehr enttäuscht war als Resident Evil ableger, trotzdem für ~70 Stunden bei der stange gehalten dank der Unlocks (sowie des co-ops). Revelations 2 ist deshalb auf platz 4, weil ich halt den RAID modus einfach so liebe. Mit seine Lieblings-Charaktere und das auch potenziell im Co-op (Splitscreen sogar auch) durch Missionen zu wetzen, einen leicht angehauchten diablo-esquen Itemloop, Levelsystem samt Skillpunkte etc... Mercenarys wo es ja primär ums highscore jagden geht hat mich nie so wirklich gecatcht, aber der Rev2 Raidmodus is für mitunter der beste alternative Modus denn Capcom bisher je gebracht hat. Da wurmts mich dann wieder das die Ressourcen an solche Sachen wie Ressistance und Re:Verse verschwenden(welche dann eh schnell wieder auf eis gelegt werden). Ein Raidmodus mit der Remake Engine und den Remake Charakteren wäre so ein Traum für mich.

      Resident Evil 4 ist wohl eines der Kontroversesten Ableger, weil er einerseits eines der beliebtesten und bestbewertesten Ablegern ist, andererseits aber auch in der Fanbase für Trubel gesorgt hat, weil es einfach so hart mit Traditionen gebrochen hat. Für mich war es aber Hammer-Titel... ich mag Leon, ich mochte das Szenario weil es als "Europäer" (zumindestens als jemand der auf den Land lebt) wesentlich vertrauter ist als die typischen Amerika-Ableger und ich fands Gameplay/Kameratechnisch bei weitem besser als die klassiker. Man hat halt nur anders als das Remake halt nicht das Konzept so richtig getroffen, weil dank der neuen Präzision etc sind Gegner einfach wesentlich weniger gefährlicher und schneller Tötbar, was halt eben dazu geführt hat das man es mit der Masse kompensiert hat und man eben dadurch ein etwas actionreicheres Erlebniss hatte. (RE2R löst es gott sei dank damit das die Gegner mehr aushalten und wieder zur bedrohung werden... dank der Gore & Physics und das daraus resultierenden Combat fühlt es sich halt [für mich] nicht so billig nach bullet sponges an).

      Teil 2+3 brauch ich eh also nichts mehr zu sagen... liebe das Setting und Szenario der alten Teile, das gameplay wurde für mich perfekt genailed. Top Spiele.

      Potenziell hätte also Village echt die Chance entweder auf Platz 3 oder 4 zu landen, was für mich eine beachtliche Leistung wäre.

    • 1. Resident Evil 6
      2. Resident Evil 5
      3. Resident Evil 2 Remake
      4. Resident Evil Village
      5. Revelations 1

      Hoffe es kommt noch ein Code Veronica Remake da das der einzige Teil ist den ich nur von den Chronicles kenne.
      Teil 1 im neuen Gewand mit mehr Story würde ich auch begrüßen. Da könnte man mehr zu Spencer zeigen und die Vorgeschichte wie sie mit Lisa herum experimentiert haben.
      Dafür das Spencer Umbrella gegründet hat finde ich weiß man viel zu wenig über ihn, da könnte man mehr daraus machen weil schließlich war der gute Mann ca 35 Jahre lang der Präsident von Umbrella und hat sicher viel mehr in den Jahren gemacht als das was man über ihn weiß.
    • Mit etwas Verspätung habe ich nach recht schlanken 10 Stunden und 8 Minuten (laut Abschlussstatistik) Resident Evil Village beendet. Das war durchaus sogar kürzer als Resident Evil VII. Allerdings weiß ich nicht wie hier Cutscenes mitgezählt werden. Also gut möglich, dass das die Nettospielzeit ist ohne die Cutscenes mitzurechnen, da dürfte dann auch nochmal was draufkommen und davon hatte Resident Evil VII ja nicht viel.

      Es gab kürzlich eine Umfrage auf Twitter von Capcom, welche von den 4 Abschnitten die Spieler am besten fanden. Als ich zuletzt geschaut hatte waren da Schloss Dimitrescu und Haus Beneviento weit vorne. Die Fabrik belegte Rang 3 und das Gebiet von Moreau war recht isoliert auf Platz 4. Würde ich so unterschreiben, dennoch würde ich Moreau mit der Fabrik tauschen. Heisenbergs Fabrik war mir dann doch eine Nummer zu viel des guten. Keine Katastrophe, aber hier kommt nun das ins Spiel, wovor ich beim Haus Beneviento gewarnt hatte. Wenn einer dieser Abschnitte zu lang ist, dann kann sich das negativ auswirken. Die Fabrik ist optisch, vom Sumpf mal abgesehen, leider auch optisch kein Highlight. Man läuft durch irgendwelche engen Gänge, auf einmal werden Ressourcen sehr knapp und man bekämpft auf engstem Raum sehr robuste Gegner. Aber auch die Fabrik hatte ihre guten Momente und der Kampf gegen Heisenberg setzt die Serie der extrem gelungenen Bosskämpfe im Spiel fort.

      Aber bisher hat jedes neue Resident Evil eigentlich immer einen Abschnitt, der recht kontrovers bei den Leuten ankam. Resident Evl 7 hatte das Schiff, Resident Evil 2 Remake die unnötig gestreckte Kanalisation und bei Resident Evil 8 dürfte es dann wohl die Fabrik sein.

      Ich war dann doch überrascht, wie schnell sich das Spiel nach den 4 Hausherren/Damen das Spiel dann auch dem Ende neigte. Nach all diesen 30-50 Stunden Kloppern bin ich aber froh, endlich mal wieder ein Spiel von gestraffter Lauflänge gespielt zu haben, ohne, dass es sich unbefriedigend anfühlte. Kleine Kritik gibt es halt bei der Fabrik und dem dann doch sehr abrupten Ende, aber insgesamt war es ein Spiel, was mir von Anfang bis Ende gefallen hat und es wartet ja auch noch einiges auf den Spieler. Man hat den Bonus-Shop aus dem Resident Evil 3 Remake übernommen und das Spiel bietet auf alle Fälle noch genug Motivation für 1-2 weitere Durchläufe, immerhin gibt es genug freizuspielen. Inwieweit der Mercenary Modus da noch zusätzlich was bewirken kann, muss ich später mal testen.

      Der von Luibl so kritisierte letzte Abschnitt und der Vergleich zu Call of Duty ist jetzt, wo ich den besagten Abschnitt spielen konnte, noch einmal deutlich lächerlicher, als ich ihn ohnehin schon fand. Dieser Teil des Spiels wo man da etwas rumballert ist nun wirklich kaum der Rede wert. Nimmt glaube ich keine 20 Minuten ein.

      Aber ich will jetzt mal weg vom Gameplay, über die Story wurde gar nicht so ausgiebig debattiert, ich hatte da aber als langjährigen Fan von @Josti was erwartet und da kam ja auch was, worauf ich auch mit eigenen Worte nochmal eingehen möchte.

      Da muss vorweg gesagt werden, da wird sich einiges verändern mit Teil 9. So viel ist mal sicher und mir kommt es wirklich so vor, als wolle man hier einen Full Cycle bringen, der alle Spiele miteinander verknüpft. Und erst einmal halte ich Capcom zu ehren, wie brillant sie Teil 7 und Teil 8 miteinander verknüpft haben und Ethan nochmal deutlich mehr Persönlichkeit gegeben haben. Aber man hat nicht nur das getan, man erklärt elegant subtil die Ursprünge von Umbrella.

      Bevor ich da etwas weiter nun im Spoilerkasten aushole: Capcom gab glaube ich bekannt, dass einige Teile des Spiels im Homeoffice entstanden sind. Da hätte ich gesagt, auf alle Fälle der Sumpf. Aber hui, der Epilog sieht schon sehr Rough aus. Es schwankt aber irgendwie in jeder Szene. In manchen Szenen sehen Umgebungen und Figuren sehr gelungen aus, dann sieht auf einmal alles wieder auf wie ein PlayStation 3 Spiel wo Kantenglättung gerne mal übersehen wurde. Fällt nicht so ins Gewicht, aber es war eine der wenigen Cinematic-Cutscenes und die Technik wirkte im Epilog einfach sehr Choppy. Das lag nun auch nicht daran, dass ich hier nicht auf dem neusten Gerät gespielt habe, man merkt hier einfach, da hätte noch etwas Politur auf den Lack gemusst.


      Nun aber zur Story:

      Spoiler anzeigen
      Man hat es leider nicht geschafft, die doch gute Vorlage um Ethans traurigen Twist zu verwandeln. Sie hätten sein Gesicht zeigen müssen. Es gibt keine Gründe, es nicht zu zeigen und da haben sie mich emotional nicht ganz so gekriegt, denn wie penetrant das Gesicht von Ethan in eine der wenigen Cinematic-Cutscenes, vielleicht eine der traurigsten im gesamten Franchise (und da muss man ehrlich sein, so viele traurige Momente hatte die Reihe nicht, um ehrlich zu sein war nur noch das Schicksal der Bakers im Vorgänger wirklich traurig. Ich weigere mich hier den Abgang von Steve zu erwähnen), verdeckt wurde, fand ich schon sehr unpassend und das hat in Sachen Emotionalität die Sache schon etwas eingedämpft. Ich bin mir sicher, Josti wird mir hier widersprechen ;P Aber ja, wozu das Gesicht noch verdecken? Man hat sich die Mühe gemacht, die Figur von einem wortkargen Typen mit gelegentlichen Onelinern zu einem charismatischen, fürsorglichen Familienvater auszubauen, ihm mehr Personalität zu geben als vielleicht dem gesamten Cast zuvor, nur um sein Gesicht weiter zu verdecken? Das Team hinter den Spielen schaut sich doch so viel Zeug an, haben sie da nicht mal Star Wars gesehen bzw. ganz aktuell, Mandalorian um zu wissen, welche Wirkung es haben kann, in den letzten Szenen das Gesicht einer maskierten Person zu zeigen? Hier hat man echt einen Schlüsselmoment weggeworfen. Es war gut inszeniert, aber Ethan ohne Gesicht, die Geschichte bleibt.

      Am Ende klärt sich dann alles auf. Die Fabelwesen sind keine Fabelwesen sondern BOW's. So eine Auflösung rund um die Vampire und Werwölfe habe ich erhofft und sie auch bekommen. Extrem interessant fand ich auch noch die Backstories der 4 Gegenspieler, die hier allesamt etwas kryptisch erzählt werden wie Bosse in den Souls Games. Da hat man schon sehr gute Arbeit geleistet, die Figuren auszuarbeiten.

      Was ebenfalls gut funktioniert sind die vermeintlich über die Jahre ausgebrannten alteingesessenen Charaktere. Chris als Nebendarsteller hat mir in Resident Evil 7 schon gut gefallen, in Resident Evil 8 hat man das nochmal ausgebaut. Chris funktioniert als Person im Hintergrund ziemlich gut, genau so etwas wünsche ich mir dann auch in Teil 9. Einen frischen neuen Charakter mit dem man spielt, ein Veteran der später zur Story hinzustößt und den man in ausgewählten Segmenten auch mal spielt.

      Die BSAA: Die BSAA ist verdorben. Ist keine Überraschung da sich die die Korruption der BSAA in Revelations schon angedeutet hat. Chris scheint ihnen nicht mehr wohlgesonnen zu sein und verspürt am Ende sogar ne große Abneigung. Die Intentionen von Neo Umbrella bleiben weiter im Dunkeln, aber sie scheinen wirklich keine bösen Absichten im Sinn zu haben.

      Der Timeskip-Epilog mit Rose Winters war schon krass. Das wird einem gar nicht wirklich bewusst, aber hier sind mal so eben vermutlich 18-20 Jahre vergangen. Und so viel ist jetzt schon sicher, sie wird noch eine wichtige Rolle spielen. Theorien, es hätte keinen Timeskip gegeben und Rose würde einfach wie Eve schnell altern halte ich für Blödsinn. Es gab hier einen enormen Timeskip und der war überfällig, um Resident Evil noch weiter nach vorne zu bringen was das Storytelling in kommenden Spielen angeht.

      Eine Frage bleibt aber: Wieso hat Chris die Winters eigentlich ausgerechnet nach, wo auch immer sie waren (Osteuropa?) verfrachtet? Darauf gab es nie eine Antwort, oder? Das ist so als würde ich im Dachgeschoss meines Stalkers einziehen, weil er mich da, nach meiner Logik, am wenigsten erwarten würde. Man scheint sich über das Dorf und was da abgeht ja im Klaren gewesen zu sein, was hatte es für einen Sinn, die Winters dorthin ziehen zu lassen, am Herd der Gefahr? Verstehe ich nicht so ganz. Und Chris wusste über den tatsächlichen Zustand von Ethan ja auch nichts, wie sich herausstellte.


      Was die Wertung angeht bin ich mir noch etwas uneinig. Ich gebe vorsichtige 9 Punkte für Resident Evil Village, denke aber, es ist dann doch mehr eine 8,5. Aber darauf kommt es auch nicht mehr an, ob das Spiel eine 8 oder 9 ist wird sich bei mir sowieso erst in weiteren Durchgängen zeigen. So war es auch schon mit Teil 7.

      P.S.
      Der rauchende Chris war eine fantastische Referenz an den ersten Teil und da stimme ich Josti völlig zu.

      ------------------------------------------------

      Interessant auch hier eure Top-Listen zu lesen. Das ist wirklich ne sehr bunte Auswahl. Ich mache es mir etwas einfacher, indem ich Original und Remake zusammenlegen werde. Aber so würde aktuell wohl meine Top 5 aussehen:

      1: Resident Evil und Resident Evil Remake - Das Original ist Heute noch immer richtig gut spielbar, das Remake ist für mich das wohl beste Videospiel-Remake und eines der besten Horror-Games aller Zeiten.

      2: Resident Evil 2 und Resident Evil 2 Remake - Ungefähr das, was ich zu Platz 1 geschrieben habe. Das Original, wenn auch das vermutlich einfachste Resident Evil, noch immer richtig gut spielbar, das Remake wieder sehr gelungen mit netten Twists und deutlich fordernder.

      3: Resident Evil 4 - Gaga-Story aber das macht das Gesamtpaket irgendwie aus. Ein Spiel, was eigentlich kein Remake bräuchte.

      4: Resident Evil Village - Ich denke, der Ableger hat das Potential ein Dauerbrenner in der Top 5 zu werden.

      5: Resident Evil VII - Eine Rückkehr zu den Wurzeln. Nicht nur spielerisch. Auch die ursprüngliche Idee, aus Resident Evil ein FPS Game zu machen, wurde hier nach all den Jahren realisiert.


      Positiv zu erwähnen wäre auch noch Resident Evil Revelations (Teil 1) mit seiner TV-Serien Erzählweise und das, meiner Meinung nach, sehr gelungene Resident Evil 3 Remake. Resident Evil 5 würde ich als Couch Co-Op König bezeichnen.
      Zuletzt durchgespielt:

      Resident Evil Zero 6,5/10, Maneater 7/10, Cyber Shadow 6,5/10