Angepinnt Musik-Diskussion 2.0: Künstler, Alben, Musikvideos und Performances

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    • Name: This Unruly Mess I've Made
      Interpreten: Macklemore & Ryan Lewis
      Genre: Hip-Hop

      Da ist er nun, der Nachfolger zu The Heist und irgendwie war ich mir die letzten Tage unsicher, was mich bei This Unruly Mess I've Made erwartet. Die Lead-Single Downtown fand ich extrem gut, dann kamen Kevin, das mich lange Zeit trotz der tollen Stimme von Leon Bridges nicht umhauen konnte und White Privilege II, das viel mehr Gesellschaftskritik als ein Lied ist. Die letzte Vorabveröffentlichung Buckshot fand ich sogar etwas störend, weshalb meine Erwartungen zuletzt nicht besonders groß waren.

      Heute morgen habe ich dann zum ersten Mal das Album gehört und wurde doch ziemlich überrascht, denn es ist deutlich besser, als ich es zuletzt erwartet habe. Der erste Song Light Tunnels ist direkt ein richtiger Hammer und definitiv ein Highlight des Albums. Im Song geht es um die Grammy-Preisverleihung 2014 und Macklemores Sicht auf den Abend. Hier wird eine Geschichte erzählt und die Produktion ist einfach genial.

      Insgesamt habe ich das Gefühl, dass das Album weniger "glatt" ist als sein Vorgänger. Auf der einen Seite hat man durchaus kritische Songs wie White Privilege II, Kevin und auch Light Tunnels, aber andererseits gibt es auch viele "Spaßproduktionen" im Stile von And We Danced und Castle. Auf dem neuen Album sind das namentlich Brad Pitt's Cousin, das absolut großartige Dance Off (samt Idris Elba^^) und Let's Eat. Zwischen diesen beiden Extremen gibt es noch ein paar andere Titel, die für mich bisher aber noch etwas untergingen, doch bei den meisten wird sich das garantiert noch ändern.

      Sehr gespannt war ich auf den Song Bolo Tie der zusammen mit YG entstand. Hier hatte ich etwas richtig Brachiales erwartet, aber das Resultat ist das genaue Gegenteil und zusammen mit St. Ides, The Train und Growing Up einer der ruhigeren Songs. Ich muss gestehen, dass ich hier durchaus enttäuscht wurde, aber da hatte ich persönlich halt einfach andere Erwartungen.

      Abschließend würde ich sagen, dass Macklemore & Ryan Lewis hier ein tolles Album veröffentlicht haben, das nicht vom "Fluch des zweiten Albums" geplagt wird, sondern ähnlich stark wie der Vorgänger ist. Es ist anders, aber nicht schlechter, sondern gerade durch Lieder wie Kevin und White Privilege II vielleicht sogar bedeutender.

      Meine Favoriten des Albums: Light Tunnels, Downtown, Dance Off, White Privilege II


      P.S.: Gestern wurde übrigens auch das Musikvideo zu Kevin veröffentlicht, ihr könnt es euch ja mal ansehen. Ich finde der Song verschenkt zu Beginn Potential, denn ab 2:25 wird er richtig gut.

    • Es ist mal wieder soweit liebes Forum, das Jahr neigt sich mit großen Schritten dem Ende zu und es wird Zeit ein Resümee zu ziehen. Nachdem in diesem Jahr viel tolle Musik veröffentlicht wurde, möchte ich den Thread erneut nutzen, um meine persönlichen Top-3 vorzustellen.

      Ich würde mich wie immer auch freuen, wenn auch ihr eure Highlights kurz vorstellen würdet.

      Hier also meine Top 3 der Alben aus 2016:



      Platz 3: The Weeknd - Starboy

      Ich bin erst letztes Jahr wirklich auf The Weeknd aufmerksam geworden und war seit da an unschlüssig, was ich von ihm halten sollte. Songs wie The Hills oder In the Night waren durchaus Ohrwürmer, aber irgendwie waren sie mir inhaltlich zu flach, wobei mich seine Michael-Jackson-Stimme schon damals begeistern konnte.
      Als Starboy dann angekündigt wurde, war ich skeptisch, auch weil der Vorgänger gerade mal ein Jahr alt war. Das Album-Cover hat mich aber schon bei der Ankündigung überzeugt und eine Lead-Single mit Daft Punk lässt mich natürlich auch nicht kalt. Starboy (das Lied) ist für mich eine der besten Singles des Jahres, was vor allem daran liegt, dass der Sound von The Weeknd und Daft Punk perfekt ausgeglichen ist. Das dazugehörige Musikvideo ist übrigens auch sehr gelungen und spiegelt die Grundstimmung des Albums sehr wider. Ich habe also gespannt auf das komplette Album gewartet und wurde nicht enttäuscht.
      Auch wenn sich die Texte inhaltlich nicht sonderlich vom Vorgänger unterscheiden, mag ich den düsteren retro-futuristischen, ja fast schon kosmischen Sound des Albums einfach sehr. Neben Daft Punkt hält das Album mit Kendrick Lamar, Lana del Rey und Future weitere tolle Kollaborationen bereit.

      Meine Favoriten des Albums: Starboy, Secrets, Stargirl Interlude, Sidewalks




      Platz 2: Kanye West - The Life of Pablo

      Die Promo und Veröffentlichung von The Life of Pablo war mindestens genauso chaotisch wie das gesamte letzte Jahr für Kanye, aber das Endergebnis spricht letztendlich für sich. Ich habe das Album erst vor kurzem zum ersten Mal komplett gehört und auch wenn ich es als Gesamtpaket etwas sperrig finde (es besteht aus 20 teils sehr unterschiedlichen Liedern), hat es mich schon da komplett überzeugt.
      Es wirkt nicht wie aus einem Guss, sondern eher wie ein Zusammenschluss aus mehreren Teilen, die sich untereinander sehr stark unterscheiden. Selbst einzelne Lieder nehmen nicht selten eine komplette Wendung und drehen sich stilistisch um 180 Grad. Beim ersten Hören gab es daher einige wtf-Momente, aber ich muss sagen, dass mich gerade diese experimentellen Elemente des Albums sehr reizen.

      Meine Favoriten des Albums: Fade, Father Stretch My Hands, Ultralight Beam, Wolves



      Platz 1: YG - Still Brazy


      Zugegeben, dieses Album ist vielleicht nicht so experimentell und gefeiert wie TLOP, aber es war das erste meiner letztendlichen Top 3, das ich gehört habe. Ich habe abseits von diesen drei Alben natürlich noch viel andere Musik in diesem Jahr gehört, aber an Still Brazy bin ich immer hängen geblieben.
      Der Vorgänger war schon unterhaltsam, aber dieses Album ist in meinen Augen nochmal eine deutliche Steigerung. Im Grunde hat sich an YGs Stil nicht viel geändert, aber die Produktionen sind viel besser geworden und klingen für mich deutlich eingängiger.

      Gerade Songs wie Word is Bond, Twist My Fingaz oder Still Brazy wurden beinahe sofort zu Ohrwürmern. Zusätzlich dazu wird sich auch mit ernsteren Themen wie der Polizeigewalt in den USA befasst und mit FDT (Fuck Donald Trump) gab es die perfekte Hymne zu den US-Wahlen, die natürlich nach wie vor passend ist.

      Meine Favoriten des Albums: Word is Bond, Gimmie Got Shot, Twist My Fingaz, Still Brazy
    • Die Gorillaz haben endlich ihr neues Album Humanz angekündigt, es wird am 28.04. erscheinen und umfasst 26 Tracks. Wer das Album vorbestellt, erhält vier Songs vorab, namentlich Ascension, Saturnz Barz, Andromeda und We Got the Power. Auch das vorab veröffentlichte Halleuhja Money ist auf dem Album (gefiel mir persönlich aber nicht so).

      Ich habe mir die Lieder gestern angehört und mir auch die dazugehörigen Videos auf dem YouTube-Kanal der Band angesehen und bin sehr angetan. Heute wurde das Album dann vorbestellt und die Vorfreude ist riesig.

      Mein persönliches Ranking:

      Saturnz Barz > Andromeda > Ascension (der Titel gefällt mir immer besser. Der Mittelteil ist richtig genial, der Rest etwas zu repetitiv) > We Got the Power ( > Halleuhja Money)
    • Ich war wirklich zu lange inaktiv. Da finde ich solch ein Thema und der zwiebelritter macht hier schon fast den Alleinunterhalter. Da wird es wohl an der Zeit mal etwas daran zu ändern. Da die Zeit der Weihnachtsalben und größtenteils irrelevanten Veröffentlichungen bereits wieder begonnen hat, kann man allmählich mal ein Resümee für das Jahr 2018 ziehen.

      Zunächst fällt mir besonders in dem Zusammenhang, dass ich viele meiner alten Beiträge und Themen wiederentdeckt habe, auf, dass ich älter geworden bin. Viel älter. Inzwischen kann ich mit satten 31 Jahren und 16 Jahren Erfahrung als Musiker feststellen, dass sich mein Musikgeschmack größtenteils verändert hat. Vorbei sind die Zeiten als Metalhead und ich höre nur noch Schlager und Volksmusik. Muss ja mal erwachsen werden.

      Nee, so krasse Veränderungen gab es in den letzten siebeneinhalb Jahren dann doch nicht, auch wenn Metal inzwischen wirklich rar bei mir ist. Könnte jedoch eher darauf zurückzuführen sein, dass mir die Entwicklung der Metalszene nicht gefällt und mich die Musik nur noch selten packt.

      Welche Alben hatten es mir 2018 angetan?

      Allen voran bin und bleibe ich ein Child of the Fence. Dementsprechend hat mich Coheed and Cambrias "Vaxis - Act I: The Unheavenly Creatures" aus den Socken gehauen. Die Jungs sind zu ihren Wurzeln zurückgekehrt und haben ein Konzeptalbum erschaffen, das abwechslungsreicher kaum sein könnte. Nach zuvor eher durchwachsenen Veröffentlichungen hat dies meine alte Liebe zu der Band wieder entfachen lassen.

      Paul McCartneys "Egypt Station" hatte sich bei mir in diesem Jahr auch in den Gehörgang gebrannt. Wie jung und begeistert dieser Mann nach so vielen Jahren noch klingt, ist einfach beeindruckend. Dies gilt im Übrigen auch für Herbert Grönemeyer, dessen "Tumult" mich in den letzten Wochen auch in Dauerschleife begleitet.

      Des Weiteren konnte Greta Van Fleets zweites Album "Anthem of the Peaceful Army" ebenfalls überzeugen, auch wenn ich die erste LP insgesamt doch etwas stärker fand. CHVRCHES hatte mich mit "Love is Dead" ebenfalls abgeholt. Viele schöne Songs auf der Platte, die mich mitsingen ließen. Auch die neueste EP "The Radio Winners" von Madisen Ward and the Mama Bear fand ich herausragend. Sollte man sich durchaus mal gönnen.

      Allerdings war nicht alles so überragend. Tenacious D hat mich mit "Post-Apocalypto" unsagbar enttäuscht. Nicht einmal 20 Minuten Musik auf der Platte und allesamt nur kurze Songs, die nicht einmal zwei Minuten lang sind. Zwar immer mal eine gute Idee oder ein guter Ton, aber keine gute Platte. A Perfect Circle kehrte mit "Elephant" ebenfalls zurück, aber auch das Album konnte mich nach dem zweiten Hören nicht mehr mitreißen.

      Sonst gilt einmal mehr, dass ich enorm viel Unterschiedliches in diesem Jahr gehört habe, aber der Großteil fällt mir inzwischen nicht mehr ein. Das Gedächtnis versagt langsam. :D