Horizon : Zero Dawn

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    • Ich habe Horizon nun glaube ich schon zwei Jahre ungespielt hier liegen gehabt. Nach dem neuen Death Stranding Material war es aber nun fällig. Ich wollte einfach schon einmal einen Vorgeschmack auf die Decima Engine haben und dachte mir dann auch, Horizon wird da auch als Spiel selbst ein hochwertiger Testlauf sein.

      Bin jetzt etwas über 5 Stunden im Spiel und nach anfänglichem Staunen herrscht jetzt doch eher Monotonie. Was glaube ich daran liegt, dass ich mir vorkomme, als würde ich mich noch immer im Tutorial befinden. Aloy muss eigentlich immer irgendwas ausprobieren, bisher waren das meine bedeutendsten Aufgaben.

      Aber ich sehe hier ein ähnliches Szenario wie bei God of War. Es fing an mit einem Staunen und dann hatte die Motivation bei mir rund 2-3 Stunden bei mir einen Hänger bis es dann wieder enorm gut geworden ist. Da auch Horizon ein längeres Spiel ist, habe ich da noch sämtliche Hoffnungen. Aber so ganz warm geworden bin ich noch nicht damit. Bisher ist das Spiel mit durchgehend unsympathischen und unbedeutenden Charakteren gespickt. Mit Ausnahme von Aloy und Rost, der nicht mehr dabei ist, kann man da wirklich zu niemandem aufschauen.

      Auch die Nebenaufgaben finde ich bisher sehr unspektakulär. Spielerisch, aber auch erzählerisch. Die Quest mit der Schwester und ihrem geistig umnachteten Bruder fand ich ultra trashig und schlecht erzählt das ich mir einen Lacher nicht verkneifen konnte als auf einmal die Schwester aus dem Nichts in der Cutscene aufgetaucht ist. Dazu hat das Spiel bei den Gesichtsanimationen öfters mal seltsame Entgleisungen was die ganze Situation noch abstruser gemacht hat. Horizon war ja glaube ich das erste Spiel mit der Decima Engine und auch wenn ich da kaum was zu meckern habe, diese komischen Fratzen manchmal finde ich sehr unschön und hoffe, diese Probleme hat man bei Death Stranding in den Griff bekommen. Was das Gameplay der Nebenaufgabe anging wurde ich praktisch einmal über das Startgebiet gescheucht nur um wieder da zu landen, wo ich die Quest praktisch angenommen hatte.

      Wie meine Reise sich entwickeln wird, wird sich zeigen. Ich finds zwar gut bisher, aber es plätschert noch zu sehr vor sich dahin.

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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Somnium ()

    • Ich denke nach 30 Spielstunden und etwas über 50% Komplettierung wird sich an meiner Meinung dem Spiel gegenüber, weder in eine sehr positive, noch in eine sehr negative Richtung, nicht noch etwas ändern.

      Horizon nimmt nach der Tutorial-Sektion ordentlich fahrt auf. Um direkt mal zu den positiven Aspekten zu kommen. Die Optik ist einfach eine Wucht und die Inszenierung der Kämpfe, da kann man ja schon von gigantisch sprechen was die Präsentation angeht. Ist für mich wirklich eines der Highlights dieser Generation und für mich haben die Sony Exclusives da weiterhin die Nase weit vorn. Das erkunden macht auch ne menge Spaß. Leider ist es dann doch eher die Masse vieler kleiner Dinge, die dem Spiel dann eine höhere Gunst bei mir verwähren.

      Ich spiele auf "Normal" und finde den Schwierigkeitsgrad völlig unausgegoren. Ich habe in Horizon nie das Gefühl, durch Level-Ups, Rüstungen und Waffen besser zu werden. Ein Kumpel sagte mir, die Level der Gegner würden sich nicht dem Spielerlevel anpassen was meine Erklärung dafür wäre, warum ich mit Level 27 solche Probleme habe manche Level 11 oder Level 12 Quests zu bestreiten. Das Spiel nimmt ja, was einige Gegner angeht und wie man die angehen muss, schon Dark Souls Züge an wo man perfekt ausweichen muss, sich Bewegungen einstudieren muss um nicht nach 2-3 Treffern komplett umgehauen zu werden. So gnadenlos ist es dann nicht, aber das erforderliche Level für die Quest spiegelt absolut null die tatsächliche Herausforderung wieder. Guerilla bewarb das Spiel ja so, man solle nach seinem eigenem Spielstil fortfahren. Das heißt, wer kein Bock auf Stealth oder dem platzieren von Fallen hat, der kommt auch mit Nahkämpfen weiter.

      Eine absolute, komplett dämliche Zeitverschwendung sind die Nebenaufgaben. Die Stories dahinter sind nicht nur belanglos, langweilig und schlecht. Was ja nichts neues ist bei Nebenaufgaben. Aber wieder mal sind sie auch komplett unnötig da man als Belohnungen nur Müll bekommt, wenig EP oder in manchen Fällen mal gar nichts. Wozu mache ich die überhaupt? Die Quest mit diesen zwei streitenden Händlern zum Beispiel die mich quer über die Weltkarte gescheucht haben. Dafür gabs ein paar EP und eine Kiste mit wertlosem Tand. Die Quest mit Olin, wo man seine Familie befreit gibt ganze 5000 EP, was lächerlich wenig ist und keine weitere Belohnung wie zum Beispiel Scherben oder mal ne Waffe oder mal ne Rüstung oder sehr seltene Materialien. Zumindest in diesem Punkt ist es sich mit Breath of the Wild sehr ähnlich, da findet und bekommt man die ganze Zeit nämlich auch nur Müll getarnt als Belohnungen.

      Das Dialogsystem erinnert zudem sehr an Mass Effect. Nur bringt dieses ganze System relativ wenig, da man wenig bis gar nicht in die Dialoge eingreifen kann. Man kann eigentlich nur Fragen stellen und in sehr seltenen Fällen mal eine Emotion auswählen, die aber absolut nichts bewirkt. Zumindest bis jetzt.

      Man merkt einfach an vielen Ecken und Enden das es eine brandneue IP ist und Guerilla absolut noch keinen Bezug zu RPG's hat. Genug Potential ist da und man hat sich da auch viele Gedanken gemacht, nur hapert es bei der Umsetzung oftmals noch. Horizon war ein Bestseller und kam sehr gut an und ich gehe jede Wette drauf ein, da kommt eine Fortsetzung. Wenn man sich erneut für so viele RPG-Elemente entscheidet, sollte man sich da vielleicht vorher mal externe Hilfe holen von Studios die vielleicht mehr Erfahrung damit haben oder aber selbst dann mal zu schauen, die ganze Sache etwas ausgeklügelter zu präsentieren. Ich will ja auch nicht, dass Horizon zu so einem Loot-Game verkommt. Aber ich möchte einfach mal spüren, wenn mein Charakter stärker wird und vielleicht einfach mal seltene Items woanders zu finden als nur bei Händlern. Grinden ist auch ein wichtiger Aspekt in Horizon, aber zumindest da kann ich sagen, nimmt es nicht viel Zeit in Anspruch. Zum Glück.


      Lange Rede kurzer Sinn: Ich finde Horizon gut aber nicht affentittengeil, was es aber durchaus sein könnte. God of War hingegen bietet da mit weniger RPG-Mechaniken für mich viel mehr Befriedigung als Horizon, weil man dort für Umwege, Quests und Erkundung sehr ordentlich belohnt wird. Und natürlich auch die ganzen Nebenquests wesentlich besser sind, auch von den Stories her.

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    • @Somnium
      Ich hab auch noch Horizon hier rumzuliegen und kann es kaum abwarten damit irgendwann anzufangen, genauso wie God of War und Detroit.
      Aber deine Meinung bestätigt so bisschen meine Vermutung, dass es zwar nicht so super ist wie viele sagen, aber, dass es ok ist :)
      "Sei wer du bist, und sag, was du fühlst!
      Denn die, die das stört, zählen nicht- und die, die zählen, stört es nicht."
      von Theodor Seuss Geisel.

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    • @Cibi-Sora

      Würde ich so unterschreiben bei deinem letzten Zitat. Wobei meine Tendenz jetzt doch eher auch in die Richtung geht, dass es endlich mal enden kann^^
      Was ich dir wirklich sehr empfehlen kann, wenn du es mal zockst: Bevor du dich so richtig an die Hauptstory setzt, mach dich auf alle Fälle an die Langhälse dran, wenn du die nämlich hackst deckt sich die Map auf. Dann nimm jedes Lagerfeuer mit, was du finden kannst. Denn die Hauptstory wird dich besonders gegen Ende quer über die ganze, verdammte Weltkarte scheuchen. Dann brauchst du nur noch das Schnellreise-Paket mit unendlich vielen Benutzungen craften und dann wirst du da ohne große Wege relativ schnell durchkommen.

      Für mich ist es halt echt schwer das Spiel irgendwie einzuordnen. Es hat richtig gute Momente, dann nervt es mich aber auch mal wieder enorm. Meistens halt alles so kleine Sachen und das Pacing der Story, der Mangel an interessanten Charakteren sowie relevantem World-Building. Die eigentliche Story ist recht interessant, braucht aber auch enorm lange, bis da überhaupt mal was in die Gänge kommt.

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    • Neu

      Rush einfach durch die Main Story Somnium, denn genau die ist es die das Spiel für viele so gut gemacht hat.^^
      Der Kram drumherum leidet etwas drunter das es halt ein Open World Spiel ist im Kern.
      Wen man das linear durchspielt macht es wie ich finde mehr Bock.^^

      Ein God of War ist es natürlich nicht, allerdings halte ich das Spiel auch für absolut bahnbrechend was Storytelling in einer halboffenen Welt angeht.
      Ich sass da auch ewig im Boot rum um mir die Geschichten anzuhören. xD


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      Cibi-Sora schrieb:

      Ich frag mich wer diese Lanhälse wohl sind xD

      Die wirst du schnell erkennen, weil sie einfach aus weiter Entfernung schon zu sehen sind, weil sie so riesig sind :D
      Das sind Maschinen, wo du erst einmal drauf klettern musst damit du sie überbrücken kannst. Aber die wirst du zügig sehen, sobald du das Spiel mal beginnst^^


      @Aruka

      Es hat echt lange gedauert, aber so ab Mission 14 oder so fing man dann echt mal an, richtig gute Science-Fiction an den Tag zu legen. Erfindet jetzt das Rad nicht neu und das gleiche Thema bietet ja praktisch schon Nier an, aber man erzählt die Story halt nun in Blockbuster-Manier. Aber auch hier muss man aufpassen, nichts zu verpassen da die interessantesten Details sich in Textdokumenten und Sprachnachrichten befinden. Also wenn man erfährt, was da mal abging, finde ich das schon sehr beklemmend und irgendwo auch sehr melancholisch. Die Musik setzt man auch recht gut ein. Muss ganz ehrlich sagen, vielleicht hätte ich das als Roman sogar lieber gehabt :D
      Also gegen Ende, und es endet jetzt bald, hat man doch nochmal ordentlich angezogen. Mit Sylens hatte man dann auch einen zwielichtigen, aber interessanten Charakter eingeführt. Die großen Gegenspieler Helis und Hades bleiben weiterhin etwas dünn, liegt aber auch daran, dass man sie wirklich zu spät eingeführt hat.

      Das Storytelling leidet natürlich an der Open World Krankheit. Ich stelle mir vor, wie viel Potential das Spiel ausgeschöpft hätte, wenn es linearer wäre oder vielleicht so eine Semi-Open World wie God of War hätte. Und hier interessiert mich natürlich, wie es um die Zukunft von Horizon bestellt ist. Ich schließe das Spiel denke ich schon mit recht positivem Fazit ab, leider aber reicht es nicht aus, um mich dazu zu bewegen, den DLC mal zu zocken. Bin echt gespannt, ob eine Fortsetzung vielleicht zum Launch der PlayStation 5 ein Thema sein wird. Denn so viel ist mal sicher, es wird garantiert kein neues Killzone werden.

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      Naja, ich fand das drum herum, neben der Handlung soweit gut, weil es alles nicht übertrieben viel war wie in anderen Spielen. Mir ging das Spiel so gut rein, das ich Platin geholt habe xD.

      Ich hätte aber lieber paar Videosequenzen gesehen, von dem was damals passierte und nicht nur durch Audio bla bla usw. .aber das ist auch das einzige was mich bissle gestört hatte. Nen zweiten Teil, den würde ich ohne ein Video zu sehen kaufen.

      @Somnium

      Hast du den DLC dazwischen gespielt? Der geht nicht nur 3 Stunden wie in anderen Spielen. Da kannste locker 6-8 Stunden mit verbringen. Darin erfährt man auch noch einiges.
      Mein Blog >Hier<
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      Heute spiele ich Videospiele, um große Geschichten zu erleben."
      -CloudAC-
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      @CloudAC

      Ich habe mal bei mir geschaut, bis zur Platin ist es echt nicht mehr weit. Aber irgendwas, wie bei Dragon Quest XI, wird dabei sein, worauf ich keinen Bock habe, da noch Aufwand reinzustecken xD
      Aber mal rechnen, sobald ich fertig bin, wie hoch da der Aufwand wäre.

      Was das Storytelling angeht, steht Horizon glaube ich im Konflikt mit sich selbst. Zwar ist die Geschichte der "Alten" mit der Story von Aloy verknüpft, aber für mich ist die Story von Elisabet zig mal spannender und interessanter als Aloys Geschichte und die Geschichte der einzelnen Stämme, wo man es im Verlaufe des Spiels nie geschafft hat, die irgendwie anständig zu präsentieren. Auch die Lore-Dokumente, die man so findet, sind so trocken wie Omas Handrücken (oder meine im Winter). Leider haben auch die Leute, die man so trifft, nichts anständiges zu erzählen. Aber sobald es um die Backstory geht, bekommt man hier wirklich schöne Science-Fiction geboten. Ein paar Cutscenes mehr hätten nicht schaden können, aber es hätte auch viel von der Atmosphäre genommen.

      Den DLC besitze ich noch gar nicht. Aktuell habe ich das aber auch nicht vor. Das Setting mit dem Schnee sagt mir noch nicht wirklich zu und nach über 50 Stunden Hauptspiel habe ich auch erstmal genug. Im Sale ist er ja öfter drin, gut möglich, dass ich da mal zugreifen werde.

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      Also ich fand halt schon die Main Story gerade gegen Ende sehr sehr gut, über die Stämme weiss ich beispielsweise absolut garnichts mehr, weiss auch nicht mehr wer Elizabeth ist.^^

      Den DLC hab ich auch noch nicht gespielt, aber aus dem gleichen Grund warum ich fast nie DLCs spiele. Ich brauche eine Weile bis ich wieder ins Spiel finde, ich brauche dieses Mittendrin-Feeling. Deshalb hab ich auch nie die Witcher 3 DLCs gespielt obwohl die ja so gut sein sollen.
      Genau wie bei Fallout 4 oder Deus Ex und und und.

      Finde ich immer sehr schade, deswegen hole ich mir auch nie einen Season Pass. Ich spiel den Kram eh nie.


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