Dem Spiel eine Chance geben

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    • Dem Spiel eine Chance geben

      Uh ich weiß nicht ob es mir erlaubt ist, deswegen jetzt extra einen neuen Thread aufzumachen, aber ich bin in Rebell-Stimmung und mache es trotzdem. :D

      Undzwar geht es mir darum, das ich FF12 hier schon sehr lange, jahrelang liegen habe, aber mir die Motivation zum spielen fehlt. Ich habe zahlreiche Rezessionen gelesen und der wichtigste Punkt für mich in einem RPG wird hier wohl nicht erfüllt, undzwar die Story.

      Ich weiß das dies auch die Schwachstelle dieses Final Fantasys ist. Aber ist sie wirklich so schlecht bzw. nicht vorhanden? Und die Charakter, wirklich so schlecht? Wenn das Spiel echt nur aus Mobs verhauen besteht, dann lohnt sich das Spiel für mich einfach echt nicht. Aber ich bin ein FF-Fan und möchte es eigentlich nicht verschmähen solange ich es nicht probiert habe! Klar ihr sagt bestimmt, hey probier es einfach aus, aber wie viele andere von euch habe ich einfach superwenig Zeit um ein RPG einfach mal 10 Stunden auszutesten, und mit meiner kostbaren Freizeit will ich ja nicht so um mich werfen, deswegen wollte ich mal eure Meinung dazu hören!

      FF8, 9, 10, 10-2 (Ja, auch der Teil :D ) haben mir allesamt sehr gut gefallen. FF13 war dann schon nichtmehr so mein Fall - obwohl ich es mit Mühe und Not noch fertig bekommen habe (war mir auch zu Action-lastig).

      Also bitte bitte verhaut mich nicht und sagt mir mal wie euch das Spiel gefallen hat und wenn ja - ob das Kampfsystem eh wichtiger ist als Story und Charakter.

      Danke Leute !
    • Also das Storytelling ist wie du es gehört hast, lahm. Wenn du mich fragts, noch schlimmer und oberflächlicher als FF13~ also wenn das dein wichtigster FF Spiel Anteil ist, meide das Spiel.

      Andererseits muss ich zugeben, das obwohl ich auch ein Storyspieler bin, mir das Gameplay echt gefallen hat.

      Es gibt noch einige Punkte die dich als FF Fan stören könnten, das sind zB die Bestias und das Auflevelsystem. Es ist noch simpler als das Sphärobrett gehalten und man fühlt sich recht veräppelt wenn man in die höheren Levelregionen kommt.

      Ob du es spielst ist dir überlassen, du wirst auf jeden Fall ein gutes Gameplay und eine schöne Grafik geboten bekommen: auch einen tollen OST~ aber eine Story darfst du nicht erwarten und das Ending solltest du ausmachen, bevor es dir die Laune vermiest.

      :)
    • Ich will es mal so sagen: Als das Spiel seiner Zeit raus kam, war es einfach nur furchtbar und hat mir nur mäßig Freude bereitet, obwohl es an sich ja kein schlechtes Spiel ist! Seit dem ich aber das Final Fantasy XIII-Franchise kenne, finde ich den zwölften Teil auf einmal richtig gut - ich kann auch nicht erklären woran das genau liegt, denn es stimmt schon, der Story-Anteil ist bei XIII deutlich höher, aber insgesamt betrachtet besitzt FF XII einfach die besseren Charaktere, die bessere Welt und ist einfach das bessere Spiel - Gib dir einen Ruck, notfalls bleibt es halt auch weiterhin in der Ecke liegen ;)
    • Die Story ist schon anders als bei den Teilen davor, als totaler Reinfall würd ich sie aber nicht bezeichnen. Sie ist nunmal politisch angehaucht.
      Das Gameplay hat bei mir aber diesen Punkt gnadenlos weggemeißelt.

      Riesige und verschiedene Landschaften, Sehr viele Optionale Dungeons mit verschiedenen Bossen, unglaublich viele Waffen und Waffenarten und ne menge zutun. Das Skillsystem "Lizensboard" ist eine weiterführung vom FFX "Sphärobrett" wobei alle Charaktere das selbe Brett benutzen und so am Ende jeder alles kann. Find ich jetzt nicht schlecht, aber ich find's Schade, dass es hier nicht die International-Version, wie in Japan gibt. Dort gibt es richtige Job-Klassen.
      Das Kampfsystem find ich richtig gut, bei weitem nicht so automatisiert wie bei FF13, obwohl es wohl auf den ersten Blick so aussehen mag.

      Wie sollen die Charaktere angreifen? Soll jeder irgendwen angreifen? Zuerst auf den Schwächsten? Auf den Stärksten? Willst du mit dem Gruppenleiter selbst die Monster angreifen, und deine Gefährten machen dir es nach? Soll man zuerst Analyse auf ein Monster zaubern um festzustellen, ob es eine Elementare Schwäche hat und ggf. mit Magie weitermachen? Wie sollen sich die Charaktere heilen? Alle mit Vita einzeln, oder doch besser alle zusammen mit Vitra? Oder doch gar mit ganz normalen Items?
      Das alles kann man mit den Gambits so einstellen, wie man es selber mag. Bei vielen Bossen muss man sie aber auch umstellen, also ist man taktisch ganz gut gefordert.

      FF12 ist deswegen und wegen dem gigantisch großen Umfang auch mein Lieblings-FF (deshalb das kleine Fanboying bitte verzeihen :D ) und habe auch deutlich über 200h damit verbracht.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Kaim3 ()

    • Kaim3 schrieb:

      Das Kampfsystem find ich richtig gut, bei weitem nicht so automatisiert wie bei FF13, obwohl es wohl auf den ersten Blick so aussehen mag.
      Stimmt, es ist nicht so automatisiert wie in XIII, es ist viel automatisierter. Man muss es halt selbst einstellen. Die Einstellung dauert um einiges länger als in XIII. Sobald man die Gambits richtig eingestellt hat kann man einen Bosskampf starten und das Zimmer verlassen. Wenn man dann später wieder kommt ist der Boss besiegt. Das gilt auch für Erkundungen von Gebieten. Stell die Gambits richtig ein, dann musst du nur den Analog Stick bewegen damit der Charakter außerhalb von Kämpfen läuft. In Kämpfen läuft der Charakter auch so. Natürlich gibt es Einschränkungen dazu. Das Spiel pausiert wenn der selbst gesteuerte Charakter besiegt wird. Dann muss man einen anderen auswählen, es wird vom Spiel nicht automatisch gemacht. Komplett weg gehen bei Bosskämpfen ist also nicht empfohlen. Das klingt jetzt vielleicht etwas negativ, ist aber nicht so gemeint. Spaß machen tut es.
      Story... naja... es gibt schlimmere Beispiele von langweiligen Stories. Zu den besten Stories gehört die von XII trotzdem nicht.
    • Omegaschwert schrieb:

      Sobald man die Gambits richtig eingestellt hat kann man einen Bosskampf starten und das Zimmer verlassen.
      Find ich überhaupt nicht. Es gibt immer Situationen die man nicht als Gambit aktiv hat und in denen man selbst Eingreifen muss. Und das besonders auch bei Bosskämpfen.
      Bei XIII musst du zwar häufiger in verschiedene Formationen wechseln, aber dennoch bleibt es dabei, dass du nur eine Taste für den Idealen Angriff drücken musst, und deine Gefährten alles total automatisch machen.
    • Kaim3 schrieb:

      Find ich überhaupt nicht. Es gibt immer Situationen die man nicht als Gambit aktiv hat und in denen man selbst Eingreifen muss. Und das besonders auch bei Bosskämpfen.
      Es gibt schon einige Situationen(Zyklon, Anführer stirbt, zwei Gruppenmitglieder sterben gleichzeitig), da hast du Recht. Meistens reicht es aber aus, wenn man einfach nur zuschaut.

      Kaim3 schrieb:

      Bei XIII musst du zwar häufiger in verschiedene Formationen wechseln, aber dennoch bleibt es dabei, dass du nur eine Taste für den Idealen Angriff drücken musst, und deine Gefährten alles total automatisch machen.
      Das stimmt nicht. Verheerer mit ~700 Angriff und ~400 Magie benutzt natürlich Magie und physische Angriffe. Ist das der Ideale Angriff? Nein, meiner Meinung nach nicht. Es hängt zwar auch ein bisschen vom Gegner ab, aber trotzdem machen physische Angriffe sehr oft mehr Sinn. Ein Heiler benutzt einmal Vita weil der Charakter bereits im grünen Bereich ist. Dadurch wird der Charakter nicht voll geheilt. Wenn der Heiler aber dreimal Vita benutzt hätte, was nicht wirklich viel länger dauert, wäre der Charakter voll geheilt. Macht halt besonders bei starken Gegnern Sinn.
    • Ich kann Nero nur zustimmen. FF 12 fand ich nicht so genial zu der Zeit, aber weil es mir nicht so gefallen hat wie die anderen FFs. Die Story fand ich wirklich schwach, oder eher nur langweiliger, weil es mir iwie so diplomatisch vorkam, aber nach hinein denke ich, dass das Spiel wirklich sehr gut war, denn schließlich habe ich da auch alles gemacht und es hat mich auch gefesselt von den Quests und vom Gameplay her. Ok, die ganzen Mobhunts waren etwas eintönig, aber immernoch viel geiler als die Cieth Stones von FF XIII.
    • Ich würde die Story keinesfalls als schlecht bezeichnen, sie ist einfach nur anders. Anders in der Hinsicht, dass sie eine typische Matsuno Story ist - Geopolitische Themen und ein stärkerer Fokus auf die Welt an sich, als auf die Charaktere die sie bewohnen. In den meisten FF Teilen ist das ja eher umgekehrt, dort wird viel wert auf die Charaktere und ihre Entwicklung gelegt, während hingegen die Welt bzw. das Setting nur Mittel zum Zweck ist und erst eine Rolle spielt, wenn die Story eines erneuten McGuffin's benötigt, um voran zu kommen. Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile und ich zumindest kann beiden auch was abgewinnen.

      Wo FF12 wirklich glänzt und was es meiner Meinung nach auch zu einem großartigen Spiel macht, ist das Gameplay und die Präsentation. Städte und Orte fühlen sich lebendig an; bis auf FF9 hat es noch kein FF geschafft, mich so sehr in die Welt hinein zu versetzen. Die Musik ist ein Traum und die taktisch anspruchsvollen Kämpfe machen einfach Laune. Einziger Minuspunkt beim Kampfsystem ist, dass die Summons und die Limit Breaks praktisch für nichts zu gebrauchen sind.
    • Mir gefällt FF12 mittlerweile auch richtig gut, erneut. Hauptsächlich wegen von Para bereits genannten Punkten: die Welt fühlt sich einfach lebendig an, alles ist super inszeniert und dynamisch (selbst die Kämpfe gefielen mir richtig gut), die Musik ist noch immer ungeschlagen (finde ich) und die Story ist gut erzählt, wirklich gut.
      Sie ging mir damals nur nicht zu weit, sie war nicht "abgefahren" genug, sondern eher weltlich politisch. Aber wenn man sich darauf einstellt, kann man das Spiel schon sehr genießen! Und die Esper sind im Kampf echt totaler Schrott...die Misth Breaks sind aber Hammer, wenn man sie beherrscht :p
    • Also ich muss wirklich sagen, dass FF XII zu meinen absoluten Favorites gehört unter allen Final Fantasy's. Es ist einfach wunderschön inszeniert die Grafik ist TOP, wo sie zum Ende nochmal alles aus der PS2 Grafiktechnisch herausgeholt haben. Von der Story her, war es auch mal eine Abwechslung. Viel wichtiger jedoch ist, dass das Spiel ein sehr gutes Gameplay besitzt. Man kann soviel erkunden und hat jede Menge Nebenaufgaben. Es ist nicht so sehr an der Storyline gebunden sodass man viel selbst frühzeitig erkunden kann. Ich liebe auch einfach das System mit den Schatzkisten und Monster Drops nach Prozenten, mich motiviert sowass immer total alles zu bekommen.

      Aber was das Spiel wirklich komplett macht ist die International Zodiac Job System Version, die ich jeden nur wärmstens empfehlen kann. Das war mal eine International Version mit den besten Neuerungen und Überarbeitungen. Man kann die Espers kontrollieren, Damage Limit ist aufgehoben, Neue Waffen sind verfügbar, man kann Gäste steuern und am meisten Punktet das Job System, in dem nicht mehr alle einfach alles auf dem Linzenzbrett bekommen sondern Job spezifische Skills, womit der Faktor der Strategie und Vorgehensweise gesteigert wird, sowie der Wiederspielwert.

      Also wer diese Version nicht kennt sollte sie ausprobieren. Sie ist nochmal um längen besser als die Standard Version.

      So genug der Lobpreisungen aber wenn es um Final Fantasy XII geht lass ich mich immer ein wenig gehen :D .
      "People live their lives bound by what they accept as correct and true. That's how they define "reality". But what does it mean to be "correct" or "true"? Merely vague concepts… their "reality" may all be a mirage. Can we consider them to simply be living in their own world, shaped by their beliefs?"
    • Ich glaube ich muss den 12er auch irgend wann nochmal spielen, ich war nicht wirklich von dem Teil begeistert, kann aber auch daran liegen das ich mich selbst davon ein wenig distanzierte, da ich zu der Zeit in ein MMO versessen gewesen bin als der 12er kam. Ich hatte auch 2 oder 3 Monate deswegen gebraucht bis ich durch gewesen bin (was sonst bisher nie der Fall war bei einem FF Game) und kann mich auch kaum noch daran erinnern. Ich war damals aber auch sehr faul was Leveln angeht, was mir die Sache dazu noch erschwerte. Mal sehen, vielleicht fange ich es die Tage wirklich nochmal an wenn ich hier lese das es ja eigentlich ein ganz guter Teil war/ist.
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    • FF12 war für mich der beste Teil der PS2-Ära, da hat mir z.B. FF10 viel weniger gefallen.

      Warum so viele immer die Story von FF12 bemängeln, hab ich von Anfang an nie verstanden. Sicher, sie hat so gut wie keine krassen "Oh mein Gott, damit hätte ich jetzt nicht gerechnet!"-Momente, aber sie ist vor allem eins: glaubwürdig. Eine Prinzessin, die (fast) alles dafür tun würde, das Erbe ihres Lands und das Land selbst zu retten und zu befreien. Ein Imperium, das alles niedermäht, was sich ihm in den Weg stellt. Sicher, die Geschichte ist politischer als andere Teile und wirkt daher vielleicht etwas steril. Aber ich finde, das hat FF auf eine "erwachsenere" Ebene gehoben und es hat nicht geschadet.

      Davon abgesehen war FF12 endlich mal wieder "mehr" RPG als das, was einem vorher geboten wurde. Eine schier unendliche Auswahl aus verschiedenen Waffen, Rüstungen und Accessoires - wenn ich das z.B. mit FF8 vergleiche, wo es gerade mal eine Handvoll Waffen gab und sonst absolut NICHTS...

      Das Kampfsystem bzw. die Gambits bemängeln auch immer so viele als zu automatisiert. Wer es unbedingt will, kann doch auch alle Befehle manuell eingeben - aber die Kämpfe sind eben einfach nicht darauf ausgelegt.

      Alles in allem hat mich FF12 schon von Beginn an begeistert und in seinen Bann gezogen, das hat zuvor zuletzt FF9 geschafft. Die Welt hat eine tolle Atmosphäre, die Charaktere sind (bis auf Vaan und Penelo) glaubwürdig und es gibt genug zu tun - auch abseits der Mob-Missionen.
    • Also ich habe es nun vorhin nochmal angefangen. Ich habe mir zwar den Spaß kurz erlaubt meine PS2 mit 5 Compo. Kabel an meinen LED TV anzuschliesen, aber das werde ich nun nie wieder tun. Bin schon froh das ich noch nen Röhren TV zusätzlich für diese Geräte habe^^. Jedenfalls merke ich wieder wie schön es noch war, als es noch richtige Städte gab^^. Das Kampfsystem, hm naja, ich glaube daran muss ich mich erst wieder gewöhnen. Mal sehen wie lange ich es spielen werde. Mein Savegame von Damals liegt bei 61 Stunden. Glaube kaum das ich es wieder bis zum Ende spielen werde.
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    • Final Fantasy XII ist mein zweitliebster 3D-Teil nach IX und mein viertliebstes Final-Fantasy-Spiel nach VI, IX und IV. Ergo nicht verwunderlich, wenn ich jetzt sage, dass das Spiel so viele Chancen verdient hat, wie Tage seit der Erschaffung der Erde vergangen sind. Das Gambit-System bietet eine der besten KIs, die es in einem japanischen Rollenspiel je gab, das Lizenzbrett bietet erstklassige Customization-Möglichkeiten (Spezialisierung oder gar Ausbau zum absoluten Alleskönner, FF V und Tactics lassen grüßen), die Charaktere wirken zwar ein wenig wie aus Star Wars übernommen, gehören aber mit zu der sympathischsten (und irgendwo auch realistischsten) Truppe, die jemals eine Final-Fantasy-Welt bereisen durfte, im Gegensatz zu den pseudoerwachsenen, in Selbstmitleid zerfließenden Emo-Teenagern anderer Hauptteile (besonders FF VIII ist ein exzellentes Beispiel für diese Fehlgriffe der Charaktererstellung).

      Die IZJS ist noch besser, was die Customization anbelangt, leider ist der Sprachpatch meines Wissens immer noch nicht fertig gestellt und somit ist das Spiel für Leute ohne Kenntnisse des Japanischen nur bedingt spielbar. Hoffentlich besinnt sich S-E aber eines Besseren und bringt auch von diesem Titel ein HD-Update – lohnenswert wäre es, denn das zweitbeste 3D-FF hat dies mehr als verdient.
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    • AnGer schrieb:

      gehören aber mit zu der sympathischsten

      Da muss ich jetzt mal genauer nachfragen: Was macht die Gruppe von Final Fantasy XII für dich so sympathisch? Ich mag Final Fantasy XII rückblickend sehr gerne (auch wenn es mich damals sehr enttäuscht hat) und halte es vom Gameplay und der Erkundungsfreiheit für eins der besten Final Fantasys. Auch die Geschichte ist sicherlich nicht unbedingt schlecht. Was mich aber am meisten gestört hat war die arg blasse Gruppe. Besonders Vaan und Penelo habe ich als absolut austauschbar empfunden, und auch die anderen Charaktere waren nicht unbedingt so, dass ich irgendeine Bindung zu ihnen aufbauen konnte. Am besten in die Geschichte integriert war neben Ashe (bei der ich wegen ihres Outfits leider manchmal Probleme hatte, sie ernst zu nehmen) sicherlich Basch. Balthier und Fran waren ein nettes Duo, wobei Balthier immer mal wieder da war, um etwas Humor reinzubringen. Aber ich persönlich habe immer eine ziemlich große Distanz zu den Charakteren gespürt. Sie waren da, aber sie waren für mich nie Sympathieträger. Dafür fand ich sie einfach zu blass.
      Aber gut, Final Fantasy XII hat im Gegensatz zu den meisten der Vorgängerspiele auch nie versucht ein charakterorientiertes Spiel zu sein. Es ist sicherlich in gewisser Weise erwachsener und „realistischer“ als einige andere Teile.

      Und pseudoerwachsen finde ich übrigens die Party bei keinem Final Fantasy, denn die meisten Teile erzählen zumindest teilweise auch eine Coming-of-Age-Story (insbes. FF6, FF8 und FF9), bei der es überhaupt erst darum geht, erwachsen zu werden.

    • Na ja ich hab nach zwei stunden keine lust mehr auf das Spiel gehabt, mich nervt das
      Auflevel system und das Lizenzen brett. Vorallem weil man für waffen Lizenzen braucht,
      und ewig farmen muss nur um ne waffe auszurüsten. Für mich ist es ein Absolutes Epic Fail,
      und das Aufleven macht ja überhaupt kein spass weil man einfach viel zu wenig exp bekommt.
      Und Vaan der typ geht ja gar nicht, was ist das für ein bubi? Der ist für mich definitiv der Schlechste
      Final Fantasy Charakter Ever, ja und ich finde der rest geht auch nicht der truppe. Sorry aber wer die
      Idee zu diesen Teil hatte gehört gekündigt von SE. Und Verstehe nicht wieso alle über 13 motzen und
      diesen schrott mögen können, ich weiß geschmäcker sind verschieden aber das Spiel ist kein gutes FF.
    • Final Fantasy XIII und Final Fantasy XII unterscheiden sich fundamental, allein schon in der Schwerpunktsetzung. Man könnte sogar fast sagen, dass sie in dieser Hinsicht so ziemliche Gegenteile sind. Final Fantasy XII setzt den Schwerpunkt auf eine große, erkundbare Welt mit vielen Geheimnissen, Nebenaufgaben und versteckten Orten, belebt durch viele Monster und NPCs. Final Fantasy XIII hingegen ist sehr storyorientiert, absolut linear (abgesehen mal von der Achylte-Steppe), und zwar so sehr, dass der Spieler quasi bis Kapitel 11 durch die Story „geführt“ wurde.

      Das Gameplay von Final Fantasy XII ist Geschackssache, das stimmt. Auflevel dauern eine Weile, das stimmt auch. Ebenso ist es aber auch leicht möglich, überlevelt zu sein, da man schon früh in fortgeschrittenere Gebiete vordringen und dort auch schon recht gute Ausrüstung erbeuten kann. Das Lizenz-System ist meiner Meinung nach recht interessant, aber es hat mir nicht so viel Spaß gemacht wie vergleichbare Systeme. Dass man für Waffen Lizenzen braucht, halte ich nur für sinnvoll – der normale Bürger müsste sonst jeden Tag viel mehr um sein Leben fürchten. :P

      Was mir wohl am meisten Spaß gemacht hat war das Entdecken, insbesondere das Entdecken seltener und besonderer Monster. Und das Farmen, besonders weil Final Fantasy XII in dieser Hinsicht viel komplexer war als alle Teile bevor. Mit gemischten Gefühlen habe ich das Zufallssystem von Schatztruhen betrachtet, was zwar potentiell spaßig war, aber letztendlich zu einem ordentlichen Zeitschinder werden konnte. Generell hat Final Fantasy XII durch enorm lange Laufwege bei Nebenaufgaben (die ohne Lösungsbuch teils kaum zu lösen waren, außer man läuft stundenlang durch die Gegend; damit meine ich jetzt nicht die Monsterjagden) meine Nerven schon ab und zu stark strapaziert; das Schnellreisen per Kristall oder Flugschiff hat da auch nicht wirklich geholfen.

      Ich mochte, dass einige Nebenaufgaben ziemlich lebendig gewirkt haben, zum Beispiel wenn plötzlich ein anderes Clanmitglied zur Unterstützung kam. Und ich mochte es, in gefährliche, unbekannte Gebiete vorzudringen, wie z.B. die Totenstadt Nabudis, Megakristh (wobei das ohne Lösungsbuch eine Qual sein würde) und die unteren Ebenen des Richtfeuers. In dem Ausmaß hatte das bisher noch kein Final Fantasy.

      Allerdings muss man natürlich das Kampfsystem mögen. Das ist meiner Meinung nach recht gut umgesetzt worden und vor allen Dingen durch die Gambits perfekt anpassbar, wobei mindestens in der ersten Spielhälfte die Myth-Teks extrem überpowert sind und die Balance bei Bosskämpfen zerstören.

    • @Blackiris: Die Figuren sitzen einfach. Vaan und Penelo passen klar nur bedingt in die Handlung, was aber auch daran liegt, dass sie erst später hinzugefügt wurden, aber Vaan ist eben keiner dieser übermäßig seriösen, möchtegerncoolen Typen à la Squall (der ein Verbrechen am guten Geschmack aller Gamer darstellt), sondern jemand, der zwar gebeutelt aus einer schrecklichen Situation kommt (Kriegswaise, ermordeter Bruder), aber dennoch optimistisch in die Zukunft blickt und daher auch mal allzu viel riskiert. Penelo passt gut zu ihm, da sie ihn auf den Boden der Tatsachen zurückholt. Basch als ursprünglich vorgesehenen Hauptcharakter muss man ohnehin nicht diskutieren, Ashe auch nicht und dem Himmel sei Dank ist sie keine archetypische Damsel in Distress. Balthier setzt mit seiner lockeren Art einen guten Kontrapunkt zum überseriösen Basch und verkörpert Vaans Traum. Fran hingegen kann man ruhig als Fillercharakter bezeichnen (sie ist ja auf höheren Stufen kaum was wert, wenn man Penelo und Ashe richtig ausgebaut hat). Insofern ein super Team, bei dem kaum eine Figur wirklich unnötig ist. Bei Final Fantasy VIII sage ich hingegen immer wieder, dass die Figuren einen wesentlich besseren Eindruck machen würden, wenn sie ein wenig älter wären, besonders Squall, dessen infantile Coolness ein richtiger Abturner ist und auch den Rest des Cast kann man einfach zu keinem Zeitpunkt ernst nehmen. Höchstens die Comic-Relief-Charaktere wie Zell oder Selphie und die sollte man ja eigentlich nicht ernst nehmen. Da hilft auch die Ausrede, es sei "Coming of Age", nichts – es sind im Grunde genommen erwachsene Figuren, die man in Kinderkörper gepackt hat und die man daher ernst nehmen soll. Kann man aber eben nicht. Wäre Squall 10 Jahre älter, hätte er als Charakter wesentlich besser funktioniert, so ist er nichts anderes als eine armselige Karikatur.

      @Noctis_Thanatos: Wenn die Macher von XII gefeuert werden sollten, dann müssten die Schöpfer von XIII Seppuku begehen, denn so was würde ich nie wieder in die Nähe eines Spielestudios lassen.
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