Zensierung von Games

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    • Ok, bei der Hakenkreuzsache haben wir wohl einfach verschiedene Ansichten, jeder hat seine Position und da ich von meiner überzeugt bin und du von deiner wahrscheinlich auch, lasse ich das jetzt einfach mal so stehn, dass es eine Sache der persönlichen Einstellung ist, wie man darüber denkt. ;)

      Deswegen ist mein Vorschlag auch, per Mehrheitsentscheid zu regeln, wo die Grenze liegt.
      Wäre ich auch voll und ganz für, allerdings ist das Problem, dass es soetwas in unserer "Demokratie" ja leider nicht mehr gibt... Außerdem wäre ich nicht sicher, ob das Ergebnis zufriedenstellend wäre. Ein Mehrheitsentscheid, in dem ab - sag ich mal 18 bis tot - entschieden werden darf, könnte auch ganz schnell ins Auge gehen und zu einer übermäßigen Zensur führen.
      Das Problem sind einfach die alten Menschen in Deutschland - damit will ich nicht sagen, dass sie direkt Schuld sind, sondern eher die Medien, die sie doch recht stark auf dem Gebiet schon vorgeprägt haben. Bei einer Mehrheitsabstimmung würde wahrscheinlich sogar rauskommen, dass Ego-Shooter (alias Killerspiele) verboten werden müssen und das nur aufgrund der Propaganda von uninformierten und/oder voreingenommenen Medien wie Nachrichtensendungen und vermeindliches Politiker-Wissen.

      Und auch hier muss man wieder eine Verbindung zu Filmen herstellen. Es gibt genügend Filme, die das zeigen, was man in Spielen nachspielen kann, die Spiele werden jedoch härter ins Gericht genommen, weil man "in die Person hineinschlüpft". Sogesehen kann ich auch in eine Person in einem Film hineinschlüpfen, sobald ich mich mit dieser in irgendeiner Weise identifizieren kann.

      Das ist ein verdammt verstricktes Thema, ist mir vorher garnicht so extrem aufgefallen, aber nun wo man sich tatsächlich mal damit auseinandersetzt und mit anderen disskutiert... schon interessant! =)
      "Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du." Mahatma Gandhi

      Auch auf Twitter.
    • Wäre ich auch voll und ganz für, allerdings ist das Problem, dass es soetwas in unserer "Demokratie" ja leider nicht mehr gibt... Außerdem wäre ich nicht sicher, ob das Ergebnis zufriedenstellend wäre. Ein Mehrheitsentscheid, in dem ab - sag ich mal 18 bis tot - entschieden werden darf, könnte auch ganz schnell ins Auge gehen und zu einer übermäßigen Zensur führen.
      Das Problem sind einfach die alten Menschen in Deutschland - damit will ich nicht sagen, dass sie direkt Schuld sind, sondern eher die Medien, die sie doch recht stark auf dem Gebiet schon vorgeprägt haben. Bei einer Mehrheitsabstimmung würde wahrscheinlich sogar rauskommen, dass Ego-Shooter (alias Killerspiele) verboten werden müssen und das nur aufgrund der Propaganda von uninformierten und/oder voreingenommenen Medien wie Nachrichtensendungen und vermeindliches Politiker-Wissen.
      Ein berechtigter Einwand. Allerdings wird der Gedankengang, wenn man ihn einmal weiterverfolgt, schnell deprimierend. Immerhin basiert unser ganzes System auf der Annahme, dass mündige Bürger, wenn auch indirekt durch ihre Stimmen am Wahltag das Geschick des Landes lenken. Muss man nun bei einem basisdemokratischen Akt, wie einem Volksentscheid befürchten, dass die überwiegende Mehrheit in der Tat nicht mündig ist, sondern von Medien und Politik erst eine Meinung eingeimpft bekommt stellt sich die Frage inwieweit wir überhaupt noch in einem demokratischen Staat leben. Oder, konkret auf diesen Fall bezogen, wer denn die Entscheidung treffen soll - lassen wir uns das Denken gleich von der Regierung abnehmen?
      Was Filme betrifft, bin ich der gleichen Meinung. Studien auf diesem Gebiet hängen zwar immer stark vom Auftraggeber ab, aber insgesamt habe ich den Eindruck dass beide Medien auch zum Nachahmen führen können.
      mfg, Deep Thought
    • Muss man nun bei einem basisdemokratischen Akt, wie einem Volksentscheid befürchten, dass die überwiegende Mehrheit in der Tat nicht mündig ist, sondern von Medien und Politik erst eine Meinung eingeimpft bekommt stellt sich die Frage inwieweit wir überhaupt noch in einem demokratischen Staat leben.
      Das ist eigentlich mein Hauptproblem. Die Bürger werden manipuliert ohne es zu merken oder ohne dass sie es merken wollen. Hier muss eingegriffen werden, es geht nicht, dass der Staat versucht seine Bürger alle gegen etwas aufzuhetzen und "Anhänger" von "vom Staat nicht tolerierten Medien" zu verteufeln.

      Jeder Ego-Shooter-Spieler wird gleich als Killer dargestellt, in der Gamerszene macht es natürlich nichts, allerdings wird außerhalb enorm am Image der Spieler gerüttelt. Eigentlich müsste man die Medien und wahrscheinlich auch den Staat auf Rufmord verklagen.
      Oder, konkret auf diesen Fall bezogen, wer denn die Entscheidung treffen soll - lassen wir uns das Denken gleich von der Regierung abnehmen?
      Ich denke das weder das eine noch das andere eine Lösung ist, das Denken der Regierung zu überlassen wäre fatal und eine Volksabstimmung wäre zu voreingenommen. Somit müsste meiner Meinung nach jeder Mensch für sich selbst entscheiden dürfen, was er spielen will und was nicht und den kompletten Zugriff auf alle veröffentlichten Spiele bekommen.
      "Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du." Mahatma Gandhi

      Auch auf Twitter.
    • Gleich mal vorweg: Ich spiele nie brutale Ego-Shooter oder andere besonders brutale Spiele. Ebensolche Filme tue ich mir auch nicht an, da wird mir schlecht von. Prinzipiell bin ich auch gegen jedwede Zensur, aber unter diesem Deckmantel muss auch nicht alles Schutz finden. Es gibt Grenzen und es ist ein gesellschaftliches Problem, diese zu setzen. Oder eben nicht.

      Eclipse schrieb:

      Ich denke das weder das eine noch das andere eine Lösung ist, das Denken der Regierung zu überlassen wäre fatal und eine Volksabstimmung wäre zu voreingenommen. Somit müsste meiner Meinung nach jeder Mensch für sich selbst entscheiden dürfen, was er spielen will und was nicht und den kompletten Zugriff auf alle veröffentlichten Spiele bekommen.

      Wie gesagt: Es gibt schon Grenzen, vor allem auch was Jugendschutz betrifft. Und einfach nichts zu tun und zu kapitulieren vor dem Problem, das kann es auch nicht sein. Vor allem ist das als Argument gegen die Zensur von Spielen ein schwaches Argument. Es ist natürlich wahr, dass man sich das Denken nicht von der Regierung abnehmen lassen sollte, aber so funktioniert nun mal Demokratie. Man kann nicht zu jedem Streitpunkt das Volk befragen, sonst werden die Abläufe noch langsamer als sie sonst schon sind. Bei den nächsten Wahlen kann man dann eine unbeliebte Regierung wieder kippen. Anders geht es nicht in der Demokratie.

      Ob in diesem Punkt das Volk zu voreingenommen ist, das ist schwer zu sagen. Kann das Volk überhaupt zu voreingenommen sein? Unter der Annahme, dass Regierung und Medien das Volk "fernsteuern" können, ist unsere Demokratie nämlich am Ende. Zudem ist es gefährlich , wenn man in der Minderheit ist und dann mit solchen Argumenten daherkommt. Wenn die Minderheit sagt, die Mehrheit sei manipuliert, dann ist das der erste Schritt Richtung Diktatur.

      Ausserdem: Wer weiss denn schon, wie eine Volksabstimmung ausgehen würde? Soll man einfach gegen eine Volksabstimmung sein, wenn man Angst vor dem Ergebnis hat? Auch das sind gefährliche Gedankengänge, denn das Volk hat immer Recht, auch wenn ich oft nicht derselben Meinung bin. Die Verfassung darf dabei natürlich nie tangiert werden, aber inwieweit besonders brutale Filme und Videospiele unter einen verfassungsmässigen Schutz fallen, ist durchaus diskutabel. Aber mit klaren Jugendschutzbestimmungen sollte eigentlich vieles gehen, genau wie bei Filmen und Alkohol. Ab 18 sollten Spiele auch nicht mehr geschnitten werden, ausser es handelt sich um extreme Exzesse, die von der Verfassung nicht mehr gedeckt werden sollen. Die Handhabung bei Filmen kann da durchaus als Orientierung gelten.

      Wirklich stossend ist aber, dass die USK mit verschiedenen Ellen zu messen scheint und das auch noch von Game zu Game. Hier in der Schweiz spielt das zwar keine Rolle, aber auch hier rumort es immer lauter in den Köpfen einiger Politiker. Aber mit den heutigen Möglichkeiten mit dem Internet müssten wenn schon international verbindliche Regeln her, was auf politischem Weg aber so gut wie ausgeschlossen ist. Ein Bündnis der grossen Spieleproduzenten könnte da ein Schritt sein mit verbindlichen Abmachungen bezüglich überbordender Brutalität. So könnten Videospiele als Kunstform breiter anerkannt werden und die Politik würde auch "normale" Spiele besser wahrnehmen. Es ist ganz klar, dass Videospiele eine eigene Lobby brauchen, die sich auch von gewissen Spielen distanziert. Immerhin handelt es sich hier um einen globalen Markt mit Milliardenumsätzen. Aber hierzulande ist das leider noch zu wenig akzeptiert, deshalb tut hier Aufklärung Not.

      Mfg
      Aerith's killer
      Je mehr Käse, desto mehr Löcher.
      Je mehr Löcher, desto weniger Käse.
      Ergo: Je mehr Käse, desto weniger Käse.
    • Ich denke mal dass das ganz gut hier rein passt bezüglich des Themas "Zensur":
      Zwar kommt Left 4 Dead 2 nur geschnitten nach Deutschland, doch dafür werden deutsche Spieler auch den ein oder anderen Vorteil haben. So hat Electronic Arts in Köln jetzt bekannt gegeben, dass die deutsche Version exklusiv die fünf beliebtesten Waffen aus Counter Strike: Source beinhalten wird.
      Quelle: eXp.de

      Ist eigentlich eine interessante Möglichkeit einem die zensierte Version eines Games schmackhaft zu machen, wobei ich die unzeniserte Version wahrscheinlich dennoch vorziehen würde bzw. werde :P