Vertigo (Comics)

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    • Vertigo (Comics)

      Vertigo ist ein 1993 gegründetes Imprint des US-amerikanischen Verlages DC Comics. Im Gegensatz zu den übrigen Comicserien von DC werden in Vertigoserien auch kontroverse Themen wie Drogensucht und Sexualität zur Sprache gebracht. Allgemein versucht Vertigo sich eher an anspruchsvoller Unterhaltung für Erwachsene.
      Quelle: Wikiepdedia.de

      Mehrere Comics von Vertigo wurden auch bereits erfolgreich verfilmt, so zum Beispiel V wie Vendetta, Constantine, The Fountain, A History of Violence und so weiter! Da mir die Verfilmungen sehr gut gefallen haben, habe ich nun beschlossen mich mit den Comics näher zu befassen! Dementsprechend werde ich diesen Thread nutzen, um euch in den nächsten Wochen immer mal wieder einen bestimmten Comic aus dem Hause Vertigo vorzustellen. Vielleicht regt das ja den einen oder anderen dazu an, sich ebenfalls mit diesen Werken auseinanderzusetzen. Sollte ein User bereits einige Erfahrungen mit den Comics gesammelt haben, so kann er sich mir gerne anschließen, denn wie immer sind Fragen und Diskussionen nicht nur erlaubt, sondern vor allem auch erwünscht!^^

      Derzeit lese ich noch "The Green Women", welche im Laufe der nächsten Woche eine Vorstellung erhalten wird ;)
    • Sogar das MAD-Magazine gehört zu dem DC-Komplex, wusste ich gar nicht.
      Ich möchte dir übrigens empfehlen Nero, bei solchen Threads vielleicht auch zumindest eine offizielle Seite zu posten, da dein Header sicher einiges Interesse weckt.^^

      dccomics.com/vertigo/

      Im Gegensatz zu den übrigen Comicserien von DC werden in Vertigoserien auch kontroverse Themen wie Drogensucht und Sexualität zur Sprache gebracht.
      Also zeichnerisch bieten die DC- und Marvel Zeichner sicher absolute Grundlagen dazu, obwohl so wie es dort gemeint beim prüdem Amerika eher eine brave Umsetzung erhält.
      Zeichnerisch überzeugen mich die Produkte jetzt nicht, doch bin ich mir sicher, dass ich sicher ein paar von diesem Verlag gelesen habe, ich mich aber nicht mehr erinnern kann.

      Trotzdem stellt sich bei mir jetzt die Frage, warum nur Vertigo? Es gibt noch viele andere Verlage die interessante und unterschiedliche Comics gebracht haben, warum die nicht auch mit einbeziehen?
    • Hmmm, ich glaube ich muss mein ursprüngliches Vorhaben überdenken...

      Ich habe jetzt "The Green Woman" gelesen und kann diesen Comic definitiv nicht weiter empfehlen. Der Stil ist an sich nicht schlecht und auch die Grundhandlung tönt zunächst spannend, aber dummerweise ist die Erzählart so dermaßen konfus, dass man Probleme hat dem ganzen verständlich zu folgen. Das Ende hat zwar einen nett Twist parat, aber das rettet das Gesamtwerk auch nicht mehr. Als Film würde der Comic wahrscheinlich um ein vielfaches besser funktionieren...

      An sich habe ich mir mal alle Vertigo-Comics im schnelldurchlauf angesehen und muss zu meinem Entsetzen feststellen, dass mich keiner, aber auch wirklich keiner von seinen Zeichnungen her anspricht! Für mich ist das ein erhebliches Problem, sodass ich durchaus gewillt bin den Comics den Rücken zu kehren. Ich werde es noch mit dem Comic "Death" versuchen, welcher eine Auskopplung der Sandmann-Reihe darstellt - vielleicht hat mich ja auch nur der erste Eindruck getäuscht^^
    • Panini bringt gerade Transmetropolitan in fünf Hardcoverbänden neu raus. Die sind glaube 1997 bei Vertigo erschienen und kann ich empfehlen.

      Der Protagonist mit dem merkwürdigen Namen Spider Jerusalam hat sich seit Jahren in eine einsame Behausung in den Bergen zurückgezogen und muss plötzlich in die Stadt zurückkehren, will er nicht eine große Klage am Hals haben. Laut vertrag muss er nämlich noch innerhalb des nächsten Jahres zwei Bücher schreiben. Seine Gage dazu hat er schon längst ausgegeben. So widmet Spider sich wieder dem Journalismus und bekommt eine Assistentin zugeteilt, die kürzlich noch im Rotlichtmilieu ihr Geld verdiente.

      Es geht schon in die Richtung Cyperpunk und wird in meinen Augen manchmal auch etwas widerlich, aber einen passenden Humor gibt es auch. Im zweiten Band gibt es auch eine interessante Bürgermeisterwahl. Die Reihe gehört jetzt nicht zu meinen Fovoriten, aber sie gefällt.
    • Ich bin ganz ehrlich, ich hatte nun keine Lust nen extra Thread zu erstellen nur um etwas über Sandman zu reden :D

      Ja, Vertigo Comics gibt es nicht mehr und ist nun unter DC Black Label bekannt. Aber spielt auch keine Rolle, im Kern ist es ja noch das selbe.

      Wirklich vermutlich schon seit über nem Jahrzehnt vorgehabt, Sandman von Neil Gaiman zu lesen. Mich durch die Comics zu lesen war jetzt keine Option mehr, da das auch mit einigen Kosten verbunden ist (die sind nämlich nicht günstig, nicht einmal digital, was hier eh nicht in Frage käme). Aber vor wenigen Monaten habe ich angefangen, mir die von Audible exklusiven Audio-Dramas zuzulegen. Hätte vermutlich schon früher damit angefangen, aber Neil Gaiman und Regisseur Dirk Maggs hatten bereits angekündigt, dass die englische Fassung des dritten Akts im Oktober erscheinen würde. Die deutsche Vertonung ist dann Anfang November erschienen.

      Das war für mich generell ne harte Wahl. In der englischen Vertonung drückt sich alles, was Rang und Name hat die Klinke in die Hand. In der deutschen Vertonung hat man die Speerspitze der deutschen Synchronsprecher. Am Ende habe ich mich dann für die deutsche Fassung entschieden, da ich nun auch nicht wusste, wie komplex die englische Vertonung vielleicht sein wird. Und jetzt, wo ich mit dem ersten Akt fast durch bin muss ich sagen: Verdammt ist das gut. Ich brauche keine Bilder mehr dazu (obwohl der Artstyle der Comics schon verdammt gut ist), denn das Hörspiel ist einfach so gut gemacht, dass die Fantasie hier bestens bedient wird. Was einfach auch wieder sehr gut zur Thematik passt, da die Macht der Fantasie in Sandman ein wichtiges Thema ist. Die Sprecher gepaart mit so einer extrem guten Soundkulisse, da braucht man eigentlich nur noch ein paar gute Kopfhörer und man kann darin versinken.

      Und dann steht im direkten Kontrast die Netflix-Serie dazu, die ich nun auch angefangen habe. Und ganz ehrlich, die ganze Sache ist mal wieder Netflix der Marke "The Wokeness Strikes back". Nicht alle Änderungen sind komplett Scheiße, aber mir gehen die Gender-Swaps mittlerweile einfach nur noch auf den Zeiger. Gwendoline Christie als Luzifer ist eine dieser positiven Ausnahmen wie ich finde, aber dann hat man wiederum auch ne menge, was einfach gar nicht passt. Die Kritik muss sich Netflix genau wie Amazon gefallen lassen. Dabei ist Sandman ja an sich schon divers genug, ohne, dass man eine TV-Serie noch groß verändern müsste. Ich wusste, dass das Audio-Drama deutlich näher am Comic sein soll, aber die TV-Serie hat da schon teils haarsträubende Abweichungen. Auch was den allgemeinen Ton angeht ist die Serie deutlich zahmer.

      Die größten Probleme, die die Netflix-Serie allerdings hat, ist, dass vom DC-Universum eigentlich nichts übrig geblieben ist. Gotham City und Arkham Asylum wurden komplett entfernt. Im ersten größeren Arc hat man die Lizenz zu John Constantine nicht bekommen und hier hat man einen taktischen Gender-Swap vollzogen und stattdessen Constantines eigentlich historische Vorfahrin Johanna Constantine in den besagten Arc der Serie eingebaut. Jenna Coleman war gar nicht schlecht, für so eine kernige Rolle dann aber doch am Ende zu süß und zahm um ihr wirklich diesen Charakter, der nun zu einem bisexuellen Charakter umgebaut wurde, abzunehmen. Ich bin aber fast geneigt zu sagen, dass sie ein besserer Constantine war als Keanu Reeves damals.

      Tom Sturridge als Dream geht eigentlich auch klar, meiner Meinung nach aber zu jung und auch hier wieder irgendwie zu glattgebügelt. Allen voran vermisse ich die Stimme von Andreas Fröhlich aus dem Hörspiel (glaube Audible listet immer noch fälschlicherweise David Nathan als Sprecher von Dream).

      Das Hörspiel ist aktuell für mich Güteklasse A. Die Netflix-Serie ist nicht wirklich schlecht, aber ja, es ist auch ne typische Netflix-Serie. Es wird politisch gecastet, ob die Schauspieler zu den Rollen passen oder nicht, Hauptsache man kann seine Agenda weiter fahren. Die Serie verpasst es, der Vorlage den markanten sowie melancholischen Stempel aufzusetzen. Ich will jetzt auch nicht ständig Vergleiche anstellen, aber im Hörspiel gibt es noch die Szene am Ende von John Constantine Mr. Sandman vor sich hin summt und damit die Episode endet, während Joana in der Serie wortlos die Szene verlässt (wäre natürlich amüsant, wenn man auch dafür die Lizenz nicht bekommen hat^^).

      Werde nun Akt 1 des Hörspiels beenden bevor ich die restlichen Folgen der ersten Staffel weiter schaue. Ne zweite Staffel ist ja auch schon angekündigt.

      "Are you afraid of other people? I know that by keeping others at a distance you avoid a betrayal of your trust, for while you may not be hurt that way, you mustn't forget that you must endure the loneliness." - Kaworu Nagisa


      Zuletzt durchgespielt:

      Return to Monkey Island 8,5/10
      As Dusk Falls 8/10
    • Chase schrieb:

      David Nathan spricht den Erzähler und Andreas Fröhlich Dream, so wirds zumindest bei Audible als Grafik angezeigt.
      Hab bisher nur die Serie gesehen... meine 18 Guthaben bei Audible schreien aber förmlich danach :/

      Oh haben sie es mittlerweile geändert :D? Hat lang genug gedauert. Wobei in ihrem Audible-Magazin wird es wohl verewigt sein. Finde es überhaupt unglaublich, dass ich bisher noch nirgendwo ein vollständiges Sprecherverzeichnis zur deutschen Fassung gefunden habe. Bei Audible-Originals ist ja gerne immer mal ein digitales Booklet dabei wo alles nennenswerte vermerkt ist. Vielleicht habe ich sowas aber auch nur noch nicht gefunden :D

      Verdammt, hast du dir vorgenommen Guthaben zu horten : D?
      Aber für Sandman kann ich dir wirklich ne Hörempfehlung aussprechen.

      Wollte mir gestern noch Akte X Cold Cases zulegen (stammt auch von Dirk Maggs, im Original wieder mit den Original-Darstellern in der deutschen Vertonung mit den bekannten Synchronsprechern). Und Audible hat es zumindest in Deutschland komplett entfernt, sogar die Möglichkeit zur O-Ton Version zugreifen zu können. Ganz seltsam, wenn man wirklich Audible Originals als Eigentümer nach so kurzer Zeit entfernen muss (Release war 2017 und 2019 wurde das Hörspiel wohl bereits im deutschsprachigen Raum entfernt). Nehme an, es hat vermutlich irgendwas mit Lizenzen zu tun, Benjamin Völz konnte man ja schon für die neue Staffel von Akte X nicht mehr gewinnen.

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      Return to Monkey Island 8,5/10
      As Dusk Falls 8/10
    • Ach, ich bin schon Kunde dort seit 2012...^^
      Da, falls man Kündigt, das ganze unverbrauchte Guthaben verschwindet, nutz ich hin und wieder die Pausemöglichkeit, falls vorhanden, damit sich das nicht weiterstapelt :D

      Wobei ich Anfang des Jahres noch bei über 30 Guthaben war.
      Ich teile den Account auch mit meiner Freundin, sodass wenn einer eine neue Serie findet, die auch gerne mal direkt 2-4 Guthaben zur Vervollständigung schluckt.

      Die Audible Originals (Hörspiele) sind oft verdammt stark und qualitativ wirklich das Sahnehäubchen auf der Torte.
      Es ist da manchmal wirklich sehr schwer wieder in ein normales Hörbuch zu kommen, da alleine die großartige Geräuschkulisse dich so immersiv in die Welt zieht.

      Genretechnisch bin ich hauptsächlich im Mittelalter unterwegs, sowie Krimis/Thriller (eher englische Krimis als deutsche) und natürlich auch abstecher richtung Mistery/Horror.

      Bei Sandman bin ich mir noch unsicher, wann der perfekte Einstieg für mich wäre.
      Vor Staffel 2 der Serie? Erst nachdem die Serie abgeschlossen ist? Obwohl ich persönlich niemand bin, der sich an Film/Serienadaptionen stört, da ich verschiedene Interpretationen oftmals interessant finde.
    • Somnium schrieb:

      Die größten Probleme, die die Netflix-Serie allerdings hat, ist, dass vom DC-Universum eigentlich nichts übrig geblieben ist. Gotham City und Arkham Asylum wurden komplett entfernt.
      Da muss ich Einspruch erheben :D Und weiter ausholen:

      John Constantine wurde damals von Alan Moore erfunden, für seinen Run bei Swamp Thing (nachzulesen in Saga of the Swamp Thing) und quasi von Neil Gaiman, seinem Zögling, in Sandman übernommen. Dort taucht Constantine auch lediglich in ersten Arc kurz auf, bevor er dann in seiner eigenen Reihe "Hellblazer" Erfolge feierte.

      Ansonsten gibt es aber in den Sandman Comics eigentlich so gut wie keine Bezüge zu restlichen DC Universum. Gotham City, Arkham und Batman werden in einem der ersten Hefte nur beiläufig in sehr wenigen Panels erwähnt und erscheinen dann niemals wieder.
      Der originale Sandman, ein obskurer Charakter aus den 40ern (und heutigen Fans am ehesten noch bekannt durch die "Kingdom Come" Story) wird auch nur am Rande erwähnt.
      Am ehesten haben noch Cain und Abel einen Bezug zum restlichen DC Universum, da diese Charaktere in den 50ern und 60ern als Story-Teller in Anthalogie-Serien fungierten, bevor sie in den 80ern von Alan Moore in Swamp Thing eingeführt wurden.
      Generell würde ich diesen Swamp Thing Run eigentlich schon als Vorgänger von Sandman bezeichnen, da ging es mit dem Vertigo Label fast schon los. Sehr zu empfehlen!

      Ich fand es als Leser eher erfrischend, dass Sandman gut ohne das eigentliche DC Universum funktionierte.


      Somnium schrieb:

      Mich durch die Comics zu lesen war jetzt keine Option mehr, da das auch mit einigen Kosten verbunden ist (die sind nämlich nicht günstig, nicht einmal digital, was hier eh nicht in Frage käme).
      Ich würde dieses Set empfehlen, steht auch bei mir neben Swamp Thing:
      amazon.de/Sandman-Box-Set-Neil…andman%2Caps%2C554&sr=8-2

      Wirkt mit seinen fast 200 Euro fast ein bisschen teuer. Aber. Es sind alle Sandman Werke enthalten, insgesamt sind es 14 Trades. Das heißt, für einen Trade zahlt man knapp 14 Euro. Nicht nur ist das für Trade Verhältnisse relativ günstig. Aber solltest du dir die Trades nicht im Set holen, können sie einzeln bis zu 30 Euro kosten.
      Zudem sind diese knapp 200 Euro mehr als gerechtfertigt. An Sandman sitzt (und ließt) du lange. Sehr. Lange.

      Ich selbst würde auch dringend raten, Sandman in Comic Form zu erleben. Ich selbst mochte zwar auch die Serie ganz gerne.
      Aber ähnlich wie Watchmen und Dark Knight Returns wurde Sandman eben so konzipiert und zu beweisen, welche narrativen Stärken und Vorteile Comics bieten können (aus dem selben Grund ist Watchmen auch unverfilmbar).

      Ich mochte jedoch auch die Serie. Ich hätte mir zwar für Dream einen versoffenen, zwei Wochen schlaflosen 40 jährigen Robert Smith gewünscht... aber das war ja leider nicht möglich :)
      Die Serie schafft es, die Arcs der ersten beiden Trades überzeugend ins TV-Medium zu übertragen. Gender und Race-Swaps fallen mir hier nicht negativ auf.
      Naja, bis auf zwei Ausnahmen.

      Wie du schon erwähnst hat Johanna Constantine nichts mit dem schmierigen, versoffenen John Constantine zu tun. Und Death... naja, Death ist einfach fehlbesetzt, so gut ich die Schauspielerin auch finde. Das ikonische Design fehlt nämlich komplett, und ohne diese Ikonographie wäre der Charakter niemals so... ikonisch geworden.