[Serie] Game of Thrones

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    • Ey ihr habt mich (wieder) heiß gemacht auf die Bücher. Mein Problem ist nur, ich investier mich nicht gerne in Werke, die vermutlich niemals fertig gestellt werden. Das ist auch der Grund, weshalb ich nie Berserk angefangen habe. Für mich ist da nicht der Weg das Ziel, sondern das Ziel ist verdammt nochmal das Ziel!
      Aber hey, das erste Buch hab ich schon einmal begonnen. (Als Hörbuch don’t blame me!)
    • Somnium schrieb:

      Ich konnte mich auch nicht zurückhalten und hab mal rein gelesen. Natürlich, wenns dann so käme, wäre die an sich schon bissige Fanbase damit nicht einverstanden. Aber ich sags frei heraus, das wäre für mich der beste Ausgang, den man sich nach der letzten Folge wünschen kann. Wenn man mal etwas ehrlich zu sich selbst ist, dann bleibt da nicht für viel anderes Raum als das, was der Insider da geschrieben hat. Vielleicht bräuchte man dafür nicht einmal einen Insider. Der Mehrheit wird man es nun sowieso nicht mehr recht machen können, für mich wäre das aber ein sehr rundes Ende. Besonders nach der recht schwachen fünften Staffel hat die Serie sich doch noch einmal gefangen. Ich hatte aber auch 3 Jahre Pause mit Game of Thrones gemacht, bei mir gibt es diese Übersättigung wie bei vielen nicht, die wirklich durchgehend seit 8 Jahren am Ball geblieben sind und sich erhoffen, dass ihre feuchten Fan-Theorie-Träume in Erfüllung gehen. Für mich auch ein weiterer Faktor, was der Serie am Ende die Gunst der Zuschauer nahm. Da haben sich ja ganze Gruppierungen mit den absurdesten Theorien in eine Euphorie debattiert. Vielleicht hat dies mittlerweile bei Game of Thrones noch krassere Züge angenommen als bei Star Wars.

      Bei der Sache mit Cersei, aber auch Jaime muss ich zustimmen. Fand Cerseis Ende auch sehr ideenlos und unbefriedigend, während man Jaime wieder zum Inzest-Depp gemacht hat. Was aber auch einen kleinen Reiz hat nach den Worten, die er in Folge 4 von sich gab. Er ist was er ist. Ein Monster, genau wie Cersei. Ihr beider Ende kam dann aber so abrupt, dass es vielleicht noch immer einige Leute nicht realisiert haben, dass die in der nächsten Folge ganz sicher nicht mehr mit dabei sein werden.

      Es ist ja grundsätzlich nicht so dass die Folgen richtig schlecht geschrieben sind, es fehlen einfach die Zwischenstufen wie zb. bei Dany, wie sie dahin kommt das sie so abgeht. Ich meine das könnte wenn man es gut macht eine ganze Staffel füllen.

      Die Petition ist natürlich Schwachsinn, aber ich kann den Unmut schon verstehen, gerade das mit den Nachtkönig ist schon grenzwertig um nicht zu sagen sehr sehr Schlapp gelöst.

      Hätte man sich etwas mehr Zeit genommen dann hätte man solche Logiklöcher wie mit der Flotte vermeiden können. Dann wäre das mit Jaime nicht so ein Problem gewesen. Es ist ja nicht das Problem dass Jaime zu Cersei steht aber das kam doch sehr plötzlich. Zudem auch sehr dumm das Dany Jaime nicht benutzt um Cersei zu kriegen.

      Ein möglicher Twist wäre gewesen, wenn Jaime bei einer Gegenüberstellung von Dany und Cersei, einfach Dany killed, ich mein er ist doch der Kingslayer.

      Ach da gab genug Möglichkeiten. Man hat sich zwei Jahre Zeit genommen, die Serie zu beenden, da darf man schon etwas mehr erwarten und nicht so ein husch husch.

      Was das Finale an geht, ja das ist in Teilen okay, bzw. in teilen erwartet man es so, aber ich weiß nicht was ich davon halten soll wer den Thron bekommt. Aber wir werden sehen, so oder so wird hate kommen.



      Reita schrieb:

      Das ist auch der Grund, weshalb ich nie Berserk angefangen habe. Für mich ist da nicht der Weg das Ziel, sondern das Ziel ist verdammt nochmal das Ziel!

      Berserk lohnt sich voll, man kann dabei aber sehr unglücklich werden bzgl. die Auflösung von Plotwists, er ist leider auch jemand der dich gut anteasert und dich Kapitellang leiden lässt zu dem man auch noch Monate und Jahre auf neues wartet.
    • Ich mache mal einen clean cut zu:


      S08E06

      Erst einmal, die Leaks haben sich zu 100% bewahrheitet. Allerdings muss ich doch nochmal meine Worte zurücknehmen, dass ich damit einverstanden bin. Dazu aber gleich mehr.

      Ja, die Luft war dann auch einfach mal komplett raus. Arm an Höhepunkten ohne auch nur einen einzigen richtigen Punch gesetzt zu haben, peinliche Dialoge ab der Mitte der Episode, deplatzierter Humor und ich glaube, der letzt gesprochene Satz der gesamten Serie handelt von Bordellen. Meine Anspannung war zu Beginn noch recht groß, hat sich dann aber von Minute zu Minute verflüchtigt. Da war einfach nichts mehr, wofür es sich lohnte, angespannt zu sein. Ich erinnere mich noch an das ende des Twin Peaks Revivals zurück was ich sehr beklemmend und wahnsinnig gut in Szene gesetzt fand, worüber die Leute auch noch später etwas zu reden haben, vielleicht in einigen Jahren noch über den letzten Satz im Twin Peaks Revival diskutieren werden. Und dann haben wir Game of Thrones, eine Serie, die quasi mit einem Furz-Gag endet.

      Ich habe die Staffel jetzt relativ lange verteidigt, aber für dieses Finale habe ich keine Argumente mehr. Also Argumente, um noch irgendwas zu rechtfertigen. Vielleicht kommt die Episode bei euch wesentlich besser an, aber jetzt ist mal einer der seltenen Momente hier, wo ich wirklich meine Enttäuschung offen teile.

      Vieles lief falsch, nur wenig gutes kann ich wirklich aus dem Series-Finale schöpfen. Hier mal sämtliches im Spoiler zusammengefasst:

      Spoiler anzeigen
      Tyrion schwingt zwei Reden und kommt erneut mit einer Masche durch, die er schon mindestens dreimal abgezogen hat. Der in starke Selbstzweifel geratene Jon Schnee versetzt seiner Königin, seiner Liebhaberin, seiner Tante, den fatalen Dolchstoß. Was auch noch einmal bestätigt, wie manipulierbar Jon dann doch war, der als rechtmäßiger König sich von sämtichen Parteien zum Punchingball hat machen lassen.

      Die Szene mit Drogon im Thronsaal war in allen Maßen beeindruckend umgesetzt und das einzige Prunkstück der Folge. Darin sind vermutlich auch die letzten Dollars geflossen. Eine fantastische Szene mit großartigem CGI, die mir dann aber durch den aufgezwungenen Symbolismus ruiniert wird. Am Ende war es der Drache, der dann irgendwie gespürt hat, dass von dem eisernen Thron das wahre Böse ausgeht. Die Intelligenz von Drogon überstieg in einer Szene die Intelligenz des gesamten Casts innerhalb der letzten 8 Staffeln. Und so war es am Ende ein nicht menschliches Wesen, welches die richtige Entscheidung traf und den Thron eingeschmolzen hat. Und am Ende lebten sie glücklich und zufrieden. Ja, ich weiß, worauf die Serie hinaus will mit der Szene, aber nein, beim besten Willen kaufe ich ihnen das nicht ab. Eyecandy ja, 10 Punkte, die Message selbst bekommt so viele Punkte wie Deutschland beim Public-Voting vor zwei Tagen bei Eurovision Song Contest (Spoiler, es waren 0 Punkte).

      Wie ich es schon öfter sagte, ich mochte Khaleesi schon lange nicht mehr, aber war das echt ein gerechtfertigter Abgang nach 8 Staffeln? Sie konnte Jon noch eine ergreifende Anekdote aus der Kindheit erzählen und wird dann von ihrem Lover und Neffe erdolcht? War es wirklich so einfach? Natürlich war es das, denn es war die letzte Folge. Am Ende war es also Daenerys, die als einzige wahre Verliererin in die Analen dieser Show eingeht.

      Wie John es letztendlich geschafft hat, von den Unbefleckten als Königinnenmörder lebend gefasst zu werden, ohne von Grauer Wurm einen Kopf kürzer gemacht zu werden, ist eine andere Sache.

      Und was danach folgte war eine Komödie. Tyron schmettert seine wohl peinlichste Rede in der gesamten Show und wirkt selbst so, als parodiere er sich in der Szene.

      Die mächtigsten Menschen in Westeros sind nun also der inkompetente Edmure Tully, Davos Seewert der Zwiebelritter, Ser Schweinchen Sam, ein Junge, der mit 12 Jahren noch an der Brust seiner Mutter hing und Lady Tratschtante. Und natürlich wird am Ende alles mit Diplomatie gelöst und Bran wird zum neuen Herrscher Westeros. Während der rechtmäßige Thronfolger ins Exil geschickt wird, wird Tyrion bestraft, indem er Brans Hand wird. Also, nichts gegen Tyrion, aber irgendwann ist auch mal gut. Seine Reden haben sich abgenutzt und mir fehlt hier auch einfach der Sinn darin, dass er zur neuen Hand wird. Selbstverständlich war Grauer Wurm mit allen Konditionen einverstanden und verzieht sich mit seinen Leuten in seine Heimat.

      Einzige Szene, die mich nach dem Drachen noch etwas gepackt hat war die Szene mit Brienne, wie sie den leeren Eintrag des Königsmörders weiter schreibt und ihm ein würdiges Ende verpasst.

      Und am Ende lebten sie doch alle glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende. Und Lady Tratschtante ist nun Lady Tratschtante von Winterfell.

      Um mich selbst nochmal zu zitieren:

      Somnium schrieb:

      Wenn da am Ende Bran auf dem eisernen Thron sitzen sollte würde ich meine positiven Eindrücke aber noch einmal revidieren.

      Ich sollte einfach meine pessimistischen Gedanken nicht so in der Öffentlichkeit kommunizieren.


      Irgendwie muss eine Geschichte mal zu einem Ende kommen. Die Frage ist auch immer, wie beendet man so ein Epos. Und hier weiß ich einfach nicht, ob es das Ende ist, was nicht nur die Zuschauer verdient haben, sondern auch die Macher und Tausende Leute, die 8 Jahre an dieser Serie gearbeitet haben.

      Ich möchte nun einfach auch nichts zu sehr drüber ablästern, aber es gab schon wirklich einige sehr Haarsträubende Szenen. Auch wenn viele Leute damals beim Lost Series-Finale recht ernüchtert waren, da habe ich mir am Ende zumindest noch ne Träne verkniffen (überhaupt gefiel mir das Ende von Lost richtig gut, auch wenn ich da häufig relativ einsam mit der Meinung dastehe).

      Am Ende will ich aber auch nicht zu hart urteilen. Man blickt auf eine beeindruckende Fantasy-Serie zurück die das TV-Format, wie ich finde, revolutioniert hat mit einer nie dagewesenen Wucht in Sachen Produktion und Dramatik. Und irgendwie hat man die Geschichte dann zu einem Ende gebracht. Mehr mit Biegen und Brechen und nicht mit Eleganz und Stil. Aber man hatte den Luxus, die Serie enden zu lassen, ohne abgesetzt zu werden und mit der Gunst der Fans im Rücken (die vermutlich nun verspielt ist). Aber letztendlich, da muss ich gestehen, werde ich immer wieder gerne auf diese Serie zurückblicken.

      Somit endet eine Achterbahnfahrt, die Staffel 8 nun einmal war. Zumindest werden Fans von Geist hier auf ihre Kosten gekommen sein ;P

      Muss mal schauen, wenn ich ne Nacht drüber geschlafen habe. Muss das auch erstmal verarbeiten. Gerne revidiere ich da auch nochmal einige Punkte, werde die Folge die Tage auch nochmal mit meiner Mutter gemeinsam sehen, der ich die Serie nahe gebracht habe.
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    • Ich fand die Folge nicht so schlimm. Man hätte aber auch die objektiv beste Folge aller Zeiten liefern können, der Hatetrain war eh nicht mehr zu stoppen. Man merkt das diejenigen die sich schon ab Folge 1 beschwert haben jetzt nur noch zuschauen um eben zu haten.
      Ist es die wahrscheinlich schwächste Staffel? Definitiv
      Gab es viele unlogische Entscheidungen was auf das Writing zurückzuführen ist? Hundertprozentig.
      Ist es peinlich wen man eine Umfrage unterschreibt um eine Staffel nochmal neu zu verfilmen? Jop. Selbst als Statement ist sowas peinlich, Untermenschen ey. :/

      Ich bin aufjedenfall nicht ganz unzufrieden. Ich hatte meinen Spass mti der neuen Folge, wie locker 90 Prozent aller anderen Zuschauer auch, auch wen einige es nicht zugeben wollen würden. Ich habe auch oft den Kopf geschüttelt, aber das war im Endeffekt doch noch alles unterhaltsam. Die Schlacht um Winterfell war ein richtiges Highlight zum Beispiel. Insgesamt war halt einfach nur die Story nicht mehr das Gelbe vom Ei. Der Rest konnte meiner Meinung nach noch voll überzeugen. Ich schreibe den Rest dann mal lieber in einen Spoiler.

      Spoiler anzeigen

      -Das Bran zum König wird fand ich ein wenig überraschend, macht aber schon irgendwie Sinn, wüsste nicht wer sonst in Frage kommen sollte. Finde es allerdings Schade das Sansa noch irgendwie überlebt hat, ich fand das irgendwie schräg das Sansa den Norden immernoch als Independent deklarieren wollte, das tat sie nicht für ihr Volk, das tat sie weil sie unbedingt Königin sein wollte. Als hätte irgendeiner im Norden sich über einen Stark als König beschwert.
      -Die Council Szene fand ich ganz cool, war halt Fanservice, aber fand ich ganz nett.
      -Das Jaime noch irgendwie sein Ending bekam fand ich auch ganz schön, wäre irgendwie Schade gewesen wen zukünftige Generationen sich nur noch negativ an ihn erinnern würde, nachdem er ja doch so viel Gutes getan hat.
      - Das Tyrion nicht im Song of Ice and Fire erwähnt wurde ist leider komplett sinnfrei. Er war von Anfang bis Ende einer der wichtigsten Figuren. Mit Sansa verheiratet, Tywin getötet, rechte Hand von Daenerys. Nunje egal.
      - Die Schlussszene mit Jon fand ich echt langweilig, daraus hätte man mehr machen können. Dieses stille Hinausreiten hat mich einfach nicht gepackt.
      -Daenerys Tod fand ich eigentlich ganz gut umgesetzt, und das man hier einen klaren Unterschied zwischen dem Mad King und Daenerys ziehen konnte. Dany glaubt daran das sie das richtige gemacht hat, sie ist nicht einfach nur wahnsinnig, sie glaubt an ihre eigene Gerechtigkeit. Ich glaube das hat sie sich so eingeredet weil sie weiss was die andere Alternative wäre. Kam leider aber nicht so überraschend.

      Ich kann auch teilweise nachvollziehen warum viele so angepisst sind, das sind ja hauptsächlich Khaleesi Fans. Ich finde allerdings immernoch das jeder der die Aktion als "out of character" bezeichnet 8 Staffeln lang einfach nur nicht aufgepasst hat. Wie brutal Dany sein kann hat man nicht zwischen den Zeilen gezeigt, sondern auch sehr offen. Vorallem der Mord an den Tullys war dann der letzte Funke bei dem mir klar wurde das sie noch zu einem Antagonist wird. Mal ganz abgesehen von der Vision die sich ja im Endeffekt bewahrheitet hat.
      Im Endeffekt, was mich an der Staffel dann auch sehr gestört hat waren die Entscheidungen die einfach nur keinen Sinn gemacht haben. Die gleichen Szenen an denen sich ja viele gestört haben, was ich als berechtigte Kritik empfinde.
      - Der Tod des zweiten Drachen war komplett sinnfrei. Eine Armada der Iron Fleet hätte man erkennen müssen, sie hatten ja schliesslich freies Sichtfeld. Er wurde ja mehrfach getroffen. Eine Folge später trifft dann kein einziger Pfeil.
      - Die Armeegrösse. Bei der Schlacht von Winterfell sah es am Ende doch so aus als wären fast alle Tod. Das noch viele überlebt haben ist klar, aber die Armee die man in der letzten Folge sah? Und noch soviele Dotrhakis...
      - Was mich am meisten enntäuscht hat, der Night King. Ich fand die Folge war richtig gut inszeniert, bis zum Schluss Spannung pur. Aber das man diese ganze White Walker Armee besiegt hat ohne das irgendjemand abseits des Nordens je davon erfahren wird. Im Süden wird man den Night King weiterhin als Ammenmärchen behandeln. Ich hätte mir da mehr erwartet, mehr Relevanz. Das kam einem wirklich so vor als hätte man das nur schnell abgehakt um zum zweiten Teil der Staffel zu kommen.
      - Die zweite Fillerfolge war ganz nett, aber wen man schon nur 6 Folgen zusammenschneidet, dann kann man sowas auch kürzen und einfach in die erste Folge einbauen oder so.


      Kritik an der letzten Staffel ist hundertprozentig berechtigt bis zu einem gewissen Grad. Das man enntäuscht ist kann ich auch voll und ganz nachvollziehen. Petitionen und Morddrohungen gegenüber den Autoren wiederum nicht. Wen ich mir einige Tweets ansehe wird mir schon fast schlecht. Damit meine ich wie gesagt nicht die Kritik an der letzten Staffel, sondern diese Hatewelle. Alles ist Scheisse, Got ist ruiniert, die schlechteste Serie aller Zeiten.


      Ich bekomme btw aber auch noch viele Tweets mit von Fans die noch ganz zufrieden sind, GoT hat ka 20 Millionen Zuschauer? 30 Millionen?
      Es sind schon ziemlich viele die unzufrieden sind, aber die ganze Fanbase sicherlich nicht, denke nicht einmal die Hälfte. Die die am lautesten schreien bekommt man natürlich am ehesten mit, ich tweete nicht darüber das ich die Staffel ganz ok fand.



      Somnium schrieb:

      Auch wenn viele Leute damals beim Lost Series-Finale recht ernüchtert waren, da habe ich mir am Ende zumindest noch ne Träne verkniffen (überhaupt gefiel mir das Ende von Lost richtig gut, auch wenn ich da häufig relativ einsam mit der Meinung dastehe).
      Puh jo das Ende von Lost fand ich wesentlich schlimmer, weil ich die ganze letzte Staffel richtig schlecht fand^^ Aber da galt das gleiche, hatte meinen Spass mit Lost im Allgemeinen, habe dennoch gute Erinnerungen an Lost. Nur waren die ersten 3 Staffeln halt überragend.


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    • Ich konnte jetzt auch nochmal drüber schlafen und etwas weiter resümieren. Mein Gesamteindruck hat sich nicht groß verändert. Auch wenn ich sage, man kann mit dem Ende leben, weil halt alle Character-Arcs beendet sind. Der Knackpunkt ist und bleibt halt, wie. Nämlich mit Biegen und Brechen. Die Showrunner werden halt auch irgendwann gemerkt haben, dass zahlreiche Sub-Plots, aber auch einige Main-Plots wie die Wanderer und Bran in Sackgassen verlaufen. Diese Arcs musste man irgendwie vom Tisch bekommen.

      Zu Petitionen oder hasserfüllten Tweets gegenüber D&D will ich mich gar nicht erst zu äußern. Man muss halt bedenken, dass der Fakt, kein Quellmaterial mehr zu besitzen, zum schnellen umdenken zwang. Dennoch sind sie nicht von sämtlicher Schuld freizusprechen und das werden sie vermutlich selbst einsehen, wenn sie sich den Verlauf der Story seit Staffel 5 ansehen. Wenn ich dann auch noch lese, dass sich D&D bewusst für nur 6 Folgen entschieden haben und bewusst für ein Budget von unter $100 Millionen, obwohl HBO weitaus mehr angeboten hat, frage ich mich auch hier, warum war das so? Selbstverständlich reichten einfach weder die 6 Folgen noch die rund $90 Millionen Dollar aus. Auch finde ich es bedenklich, dass GRRM öffentlich seinen Dissens mit D&D kommuniziert hat. Da scheint wohl auch einiges schief gelaufen zu sein zwischen den beiden Parteien.

      Ein weiteres Gerücht, was GRRM aber dementiert hat, ist, dass er angeblich beide Bücher schon längere Zeit fertig hat, HBO aber einen Riegel vor die Veröffentlichung geschoben hat und er die Bücher erst publizieren darf, wenn die 8. Staffel gelaufen ist. Sollte also in einigen Monaten Band 6 erscheinen, weiß man, dass das Gerücht, welches Martin dementierte, dann doch stimmte.

      Auf der IMDb gabs eine richtige Klatsche für die Episode, dort liegt das Series-Finale bei einer niederschmetternden 4,9 von 10 bei bereits über 70.000 Stimmen. Zum Vergleich auch einfach mal: Die beiden ersten Folgen liegen noch bei einer über 8 von 10.


      @Aruka

      Du hast da einige gute Punkte, auf die ich noch kurz eingehen will:

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      Aruka schrieb:

      -Das Bran zum König wird fand ich ein wenig überraschend, macht aber schon irgendwie Sinn, wüsste nicht wer sonst in Frage kommen sollte. Finde es allerdings Schade das Sansa noch irgendwie überlebt hat, ich fand das irgendwie schräg das Sansa den Norden immernoch als Independent deklarieren wollte, das tat sie nicht für ihr Volk, das tat sie weil sie unbedingt Königin sein wollte. Als hätte irgendeiner im Norden sich über einen Stark als König beschwert.

      Das war für mich komplett umgekehrt, denn es war die einzige wirkliche Überraschung. Nichts deutete für mich auf Bran hin. Es macht für mich auch weiterhin keinen Sinn, dass er nun König ist. Vor allem, was regieren die nun in Königsmund eigentlich? Königsmund befindet sich auf einem Berg voller Schutt und Asche und rund eine Million Menschen, die BBQ sind. Das Volk, was derzeit regiert wird, ist ein riesiger Haufen Grill Briketts. Und wo befindet sich das Council am Ende? Wo tagen die? Da, wo die sich befinden, dürfte sich eigentlich kein Steinchen mehr befinden.

      Absolute Zustimmung bei Sansa. Wobei, "Sansa - Queen of the North" von überraschend vielen Leuten gefeiert wird. Sie war bis zum Ende vollkommen egoistisch und sie ging mir mit ihrer "Der Norden bleibt aber unabhängig, kapiert? Habt ihr das kapiert?"

      Ist sie sich bewusst, dass das alles, diese ganze Misere, unter anderem entstanden ist weil sie ihre Klappe nicht halten konnte? Dann auch noch die ganze Zeit irgendwelche Forderungen zu stellen als neues Oberhaupt der Starks, macht dieses Haus dann auch irgendwie ein wenig unsympathisch.


      Aruka schrieb:

      - Das Tyrion nicht im Song of Ice and Fire erwähnt wurde ist leider komplett sinnfrei. Er war von Anfang bis Ende einer der wichtigsten Figuren. Mit Sansa verheiratet, Tywin getötet, rechte Hand von Daenerys. Nunje egal.

      Die Szene sollte wohl nur mal wieder Tyrion als Comic-Relief Charakter unterstreichen. Fands albern, gab überhaupt keinen Sinn und ich war dann auch mal wieder von Sam als pummelige Ulknudel genervt. Tyrion wurde 8 Staffeln lang bis, am Ende dann, zur Absurdität gepusht nur um keine Erwähnung im allumfassendem Geschichtsbuch zu finden?


      Aruka schrieb:

      -Daenerys Tod fand ich eigentlich ganz gut umgesetzt, und das man hier einen klaren Unterschied zwischen dem Mad King und Daenerys ziehen konnte. Dany glaubt daran das sie das richtige gemacht hat, sie ist nicht einfach nur wahnsinnig, sie glaubt an ihre eigene Gerechtigkeit. Ich glaube das hat sie sich so eingeredet weil sie weiss was die andere Alternative wäre. Kam leider aber nicht so überraschend.

      Hitler-Daenerys fand ich eigentlich recht gut umgesetzt, allerdings hatte man nur 2 Episoden Zeit, was den Wandel zu Diktator-Khaleesi etwas unglaubwürdig macht. Denn genau das war die Anspielung. Diktatoren meinen halt auch immer, das richtige zu tun. Aber Diktatoren sind für mich nur Menschen, die eigene Komplexe und Schwächen mit ihrer art verschleiern wollen. Das macht Diktatoren zu solch gefährlichen Menschen.

      Es deutete sich bei Dany was an, aber der Wandel kam dann für mich nicht überzeugend/glaubhaft. Einfach weil man wirklich alles in diese verdammten 6 Episoden packen musste. Und so komme ich zum Ausgangspunkt zurück: Warum nicht noch einmal 10 Episoden raushauen?

      Warum nicht noch einmal Daario Naharis ausgraben der am Ende Jon erledigt. Das hätte Dramatik gehabt. Aber My Man Daario hatte leider auch ein unwürdiges Ende ;/
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    • Puh...also erstmal muss das obligatorische Danke an alle beteiligten der Serie sein. Sei es die Showrunner, Schauspieler, Regisseure, Setbuilder etc.
      Ich hatte in den vergangenen 8 Jahren mit keiner Serie so viel Spaß wie mit Game of Thrones.
      Zumindest auf Audiovisueller Ebene wird diese Serie lange unerreicht bleiben.
      Jetzt hab ich aber oben schon mal geschrieben, wie wichtig mir ein rundes Finale ist. Das war es für mich nicht. Jetzt hat es mir die Serie nicht kaputt gemacht, aber die Vorfreude auf ein rewatch schon etwas genommen.
      Nun halbwegs der Reihenfolge nach:

      Spoiler anzeigen
      Tyrion stapft durch das verbrannte Kings Landing. Optisch fand ich die Szenerie ganz stark. Auch wenn ich mir immer wieder selbst einreden musste, dass es sich bei den weißen Zeug um Asche und nicht um Schnee handelt.
      Tyrion findet seine leblosen Geschwister und Peter Dinklage spielt das mal wieder Atemberaubend.
      Danach schwingt Dany wie einst der Imperator ihre große Rede, damit auch der letzte Zuschauer merkt, die ist nicht mehr ganz knusper im Kopf. Währe eigentlich ein geiler Ausgangspunkt für eine neunte Staffel gewesen.
      Tyrion mukkt gegen seine Königin und wird immer noch nicht dafür geköpft.
      Spulen wir etwas vor - Jon macht sich auf dem Weg zur seiner Queen. Sah schon geil aus wie der Drache Asche/Schnee bedeckt hervorkroch und Aegon passieren lässt. Das nächste Szenario hat sich angebahnt und Jon rammt ihr ein Messer ins Herz. So eine Szene habe ich mir eigentlich für Jamie und Cersei vorgestellt. Aber naja.
      Drogon taucht auf und das fand ich schon cool inszeniert. Das CGI war auch wieder Zucker. Wie Somnium so schön angemerkt hat, brutzelt der Drache den Thron nieder. Denn er steht sinnbildlich für das, was an dem System in Westeros falsch läuft. Und ich dachte erst: „Yeah das ist mal ein wirklich entscheidender Beitrag um das „Wheel“ zu brechen.“
      Aber die nächste Szene hat mir das Gegenteil gezeigt....
      Schnitt. Es sind mehrere Wochen vergangen und die Lords und die Lady haben sich versammelt. Und wer hat diese Truppe denn zusammengestellt? Da Danaerys keine offizielle Königin wurde, müssten theoretisch noch die alten Gesetze herrschen, oder?
      Weil dann hätte Sam keinen Anspruch auf irgendwas, weil das alles negiert wurde als er der Nightswatch beitrat und Gendry hat eh nichts zu melden, weil immer noch ein Bastard ist.
      Aber nun denn. Sams Vorschlag der Demokratie wird lachend abgeschmettert und stattdessen entscheidet man sich diese ganze Königs-Scheiße wieder von vorne zu starten nur wird der König diesmal gewählt. Was das selbe in grün ist.
      Und dann auch noch Bran, den Mr. Manhattan von Westeros, bei dem doch fast jeder Angehörige wissen müsste, dass der als Entität sich nicht mehr für die menschlichen Belange interessiert.

      Jon wird wieder in den Norden verbannt. Ein rührselige Abschied der Stark Kinder. Da merkte ich doch, ich kann aus meiner Fanboy Haut nicht raus. Das packt mich schon.
      Arya reist gen Mittelerde und Sansa wird Queen in the North.
      Jon wird auch ein König, aber Beyond the Wall. Auch wenn Kit Harrington aussah, als würde er gleich heulen, aber der wahre Norden passt am ehesten zu ihm. Und Ghost hat nun endlich seine Knuddeleinheit bekommen. Yeah.


      RIP Game of Thrones. Es waren ein paar verdammt spaßige Jahre und nach dem zweiten Mal anschauen bin ich schon etwas versöhnlicher mit dem Finale.
      Aber unterm Strich werde ich wohl am meisten die Memes vermissen.
    • Somnium schrieb:

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      Aruka schrieb:

      - Das Tyrion nicht im Song of Ice and Fire erwähnt wurde ist leider komplett sinnfrei. Er war von Anfang bis Ende einer der wichtigsten Figuren. Mit Sansa verheiratet, Tywin getötet, rechte Hand von Daenerys. Nunje egal.
      Die Szene sollte wohl nur mal wieder Tyrion als Comic-Relief Charakter unterstreichen. Fands albern, gab überhaupt keinen Sinn und ich war dann auch mal wieder von Sam als pummelige Ulknudel genervt. Tyrion wurde 8 Staffeln lang bis, am Ende dann, zur Absurdität gepusht nur um keine Erwähnung im allumfassendem Geschichtsbuch zu finden?
      ___



      Warum nicht noch einmal Daario Naharis ausgraben der am Ende Jon erledigt. Das hätte Dramatik gehabt. Aber My Man Daario hatte leider auch ein unwürdiges Ende ;/

      Ich pack das einfach mal gleich in einen Spoiler, irgendwie nervig.^^
      Spoiler anzeigen

      Jo stimmt, war wohl einfach Comic Relief... finde ich manchmal ganz cool, aber hier ein wenig zu übertrieben. Die Szene mit Sansas Onkel der sich als König anbietet fand ich da schon witziger, und wirkte nicht fehl am Platz. Wie ich finde.
      Den Daario hatte ich ganz vergessen, stimmt xD Der muss das doch mitbekommen haben, das wär mal ne richtige Überraschung gewesen wen der noch dazugestossen wäre. Das gibts dann vielleicht im Sequel. :P
      Wobei Kit Harington ja schon sagte das er die Rolle nicht noch einmal spielen wird, was ja nachvollziehbar ist.



      Reita schrieb:

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      Und dann auch noch Bran, den Mr. Manhattan von Westeros, bei dem doch fast jeder Angehörige wissen müsste, dass der als Entität sich nicht mehr für die menschlichen Belange interessiert.



      RIP Game of Thrones. Es waren ein paar verdammt spaßige Jahre und nach dem zweiten Mal anschauen bin ich schon etwas versöhnlicher mit dem Finale.
      Aber unterm Strich werde ich wohl am meisten die Memes vermissen.
      Spoiler anzeigen
      Das stimmt auch wieder, ich frage mich wie Bran auf eine Krise reagieren würde. Die Menschen sind ihm schlussendlich nicht sehr wichtig. Vielleicht wird er wieder stückweise etwas menschlicher? Nunje, keine Ahnung, werden wir wohl eh nie erfahren.^^


      Memes hab ich auch schon einige aufgegabelt, werde ich auch vermissen xD
      Ich spam einfach mal Memes hier rein. :P

      Edit, waren 4 Stück, hat nur beim ersten geklappt, seltsam.


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    • Aruka schrieb:

      Wobei Kit Harington ja schon sagte das er die Rolle nicht noch einmal spielen wird, was ja nachvollziehbar ist.

      Ach, lass mal ein paar Jahre verstreichen und schauen wir mal, wie groß der Gehaltscheck ist den man ihm anbieten würde :D Mark Hamill sagte auch damals, er möchte nicht ständig in Science-Fiction Rollen gequetscht werden. Diese Aussage ist nun so viele Jahrzehnte her, heute würde er sich die Finger danach belecken, noch einmal in einer großen Space-Opera mitspielen zu dürfen. Man sollte sich da immer eine Hintertür offen lassen. Besonders, wo Revivals so angesagt sind. Und ob es Game of Thrones nun will oder nicht, die Serie ist schon jetzt qualifiziert für so ein "10 Jahre später" Revival. Vermutlich liegt das Drehbuch dafür schon in irgendeinem Tresor :D

      Wo ich schon gerade das Meme zu Jon Schnee in Erklärungsnot entdecke, ich musste da eher an folgendes denken, als sich der Drache aufgemacht hat:

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      Drogon packt Khaleesi und fliegt davon. Und ich habe heimlich darauf gewartet, dass der Drache auf einmal anfängt zu reden und sowas vom Stapel haut wie: "Ich habs dir ja gesagt. Westeros ist nichts für dich, dieses Klima ist nichts für dich, wärst du mal in Essos geblieben aber neeein, du wolltest ja nicht auf mich hören." und fliegt dann halt angepisst mit Daenys leblosen Körper davon.

      Daenerys noch eine weitere Staffel als Mad Queen hätte sicherlich wesentlich mehr Wirkung erzielt als alles in circa, zählen wir die letzten Folge mit, 120 Minuten abzuarbeiten. Dass man wirklich so unendlich stur an diesen Plänen mit den 8 Staffeln und 6 Folgen festgehalten hat finde ich komisch. Stattdessen bombt man noch in dieser geringen Laufzeit Filler-Momente ein und sogar eine komplette Filler-Episode. Wenn man gerne unter 10 Staffeln bleiben wollte, warum hat man sich nicht einfach auf eine achte Staffel mit 6 Folgen geeinigt und anschließend noch einmal eine neunte Staffel mit 5 Folgen. Man hatte das Ende, es ging eigentlich nur noch darum, alles zu einem runden Abschluss zu bringen. Ich habe per se auch nichts gegen das Ende der Serie (mit Ausnahme von Bran als König, was ich weiterhin als bedeppert betrachte), aber es wirkt furchtbar gehetzt. Finde, mit diesen festen Plänen hat man sich selbst keinen Gefallen getan. Nicht nur den Fans war man ein rundes Ende schuldig, das waren sich Sender/Showrunner/Mitwirkende auch selbst schuldig. Man kann denke ich jetzt nicht so einfach befriedigt zur Serie zurückblicken als Verantwortlicher. Und vielleicht sieht man irgendwann einmal ein, dass es vielleicht noch eine neunte Staffel gebraucht hätte, um diese Ereignisse noch halbwegs logisch auf den Bildschirm zu bringen. Aber da frage ich mich, wenn man die zusätzliche Laufzeit der Episoden in Staffel 8 noch nicht einmal optimal genutzt hat, dann hätte vermutlich auch eine weitere Staffel nichts gebracht.


      Aber der wechselhaften Qualität der Staffel zum Trotze, hat mir dennoch ne menge Spaß gemacht hier mit euch zu diskutieren.


      Edit:

      Bevor ichs aber vergesse, ich denke, die Serie selbst könnte man problemlos fortführen (was man natürlich nicht tun wird, da die Geschichte dieser Charaktere erzählt ist). Denn Frieden wird in der Welt sicherlich nicht herrschen.

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      Besonders wenn ich sehe, wer da nun so an der Macht ist, sitzt Westeros mal wieder auf einem Pulverfass. Und ja, da würde ich sogar Sansa als gefährlichste Partei mitzählen. Sie ist das komplette Gegenteil von ihrem Vater Eddard Stark, der ein ruhiges, gemütliches Leben auf Winterfell anstrebte und dem es bereits zuwider war, Deserteure hinzurichten. Sansa hingegen ist machthungrig, gnadenlos und will denke ich mal mehr. Sie hat mir nicht den Eindruck gemacht, als sei der Norden ihr genug. Aber sofern es nicht wirklich ein Revival gibt, werden wir das natürlich nie erfahren.
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    • Ich denke die Leute sind einfach mit zu hohen Erwartungen daran gegangen. Wie wir das auch schon von manchen Spielen kennen. Meiner Meinung nach gibt es das "perfekte" Ende auch eigentlich gar nicht. Das kann für jeden etwas anderes bedeuten.

      Im Großen und Ganzen bin ich mit dem Ende der Serie jedoch zufrieden.

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      Wie soll ich sagen, wenn man seit Jahren GOT-Fan ist, dann erwartet man natürlich ein bombastisches Ende. Am Anfang habe ich auch so gedacht, aber ich glaube das Ende braucht einfach eine Weile bis man es richtig verstanden hat. Es braucht manchmal einfach gar nicht das große Drama.

      Ehrlichgesagt hätte man es meiner Meinung nach nicht besser machen können. Ich denke alle Charakter hatten Ihre Momente. Einiges war Fan-Service, andere Dinge vielleicht etwas zu obligatorisch. Ich mein die weißen Wanderer wurden bereits seit einiger Zeit als die "Übermacht" demonstiert. Sie haben einen Drachen übernommen und auch andere Lebenwesen. Plötzlich kommt Arya im Stealth Modus an und löscht einfach mal alle binnen Sekunden aus, indem Sie den Nachtkönig direkt tötet. Das fand ich etwas unrealistisch, aber Hey jeder Marvel-Film, immer. Das ist jetzt nichts wo ich sage die anderen machen es nicht genau so. Zwar waren die weißen Wanderer eine große Bedorhung, jedoch nie der Mittelpunkt der Serie. Der Abgang von Danny kam auch nicht unerwartet, leider haben das viele vorrausgesehen. Das Jon aka Aegon dann nicht einfach König werden kann, hätte auch klar sein müssen. Letztendlich kann ich mir das für Jon auch irgendwie nicht vorstellen. Das entspricht nicht seinem Charakter, auch wenn ich mir das irgendwie gewünscht hätte. Aber ohne Danny wäre das sicherlich sehr einsam für ihn geworden. Ich denke nach wie vor das sie ein guter Charakter war und auch eigentlich nicht böse, sondern einfach nur durch Ihre eigenen Emotionen und dem Umfeld ziemlich fehlgeleitet worden. - Wie Jon schon sagte, man kann Ihre Taten nicht rechtfertien aber sie ist seine Königin. Ich denke er hat sie wirklich bis zum schluss geliebt, wusste aber das er nicht so an ihrer Seite leben kann. Hier siegte die Vernunft, aber zu einem sehr hohen Preis. Der Drache Drogon hatte am Ende wirklich sehr gut in Szene gesetzt, was hier das wahre Übel ist. Das System der Herrschaft selbst.

      Daher finde ich das Ende wirklich gelungen. Ich habe selbst die "Filler"-Momente genießen können. Die mir auch ehrlichgesagt gar nicht so vorkamen. Da gibt es weitaus andere Serien die da nicht sparsam mit sind.

      An dieser Stelle möchte ich auf ein interessantes Review zum Finale verweisen:
      bento.de/tv/game-of-thrones-fi…e2-473e-9ea7-ddb0fb37a61b

      Besser könnte ich es mit meinen Worten gar nicht wiedergeben. Es ist natürlich eine andere Sichtweise auf das Ende, die nicht jeder unterschreiben wird, aber vielleicht einen dazu bringt anders darüber zu denken. Es muss halt nicht immer der Held (für viele vielelicht Jon) sein, der am Ende das sagen hat oder im Mittelpunkt steht. Sein handeln war auf jeden Fall sehr heldenhaft. Ich denke auch eine wirkliche Strafe war es für ihn nicht, das er wieder in den Norden geschickt wurde. Die Welt wird nun von der Stark-Familie (mehr oder weniger) regiert. Bran als König von Westeros, Sansa als Königin des Nordens, Jon regiert die schwarze Festung und Arya macht so Ihr eigenes Ding um neue Länder zu entdecken. Das Bran König wird hat mich zugegebener Maßen auch überrascht, jedoch wenn man genau darüber nachdenkt, die beste Alternative die man hatte. Ich sehe Ihn weniger als König, sondern eher als Wegweiser in eine bessere Zukunft. Das quasi die "Loser" , die Charakter die eher im Hintergrund waren, nun an der Macht sind, setzt eben ein Zeichen. Besser kann man die Vision "Das Rad zu zertrümmern" gar nicht symbolisieren.- Ob das jetzt alles gut oder schlecht ist, darüber kann man nur philosophieren, aber vom Ansatz her eigentliche eine runde Sache.

      Ich versuche mir das nicht selbst schön zu reden. Ich finde wenn man so daran geht, sieht man das Ende einfach in einem ganz anderen Licht. Es steht natürlich jedem frei das Ende zu kritisieren. Meinungen sind da einfach verschieden. Das muss jeder für sich selbst bestimmen.


      Ich denke ich kann ruhigen Gewissens mit der Serien abschließen, die mich jahrelang begeleitet hat, sowohl mit Ihren schönen als auch erschreckenden Augenblicken. :)
    • Also ich bin ehrlich gesagt froh, dass es nun endlich vorbei ist.
      In der ganzen letzten Staffel hat es irgendwie an vernünftigen Dialogen gefehlt und das ließ sich auch nicht mehr mit der kinoreifen Action retten.


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      Die Schlacht um Winterfell war mir zu dunkel und die zweite einfach nur ein sinnloses Gemetzel (wo ich echt keinen Nerv mehr habe mir sowas länger als 5 Min anzuschauen) . Dann laberten die Charaktere nur noch belangloses Zeug. Es gab keine Auflösung zum Night King ,stattdessen starrte Bran lieber Löcher in die Luft. Ich dachte der weiss alles. Warum erleuchtet er zur Abwechslung nicht mal die Zuschauer! Egal ,am Ende wurde er auch noch König. Die Wandlung der irren Dany war auch etwas zu schnell. Und zack ist sie auch schon tot und joa das letzte über das sich die Berater des neuen Königs unterhalten sind Bordelle. Irgendwie wurden die Sprüche auch immer flacher, da ist man in den ersten Staffeln anderes gewöhnt. Am Ende war mir sogar ziemlich egal wer noch lebt oder stirbt. Mitfiebern könnte man irgendwie nicht mehr.
      Man wollte diese Serie beendet haben und damit ist auch gut.
    • An sich, wenn man alles was vorher so passiert ist akzeptierten kann, war es ein doch ganz gutes Finale der Serie, ja die 8. Staffel war sehr schwach und auch im Finale hat man mehr Zeit für Nichtigkeiten als für Storyentwicklung investiert. Aber die Serie muss halt mit biegen und brechen beenden werden da das Star Wars Money lockt.


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      Fand es eigentlich keiner störend, dass und der Prinz von Dorne Sansas "unabhängigen Norden" einfach so geschluckt haben? DIe EIseninseln wollten ja auch unabhängig sein und Dorne war eh nie so super gebeugt und glücklich mit der ganzen Sache.

      Wenn der Norden nun seinen Kuchen haben darf, werden die anderen den auch fordern.

      Aber hey, nun ist ja Big Brother Bran am Start und kann seinen Überwachungsstaat ausbauen, da wird eine Rebellion bestimmt nicht so einfach klappen.
    • Nochmal ein kleiner Nachtrag zu der ganzen Crux der 8. Staffel:

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      Warum pushen eigentlich am Ende alle Jons Anspruch auf den Thron? Ja, er ist der Sohn des Kronprinzen der Targaryen Dynastie. Daenerys wäre hinter ihm in der Thronfolge.

      Aber, das ganze ist doch komplett irrelevant, da die Targaryen Dynastie aktuell nicht mehr auf dem Thron sitzt. Robert Baratheon hat die Targaryens verjagt und der letzte König wurde getötet. Danach wurde Robert offiziell zum neuen König gekrönt was ja eine neue Dynastie begründet und eine neue Thronfolge etabliert hat. Nach ihm eben Joffrey/Tommen oder eben Stannis/Renly wenn wir den ganzen Inzest außen vor lassen und wirklich nur nach Blut gehen. Gendry hätte als Bastard gar nix zu melden, zudem kann niemand wirklich bezeugen, dass er Roberts Sohn ist.

      Durch die Legitimierung durch Daenerys wäre Gendry aber der wahre Thronerbe, aber da Dany ihn offiziell gar nicht legitimieren kann (noch hat sie keine Verfügungsgewalt, da sie nicht auf dem Thron sitzt oder etwas mit den Baratheons zu tun hat) ist sein Anspruch eigentlich auch nichtig.

      Weder Daenerys noch Jon haben etwas mit Robert Baratheon zu tun, ergo sollten beide gar keinen Anspruch mehr auf den Thron haben. In Danys Fall kommt sie als Eroberer nach Westeros um eben wie Robert den Thron zu erobern.

      Daher haben am Ende der Staffel, wenn die VIP's von Westeros zusammen kommen um sich mit grauer Wurm zu treffen eigentlich recht. "Wir haben keinen König." Und das man einen neuen König ernennen muss ergibt in dem Zusammenhang dann auch wieder mehr Sinn. Das ganze kommt im Verlauf der Staffel aber nicht wirklich rüber, da ja alle Jon pushen/pushen wollen aufgrund seines "Geburtsrechts" welches ja eigentlich Schnee von Gestern ist.
    • Ach, das ganze System ist einfach super dumm. Jetzt wählen die Herrscher der jeweiligen Ländereien wer der König/Königin sein soll und es wird nicht mehr nach Geburtsrecht ausgegangen. Das ist legit die unfriedlichste Lösung die man sich hätte ausdenken können. Gerade das führt doch zum Krieg wenn sich die Parteien uneinig sind.
      Am Besten gar nicht zu viel darüber nachdenken und sich an den Schauwerten erfreuen, die diese Staffel durchaus hatte.
    • Naja, am Ende der Serie
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      wird eh der Überwachungsstaat durch Bran den Spanner ("i saw you on your wedding night, you looked pretty") errichtet. Da Bran auch sehr alt werden wird (Blutrabe aka der vorherige Dreiäugigerabe war ja einige 100 Jahre alt) sehe ich das Problem der Nachfolge eh nicht so eng.

      Aber ja, Revolten von Dorne und den Eiseninseln werden bestimmt nicht lange auf sich warten lassen.
    • Also ich bin da mal ganz direkt. Die Targaryens haben für mich immer noch mehr Anspruch auf den Thron als irgendein Usurpator-König, der den Thron durch eine Revolte damals an sich gerissen hat, die auf einer Lüge basierte und eigentlich nur entstand, weil Robert Baratheon nicht die Frau bekommen hat, die er wollte. absolut 0 Anspruch auf den Thron haben halt die Lannisters. Die haben da einfach mal gar nichts zu suchen. Weder die zwei Bastard-Kinder noch Cersei.

      Westeros, so wie man es die letzten 300 Jahre kannte, wurde größtenteils von den Targaryens aufgebaut. Königsmund sogar von ihnen erbaut. Doch auch Daenerys hatte keinen wirklichen Anspruch auf den Thron, die Gründe dazu sind ja bekannt. Also natürlich hat sie immer noch zu 200% mehr Anspruch als Robert Baratheon oder die Lannisters.

      Eine völlig neue Ära der Targaryen-Herrschaft wäre Jon Schnee aka Aegon Targaryen gewesen. Weg von dieser Feuer & Blut Philosophie. Mit der Heirat von Lyanna Stark durchbrach Rhaegar das Jahrhunderte lange Inzest-Rad der Targaryens und die Blutlinie wäre wieder einen Schritt weiter gewesen, sauberer zu werden. Also wenn für mich irgendwer einen Anspruch auf den Thron hätte, dann wäre das Jon. Der ja nicht will, aber wie glaube ich Varys mal sagte, oft sind die, die keinen Bock darauf haben, die besten Herrscher.

      So ziemlich aber jede Konstellation wäre interessanter gewesen, als die Truppe, die jetzt die Geschicke leitet. Und dann hat man sich auch noch von Sansa mit ihrer bescheuerten Unabhängigkeit einlullen lassen. Auch wenn es meine Schwester wäre, das erste, was ich ihr als ihr neuer König verwehrt hätte, wäre die Unabhängigkeit des Nordens gewesen. Aus welchen Gründen eigentlich? Die anderen Nationen, mit Ausnahme des Südens bei der Schlacht von Winterfell, haben auch gekämpft und Verluste erlitten und ne beschissene Zeit durchgemacht. Es spricht absolut für mich nichts dafür, dem Norden seine Unabhängigkeit zu überlassen. Denn das könnte wieder Probleme mit sich bringen, dass andere Königslande auf dieses Recht anfechten könnten, vielleicht sogar gewaltsam.
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