Horror Cinema (Empfehlungen & Diskussionen)

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    • Ich möchte mal wieder zwei Empfehlungen aussprechen!

      1. Ritter der Dämonen (1995)

      Ach ja, ich liebe den Crypt Keeper und seine morbiden Geschichten! Und "Ritter der Dämonen" ist besonders derb und blutig. Bei den ganzen handgemachten Splatter- und Ekeleffekten geht mir regelrecht das Herz auf!

      8 von 10

      2. It Comes at Night (2017)

      Ohne viel Tamtam, aber dafür mit ganz viel Atmosphäre! Wer unbequeme Filme, wie "The Witch" mag, der könnte auch mit diesem Streifen seine helle Freude haben. Alle Anderen laufen Gefahr sich schwer zu langweilen.

      7 von 10
    • 1922, habe ich mir letzte Woche angesehen, fand ihn gut. Aber 1922 ist ein Film bei den sich jeder seine eigene Meinung bilden sollte. Er ist kein Meisterwerk, aber kann man sich ansehen. Schon alleine wegen Thomas Jane, er ist einfach ein Bomben Schauspieler.
      Bedenkt man die wunderbare Komplexität des Universums, seine Perfektion, seine Ausgewogenheit in allen Dingen – Materie, Energie, Gravitation, Zeit, Dimension – muss ich einfach annehmen, dass unsere Existenz viel mehr ist, als Philosophie in ihr sieht. Das was wir sind, übertrifft alle Maßstäbe, die wir uns mit unserem mathematischen Denken vorstellen können. Unser Dasein ist Teil eines Ganzen, das wir mit unserem Verstand, unserer Erfahrung nicht erfassen können.
      -Picard-
    • Veronica

      Habe eben den angeblich Gruseligsten Horrorfilm gesehen, wie behauptet wird. Ich fand den Film nur Okay. Er soll ja auch die Größte abbruchquote haben, was ja nur unfug des Internet oder PR war. Auch wenn der Film auf einer wahren Begebenheit beruht, fand ich ihn auch teilweise langweilig. 4/10 Punkte.

      Hier mehr zum echten Fall....
      Quelle: Horrorfakten
      Bedenkt man die wunderbare Komplexität des Universums, seine Perfektion, seine Ausgewogenheit in allen Dingen – Materie, Energie, Gravitation, Zeit, Dimension – muss ich einfach annehmen, dass unsere Existenz viel mehr ist, als Philosophie in ihr sieht. Das was wir sind, übertrifft alle Maßstäbe, die wir uns mit unserem mathematischen Denken vorstellen können. Unser Dasein ist Teil eines Ganzen, das wir mit unserem Verstand, unserer Erfahrung nicht erfassen können.
      -Picard-
    • Die Dümmste Horrorreihe kehrt zurück, fand Chucky schon immer Dämlich. Da gefiel mir eher Master of the Puppets Filme.
      Bedenkt man die wunderbare Komplexität des Universums, seine Perfektion, seine Ausgewogenheit in allen Dingen – Materie, Energie, Gravitation, Zeit, Dimension – muss ich einfach annehmen, dass unsere Existenz viel mehr ist, als Philosophie in ihr sieht. Das was wir sind, übertrifft alle Maßstäbe, die wir uns mit unserem mathematischen Denken vorstellen können. Unser Dasein ist Teil eines Ganzen, das wir mit unserem Verstand, unserer Erfahrung nicht erfassen können.
      -Picard-
    • Hab mir gestern "Incident in a Ghostland" (in Deutschland einfach Ghostland) angesehen. Ein richtiger Wohlfühl-Film. Zumindest wenn man Gorebauer von Beruf ist. Wobei der "Gore" hier nicht einmal wirklich im Vordergrund steht. Hat in Deutschland ne 16er Freigabe bekommen und kann sich damit wohl mehr als glücklich schätzen. Vor 20 Jahren hätte man so etwas weder mit einer Freigabe versehen und wäre wohl anschließend auf dem Index gelandet.

      Insgesamt ein sehr schöner, surrealer Mystery-Slasher, der aber sicherlich nur ein Nischen-Publikum bedienen wird. Pascal Laugier wird vermutlich nicht jedem sofort ein Begriff sein, aber er war Regisseur und Writer des Original Martyrs. Natürlich ist Ghostland von den drastischen Inhalten her nur eine Light-Variante von Martyrs, allerdings kann es ja auch schon nicht mehr viel schlimmer als Martyrs werden. Martyrs war zumindest kein hohler Folterporno wie Human Centipede oder A Serbian Film. Der Mann hat schon etwas drauf was Storytelling angeht anstatt einfach nur sinnlos irgendwelche verstörenden Bilder aneinanderzureihen. Ghostland punktet besonders durch seine beklemmende, teils aber auch schaurige Atmosphäre. Aufgrund des jungen Alters der beiden Darstellerinnen wird man wohl auch Ghostland als eher kontroversen Vertreter wahrnehmen, aber am Ende bleibt einfach mal wieder ein verdammt wirkungsvoller Horrorfilm, wie ihn nur die Franzosen drehen können (der Film selbst ist glaube ich eine kanadische Produktion).

      Hatte den Film überhaupt nicht auf dem Zettel und nach den ersten 10 Minuten auch nichts weiter als einen öden Geisterfilm erwartet, der sich in die Insidious und Conjuring Spate einreiht. Wie schon erwähnt, kein Film für die breite Masse und der nächste, der darüber berichtet könnte von Ghostland wesentlich weniger angetan sein. Aus der Sicht von jemandem, der das Genre bis in seine Westentasche kennt, mir hat er gefallen. Gibt 7,5 von 10 Punkte.

      "I'm being chased by the Organization, so I can't expose my face to the media."

      Zuletzt durchgespielt: Oracle of Seasons 6/10, Devil May Cry V 7,5/10, Hellblade 7/10


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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Somnium ()

    • Dann war Ghostland auch das letzte Thema hier im Thread. Wird Zeit, die Toten mal wieder zu Erwecken. Was ja zu Horror gut passt.

      Mittlerweile muss man mich mehr dazu drängen, freiwillig etwas mitzuschauen, weil einfach kaum noch was erscheint, was mich so wirklich vom Sitz fegt. Besonders bei Horrorfilmen muss dann so etwas wie Ghostland kommen, wo ich keinerlei Erwartungen dran habe und danach umso begeisterter bin. Meine Freundin kauft sich so ziemlich alles, was ein Mediabook hat oder im Angebot ist. Ab und zu schaue ich dann da mal durch den Stapel durch und leg was in den Player, natürlich mit der Hoffnung, irgendwas brauchbares gefunden zu haben. Hier mal die zwei Filme vom Wochenende:


      Mandy

      Der Trend geht derzeit wieder sehr in die Richtung, Filme mit über 120 Minuten Laufzeit (wenn auch Brutto) zu drehen. Nicolas Cage ist absolut kein Garant für Qualität mehr und von Mandy hatte ich zuvor gehört, dass der Film wohl relativ polarisierend sei bei Filmfans und Filmkritiker. Was ich erwartet habe war eine stumpfe Grindhouse-Metzelei mit noch stumpferen Onelinern. Was es tatsächlich zu sehen gibt könnte Gaspar Noe meets Grindhouse und Hellraiser sein. Oneliner gibt es so gut wie gar keine (in Erinnerung geblieben ist jedoch die Sache mit dem zerrissenem Shirt). Der Film ist größtenteils Bierernst und will glaube ich größenteils auch so angesehen werden, was wiederum für einige recht unfreiwillig komische Szenen sorgt. Nicolas Cage und sein Overacting darf hier auch nicht fehlen (die Szene mit dem Wodka ist eines Oscars würdig) und der Film dürfte wohl Stoff für 200 neue Cageface-Memes gesorgt haben. Ich hatte, wie schon gesagt, einen Fun-Splatter erwartet. Stattdessen gibts hier eindeutig was ganz anderes. Leider kommt die Laufzeit von 120 Minuten nicht wirklich gut. Mandy hätte man auf locker 100 Minuten trimmen können da enorm viele Szenen vorkommen, besonders diese psychedelischen, die sehr ermüdend wirken und leider auch für kein gutes Pacing sorgen.

      Auch wenns vom Gewaltgrad her kein Splatterfest war, so kommen aber besonders die praktischen, handgemachten Effekte richtig gut. Für Gorebauern ist immer noch einiges dabei, vor 10 Jahren hätte man das Ding dann vermutlich auch eingezogen. Also seine 18er Freigabe hat er sich schon verdient. Besonders durch den fehlenden Humor wirken die blutigen Szenen doch schon sehr roh.

      Insgesamt war mir Mandy etwas zu abgespaced. Für einen neuen Film mit Cage aber durchaus sehenswert. Das Grindhouse-Flair kommt gut rüber, aber die lange Laufzeit ist absolut ungerechtfertigt. Ich würde mir sogar lieber einen Cut ansehen, der sich von all dem Ballast verabschiedet und den Film etwas trimmt. Würde aber dennoch 6,5/10 Punkte geben, was in dem Fall eine sehr positive Wertung ist.
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      Suspiria (2018 Remake)

      Was ein Debakel hätte werden können, hat sich für mich zu der Horrorfilm-Überraschung schlechthin entwickelt. Was mir sehr zusagt beim Remake, wir haben es hier mit einer echten Multikulti Produktion zu tun wie in den Hochzeit der europäischen Filme. Der Cast ist bunt besetzt und hinter der Kamera sitzt nach einer gefühlten Ewigkeit mit Luca Guadagnino wieder ein Italiener. Der hat die Rechte für das Remake bereits 2015 erworben und wollte eigentlich David Gordon Green als Regisseur verpflichten. Allerdings lief da vieles nicht zusammen und Guadagnino übernahm dann anschließend selbst die Regie.

      Obwohl ich Argentos bekannteste Filme kenne und erst letztes Jahr noch einige seiner Klassiker nachgeholt habe (darunter auch so unbekannte Werke wie "Vier Fliegen auf grauem Samt), gehörte Suspiria sowie die ganzen Mutter-Trilogie (Suspiria, Inferno, Mother of Tears) nicht darunter. Liegt auch an der schweren Verfügbarkeit von Suspiria. In Deutschland ist der Film unlängst vom Index und ab 16 freigegeben, im Handel gibt es weiterhin aber nur geschnittene Fassungen und der Rechteinhaber weigert sich derzeit noch, günstige Amaray-Versionen zu produzieren. Daher kann ich leider nichts zum Original sagen, wird aber bestimmt bald nachgeholt. Genau wie Inferno und Mother of Tears, der ja zu Argentos schwächsten Filmen gehören soll.

      Auch das Suspiria Remake kämpft mit einer unglaublichen Lauflänge von über 150 Minuten (Vergleich: Das Original geht keine 100 Minuten). Jedoch habe ich bei Suspiria keine großen Längen gespürt. Der Film ist aufgebaut wie ein Theaterstück und ist in 6 Akte und einem zusätzlichem Epilog unterteilt. Obwohl das Remake größtenteils auf die Story des Originals ausgelegt ist, setzte der Regisseur aber größtenteils auf eine komplette Neuinterpretation (allerdings mit starken Fokus auf die drei Mütter). Was mir ausgesprochen gut gefallen hat ist der Look des Films. Ein winterlicher Look, im starken Kontrast zum Original nicht farbenfroh, sondern etwas trist und man kommt sich beinahe vor, als schaue man wirklich einen Film aus den 70ern. Auch das Setting eines trostlosen Berlins in Zeiten des kalten Kriegs wurde hier wunderbar getroffen.

      Obwohl das Remake bei vielen überraschend gut ankam, wurden die politischen Thematiken rund um den Deutschen Herbst (RAF, Kalter Krieg und so weiter) recht kritisch beäugt. Gerade das ist jedoch für mich ein ganz starker Part im Film. Denn wo ständig der zweite Weltkrieg und die Nachkriegszeit um die 50er herum aufgegriffen wird, so ist alles rund um die RAF in Deutschland ein vergessenes Gespenst, was vor allem der jüngeren Generation heute kein Begriff mehr sein dürfte.

      An und für sich ist Suspiria ein psychologischer Horrorfilm, der mit geschickten Stilmitteln arbeitet. Die Geschichte selbst ist schwer zugänglich und wird einige Leute rätselnd zurücklassen, aber liest man sich einmal danach eine Zusammenfassung durch, sollte alles schnell einleuchten. Tilda Swinton, die hier eine grandiose Hexe spielt, ist übrigens in satten 3 Rollen im Film vorzufinden. Die deutsche Vertonung dürfte leider eine Rolle relativ schnell verraten.

      Der Showdown des Filmes ist abstrakt und teilweise sehr verstörend. Auch Suspiria hätte wohl vor einigen Jahren bei uns eine wesentlich höhere Freigabe erhalten. Mit FSK 16 ist der Film mehr als gut bedient. Besonders zum Ende hin könnten auch Fans von Splatter auf ihre Kosten kommen. Kurz vor Schluss wurde dann wohl zugunsten der Altersfreigaben ein Rotfilter benutzt, um einige sehr drastische Szenen etwas zu entschärfen. Unterlegt ist das ganze Gemetzel noch mit melancholischer Musik.

      Bin insgesamt sehr angetan von dem Remake. Allerdings auch alles andere als ein Film, den ein größeres Publikum einfach so akzeptieren würde. Denke, viele Leute werden nicht einmal bis zum Ende kommen, weils ihnen vielleicht bis dahin zu blöd geworden ist. Aber genau solche Filme locken mich noch hervor. Sowohl filmisch als auch inhaltlich für mich ein interessanter Horrorfilm, wovon ich gerne mal wieder mehr sehen würde. Vergebe hier mal glatte 8/10 Punkte.


      Vor einigen Wochen habe ich auch noch Hereditary gesehen, dazu aber demnächst mal mehr, hab jetzt schon wieder zu viel geschrieben^^

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      Zuletzt durchgespielt: Oracle of Seasons 6/10, Devil May Cry V 7,5/10, Hellblade 7/10


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    • @Somnium

      Ich habe jetzt deinen Suspiria Part übersprungen, da ich das Remake noch nicht gesehen habe und deswegen nix dazu sagen oder lesen will.

      Falls du das Original suchst: ich habe es mir auf Blu Ray aus Engand importieren lassen, für insgesamt 15 €. Zwar enthält diese Fassung leider nur den miserablen englischen Dub , aber irgendwie trägt er zur super-weirden Atmosphäre bei.
      Das Original lebt von dem chaotischen Soundtrack von Goblin (die auch schon den Argento-Cut von Dawn of the Dead vertonten), welcher auch ohne den Film einen Nervenzusammenbruch induzieren könnte.
      Teilweise hat der Film aber auch richtige Längen, was durch das verstörende Finale aber wieder gutgemacht wird.
      Und mehr will ich dazu eigentlich gar nicht sagen :D

      Aber wenn schon der Name Argento fällt, dann muss man auch seinen (meiner Meinung nach) besten Film erwähnen.
      Phenomena, mit einer jungen Jennifer Connelly, ist ein wahrlich traumhaft abstraktes Stück Film mit einem wunderbaren Score. Auch hier eine blinde Empfehlung von mir, leider auch nur aus England zu bekommen (und ein bisschen teurer als Suspiria).

      Ansonsten kann ich fast keine Geheimtipps mehr nennen, die hier eh noch nicht besprochen wurden, da mich nicht mehr viel beeindrucken kann.

      Ein Film, den vielleicht viele nicht auf dem Radar haben (weil er eigentlich kein klassischer Horrorfilm ist):
      Utoya, ein Film von 2018, der den Amoklauf auf entsprechender Insel im Jahre 2011 thematisiert.
      Auf mich hatte der Film eine ganz starke Wirkung, da hier gezeigt wird, wie schnell im Alltag alles vor die Hunde gehen kann, was ungeschönt in solchen Situationen passiert und wie sich Menschen dann verhalten. Und wenn das kein Horror ist, dann weiß ich nicht, was sonst.

      Haus der 1000 Leichen ist seit kurzem vom Index runter. Und da ich diesen Film, sowie die Fortsetzung Devil's Rejects lediglich damals im Kino als viel zu junger Teenager gesehen hatte, hab ich mir beide Filme einfach mal eingesackt. Und was soll ich sagen: Rob Zombie ist nicht nur ein guter Musiker, wenn er will kann er auch richtig dreckige Filme machen (welche man möglichst im O-Ton genießen sollte).
      Besonders hervorheben möchte ich Bill Moseley, der hier neben Chop Top wohl seine beste Filmrolle mit Otis Firefly hat. Der Typ ist einfach ein fieser, kranker Sack. Aber irgendwie hypnotisieren mich diese Filme auf eine Art, dass ich gar nicht mehr wegschauen kann. Und die Soundtracks. Oh mein Gott, die Soundtracks. Ich kann die Ramones oder Lynard Skynard nie wieder unschuldig genießen :D
      Harter Stoff die Filme, handwerklich vielleicht nicht ganz perfekt, aber kurzweilig, faszinierend und absolut dreckig.

      Ich hab mir vor kurzem auch noch Videodrome geholt, sowie die zwei John Carpenter Kurzfilme Cigarette Burns und Pro-Life. Aber mir tun die Finger weh, und ich muss noch Stuff fertig machen :D
    • Somnium schrieb:

      Suspiria (2018 Remake)[/b]

      Was ein Debakel hätte werden können, hat sich für mich zu der Horrorfilm-Überraschung schlechthin entwickelt. Was mir sehr zusagt beim Remake, wir haben es hier mit einer echten Multikulti Produktion zu tun wie in den Hochzeit der europäischen Filme. Der Cast ist bunt besetzt und hinter der Kamera sitzt nach einer gefühlten Ewigkeit mit Luca Guadagnino wieder ein Italiener. Der hat die Rechte für das Remake bereits 2015 erworben und wollte eigentlich David Gordon Green als Regisseur verpflichten. Allerdings lief da vieles nicht zusammen und Guadagnino übernahm dann anschließend selbst die Regie.

      Obwohl ich Argentos bekannteste Filme kenne und erst letztes Jahr noch einige seiner Klassiker nachgeholt habe (darunter auch so unbekannte Werke wie "Vier Fliegen auf grauem Samt), gehörte Suspiria sowie die ganzen Mutter-Trilogie (Suspiria, Inferno, Mother of Tears) nicht darunter. Liegt auch an der schweren Verfügbarkeit von Suspiria. In Deutschland ist der Film unlängst vom Index und ab 16 freigegeben, im Handel gibt es weiterhin aber nur geschnittene Fassungen und der Rechteinhaber weigert sich derzeit noch, günstige Amaray-Versionen zu produzieren. Daher kann ich leider nichts zum Original sagen, wird aber bestimmt bald nachgeholt. Genau wie Inferno und Mother of Tears, der ja zu Argentos schwächsten Filmen gehören soll.

      Auch das Suspiria Remake kämpft mit einer unglaublichen Lauflänge von über 150 Minuten (Vergleich: Das Original geht keine 100 Minuten). Jedoch habe ich bei Suspiria keine großen Längen gespürt. Der Film ist aufgebaut wie ein Theaterstück und ist in 6 Akte und einem zusätzlichem Epilog unterteilt. Obwohl das Remake größtenteils auf die Story des Originals ausgelegt ist, setzte der Regisseur aber größtenteils auf eine komplette Neuinterpretation (allerdings mit starken Fokus auf die drei Mütter). Was mir ausgesprochen gut gefallen hat ist der Look des Films. Ein winterlicher Look, im starken Kontrast zum Original nicht farbenfroh, sondern etwas trist und man kommt sich beinahe vor, als schaue man wirklich einen Film aus den 70ern. Auch das Setting eines trostlosen Berlins in Zeiten des kalten Kriegs wurde hier wunderbar getroffen.

      Obwohl das Remake bei vielen überraschend gut ankam, wurden die politischen Thematiken rund um den Deutschen Herbst (RAF, Kalter Krieg und so weiter) recht kritisch beäugt. Gerade das ist jedoch für mich ein ganz starker Part im Film. Denn wo ständig der zweite Weltkrieg und die Nachkriegszeit um die 50er herum aufgegriffen wird, so ist alles rund um die RAF in Deutschland ein vergessenes Gespenst, was vor allem der jüngeren Generation heute kein Begriff mehr sein dürfte.

      An und für sich ist Suspiria ein psychologischer Horrorfilm, der mit geschickten Stilmitteln arbeitet. Die Geschichte selbst ist schwer zugänglich und wird einige Leute rätselnd zurücklassen, aber liest man sich einmal danach eine Zusammenfassung durch, sollte alles schnell einleuchten. Tilda Swinton, die hier eine grandiose Hexe spielt, ist übrigens in satten 3 Rollen im Film vorzufinden. Die deutsche Vertonung dürfte leider eine Rolle relativ schnell verraten.

      Der Showdown des Filmes ist abstrakt und teilweise sehr verstörend. Auch Suspiria hätte wohl vor einigen Jahren bei uns eine wesentlich höhere Freigabe erhalten. Mit FSK 16 ist der Film mehr als gut bedient. Besonders zum Ende hin könnten auch Fans von Splatter auf ihre Kosten kommen. Kurz vor Schluss wurde dann wohl zugunsten der Altersfreigaben ein Rotfilter benutzt, um einige sehr drastische Szenen etwas zu entschärfen. Unterlegt ist das ganze Gemetzel noch mit melancholischer Musik.

      Bin insgesamt sehr angetan von dem Remake. Allerdings auch alles andere als ein Film, den ein größeres Publikum einfach so akzeptieren würde. Denke, viele Leute werden nicht einmal bis zum Ende kommen, weils ihnen vielleicht bis dahin zu blöd geworden ist. Aber genau solche Filme locken mich noch hervor. Sowohl filmisch als auch inhaltlich für mich ein interessanter Horrorfilm, wovon ich gerne mal wieder mehr sehen würde. Vergebe hier mal glatte 8/10 Punkte.
      Kann ich so unterschreiben, der Film ist Spitze, es hat auch die Atmosphäre der 70er sehr gut eingefangen. Ich habe das Original noch nie gesehen, kann hier also kein Vergleich machen. Aber die Story, der Aufbau des Films finde ich sehr gut. Tilda Swinton ist auch super, irgendwie erinnert sie mich etwas an Claudia aus Silent Hill 3. Und das...
      Spoiler anzeigen
      Ende fand ich auch klasse, hätte mir so einen Blutbad niemals vorgestellt.

      Kann ich definitiv jedem empfehlen. Toller Film.
      Bedenkt man die wunderbare Komplexität des Universums, seine Perfektion, seine Ausgewogenheit in allen Dingen – Materie, Energie, Gravitation, Zeit, Dimension – muss ich einfach annehmen, dass unsere Existenz viel mehr ist, als Philosophie in ihr sieht. Das was wir sind, übertrifft alle Maßstäbe, die wir uns mit unserem mathematischen Denken vorstellen können. Unser Dasein ist Teil eines Ganzen, das wir mit unserem Verstand, unserer Erfahrung nicht erfassen können.
      -Picard-

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von DarkJokerRulez ()

    • Hatte den Thread komplett aus den Augen verloren und hätte ohne den Post von @DarkJokerRulez gar nicht mehr den Beitrag von @Josti entdeckt :D


      Josti schrieb:

      Falls du das Original suchst: ich habe es mir auf Blu Ray aus Engand importieren lassen, für insgesamt 15 €. Zwar enthält diese Fassung leider nur den miserablen englischen Dub , aber irgendwie trägt er zur super-weirden Atmosphäre bei.

      Für Argento muss ich wirklich in der Stimmung sein fällt mir auf. Wie jeder Italiener hat er einen Hang zur Überlänge und ich muss sogar gestehen, Profondo Rosso gefällt mir in der internationalen Version (die Arrow leider nur auf der Special Edition mit drauf gepackt hat) besser, weil dort einige Straffungen vorgenommen wurde. Wobei es eigentlich ein Frevel ist, so einen fantastisch gefilmten Horrorfilm anzurühren. Aber Argento hatte dort seinen Stil noch nicht ganz so gefunden. Besonders die Musik von Goblin wusste er damals noch nicht so einzusetzen.

      Hatte die Argento Blu-rays von Arrow alle mit der italienischen Synchro geschaut, die ich auch immer sehr atmosphärisch finde. Besonders Phenomena ist ungenießbar auf Englisch weil die Tonspur alle paar Minuten wechselt weil die Amis damals den kompletten Film kastriert haben und die Szenen nie nachträglich vertont wurden. Suspiria steht bei Amazon UK noch auf der Wunschliste. Sehe es nämlich auch nicht ein, für irgendein überteuertes Mediabook über 30 Euro zu blechen für einen Film, der mittlerweile ab 16 freigegeben ist.

      Cigarette Burns fand ich übrigens ganz stark. Würde sich eindeutig in meiner Top 5 wiederfinden. Besonders Norman Reedus, noch nicht aufgedunsen und seine Rolle aus Walking Dead verinnerlicht, hatte mir da richtig gut gefallen gemeinsam mit Udo Kier. Leider nie Uncut bei uns erschienen. Überhaupt war Masters of Horror ne sehr coole Serie.


      @DarkJokerRulez

      Freut mich zu lesen, wenn der Film Anklang bekommt. Hier ist die Meinung ja sehr kontrovers. Aber für mich war das Remake eine sehr positive Überraschung.
      ----------------------------------------------------------------


      Ich wollte ja noch was zu Hereditary schreiben. Passt ja gar nicht so schlecht da Ari Aster ja mit "Midsommar" große Erfolge feiert.

      Hereditary ist eigentlich ein wundervoll subtiler Horrorfilm. Das Ende war für mich aber ein typisches Quatsch-Ende. Der Film baut so viele Fragen und Plots auf, dass er am Ende dieses extrem kafkaeske Finale zeigen muss, weil der Film selbst keine Antworten auf all die offenen Fragen hat. Hier wollte der junge Filmemacher einfach zu viel und am Ende ist ihm wohl nicht eingefallen, wie die Story enden sollte. Ich möchte nie irgendwas aufs Silbertablett serviert bekommen, aber ich erkenne auch ein Quatsch-Ende wo einfach so viel Mindfuck wie möglich gebündelt wurde, um von den Schwächen in der Geschichte abzulenken.

      War insgesamt schon ein beklemmender Horrorfilm ohne irgendwelche billigen Schocker, leider war mir das Ende doch eine Nummer zu viel und egal wie lange ich nach irgendwelcher Symbolik suche oder versteckten Hinweise, es bleibt für mich eine verpasste Chance, den Film zu einem guten Abschluss zu bringen. Freue mich dennoch auf Midsommar. Ne Wertung verkneife ich mir nun, da ich mir selbst immer noch unschlüssig bin. Würde aber immer noch ne Empfehlung für Hereditary raushauen.

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    • Ich poste es einfach mal hier, da die Meldung mMn nicht wirklich nen eigenen Threat verdient.
      Es wird eine Amazon Serie zu Event Horizon geben, Director wird Adam Wingard

      bloody-disgusting.com/tv/35767…nt-horizon-series-amazon/

      Ich bin mal vorsichtig optimistisch. Event Horizon gehört zu meinen Lieblings-Sci-Fi Horror Filmen, wobei ich auch zugeben muss, dass es in dem Bereich nicht sonderlich viel gutes Zeug gibt. Bis heute ist dies auch die einzig gute Regiearbeit von Paul W.S. Anderson. Kaum zu glauben, dass dieser Typ die Resident Evil Filme gemacht hat. Ich bin immer noch fest davon überzeugt, dass Herr Anderson nach Event Horizon durch einen Skrull ausgetauscht wurde.

      Bis heute hält sich ja hartnäckig das Gerücht, dass in einer Salzmine in Transsilvanien (!!!) ein ungeschnittener Cut gefunden wurde. Das ist mMn genau so glaubhaft wie die Behauptung, Trump sei ein guter Präsident.
      Dennoch bin ich sehr gespannt, ob irgendwann doch nochmal ein Director's Cut kommt. Der Film hat ja eine berüchtigte, studiobedingte Zensurgeschichte hinter sich. Der ursprüngliche Cut soll angeblich um die 2 Stunden dauern. Und das merkt man dem Theatrical Cut leider auch an, da er an gewissen Stellen unfertig und holprig wirkt.
      Ich drückte die Daumen, dass sich Herr Anderson und das verantwortliche Studio nach der Vergewaltigung von Resident Evil und Monster Hunter mal nen Ruck geben und an einem Director's Cut arbeiten, sofern noch verwertbares Material vorhanden ist.

      Bezüglich der Serie bin ich mal so semi-gehypt.
      Adamt Wingard wurde ja schon im Godzilla Threat diskutiert. Ich muss zugeben, ich liebe The Guest und You're Next.
      Vor allem The Guest ist eigentlich der perfekte Slasher für die 2010er, gekoppelt mit einem wahnsinnig gutem Soundtrack.
      Leider hab ich bisher noch nicht sein Blair Witch gesehen.
      Stellt sich die Frage, ob er der richtige Mann für das Projekt ist. Aber ich denke, er ist mittlerweile eher dafür geeignet als Paul Anderson.

      -----------

      Ich habe auch in letzter Zeit wieder sehr viele Horror Filme konsumiert, sowohl alte Filme, die ich nachholen musste, als auch neuere Filme. Aber grad fehlt mir die Zeit, ich werde wann anders darauf eingehen. Dieser Post ist eh wieder viel länger geworden, als ich ursprünglich geplant hatte :D
    • Eine Event Horizon Serie wäre geil, aber ich hoffe das Amazon es nicht, wie Netflix macht. Denn mit Another Life haben, die einen neuen Maßstab der schlechsten Sci-Fi Horror Serien und Writing gesetzt Aaron Martin hat da richtig mist gebaut. Event Horizon hat sehr viel Potenzial als Prequel Serie.
      Bedenkt man die wunderbare Komplexität des Universums, seine Perfektion, seine Ausgewogenheit in allen Dingen – Materie, Energie, Gravitation, Zeit, Dimension – muss ich einfach annehmen, dass unsere Existenz viel mehr ist, als Philosophie in ihr sieht. Das was wir sind, übertrifft alle Maßstäbe, die wir uns mit unserem mathematischen Denken vorstellen können. Unser Dasein ist Teil eines Ganzen, das wir mit unserem Verstand, unserer Erfahrung nicht erfassen können.
      -Picard-
    • Kleiner Film Tipp für alle Horror Fans und solche, die es werden wollen.
      Seit gestern bringt Tele 5 jeden Tag mindestens zwei Stephen King Verfilmungen. Der ein oder andere Blick kann durchaus riskiert werden.

      Ich selbst bin riesiger King Fan und hab bis zu den 2010ern alle Bücher von ihm verschlungen. Da war zwar auch viel Mist dabei, aber grundsätzlich lieferte er immer solide Kost ab. Vor allem seine Anfänge bis hin zu den frühen 90ern sind mir im Gedächtnis geblieben.
      Mit den Verfilmungen komme ich allerdings meistens nicht so gut zurecht. Die meisten sind schon ziemlich schlecht. Mir gefiel auch die neue Es-Verfilmung nicht wirklich. Aber gehen wir mal einige gute Filme durch, die Tele 5 noch zeigt:

      Empfehlen kann ich morgen Abend Cujo und Reha M. Dabei ist letzterer zwar kein guter Film, aber ein absolutes Kuriosum. Dies ist der einzige Film, bei dem King Regie führte. Und zwar schlecht. Zudem ist der ganze Score von AC/DC. Macht schon Bock der Streifen.
      Mittwoch Nacht läuft Carrie, allerdings weiß ich aus dem Stand nicht, welche Version. Sollte es die 70er Jahre Fassung sein: Cooler Film mit einem jungen John Travolta.
      Donnerstag läuft Christine. Verfilmt von John Carpenter in den 80ern. Carpenter und King. Muss ich mehr sagen?

      Die restlichen Filme kann ich nicht wirklich empfehlen, eignen sich aber für einen netten Popkorn Abend. Abraten würde ich von Creepshow heute Abend, da er in einer stark zensierten Version läuft. Die Uncut Fassung suche ich immer noch wie ein Dödel....

      _____

      Unabhängig der King Filme habe ich meine Blu Ray Sammlung in den letzten Wochen wieder aufgestockt.
      So habe ich mir die Chucky Box mit allen 7 Filmen aus UK importiert. Und jetzt könnte ich sehr viel dazu schreiben, da mir eigentlich fast alle Filme gefielen, nur fehlt mir im Moment mal wieder die Zeit.

      Zudem liegt immer noch unangesehen Hereditary bei mir rum. Über eine Film Börse bin ich außerdem an die Uncut Blu Ray von Castle Freak gestoßen, mit Jeffrey Combs aus dem unvergleichlichem Re-Animator.
      Vielleicht schmeiße ich heute Abend davon was rein.

      _____

      EDIT vom 2.9

      Wie ich soeben erfahren habe, laufen am dem 14. September Teil 2 - 8 der Friday the 13th Reihe auf Tele 5 - und zwar alle uncut!
      Wer sich schon immer mal mit dieser trashingen Slasher Reihe vertraut machen wollte, hat nun die einmalige Gelegenheit dazu.
      Mir ist in meinen langen Jahren auf dieser Welt noch keine annähernd komplette Ausstrahlung dieser Filme in Deutschland zu Ohren gekommen, war der Großteil der Filme ja bis vor kurzem indiziert oder sogar beschlagnahmt (yeah, sowas von unnötig...)

      Jason ist auch nach Michael Myers gleich meine zweit liebste Slasher Ikone.
      Ich selbst werd mir die Filme nicht ankucken, hab alle auf Blu Ray (außer Teil 9, da habe ich lediglich die Unrated Fassung auf DVD; sowie Jason X auf DVD - beide bisher nicht auf Blu Ray hierzulande).

      Besonders empfehlen würde ich bei dieser Ausstrahlung Teil 4. Wenn man nur einen Friday Film sehen will, dann sollte es dieser sein. Der einzige Teil mit einem sympatischen Cast, welchem man zur Abwechslung nicht den Tod wünscht. Außerdem ein junger Corey Feldman und geniale Special Effekte vom Großmeister Tom Savini.
      Persönlich kann ich aus jedem der Filme was für mich rausziehen (auch wenn keiner davon wirklich objektiv gut ist), aber am liebsten mag ich wohl Teil 4, 6, und 9. Ja, ich bin der einzige Mensch auf Erden, welcher Jason goes to Hell richtig gut findet :D

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Josti ()

    • Zeit für nen Doppelpost :D

      Ich habe mir gestern im Kino "It Chapter 2" in der OV angeschaut. Und was soll ich sagen...
      Eigentlich fand ich ihn relativ schwach, ebenso wie den ersten Teil.

      Erst mal zum Positiven: ich mag den Cast und wie sie miteinander interagieren. Die Charaktere sind wohl das Highlight des Films. Aber das wars dann auch schon für mich.

      Wie schon beim ersten Teil handelt es sich hier nicht wirklich um einen Horror Film. Zum einen ist er zu keiner Stelle irgendwie unheimlich. Sollte aber dann mal doch so etwas wie Atmosphäre aufkommen, wird diese viel zu oft durch nen One-Liner gekillt. Das ist 2-3 mal okay. Aber nicht an die 20 mal. Zudem gab es zwei Szenen wo ich mir dachte: hat der Regisseur noch alle Latten am Zaun (Stichwort "Angel in the Morning" bzw. der kleine Hund)? Dadurch kann ich auch den Film an keiner Stelle mehr ernst nehmen.
      Und ich brauche auch keine 10 Meta-Witze darüber, dass Stephen King keine Enden schreiben könne. Das reicht auch einmal.

      Natürlich dürfen auch die Jumpscares nicht fehlen. Diese sind aber alle so vorhersehbar, dass sie, zumindest bei mir, nicht einmal ein Zucken auslösten. Zudem enden die meisten mit dem Auftreten eines CGI-Monsters, wo für mich sämtlich Bedrohung verloren geht.
      Überhaupt ist der Film durchtränkt mit unnötigem CGI. Die Fortune-Cooky Szene im Restaurant wird somit unfreiwillig komisch und wirkt absolut nicht verstörend. Die spätere Referenz zu "The Thing" hat durch den CGI Gebrauch nicht einmal nen 10tel der Wucht der Inspirationsquelle. Zudem fühlt sich der ganze dritte Akt wie ein Endkampf aus nem Marvel Film an. Das soll jetzt kein Diss gegen die Marvel Filme sein, die liebe ich ja zum Großteil. Aber bitte nicht in meinen Horrorfilmen..

      Dann das Ende... ja, war auch ziemlich lame. Im Gegensatz zum Großteil der Kritiker mag ich ja das Ende der Romanvorlage. Ich verlange keine 1 zu 1 Umsetzung des Buches (dazu sind 2 Filme eh zu wenig). Aber Pennywise wird dadurch besiegt

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      indem er in Grund und Boden gemobbt wird.
      Ich bin ja kein Drehbuchautor und behaupte nicht, ich könne mir ein besseres Ende einfallen lassen.... allerdings ist das auch nicht mein Job.

      Letztendlich muss ich noch sagen, das der Film viiiiiieeeeeel zu zahm ist. Bei der Romanvorlage ekle und grusle ich mich auch tagsüber. Aber in den Filmen wird ja gar nix der vielen fiesen, kranken und perversen Sachen umgesetzt (Stichwort Patrick Hockstetter), so dass diese fast schon wie Kinderfilme wirken.

      Fazit: King bleibt einfach unverfilmbar.
    • Überrascht mich, dass Hellboy hier so unterrepräsentiert ist. Teil 1 und 2 damals waren fantastisch, Guillermo del Toro zauberte aus den düsteren Comics richtig schöne Fantasy-Abenteuer abseits des Mainstreams, insbesondere Teil 2 gefiel mir ausgesprochen gut.

      Seit einiger Zeit gibt es jetzt das Reboot der Reihe mit Hellboy - Call of Darkness. Die Ausrichtung ist inhaltlich näher am Comic, insbesondere der B.P.R.D Reihe aber das Ergebnis ist meiner Ansicht mehr als nur durchwachsen, da hier verschiedene "Stile" gemischt werden, die nicht unbedingt immer zusammenpassen.

      So versucht Call of Darkness witzig zu sein, kommt dabei aber über die üblichen Langweiler nicht hinaus, die Gags hätten pointierter und origineller sein müssen. Ich kam nur selten annähernd an den Zustand eines halben Grinsens. Vor allem wollten sie auch nicht so recht zum ansonsten ernsten und düsteren Ton des Films passen.

      Denn aus dem lockeren Fantasy-Adventure der beiden Vorgänger mit nicht so unterschwelliger Naturschutz-Botschaft wurde außerdem ein reinrassiger Horror-Streifen (ohne jede Botschaft).
      Der größte Knackpunkt des Films ist aber die Gewaltdarstellung. Meine Güte ist das ein Splatterfest. Dabei sind Modelle und CGI (Blut, diverse Kreaturen) bunt gemischt. Von den Effekten nicht schlecht gemacht aber selbst ein Hostel oder Saw kann sich hier teils hinten anstellen, was den Splatter angeht. Auch hier meiner persönliche Meinung, das passte nicht unbedingt zum lockeren Action-Fest, den der Film sonst so abfeuerte. Es wirkte ein wenig deplatziert, fremdartig.

      Mein Fazit, Fans von B.P.R.D werden wahrscheinlich durchaus auf ihre Kosten kommen, es wurden ein paar Sachen angeteasert, die in Teil 2 (falls es einen geben sollte) dann sicher auch noch mehr Augenmerk bekommen. Fans der ersten beiden Hellboy Filme sollten einen großen Bogen um diesen Film machen, er ist einfach was völlig anderes. Fans von Horror allgemein können mal einen Blick riskieren, ich fand er wies inhaltlich viele Parallelen zu Hansel & Gretel: Hexenjäger mit Jeremy Renner und Gemma Aterton auf ohne auch nur annähernd dessen Qualität zu erreichen, für einen Abend Splatterfest bleibt er dennoch geeignet.
      Ich gebe mal 5.5 von 10.
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    • Neu

      @Josti und @Chocomog

      Hier passt, die Diskussion, vom The Grudge Thread besser rein, da es sonst zu sehr im Off-Topic rutscht.

      Ich kann leider gute Horrorfilme an zwei Händen abzählen, zumindest was die Horror Filme ab 2000 betrifft. Leider zählt Texas Chainsaw Massacre nicht dazu. Ich fand die Original Teile, wie auch das Remake eher langweilig. Und gar nicht so Hart, wie immer beschrieben wird.
      Bedenkt man die wunderbare Komplexität des Universums, seine Perfektion, seine Ausgewogenheit in allen Dingen – Materie, Energie, Gravitation, Zeit, Dimension – muss ich einfach annehmen, dass unsere Existenz viel mehr ist, als Philosophie in ihr sieht. Das was wir sind, übertrifft alle Maßstäbe, die wir uns mit unserem mathematischen Denken vorstellen können. Unser Dasein ist Teil eines Ganzen, das wir mit unserem Verstand, unserer Erfahrung nicht erfassen können.
      -Picard-

      Beitrag von fontenot ()

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