Tales of Serie Since 1995

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    • Kelesis schrieb:

      VenomSnake schrieb:

      Also gibt es da mehr außer einem Rachefeldzug?
      Ja, deutlich mehr, aber es soll Leute geben, die das bis zum Ende des Spiels nicht begriffen haben/nicht begreifen wollten. Man muss sich auf diese Geschichte, bei der es in dem Sinne keine GUTEN und BÖSEN gibt, halt auch einlassen wollen. Das fällt uns Mittel- und Westeuropäern von Haus aus eher schwer, weil wir uns (nach US-amerikanischem Vorbild) daran gewöhnt haben, dass wir generell die Guten sind und wer die Welt anders sieht als wir, gehört eben zu den Bösen - doch so einfach ist das Leben eben nicht strukturiert. Aber halt, ich werde schon wieder politisch.Wie dem auch sei: Das eigentlich Interessante von "Tales of Berseria" ist (hab' ich schon mehrfach gesagt) das letzte Drittel - und natürlich der Abspann, eine richtig schöne Endsequenz, die kein altbackenes Wirrwarr an Klischees bedient.
      Wo fang ich an...
      In Tales of Phantasie gabs kein Gut und Böse, in Symphonia auch nicht, in Xillia auch nicht.. Dann wären da noch so Spiele wie Final Fantasy 13-2. In so ziemlich fast jedem JRPG stellt es sich zum Ende heraus dass es kein schwarz/weiß Denken gibt und fast alle Bösewichte sitzen am Ende heulend da und verstehen nicht was schief gelaufen ist und eigentlich wollten sie doch nur das richtige tun. Bla bla bla.
      Ich gehöre zwar nicht zu denjenigen due in Berseria nur die Rachestory sehen aber auch nicht zu denen die in dem Spiel etwas revolutionäres sehen "wollen".

      (eindach den Mund halten Basti... Einfach den Mund halten... Beim nächsten Mal vlt. :D )
      "Such tears...
      What beauty they hold... these tears of sorrow... Surely they are the most precious substance in the world.
      But, are you worthy to shed such tears? "

    • Bastian.vonFantasien schrieb:

      In so ziemlich fast jedem JRPG stellt es sich zum Ende heraus dass es kein schwarz/weiß Denken gibt und fast alle Bösewichte sitzen am Ende heulend da und verstehen nicht was schief gelaufen ist und eigentlich wollten sie doch nur das richtige tun. Bla bla bla.
      Ich gehöre zwar nicht zu denjenigen due in Berseria nur die Rachestory sehen aber auch nicht zu denen die in dem Spiel etwas revolutionäres sehen "wollen".
      Gibt aber auch reichlich Gegenbeispiele: Kefka in FF6, Sephiroth in FF7, Seymor in FF10, Rapthorne in DQ8, Graham Cray in "Suikoden 4" oder, um mal über den Tellerrand zu schauen, Dagoth Ur in "Morrowind" und Sun Li in "Jade Empire". Würde schon sagen, dass bei Rollenspielen tendentiell die Antagonisten überwiegen, die aus niedrigen Beweggründen handeln.
      Das Fehlen von Schwarz-Weiß-Figuren ist mehr oder weniger ein Hauptmerkmal der (gerade in den letzten Jahren) so oft gescholtenenTales-of-Reihe. Wenn das ein Klischee ist, dann wohl allerhöchstens ein serieninternes und eins mit dem ich sehr gut leben kann. Obendrein war dieses "Feature" in noch keinem Tales-Teil so stark ausgeprägt wie bei Berseria. In den Mario-Spielen ist es schließlich auch Klischee, dass jedesmal eine gewisse Prinzessin (deren Namen hier ungenannt bleiben soll) entführt wird - völlig platt aber es stört keinen und ich schätze, die meisten Mario-Fans (bin selbst keiner) mögen das sogar.
      Dass du Berseria nicht magst, hast du ja schon hinreichend dargelegt und ist prinzipiell gerechtfertigt. Doch ich hab' allgemein den Eindruck, dass einige hier im Forum nicht mehr so genau wissen, was ein gutes JRPG auszeichnet, weil sie in den letzten Jahren zu viel "Artfremdes" wie "The Witcher 3" oder HZD gespielt haben, dementsprechend konditioniert sind und jetzt meinen, dass JRPGs sich GENAUSO anfühlen müssen, sonst sind sie eben zweitklassig. Da werden in schöner Regelmäßigkeit Äpfel mit Birnen verglichen. Sieht man nicht nur an der kollektiven Ja-aber-Haltung gegenüber der Tales-of-Reihe sondern auch an jener gegenüber Spielen wie "Ni No Kuni 2".
      "Dead like stone are those bitter hearts
      Who haltingly live in their golden houses of cards"
      (Jarno Perätalo)

      Dieser Beitrag wurde bereits 8 mal editiert, zuletzt von Kelesis ()

    • Baal in Grandia geht auch ohne Skrupel seinen Weg und missbraucht sogar die "Macht des Lebens", Gaia. Dadurch wird Gaia selbst bösartig, was Baal nicht juckt. Er will um jeden Preis Macht und bereut nichts.

      Maximilian in Valkyria Chronicles eben. Er will Macht und es ist ihm gleich was er alles anrichtet und opfert ohne Bedenken seine treuesten Untergebeben.

      Und und und ... also "heulende Schurken, die bereuen" sind schon nicht so häufig anzutreffen.

      Palamacia (der aber in JEDER Auflage anders heißt) in FF2 metzelt sich munter durch die Menschheit - nur um unsterblich zu werden. Weil er erkannt hat: unsterblich werde ich, wenn ich nach meinem Tod zum Dämon werde und dazu muss ich nur Schuld am Tod einiger zehntausend Leute sein. Wo ist also das Problem?

      Die Oberschurken aus FF13 und 13-3 bereuen auch nichts.
    • Doch ich hab' allgemein den Eindruck, dass einige hier im Forum nicht mehr so genau wissen, was ein gutes JRPG auszeichnet, weil sie in den letzten Jahren zu viel "Artfremdes" wie "The Witcher 3" oder HZD gespielt haben, dementsprechend konditioniert sind und jetzt meinen, dass JRPGs sich GENAUSO anfühlen müssen, sonst sind sie eben zweitklassig.

      Da ich regelrchte Abneigung gegenüber "western RPGs" empfinde zähle ich mich nicht dazu.
      Es ist halt nur nicht so dass wir deutschen alle nur "schwarz/weiss" denken..
      Meistens sind es eher die klassischen Spiele in denen das Böse auch einfch nur Böse war.
      Heutzutage reicht das nicht. Es müssen immer irgendwelche Beweggründe dargestellt werden weshalb Böse böse sind.
      Was Berseria angeht hat man einfach versucht eine Antihelden Gruppe zu generieren aber schon nach 5std. Spielzeit merkt man einfach, dass es keine Antihelden sind und irgendwie zieht sich das auch durch ganze Spiel. Zu sehr gespielt, zu sehr aufgesetzt. Woran es aber mangelt sind ganz einfach Taten. Da war dann doch selbst Yuri in Vesperia etwas konsequenter. Auch die angeblich gute Regierung zeigt sich doch recht schnell von ihrer bösen Seite und das ändert sich nicht. Die Fronten sind einfach zu schnell geklärt.
      Berseria versucht etwas anderes zu sein, schafft es aber nicht dies glaubwürdig umzusetzen.
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    • Bastian.vonFantasien schrieb:


      Was Berseria angeht hat man einfach versucht eine Antihelden Gruppe zu generieren aber schon nach 5std. Spielzeit merkt man einfach, dass es keine Antihelden sind und irgendwie zieht sich das auch durch ganze Spiel. Zu sehr gespielt, zu sehr aufgesetzt. Woran es aber mangelt sind ganz einfach Taten. Da war dann doch selbst Yuri in Vesperia etwas konsequenter. Auch die angeblich gute Regierung zeigt sich doch recht schnell von ihrer bösen Seite und das ändert sich nicht. Die Fronten sind einfach zu schnell geklärt.
      Berseria versucht etwas anderes zu sein, schafft es aber nicht dies glaubwürdig umzusetzen.
      Das sehe ich völlig anders, aber trotzdem nicht schlecht, wenn wir mal drüber reden. :D
      Auf jeden Fall würde ich dir raten, keine Tales-Spiele mehr zu daddeln, weil diese Art von Games (wenn ich das richtig verfolgt habe) nicht wirklich deinen Geschmack trifft.
      Ich würde mir auch nicht jede neue GTA-Episode kaufen, nur um dann (völlig überraschend) festzustellen, dass ich die jedes Mal zum Kotzen finde.
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      (Jarno Perätalo)

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    • Ohh, also ich mag durchaus die Tales Spiele aber bei Berseria und wollte der Funke einfach nicht überspringen.
      Ich könnte jeden Charakter einzeln auseinandernehmen und analysieren warum ich ihm seine Rolle nicht abkaufe.
      Sie alle preisen sich damit eiskalte Gesetzlose zu sein aber im ganzen Spiel sieht man nichts davon. (Böse Menschen zur Strecke bringen zähle ich nicht dazu, da selbst Sailormoon die Bösen zur Strecke bringt)
      Das bösartigste was ich im Spiel gesehen habe war die Lagerhalle die sie in brand gesteckt haben, trotz der Gefahr das jemand verletzt werden könnte. Danach kam nichts mehr.

      Am schlimmsten war Magilou oder wie die hieß. Sie hats auf die Spitze getrieben mit ihrem:" Hey, ich bin böse! Ihr dürft mir nicht trauen! Ich bin ein ganz ganz böses Ding." und was war sie am Ende... Nurn Teenie mit Komplexen die aus ihrer Vergangenheit resultieren.

      Oder der Reaper... ehrlich... Wer gibt sich selbst so einen Namen? "Hey ich trage Tattoos also bin ich böse."
      Da gab in Guardians of The Galaxy 2 ein treffendes Beispiel.
      "Taserface"
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    • @Bastian.vonFantasien: Magilou ist so konzipiert, dass sie anders redet als sie handelt und der Rest der Truppe ist letztlich auch nur "böse", weil die in Berseria vorherrschende Gesellschaftsordnung es so will, nicht weil sie es mit ihren Taten drauf anlegen. Oder wieviele von den während der Inquisition als Hexen verbrannten Frauen waren wirklich bösartig? Die Wenigsten, ihr Handeln war halt lediglich gegen das Gesetz.
      Das Einzige was Velvet, Magilou, Rokurou und Eizen zumindest in der ersten Spielhälfte in Sachen Bösartigkeit gemeinsam haben, ist ihre rücksichtslose Ich-Bezogenheit. Jeder handelt nur aus eigenem Interesse. Inwieweit das jedoch (gerade im Hinblick auf unsere heutige Lebensrealität) wirklich bösartig ist, müsste auch erst noch erörtert werden.
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